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Biosupermärkte: Niedriglöhner am Gemüsestand

DPAWer im Bioladen einkauft, will sich und der Umwelt Gutes tun. Fair sind die Produkte, unfair seien aber Löhne - oft schlechter noch als bei Discountern wie Aldi oder Lidl, kritisieren Gewerkschafter. Schuften die Mitarbeiter für zu wenig Geld? Biohändler wehren sich.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...830213,00.html
  1. #1

    Also jetzt mal ganz ehrlich... Was soll man denn jemandem der Regale einräumt schon groß bezahlen? Wenn es nach den ganzen linken Romantikern geht wahrscheinlich nen Stundenlohn von 25 Euro, oder?
  2. #2

    Zitat von SpitzensteuersatzZahler Beitrag anzeigen
    Also jetzt mal ganz ehrlich... Was soll man denn jemandem der Regale einräumt schon groß bezahlen?
    Einen vernuenftigen Lohn eben. Oder man raeumt seine Regale eben selber ein.
    Wenn es die tollen Arbeitsagenturen mit ihrem "Zwangsarbeitszwang" nicht geben wuerde, dann wuerde mit Sicherheit niemand fuer 6 Euro pro Stunde Supermarktregale einraeumen.
  3. #3

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Einen vernuenftigen Lohn eben. Oder man raeumt seine Regale eben selber ein.
    Wenn es die tollen Arbeitsagenturen mit ihrem "Zwangsarbeitszwang" nicht geben wuerde, dann wuerde mit Sicherheit niemand fuer 6 Euro pro Stunde Supermarktregale einraeumen.
    Wenn es unsere ganze Hängematte nicht gäbe, müssten die Menschen für viel weniger Geld noch viel mehr machen.
  4. #4

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Einen vernuenftigen Lohn eben. Oder man raeumt seine Regale eben selber ein.
    Und was ist ein vernünftiger Lohn?

    Wenn es die tollen Arbeitsagenturen mit ihrem "Zwangsarbeitszwang" nicht geben wuerde, dann wuerde mit Sicherheit niemand fuer 6 Euro pro Stunde Supermarktregale einraeumen.
    Tja, wenn's kein H4 und auch kein Ersatz gäbe, wären die Löhne wohl noch niedriger. Aber ich weiß, dass man seinen Lebensunterhalt wenigstens zum Teil selbst erarbeitet, ist für manche schon eine Beleidigung der Menschenwürde, gell.
  5. #5

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Und was ist ein vernünftiger Lohn?
    .
    15 Euro brutto bei der momentanen riesigen Abgabenlast?
    Oder hohe Freibetraege bei niedrigen Loehnen wie es in meiner Heimat ist. Da muss man sich bei einem monatlichen Verdienst unter 500 Dollar weder anmelden noch irgendwelche Steuern zahlen.
    Eine 1 Zimmer-Wohnung kostet ungefaehr 50 Dollar Miete. Zum Vergleich.
    Inoffizieller Mindestlohn sind $15/Tag.

    .
    Tja, wenn's kein H4 und auch kein Ersatz gäbe, wären die Löhne wohl noch niedriger. .
    Nein. Wenn niemand mehr zu unterbezahlten Jobs gezwungen wuerde dann wuerde das wieder passen.
    Deutschland kann sich das locker leisten.

    Aber das sind eben zwei diametral unterschiedliche Herangehensweisen.
  6. #6

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    15 Euro brutto bei der momentanen riesigen Abgabenlast?
    Oder hohe Freibetraege bei niedrigen Loehnen wie es in meiner Heimat ist. Da muss man sich bei einem monatlichen Verdienst unter 500 Dollar weder anmelden noch irgendwelche Steuern zahlen.
    Eine 1 Zimmer-Wohnung kostet ungefaehr 50 Dollar Miete......
    Die Antwort ist doch ganz einfach: Wenn wir alle höhere Preise bezahlen, könnten auch höhere Löhne bezahlt werden.

    Aber an der Kasse redet keiner mehr von Solidarität und dem Recht auf ein ausreichendes Einkommen für jeden. Da zählt nur die Frage: Bekomme ich den Artikel hier auch wirklich am billigsten (wenn nicht, gehe ich halt zur Konkurrenz...).
  7. #7

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    15 Euro brutto bei der momentanen riesigen Abgabenlast?
    Die Abgabenlast richtet sich ja auch nach dem Brutto.
    Oder hohe Freibetraege bei niedrigen Loehnen wie es in meiner Heimat ist. Da muss man sich bei einem monatlichen Verdienst unter 500 Dollar weder anmelden noch irgendwelche Steuern zahlen.
    Mit 500 Dollar müsste man in D auch keine Steuern zahlen und mit einen lächerlich geringen Betrag ist man zudem krankenversichert. Das kann man sich mit 500 Dollar anderswo nicht leisten.

    Eine 1 Zimmer-Wohnung kostet ungefaehr 50 Dollar Miete. Zum Vergleich.
    Inoffizieller Mindestlohn sind $15/Tag.
    Bestimmt nen tolles Zimmer. Aber 15 Euro am Tag können Sie ja gern als ML vorschlagen.
  8. #8

    Sicherlich ist Ausbeutung übel. Aber Ökos sind doch keine Gutmenschen! Wenn ich beim Öko einkaufe, dann will ich mir Lebensmittel kaufen, die traditionell hergestellt wurden:
    • Keine Gentechnik
    • Keine Pestizide
    • Wenn möglich keine hochgezüchteten Modesorten
    Das ist ein teurer Spaß, den ich mir da leiste. Aber ich weiß, was ich tue. Ich weiß, was ich will und ich sehe ein, dass das nicht billig ist. Wenn das Geld nicht reicht (passiert leider recht oft), gehe ich natürlich auch zu Aldi und anderen Discountern. Ich habe den Eindruck, dass das Publikum dort früher anfängt zu pöbeln. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich denke, Sozialprestige und Arbeitsbedingungen sind beim Öko erfreulicher. Das ist ein geldwerter Vorteil. Aber wenn sich der Spiegel darüber aufregt: Vielleicht ist ja was dran, an dem Aufmacher: Beim nächsten Einkauf werde ich mal fragen….
  9. #9

    Wer Löhne zahlt, von denen man nicht mal die Miete selbst zahlen kann, die man mit H4 aufstocken muss, der geht wie selbstverständlich davon aus, dass die Allgemeinheit seine Lohnkosten subventioniert. Selbst wie die Made im Speck leben und Subventionen abfassen, dann noch schimpfen, dass H4 zu hoch ist.








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