Bis zu 40 Prozent: Private Krankenkasse Central erhöht massiv Beiträge

Die Dumping-Angebote der vergangenen Jahre setzen vielen privaten Krankenkassen zu: Central, die fünftgrößte Kasse der Branche, bittet*ihre Mitglieder nun massiv zur Kasse. Versicherten drohen Aufschläge von mehr als 40 Prozent.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...799857,00.html
  1. #200

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    Zitat von anbue Beitrag anzeigen
    Und wie teuer es erst wäre, wenn es die 2. Klasse gar nicht gäbe: eigene Gleise, eigene Züge, eigene Krankenh ... äh, Bahnhöfe.
    Kann man auch so sehen: ohne die Zusatzeinnahmen aus der 1. Klasse wäre eine Fahrkarte 2. Klasse teurer.

    Auf das Gesundheitswesen bezogen: wenn es eine Einheitskasse gibt, was wohl mal kommen wird, werden die bisher GKV-Versicherten höhere Beiträge zahlen müssen, da Ärzte, Pharmaindustrie und Krankenhäuser eine Mischkalkulation machen.
  2. #201

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    Zitat von dogs Beitrag anzeigen
    Das trifft aber nur für die Versicherten unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze...
    Das ist richtig, aber eine andere Baustelle. Die Beitragsbemessungsgrenze, und die damit verbundene Erlaubnis, sich aus der Solidargemeinschaft sogar ganz zu verabschieden, ist tatsächlich das Problem.

    Eine niedrige „Kopfprämie“ mit Zuschüssen aus dem allgemeinen Steuertopf hätte diese Ungerechtigkeit übrigens beseitigt. Denn dann hätten Personen mit hohem Einkommen, statt gar nichts mehr, wegen der Steuerprogression sogar überproportional mehr eingezahlt. Aber wie das so ist, wurde diese Lösung ausgerechnet von denen bekämpft und die Diskussion über eine echte Reform damit endgültig totgetreten, die die „Solidargemeinschaft“ angeblich zu ihren politischen Grundlagen zählen.
  3. #202

    Andere Sichtweisen

    Zitat von zzipfel Beitrag anzeigen
    Und - Gewerkschaften und SPD erst recht nicht. Mich amüsierts immer wieder, wie wenig Menschen von Wirtschaft verstehen. Ein normaler AN versteht halt weder, dass er seine Arbeitskosten erwirtschaften muss, und dazu gehören halt Sozialabgaben, Investitionskosten für seinen Arbeitsplatz dazu. Anschlissend wird dann noch irgendwas von Mindestlöhnen gefaselt, von Leuten die non nix ne Ahnung haben. Einfach lächerlich.

    Übrigens - ich bin Unternehmer. Interessant, dass ich Ihrer Meinung nach keine Steuern mehr zahlen muss, werde diese neue Rechtslage gleich mal demnächst dem zuständigen Finanzamt kundtun :-) Was für herrliche Zeiten!
    Klar erarbeiten die AN alle Kosten selber - dafür das der Unternehmer ihnen dann für einen Bruchteil davon Lohn gibt!
    Oder war es doch anders .. das Menschen arbeiten um zu überleben - und das sie ihren "Konsum" brauchen zum Überleben, aber bei ihrer Arbeit eben nicht die "Besitzer" der Produkte sind die sie dann kaufen müssen für "Aufpreis Gewinn"?

    Und man kann die Unternehmenskosten inzwischen wohl wirklich bei Null ansetzen - Unternehmen sind die größten vom Staat subventionierten Bereiche der Gesellschaft - Er sorgt nicht nur laufend dafür das die Lohn+ Sozialkosten sinken, sondern er erschafft ihnen ja auch noch die Infrastruktur um ihre "Produkte" überhaupt anbieten zu können!

    Oder glauben sie noch den unsinn das die Preise irgendwas mit den "Herstellungskosten zu tun hätten"? Wir haben heute Produkte die eben nicht wie Pferde eine gigantische Kostenlose Infrastruktur benutzen können - Autos brauchen die aber - und der Staat sorgt dafür das die Autos von der Autobahn über den Zebratreifen bis hin in die Pampa das Toilettenhäuschen auch haben! Es gibt praktisch keine Produkte mehr wo nicht die Infrastruktur "Staat" einen grossen Teil aller Kosten übernimmt - kaum ein Produkt könnte ohne diese gewaltigen Aufwendungen irgendwo benützt werden - aber es wird immer noch so gelabert als wenn wir wie 1900 noch Pferde betreiben würden mit kostenloser Infrastruktur!

    Und, tun sie sich ruhig keinen Zwang an - ich habe überhaupt nichts dagegen das die Unternehmen sogar vollkommen Steuerbefreit werden - aber ich bin dafür das die "Besitzer" egal ob kleinunternehmer oder Aktionär voll alle ihre Gewinne Besteuern sollen - das wären dann - setzt man die Steuerlast der Arbeitnehmer an dann um die 50% .. das würde aber dann richtig rappeln bei den Steuereinnahmen - und den Leuten mal klar machen in welchen Täuschungsystem sie leben .. 12% Unternehmenssteuern gegen 50% als Steuern für Arbeitnehmer sieht ja Klasse aus, aber nicht "Unternehmen besitzen Geld" sondern deren Besitzer, und genau diese müssen mal zur Kasse gebeten werden ...

    Ich habe nichts gegen Unternehmen , aber gegen ein Wirtschaftsystem was die Leute in Zwangsarbeit hält und das laufend mit regelrechten Betrügerischen Argumentationen aufrecht erhält!
    Und dazu gehört vom "Arbeitgeberbeitrag" (der zahlt nix) bis hin zu "Preise im laden haben war mit Herstellungskosten zu tun) - haben sie nämlich nicht - man muss schon die Infrastrukturkosten die heutzutage ein Staat dort hineinsteckt damit irgendein Produkt überhaupt verkaufbar ist hinzurechnen - und dann sehen die "realen preise" und Wirtschaft schon ganz anders aus!
  4. #203

    Die anderen sind wichtig

    Zitat von toledo Beitrag anzeigen
    Das haben Sie ganz prima und auch richtig erklärt! Nur.. wann ziehen Sie endlich die richtigen Schlüsse daraus? Die GKV und ihre Umlagenfinanzierung ist aus verschiedenen Gründen am Ende und so nicht mehr finanzierbar, auch und gerade weil die einkommensabhängige Beitragszahlung in wirtschaftlich schlechten Zeiten nicht funktionieren kann!
    Die GKV ist nicht am Ende - sie ist immer noch Teil einer Gesellschaftsleistung - und ob man die Einkommensabhängig oder wie in England über Steuern pauschal finanziert ist dabei nur Frage der Klugheit der Bürger!

    Die PKV hat aber ein gewaltiges Problem - das Kapitalistische System immer auf "Zinsen" alles zu schieben knall gerade Weltweit gegen die Wand - den die Aliens die die Zahlen sollen bleiben einfach aus - und damit die Basis aller Kapital-Gedeckten Versicherungsarten - nicht nur die PKV!

    Eine Gesellschaft finanziert sich immer selber - macht sie letztlich seit Jahrtausenden - erst als man anfing zu glauben das es Aliens ohne Ende gäbe die Zinsen zahlten - und unsichtbare "Finanziers" ging das ganze richtiggehend schief!

    Es kann schlicht nicht gutgehen wenn einige Wenige alle Gewinne einstreichen - und der Rest der Gesellschaft diese noch erarbeiten soll - aber genau das hat man geglaubt umsetzen zu können - anstelle zu sehen das eben auch Kinder, Familie und Alte Leute Teil der Gesellschaft sind - und es ohne diese eben auch kein "Geld-System" gibt , weil es keine Käufer und damit auch keine Produktion oder Zinsen mehr gibt!

    Alles was SIE an Vermögen haben kommt von anderen, also müssen sie dafür sorgen das es die anderen auch lange gibt, heute , morgen und sogar die Kinder der anderen sind ihre "Einnahmequelle"! Diese Egomanen betrachtung - man würde andere finanzieren ist faktischer Unsinn , das könnte nur jemand mit einer Fälscherwerkstatt im Keller!
  5. #204

    ?

    [QUOTE=DieKleinenHaengtMan;9206016]Ich bin unlängst gewechselt, das wurde beworben als unglaublich beitragsstabiler Tarif im exzellenten Unternehmen./QUOTE]

    Von wem? Vom Verkäufer? Vom Unternehmen selbst? Oder von einigermaßen unabhängigen Organisationen wie Stiftung Warentest?
  6. #205

    Regen -> Traufe

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    das als einzig vertretbare und auch künftig bezahlbare KV die für alle verbindliche Bürgerversicherung ist,
    Die neue Bürgerversicherung wird genauso gegen steigende Gesundheitskosten zu kämpfen haben wie die bisherigen Versicherungsformen. Ich sehe keinen Grund, warum die langfristig besser sein soll.
    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    und niemand ist mehr etwas besseres für die Herren Dr.med.
    Doch, der mit privater Zusatzversicherung oder IGEL-Selbstzahler.
  7. #206

    ach was

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Auch Sie müssen einmal lernen: Nicht jeder wählt die FDP.
    Und das ist verdammt gut so. Aber dass alle GKV-Versicherten hier selbstverständlich samt und sonders PKV-versichert hätten sein können, aber trotz erheblicher Mehrkosten (freiwillig noch den arbeitgeberbeitrag übernehmend) ausd reiner Menschenfreundlichkeit in der GKV geblieben sind---das glaubt Ihnen nicht einmal Frau Wagenknecht.
  8. #207

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    Zitat von jinky Beitrag anzeigen
    Und das ist verdammt gut so. Aber dass alle GKV-Versicherten hier selbstverständlich samt und sonders PKV-versichert hätten sein können, aber trotz erheblicher Mehrkosten (freiwillig noch den arbeitgeberbeitrag übernehmend) ausd reiner Menschenfreundlichkeit in der GKV geblieben sind---das glaubt Ihnen nicht einmal Frau Wagenknecht.
    Was ich an der Sache nicht verstehe, ist die merkwürdige „Rechnung“, die der Staat bei der Regelung für Beamte aufmacht.

    Einerseits kalkuliert er, das ihm die direkte Übernahme der Kosten durch die Beihilfe billiger kommt als der übliche Arbeitgeberanteil zum Kassenbeitrag. Beamte sind also offenbar ein überdurchschnittlich gutes Risiko.

    Andererseits würde das dann aber auch für die GKV gelten, das heißt diese würde, genau wie die Staatskasse, finanziell profitieren, wenn sie Beamte aufnehmen würde. Warum schafft der Staat also nicht die Möglichkeit einer „halben“ GKV-Mitgliedschaft? Die dadurch verbesserte Kassenlage der GKVs könnte er direkt vom jährlichen Steuerzuschuss abziehen. Der Einspareffekt wäre noch einmal der gleiche wie der durch die Beihilfe-statt-Beitrag-Regelung.

    (Davon, dass diese Regelung an sich schon schwachsinnig ist, weil im Endeffekt sowieso nur von einer staatlichen Kasse in die andere verrechnet wird, sei hier einfach mal abgesehen.)
  9. #208

    Das stimmt so nicht.

    Zitat von jinky Beitrag anzeigen
    Guter Mann, wer in der GKV bleibt, obwohl es anders ginge, tut dies in aller Regel auch nicht aus einer diffusen Solidarität heraus, sondern weil er sich ausrechnet, dass es für ihn günstiger sein wird. Die Solidaritätskiste können wir alle zusammen ruhig zu lassen.
    Für mich als Selbstständiger (offiziell Single) war aber genau das damals der Grund und man sollte die Beweggründe anderer nicht einfach beiseite schieben, nur weil man selbst nur auf's Geld geguckt hat.

    Als ich meine Selbstständigkeit begann, sprach in den ersten Jahren eigentlich alles für die PKV: insbesondere die Mindestbemessungsgrenze war bei mir anfangs massiv unterschritten (es dauert halt erst einmal, bis man einen entsprechenden Kundenstamm hat), so dass in den ersten Monaten durchaus mal über 50% der Einnahmen für die GKV-Beiträge draufgingen.

    Aber ich habe gesehen, wie schnell man krank werden kann und halte es für einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft, dass jeder für den anderen einsteht, falls dieser krank wird - und nicht: ich picke mir die Gesunden raus und die anderen scheren mich einen Scheiß.

    Habe ich damals schon dem Allianz-Vertreter meinen Standpunkt klar gemacht und dieser war ehrlich überrascht: die meisten würden nur an sich selbst denken.

    Und auch die freundlichen Damen am Telefon, die mir die PKV andrehen wollen, stimmen mir natürlich zu, wenn ich ihnen das klar mache.

    Die Mindestbemessungsgrenze gehört schleunigst abgeschafft, denn so treibt man die ganzen kleinen Unternehmer natürlich in die PKV, wenn dort mit 99€ geworben wird.
    Wer nur 1000 Euro Einnahmen hat, zahlt davon 15%.

    Ebenso gehört aber auch der Höchstsatz abgeschafft: wer 10000 Euro verdient, kann davon durchaus 1500 Euro GKV-Beitrag entrichten.

    Und selbstverständlich müssten *alle* einzahlen. Zusätzlich privat kann man sich ja immer noch versichern.

    Wer von der PKV wieder in die GKV möchte, kann das tun, indem er einfach die bisher gesparte Differenz nachzahlt.

    Dass die PKV die GKV alimentiert ist natürlich Unsinn - andersherum wird ein Schuh draus: man sollte mal alle zusammenrechnen, die nach jahrzehntelanger PKV dann wieder (gewollt oder ungewollt) in die GKV rutschen. Alleine deren Kosten heben das locker wieder auf.

    Davon abgesehen kümmert sich die GKV eben auch um die Alten, chronisch Kranken und Schwachen - also all diejenigen, von denen die PKVler nichts wissen wollen.

    Dass man geld sparen möchte, ist ja ok - aber dann sollte man auch so ehrlich sein, das zuzugeben: mir sind die Krankheiten der anderen egal.

    Ich glaube, das nennt man asozial.
  10. #209

    Wie schön :-)

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Ich als alleinstehender Selbständiger, der den maximalen freiwilligen GKV-Beitrag zahlt (der immer noch lächerlich niedrig ist im Vergleich zu vielen PKV-Beitragssätzen!) trage selbstverständlich solidarisch Leute mit, die Unterstützung benötigen, wie eben unter anderem Familien, Rentner und Studenten.

    Das gehört sich so in einer anständigen und vor allem auch nachhaltigen Gesellschaft und das ist auch völlig in Ordnung. Das ist mein Beitrag zur Gesellschaft, in der ich lebe und von der ich selbst ja auch in vieler Hinsicht profitiere.

    Egoismus ist sehr oft mit Kurzsichtigkeit verbunden, ja er basiert geradezu darauf.

    Letztlich ist das Solidarprinzip hier mit Abstand am sinnvollsten. Die Alternativen haben sich weitgehend als teils auch noch betrügerische Luftnummern herausgestellt.
    Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich bin (auch als Slebstständiger und AG) also mit meiner Meinung nicht allein :-)

    Es ist genau, wie Sie schreiben: bisher haben genau zwei Systeme seit ihrer Einführung immer funktioniert: GKV und Rentenversicherung.

    Trotz zweier verheerender Kriege gab es sie immer, ganz ohne Kapitalanlage, einfach weil immer das umverteilt wurde, was die anderen erarbeitet haben. Dieses System funktioniert auch nach einem Crash *sofort*.

    Ich halte die kapitalgedeckte Altersvorsorge für höchstproblematisch (wie man jetzt auch schön sieht).

    Natürlich muss man da Feinjustierungen vornehmen (wer mehr Rente bezieht, muss auch abgeben).

    Davon abgesehen gab es für mich und meine Frau (Nichtehefrau ;-) bisher immer alle leistungen, die wir benötigten.

    Und: anstatt sich ständig über die Beiträge zu ärgern sollten die Menschen froh sein, die Leistungen nicht zu benötigen.

    Wer einmal wirklich schwere Krankheit miterlebt hat, weiss, was ich meine - und er denkt darüber auch ganz anders.

    Ein schönes WE Ihnen - uns natürlich: Solidarität!