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Billionen-Schatz: USA finden riesige Rohstofflager in Afghanistan

Kupfer, Lithium, Eisen, Gold: Die USA haben wertvolle Bodenschätze in Afghanistan entdeckt. Die Mineralvorkommen sind nach ersten Schätzungen fast eine Billion Dollar wert. US-Militärs schwärmen schon vom Aufschwung in dem zerrütteten Land - sie brauchen dringend gute Nachrichten von der Front.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...700503,00.html
  1. #300

    ...

    Zitat von Peter4010 Beitrag anzeigen
    Diese ganzen Linken Aussagen hier sind teilweise einfach nur noch zum Kotzen. Böse Militär da Böse Regierung da, niemand denkt ans Volks bla bla (erinnert irgendwie an die Gottes Freaks bei den Simpsons: "Und wer denkt an die Kinder" ^^)
    Zieht auf die Polly Poket Insel wenn ihr mit der Realität nicht leben könnt.

    Es wird .....
    Warum setzen wir nicht einfach Pharaonen an die Spitze, gründen eine neue Dynastie und die Arbeiter müssten auch nicht mehr bezahlt werden. Hat doch vor 5000 Jahren auch recht gut geklappt!
    Und da Sie anscheined Simpsons kucken, sollten Sie mal kurz in sich gehen und überlegen wo Links ist. Könnte näher sein als man so denkt.
  2. #301

    Ressourcen: Rückkehr der USA zur Politik der sogenannten ursprünglichen Akkumulation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kupfer, Lithium, Eisen, Gold: Die USA haben wertvolle Bodenschätze in Afghanistan entdeckt. Die Mineralvorkommen sind nach ersten Schätzungen fast eine Billion Dollar wert. US-Militärs schwärmen schon vom Aufschwung in dem zerrütteten Land - sie brauchen dringend gute Nachrichten von der Front. [/url]
    Warum wird jetzt das Thema Rohstoffe so wichtig für den Westen?
    Wie sieht die Strategie der USA aus?
    Warum führt der Westen wieder Rohstoff- und Kolonialkriege?
    Nach 100 Jahren wird wieder das Große Spiel in Asien gespielt.
    Beginnen wir mit Afghanistan: Die Truppen werden vermutlich erstmal bleiben. Obwohl die USA einige Rückschläge in Zentralasien haben hinnehmen müssen.

    So zum Beispiel hat China innerhalb kürzester Zeit eine neue Pipeline, 1800 Kilometern lang, von Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan bis nach China gebaut. Turkmenistan liefert jetzt jährlich 40 Milliarden m³ Erdgas an China, Vertragslaufzeit 30 Jahre. Öl und Gas aus Zentralasien fließen nicht mehr nach Westen, sondern nach Osten.

    Die Pläne für die europäische Nabucco-Linie (Lobbyist: Joseph Fischer, der Grüne Ex-Oberboss und Verteidiger westlicher Werte, genau der) könnten nun Makulatur sein. Durch diese sollte Erdgas vom Kaspischen Meer durch die Türkei nach Europa fließen.

    Außerdem hat sich China den Zugriff auf die afghanischen Kupfer- und Eisenerzvorkommen gesichert (Kupfer in Aynak, Eisenerz beim Hajigakpass).

    Die Stationierung von US-Truppen und ihrer Allierten hat also aus unmittelbar wirtschaftlicher Sicht einen Teil ihres geplanten Zwecks weitgehend eingebüßt. Zumindest schwinden die Aussichten. Die USA schützen zur Zeit vor allem chinesische Interessen - und indische, denn dieses Land wird von der Destabilisierung Pakistans durch die USA automatisch an Einfluss in der Region gewinnen.

    So sah es jedenfalls bis vor kurzem aus.

    Die New York Times kam nun plötzlich mit dem Aufmacher enormer, angeblich gerade erst entdeckter Rohstoffvorkommen in Afghanistan: Kobalt, Eisen, Kupfer, Gold, und, besonders interessant, das für die PC-Produktion wichtige Metall Lithium. Die Times nannte die propagandistisch äußerst wirksame Summe von einer Billion US-Dollar, bezogen auf Schätzungen des derzeitigen Wertes dieser Lagerstätten.
    Diese Meldungen sind allerdings nicht neu; laut der US-Zeitschrift Foreign Policy sind die entsprechenden Angaben beim United States Geological Survey bereits seit 2007 abrufbar; und diese jüngsten Untersuchungen von 2007beruhen laut New York Times auf sowjetischem Karten- und Datenmaterial aus den achtziger Jahren.

    Das Problem ist allerdings auch hier, dass sich das benachbarte China in einer besseren Position befindet, und, wie gesagt, bereits seine Claims absteckt.

    Den weit entfernten USA dagegen entstehen laufend hohe Kosten für Kriegführung und Stationierung ihres Militärs dort und in den Basen angrenzender Staaten.

    Warum also jetzt diese „Billionen-Meldung“? Es könnte sein, dass sie vor allem Propaganda-Erfordernissen an der Heimatfront geschuldet ist: Seht her, die Afghanistan-Expedition spielt doch noch ihre Kosten rein.
  3. #302

    Rückkehr der USA zur Politik der sogenannten ursprünglichen Akkumulation 2

    ...
    Dies ist wichtig vor dem Hintergrund der sich weiter verschlechternden Position der USA im Großen Spiel: Durch den Sturz des kirgisischen Präsidenten Kurmanbek Bakijew in diesem Jahr, der 2005 durch die US-finanzierte »Tulpenrevolution« an die Macht gekommen war, schwimmen den Amis weitere Felle davon, auch wenn die USA voraussichtlich ihre dortige Basis Manas gegen hohe Pacht erst einmal behalten dürfen.

    Im November 2005 mussten sie bereits ihre Basis Karshi-Khanabad in Usbekistan räumen, Donald Rumsfeld tobte.

    Auch der von den USA durch die "orangene Revolution" an die Macht gebrachte Präsident Juschtschenko der Ukraine, also einer weiteren ehemaligen Sowjetrepublik, ist abgewählt. Damit sehen ihre inszenierten Farben- und Blumenrevolutionen im Machtbereich der früheren Sowjetunion ziemlich verwelkt aus.

    Die Gewinnchancen im Großen Spiel in Asien für die USA sind gesunken.

    An der Stationierung von US-Truppen und ihrer Alliierten in Afghanistan wird trotzdem festgehalten, denn:

    Nach wie vor gilt die Brzezinski-Doktrin von 1997: Das große Schachbrett.
    Mit dem Ziel der Kontrolle des zentralasiatischen Raumes, um WELTMACHT zu bleiben,

    1. wegen der Rohstoffe Zentralasiens und deren Kontrolle
    2. wegen der geopolitischen Bedeutung dieses Raumes, um Russland, China und Iran in Schach und von einem Bündnis ab-halten zu können.

    Es steht viel auf dem Spiel: Im Fall des Nichtgelingens ist die politische Macht Washingtons ernstlich in Gefahr. Die militärische und politische Macht der USA ist die letzte Stütze der Stärke des Dollars.
    Begonnen hat es mit Reagans neoliberaler Politik des Freihandels, der Lohnsenkungen für Arbeiterschaft und Mittelschicht, der Steuersenkungen für Reiche, des Primats des Finanzsektors. Ziel der Politik war und ist die masslose Bereicherung der Oberschicht. In diesem Politikziel stimmen sie mit der derzeitigen deutschen Regierung überein.

    Und nachdem man die Wirtschaft dieses Landes, der USA, nach fast 30 Jahren dieser Politik weitgehend deindustrialisiert hat, sieht man sich nun gezwungen, zur Aufrechterhaltung der Weltmachtposition nach sehr langer Zeit wieder zu einer Politik der sogenannten ursprünglichen Akkumulation, sprich Aneignung der Schätze der Welt durch Ressourcenkriege, zurückzukehren.

    Und ohne die Führungsmacht USA, die die Bresche schlagen, können die Wirtschaftsmächte Frankreich, England, Deutschland die westliche Dominanz, also ihre eigene, besser gesagt die ihrer Eliten, in der Welt vergessen. Man wird in Berlin also alles daran setzen, die Stellung zu halten.

    Was in Afghanistan und Umgebung erobert oder verteidigt wird, ist die Weltmachtstellung der USA mitsamt der an ihnen machtpolitisch, geopolitisch dranhängenden deutschen und europäischen Eliten.

    Wie wichtig diese Ressourcenkriege und deren Vermarktung an der Heimatfront auch für die deutschen Eliten (und nicht nur für die der USA) sind, zeigt der Rücktritt des Bundespräsidenten Köhler aufgrund seiner sinngemäßen korrekten Bemerkung über den Kriegszweck der Sicherung von Ressourcenzufuhr für die Wirtschaft. Dass er das Ganze nicht aussitzen wollte oder konnte, zeigt, wie stark er offenbar - so ist anzunehmen – von dieser Seite unter Druck gestanden haben muss

    Hier liegt der Grund, warum deutsche Politiker dabei keine Rücksicht auf die Meinung der Bevölkerung nehmen, und warum die Truppen wohl erstmal bleiben.
  4. #303

    .

    Deshalb hab ich das ja auch geschrieben, eben weil die Gier der Industrieländer so groß ist und nicht nur die der Amerikaner.

    Gier der Industrieländer? Wie bezeichnen Sie denn die Gier der koruppten Regierungen in Afrika? Die scheint wohl in Ordnung zu gehen, sind ja schliesslich Schwarze und damit PC.
  5. #304

    .

    So ein Blödsinn: Zitat:
    Ausländische Konzerne werden das Zeug außer Landes bringen, das Afghanen für Hungerlöhne aus der Erde buddeln, und die Regierung wird mit Almosen abgefunden.

    1. Konzerne sind immer ausländisch in AFG. Warum wohl? Weil dort keiner lesen und schreiben kann.
    2. Hungerlöhne und aus der Erde buddeln hat nichts mit Rohstoffgewinnung zu tun, das sind Milliardeninvestitionen über Jahrzehnte.
    3. Eine Regierung mit Almosen abfinden? Ausgerechnet in AFG. Die bösen Konzerne können vielleicht hoffen, nicht angeklagt zu werden, weil die Gelder für Lizenzen irgendwo landen, bei den Brüdern Karzai.
    Geben Sie doch mal Herrn Karzai sagen wir mal 2 Milliarden Dollar für das Recht, Lithium in einem Gebirge ohne Strasse und Schiene "aus der Erde zu buddeln"


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