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Biosprit: Greenpeace fordert sofortiges Verbot von E10

dapdErnteausfälle weltweit haben die Preise für Getreide nach oben getrieben - die Bewirtschaftung von Feldern nur für Biosprit gerät auch deshalb mehr und mehr in die Kritik. Nun sprechen sich selbst Umweltorganisationen gegen einen Weiterverkauf von E10 aus.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...850837,00.html
  1. #180

    Aber

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Börsenpreis und dem Angebot von Mais.
    nur sehr bedingt. Wir haben momentan 5% mehr Maisvorräte als im Vorjahr, die Preise sind aber explodiert. Die Spekulanten sitzen jetzt in den Startlöchern und hoffen auf Misserneten.
    Niebels Tamtam rührt m.E. nur daher, dass durch die erhöhten Preise die Herstellung von Biosprit unrentabel wird. Also sagt er jetzt ungestraft:
    Stellt die Produktion ein, lohnt sich nicht mehr.
    Die ethische Grundfrage stand vor 2 Jahren genau so wie heute, und alle Fakten auch. Da ist nichts neues hinzugekommen und deshalb bekommt auch kein Hungriger einen Löffel Polenta mehr, nur weil E 10 nicht mehr produziert wird. Eher wird der Energiemais zu Futtermais, als zur Menschennahrung.
  2. #181

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    nur sehr bedingt. Wir haben momentan 5% mehr Maisvorräte als im Vorjahr, die Preise sind aber explodiert. Die Spekulanten sitzen jetzt in den Startlöchern und hoffen auf Misserneten.
    Das ist falsch! Wir haben geringere Maisvorräte als im Vorjahr. Zumindest in denen Länder die ihre Ernten auf den Markt bringen. China lagert ein, exportiert aber nichts. Die menge ist für den "Weltmarkt" verloren.
    An den Börsen werden die aktuellen Dürren bereits eingepreist. Das hat aber weniger mit Spekulation als viel mehr mit Preisbildung nach den üblich Marktgesetzen zu tun.

    Niebels Tamtam rührt m.E. nur daher, dass durch die erhöhten Preise die Herstellung von Biosprit unrentabel wird. Also sagt er jetzt ungestraft:
    Stellt die Produktion ein, lohnt sich nicht mehr.
    Niebel hat das populistischste aller Argumente ausgepackt. Statt über den Flächenverbrauch für Fleisch oder Naturschutz zu diskutieren wird eine Sau durch Dorf getrieben die Wählerstimmen bringt.
    Er hätte auch sagen können: Stoppt den Unsinn Biolandbau! Durch die künstliche Ertragshalbierung verschwenden wir Unmengen Ressourcen. und das auf kosten der Armen. Aber das kann man in unsere tollen Gesellschaft heute nicht mehr öffentlich sagen...
  3. #182

    Nun ja

    Zitat von Goldwin Beitrag anzeigen
    1)Das ist falsch! Wir haben geringere Maisvorräte als im Vorjahr. Zumindest in denen Länder die ihre Ernten auf den Markt bringen. China lagert ein, exportiert aber nichts. Die menge ist für den "Weltmarkt" verloren.
    2)An den Börsen werden die aktuellen Dürren bereits eingepreist. Das hat aber weniger mit Spekulation als.......
    1) Schön wenn Sie dem Spiegel nachweisen, dass er lügt. Deshalb lesen wir ihn ja.
    Der Spiegel,30/2012 : " Tatsächlich liegen die globalen Maisvorräte derzeit ( 23.7.2012 Anm.,)um fünf Prozent über der Vorjahresmarke".

    2) Martha Wiggerthale von Oxfam: " Kaum wird die Nachricht von schlechten Ernten verbreitet, strömen die Spekulanten herbei und treiben die Preise in die Höhe... Das hat mehr mit Profitgier zu tun als mit .. Notstand . ( in : Der Spiegel v. 23,7.2012. Allein von Mitte Juni bis Mitte Juli hat sich der Handel mit Agrar-Futures und Optionen an US Börsen fast verdreifacht. Das ist nichts als Spekulation pur. Das hat mit realem Mais nicht das geringste zu tun. Keiner der Spekulanten fasst ein Maiskorn auch nur an.

    3) Da haben Sie recht, insbesondere da die hohen Preise die Produktion von Biosprit unrentabel machen. Da bietet es sich an zu sagen, wenn es eh nicht mehr rentabel ist, lassen wir es sein. Das hat mit der vorgeschobenen Ethik Teller statt Tank nicht das geringste zu tun.

    4) Blödsinn. Kein Spekulant spekuliert auf eine Produktionsart, immer nur auf das Produkt. Und Biolandbau ist kein Spekulationsobjekt.
    Bioprodukte erzielen höhere Preise, weil der Verbraucher bereit ist,für die Schonung der Ressourcen und gesunde Produkte zu bezahlen.
    Sie verschwenden keine Ressourcen, wenn Sie auf den Einsatz bestimmter Gifte verzichten.
  4. #183

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    1) Schön wenn Sie dem Spiegel nachweisen, dass er lügt. Deshalb lesen wir ihn ja.
    Der Spiegel,30/2012 : " Tatsächlich liegen die globalen Maisvorräte derzeit ( 23.7.2012 Anm.,)um fünf Prozent über der Vorjahresmarke".
    Wie bereits gesagt: Vorrat ist nicht gleich Vorrat. Die meißten Vorräte liegen derzeit in China und diese geben die Lagerware nur für den nationalen Markt frei. Die Ware fehlt definitiv dem Weltmarkt

    2) Martha Wiggerthale von Oxfam: " Kaum wird die Nachricht von schlechten Ernten verbreitet, strömen die Spekulanten herbei und treiben die Preise in die Höhe... Das hat mehr mit Profitgier zu tun als mit .. Notstand . ( in : Der Spiegel v. 23,7.2012. Allein von Mitte Juni bis Mitte Juli hat sich der Handel mit Agrar-Futures und Optionen an US Börsen fast verdreifacht. Das ist nichts als Spekulation pur. Das hat mit realem Mais nicht das geringste zu tun. Keiner der Spekulanten fasst ein Maiskorn auch nur an.
    Natürlich gibt es auch Spekulanten die mit Kontrakten spekulieren, aber diese ändern die Trends an den Warenterminbörsen nicht. Der mögliche Gewinn von Spekulanten hängt mit einem, Informationsvorsprung zusammen. Bereits bevor die Massenmedien das Thema "Dürre in der USA2 aufgegriffen haben war den Insidern bekannt dass die USA große Ernteausfälle zu verzeichnen hat. Das knappere Angebot lässt somit die Preise steigen. Wer frühzeitig auf die steigenden Kurse aufgesprungen ist hat damit Geld verdient. Aber die Preise steigen so oder so (Angebot und Nachfrage).

    4) Blödsinn. Kein Spekulant spekuliert auf eine Produktionsart, immer nur auf das Produkt. Und Biolandbau ist kein Spekulationsobjekt.
    Bioprodukte erzielen höhere Preise, weil der Verbraucher bereit ist,für die Schonung der Ressourcen und gesunde Produkte zu bezahlen.
    Sie verschwenden keine Ressourcen, wenn Sie auf den Einsatz bestimmter Gifte verzichten.
    Da haben Sie mich falsch verstanden. Es ging mir in diesem Zusammenhang nicht um Spekulanten sondern um die Tatsache dass die Versorgungsbilanzen bei Agrarrohstoffen enger werden. Herr Niebel schiebt das dem Biosprit in die Schuhe. Aus meiner Sicht weil das am populärsten ist. Die immer enger werdenden Versorgungsblanzen haben aber viele Gründe. Einer davon ist u.a. eben auch der Biolandbau der Unmengen Flächen beansprucht und so die Produktionsmenge der Landwirtschaft reduziert.
  5. #184

    Also

    . Einer davon ist u.a. eben auch der Biolandbau der Unmengen Flächen beansprucht und so die Produktionsmenge der Landwirtschaft reduziert.[/QUOTE]

    das ist mir neu, dass die Amerikaner im corn belt grossflächig Bioanbau betrieben.
    Selbst die Brasilianer auf ihre Soja Monokulturen und Zuckerrohrplantagen machen das nicht
    und die Weizenmähdrescher fahren ohne anzuhalten vom Golf von Mexiko bis nach Kanada.
    Ich kenne keinen, der den tropischen Regenwald rodet um Biolandbau zu betreiben.
    Und in Deutschland erkennen Sie als Laie den Unterschied zwischen einem Biolandbetrieb und einem konventionellen Weinberg kaum noch.
    Ertragsreduzierung steht mittlerweile auch bei konventionellen Weinbauern ganz hoch im Kurs. Die haben gelernt: Bessere Qualität= höhere Preise.
    Da müssen Sie irgendetwas mit den Stillegungsprämien in Deutschland, den Butter- und Fleischbergen und den Milchseen verwechselt haben. Überprüfen Sie bitte noch einmal Ihren Gedankengang.
  6. #185

    Zitat von karl-felix Beitrag anzeigen
    . Einer davon ist u.a. eben auch der Biolandbau der Unmengen Flächen beansprucht und so die Produktionsmenge der Landwirtschaft reduziert.

    das ist mir neu, dass die Amerikaner im corn belt grossflächig Bioanbau betrieben.
    Selbst die Brasilianer auf ihre Soja Monokulturen und Zuckerrohrplantagen machen das nicht
    und die Weizenmähdrescher fahren ohne anzuhalten vom Golf von Mexiko bis nach Kanada.
    Ich kenne keinen, der den tropischen Regenwald rodet um Biolandbau zu betreiben.
    Da haben wir wohl wieder aneinander vorbei geredet. Ich habe nicht Biolandbau in den USA gemeint sondern Biolandbau generell.
    Sie müssen sich die weltweit verfügbaren Agrarrohstoffe wie Suppe in einer großen Schüssel vorstellen. Verschiedene Länder füllen mit verschiedenen Produkten die Schüssel und aus dieser Schüssel nehmen sich wieder versch. Länder für verschiedene Zwecke die Agrarrohstoffe heraus.
    Wenn die Schüssel (wie aktuell) nun leere wird hat das verschiedene Gründe. Ein Grund ist z.B. die Entnahme für Biosprit. Aber es gibt noch viele andere Gründe für die geringer werdenden Agrarrohstoffe. Ein Grund ist da eben z.B auch der Biolandbau. Durch die gewollte Reduktion der Erträge kommt weniger in die Schüssel. Der Effekt ist der gleiche wie bei Biosprit: die "Suppe in der Schüssel" wird weniger.
    Aber diesen Aspekt spricht keiner an weil Biolandbau super toll ist. Dass wir damit die weltweite Produktion drosseln (auf Kosten der Armen) begreift fast niemand....


    Und in Deutschland erkennen Sie als Laie den Unterschied zwischen einem Biolandbetrieb und einem konventionellen Weinberg kaum noch.
    Ertragsreduzierung steht mittlerweile auch bei konventionellen Weinbauern ganz hoch im Kurs. Die haben gelernt: Bessere Qualität= höhere Preise.
    Da müssen Sie irgendetwas mit den Stillegungsprämien in Deutschland, den Butter- und Fleischbergen und den Milchseen verwechselt haben. Überprüfen Sie bitte noch einmal Ihren Gedankengang.
    Weinbau ist eine Besonderheit die aber bezogen auf die weltweite Produktion minimal ist.
    Der Ackerbau ist der große Teil der Landwirtschaft. Und da hat man bei Biolandbau nun mal nur die halben Erträge.
    Man könnte (bezogen auf den Weinbau) sogar argumentieren dass wir auf den Flächen auf den Reben wachsen deutlich mehr Nahrungsmittel durch "normalen" Ackerbau erzeugt werden können. Wir nehmen quasi durch unsere Weinbau der Weltbevölkerung wertvolle Ackerfläche weg.
  7. #186

    wo er recht hat.....

    der Herr Niebel, da hat er recht. Unglaublich mit welcher Ignoranz und mit welchem Zynismus die Manager von Mineralölgesellschaften bzw. Ethanolherstellern zu Werke gehen. Während in vielen Ländern die Menschen verhungern oder vast 80 % ihres Einkommens für Getreide, Mais, etc. einsetzen müssen, betanken wir unsere Autos mit Ethanol. Einfach erbärmlich!
  8. #187

    Lieber sofortiges Verbot von Fleischkonsum

    Schade, man müste denken, das gerade Greenpeace wissen müste, das die Hungersnot nichts mir dem BioSpritt E10 zu tun hat, sondern die Sojoanbau zur Tierfutterproduktion dermassen viel Ackerfläche benutzt. Die Produktion von Öl aus Planzen nimmt nicht mal 2 % der Ackerflächen Weltweit ein. Deuschland importiert doppelt so viel Agrarprodukte wie es selbst produzieren kann, und nur ein kleiner Bruchteil davon ist für Biospritt, der größte Teil wird zur Fleischproduktion gebraucht. Da sollte man sich mal Gedanken machen, ob man nicht lieber Menschen Essen gibt, als den Fleischkonsum der westlichen Ländern zu decken. Abgesehen davon, dass die konventionale Tierzucht eine Schande für jeden in Deutschland ist
  9. #188

    Ein Grund um die Benzinpreise zu erhöhen

    Wenn E10 weg ist, dann werden Super, Diesel usw. noch teurer.
  10. #189

    Das

    Zitat von best1964 Beitrag anzeigen
    der Herr Niebel, da hat er recht. Unglaublich mit welcher Ignoranz und mit welchem Zynismus die Manager von Mineralölgesellschaften bzw. Ethanolherstellern zu Werke gehen. Während in vielen Ländern die Menschen verhungern oder vast 80 % ihres Einkommens für Getreide, Mais, etc. einsetzen müssen, betanken wir unsere Autos mit Ethanol. Einfach erbärmlich!
    ethische Problem besteht natürlich und man kann es, wie die Chinesen beweisen, mit einem Federstrich lösen.
    China hat einfach den " Bio-Sprit " verboten. Aus die Maus , stehen die Chinesen mal wieder ethisch sauber vor dem schmutzigen Westen. Aber man sollte zumindest bedenken:
    1) Kein Mensch dieser Welt bekommt einen Löffel Polenta mehr zu essen, wenn wir auf die Beimischung von " Biosprit" verzichten.

    2) Der Verzicht erhöht sofort die Kraftstoffpreise,Brennstoffkosten der Hungernden. Die können evtl. das Geld für das Kochen der Nahrung nicht mehr aufbringen.

    3) Nach den Milchseen,Butter- und Fleichbergen der letzten Jahre, haben wir mit viel Geld dafür gesorgt, dass bei uns riesige Flächen stillgelegt wurden zu Brachen. Dem Hunger der Welt sollte begegnet werden. Wir haben durch unsere Überproduktion und den Export viele
    Nahrungsmittelmärkte der 3. Welt zerstört und Hunger gemacht.
    Es ist also kein Produktionproblem, sondern ein Verteilungsproblem.

    4) Effektiver wäre es also: Futtermittelanbau zu verbieten .
    Energiepflanzenanbau zu verbieten ( Forstwirtschaft+Biogas) und Pflanzenbau für Textilien zu verbieten ( Baumwolle,Sisal,).

    5) Seit der Jungsteinzeit nutzen die Menschen Pflanzen für die Mobilität.
    Man sollte also den Kamelen allmählich mal abgewöhnen, Datteln zu fressen und den Pferden Hafer.

    In meinen Augen geht es immer darum, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Existenzbedürfnissen der Mensch herzustellen und die Energieversorgung ist genau so ein Existenzbedürfnis wie die Nahrung- und Kleidung. Biosprit ist unsinnig, da die Energiebilanz negativ ist, nicht aus ethischen Gründen. Eine Solaranlage auf dem Dach bringt das Vielfache an Ertrag wie die gleiche Fläche Energiepflanzen.

    Niebel meldet sich m.E. jetzt nur, da durch die hohen Preise die Produktion vo " Biosprit" unrentabel wird. da ist kein Geld zu verdienen, deshalb kommt der auf die Idee, es direkt sein zu lassen. Die ethische Problematik Teller oder Tank bestand auch, als er beschlossen hat, E 10 einzuführen. Nur konnte man damals richtig Geld damit machen.








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