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Bio-Hof in Niedersachsen: Mit PCB kontaminierte Eier gefunden

DPADie Giftstoffwerte in den Eiern überstiegen die erlaubte Höhe um 100 Prozent: Erneut sind in einem Bio-Hof in Niedersachsen belastete Eier gefunden worden. Das Landwirtschaftsministerium veröffentlichte zum Schutz der Verbraucher den Erzeugercode.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...831451,00.html
  1. #10

    noch ....

    Zitat von LuiW Beitrag anzeigen
    Oh je! Als im zweiten Weltkrieg halb Europa in Flammen aufgegangen ist, waren die Dioxin- und PCB-Werte wegen der Schmurgelfeuer mit Sicherheit einige zehn- bis hunderttausendmal höher als heute - ...
    Noch schlimmer. Ich habe heute Brokkoli gegessen. Das Zeug bildet selbst Dioxine. Man dürfte täglich nur 1/100 g essen, um den Grenzwert wie bei Eiern, Fleisch usw. einzuhalten. Nur, für Brokkoli gibt es keinen Grenzwert. Er wäre sonst völlig verboten.
  2. #11

    Es hängt immer vom Futter ab...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Giftstoffwerte in den Eiern überstiegen die erlaubte Höhe um 100 Prozent: Erneut sind in einem Bio-Hof in Niedersachsen belastete Eier gefunden worden. Das Landwirtschaftsministerium veröffentlichte zum Schutz der Verbraucher den Erzeugercode.

    Dioxin in Eiern auf Bio-Hof in Niedersachsen entdeckt - SPIEGEL ONLINE
    ...wenn diese Dinge geschehen. Wer den Begriff "Bio" nur an der Art der Tierhaltung festmacht (in diesem Fall wohl: Anzahl Hennen pro Quadratmeter), kommt da schon mal ins Rutschen. Grundsätzlich ist Zukauf am Markt von Futter für Rinder, Schweine und Geflügel ein Risikofaktor, den man nicht ausmerzen kann, denn die Futtermittelherstellung ist ein internationaler Milliardenbetrieb, der sich kaum kontrollieren lässt. Wer als Landwirt auf Nummer sicher gehen will, der MUSS seine eigenen Futtermittel biologisch anbauen/herstellen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
    Der Verbraucher kann nur bei Demeter-Qualität, bei der der sorgfältige Anbau von Futtermitteln garantiert ist, sicher sein, dass diese Dinge (fast) nicht vorkommen. Auch da soll es QAustuscher gegeben haben, deren Ursachen aber außerhalb des Betriebs der Futtermittelanbauer/Landwirte lagen, d.h. die Kontamination wurde von benachbarten Parzellen eingeschleppt.
    Vielleicht gibt es noch andere Gütesiegel mit dieser Qualitätsgarantie - ich weiß es nicht. Jedenfalls sollte man als interessierter Verbraucher etwas von den Garantieangaben der verschiedenen Gütesiegel verstehen. Sooo schwer ist das nun auch wieder nicht.
  3. #12

    Da liegt ...

    Zitat von zicke-zacke Beitrag anzeigen
    ... als Landwirt auf Nummer sicher gehen will, der MUSS seine eigenen Futtermittel biologisch anbauen/herstellen. ...
    Da liegt ein Denkfehler. Dioxine sind in der Natur. Es sind heute dank Umweltschutz und der vergangenen Zeiträume weniger als früher. Aber sie sind immer noch im Boden. Ein Hauptgrund war der 2. Weltkrieg. Auch heute werden noch Dioxine legal in die Luft geblasen, z.B. beim Grillen unter salzwasserhaltiger Luft (z.B. an Nord- und Ostsee). Die Mengen sind aber vernachlässigbar. Eine andere Ursache sind Pflanzen. Die wollten sich eigentlich nur gegen Insekten schützen und haben dann Giftstoffe, z.B. Dioxine, gebildet. Die "schärfsten" Pflanzen sind z.B. Brokkoli und Basilikum. Wollen Sie darauf verzichten? Und was macht ein Biohuhn? Es wühlt im Boden und sucht Würmer. Es frißt Dreck und Pflanzen.

    Die Quellen (für die Informationen, nicht das Dioxin) hatte ich schon angegeben. Ich verzichte hier darauf.
  4. #13

    würde mich brennend(!) interessieren

    Zitat von spiegelleser987 Beitrag anzeigen
    Noch schlimmer. Ich habe heute Brokkoli gegessen. Das Zeug bildet selbst Dioxine. Man dürfte täglich nur 1/100 g essen, um den Grenzwert wie bei Eiern, Fleisch usw. einzuhalten. Nur, für Brokkoli gibt es keinen Grenzwert. Er wäre sonst völlig verboten.
    wie der Brokkoli das macht.

    Wurden hier Nitride und chlorierte Kohlenwasserstoffe verwechselt?

    Dioxine entsehen bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen unter Anwesenheit von Chlor.

    Also auch bei der Verbrennung! von Holz, denn dieses enthält in geringem Masse Kochsalz.

    Wäre die Reaktion bei Raumtempersur möglich, müsste breits bei Genuss eines z.B. Cognac (C2H6O - Ethanol) oder einer Portion Speiseeis (C12H22O11 - Zucker) Dioxin im Magen mit der dort anwesenden Magensäure HCl - entstehen.

    Statt dessen : CH3CH2OH + HCl --> CH3CH2OH2+ + Cl-

    aus dem Chemieforum ..
    Reaktionsgleichung von HCl-Gas und Ethanol - Allgemeine Chemie - ChemieOnline Forum

    (Dies offensichtlich nicht)
  5. #14

    ich vermiss hier eine Ursachenforschung. Woduch gelangt PCB überhaupt in die Eier? Über das Tierfutter? Über das Wasser? im Kern ist der Artikel "es wurde PCB entdeckt". Aber nicht woher es kam....
  6. #15

    Zitat von zicke-zacke Beitrag anzeigen
    Jedenfalls sollte man als interessierter Verbraucher etwas von den Garantieangaben der verschiedenen Gütesiegel verstehen. Sooo schwer ist das nun auch wieder nicht.
    Warum schreiben Sie dann nicht, was Demeter "garantiert"?

    Dass die an jedem Betrieb verdienen und kassieren, der ihr Siegel führen darf?

    Was löhnen die mir, wenn ich etwas esse, dass deren Siegel führt aber deren Garantie nicht einhält?

    Nichts? Kann das sein?
    Was ist so eine Garantie dann wert?
  7. #16

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Ich habe keinerlei romantische Vorstellungen sondern wollte nur darauf hinweisen, daß das Etikett "Bio" noch garnichts über die Form der Haltung aussagt, um damit wiederum romantische Vorstellungen von Bioladenkäufern zu konterkarieren. Und wenn die Tiere genügend Platz haben, ist es in der Tat egal, wie viele da rumpicken. Haben sie aber oft genug eben nicht, egal ob bio oder konventionell
    Natürlich regelt die Kennzeichnung Bio auch die Haltung der Hühner: max. 6 Hennen pro m2 (also min. ca. 1600 cm2 pro Henne), Auslauffläche pro Henne min. 4 m2, Sitzstangenlänge 18cm/pro Henne.
    Allein letzteres ergibt bei 18000 Hennen im betroffenen Betrieb eine Gesamtlänge von über 3 km! Die Auslauffläche muss insgesamt über 70000m2 sein, also mehr als 7 Hektar. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Ikea-Stuhl hat dagegen eine Sitzfläche von ca. 2000 cm2, also nur ein wenig mehr als einem Bio-Huhn zusteht. Dazu fehlt oft die Armlehne. Ergo ist ein Ikea-Stuhl nicht für Bio-Hennen zertifiziert.
  8. #17

    Interessant ...

    Zitat von LuiW Beitrag anzeigen
    Oh je! Als im zweiten Weltkrieg halb Europa in Flammen aufgegangen ist, waren die Dioxin- und PCB-Werte wegen der Schmurgelfeuer mit Sicherheit einige zehn- bis hunderttausendmal höher als heute - in der Atemluft, den Unterkünften und in der Nahrung sowieso. Trotzdem lebt die Generation derer, die in den rauchenden Trümmern gespielt hat, länger und ist fiter und gesünder als die vor ihr. Vielleicht ist das alles also doch nicht so gefährlich, wie man uns immer weiß zu machen versucht? Und wenn ich mir vorstelle, dass heute schon ein Tropfen einer Substanz mit dem Bodensee verdünnt trotzdem noch nachweisbar ist, dann lehne ich mich doch ganz entspannt zurück und lasse die Behörden und Umweltschützer messen, solange sie wollen. Ich hätte keine Probleme, diese Eier zu verzehren.

    ... dann bedeutet dass, dass Sie auch gern Schweine-, Rind, Ziegen-, Schaf- und Geflügelfleisch mit Medikamentencocktail verzehren, belastetes Ölivenöl, künstlich aromatisierte Fertiggerichte .... und und und.

    Nun ja, was soll man da sagen? Hoffen wir, dass Sie einen Vormund erhalten und in einer guten Pflegeanstalt untergebracht werden. Sie scheinen ja derartig dumm zu sein, dass Sie sich selber schaden ...
  9. #18

    Freilandhennen...

    ...picken im Boden, der Boden ist mit Dioxin belastet, demzufolge die Eier auch, das ist keinspezielles Bioproblem sondern eine Begleiterscheinung der Industrialisierung, und der Freilandhaltung.
  10. #19

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Sie bekommen natürliches Futter ohne irgendwelche Zusatzstoffe. Wie es den Tieren ansonsten geht, das spielt keine Rolle. Hauptsache, wir bekommen "gesunde" Eier auf den Tisch. Ansonsten ist das genau so eine tierquälerische Massenhaltung wie anderswo auch.
    Eben genau nicht! Das Wohl eines Tieres hängt nicht primär damit zusammen mit wie vielen Artgenossen es zusammen lebt. 20 Hühner in einem dunklen Verschlag in einem Schrebergarten haben oftmals schlechtere Bedingungen als z.B. 10.000 Legehennen auf einem Biohof (oder auch konventionelle Bodenhaltung)

    Leider haben es Tierschützer und auch viele grünideologisch geprägten Politiker und Medien geschafft den Sachverhalt auf das Schlagwort Massentierhaltung zu reduzieren. So ist es schön einfach ohne groß nachdenken zu müssen zwischen Gut und Böse zu unterscheiden!


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