Die Dumping-Angebote der vergangenen Jahre setzen vielen privaten Krankenkassen zu: Central, die fünftgrößte Kasse der Branche, bittet*ihre Mitglieder nun massiv zur Kasse. Versicherten drohen Aufschläge von mehr als 40 Prozent.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...799857,00.html
Und - Gewerkschaften und SPD erst recht nicht. Mich amüsierts immer wieder, wie wenig Menschen von Wirtschaft verstehen. Ein normaler AN versteht halt weder, dass er seine Arbeitskosten erwirtschaften muss, und dazu gehören halt Sozialabgaben, Investitionskosten für seinen Arbeitsplatz dazu. Anschlissend wird dann noch irgendwas von Mindestlöhnen gefaselt, von Leuten die non nix ne Ahnung haben. Einfach lächerlich.
Übrigens - ich bin Unternehmer. Interessant, dass ich Ihrer Meinung nach keine Steuern mehr zahlen muss, werde diese neue Rechtslage gleich mal demnächst dem zuständigen Finanzamt kundtun :-) Was für herrliche Zeiten!
Ich war etwas unfair, ich geb's zu, es klang halt so schön.
Jedenfalls sind Sie als Beamter in der PKV insofern prima dran, als ihr Dienstherr auch dann noch Beihilfe zahlt, wenn Sie einmal in Pension sind. Während der normale Angestellte (von Selbstständigen gar nicht zu reden) dann nur noch einen geringen Zuschuss bekommt.
Das mit den Belegen kenne ich übrigens aus der Familie von mehreren Beamten.
Das ist natürlich sehr lästig, aber mehr auch nicht.
Und es ist kein Problem der PKV, sondern der Beihilfe.
Ich zahle meine Arztrechnungen, sammle die und wenn genug zusammengekommen sind, reiche ich sie ein. Ein bis zwei Wochen später ist die Erstattung da.
Krankenhausbesuche werden direkt mit der Versicherung abgerechnet, da sehe ich nur den Beleg.
Ich kann mich über unnötige Bürokratie in der PKV nicht beklagen.
Aus der - leider - gelebten Realität:
Central - Tarif EKN
Beitrag 1991: 170 € (auf 10 gerundet, 10% Zuschlag addiert)
Beitrag 2001: 240 € (auf 10 gerundet, 5% Zuschlag addiert)
Beitrag 2011: 610 € (auf 10 gerundet)
Beitrag 2021: ??
Beitrag 2041: ??
Das trifft aber nur für die Versicherten unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Wenn der Alleinverdiener über der BBG liegt, fiele beim Splitting auch komplett Beitrag an, jedenfalls bis zur doppelten BBG.
Damit wäre auch der Missstand beseitigt, dass Paare mit gleichem Einkommen in der GKV unterschiedlich hohe Beiträge zahlen müssen. Die GKV-Kassen würde das spürbar entlasten, denn auf freiwillig Versicherte Kassenmitglieder entfallen erheblich mehr beitragsfrei Mitversicherte als auf Pflichtversicherte.
Wenn man von einzelnen Fallbeispielen absieht, pro und contra der PKV und GKV, ist mein Fazit, das als einzig vertretbare und auch künftig bezahlbare KV die für alle verbindliche Bürgerversicherung ist, dann sind wir alle in einer Solidargemeinschaft und niemand ist mehr etwas besseres für die Herren Dr.med.
Schauen Sie mal auf andere Diskussionen zum Thema KK. Dieses "Spiel" ist nicht neu. Die Politik trägt maßgeblich dazu bei. Ulla Schmidt, Philipp Rösler sind wahre Erfüllungsgehilfen wenn es darum ging. Die PKV durften Jahrelang die Rücklagen fürs Alter von ausscheidenden Mitgliedern behalten. Um die Verantwortung umzukehren wurde die KK zur Pflicht, nur wie ma dieser Pflicht ohne Einkommen und Stütze nachkommen kann wurde nicht geklärt, denn der kleine Unternehmer stört.
In diesem Lande wird das Kapital immer mehr zentralisiert.
Sehen sie sich die Entwicklungen der letzten Jahre an.
Das Versicherte der PKV wesentlich besser gestellt seien ist genau so eine Lüge wie die, das diese Versicherung wirklich günstiger ist. Durch hohe Eigenbeteiligung bei den Medikamenten ist das nicht unbedingt der Fall.
Entsagt man dem Bonussystem , welches dazu führt die Vorsorge zu unterlassen oder möglichst nicht trotz Notwendigkeit zum Arzt zu gehen weil in reichlig einem Monat eine Bonuszahlung von 1-2 Monatsbeiträgen winkt, dafür die KK dann im Folgejahr um so stärker belastet wird und in dem Jahr dann richtig, weil es eh mit Bonus vorbei ist. Würden die KK über mehr Rücklagen verfügen und konnten die Beiträge geringer halten.
Das in den unteren Beitragsgruppen die Erhöhunh besonders hoch ausfällt liegt an der Beitragsbemessungsgrenze, welche als Basis dient, egal ob man darunter liegt oder nicht.
Der Staat hat Versicherungen reich gemacht und die wollen ungern auf ihre hohen Renditen verzichten. Zugeschlagen wird da, wo der Kunde sich am wenigsten entziehen kann.
So arbeitet man auch gleich wieder den Befürwortern einer (niedrigschwelligen) Bürgerversicherung in die Hand.
#Nachgedacht