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Billigproduktion: Apple-Zulieferer beschäftigen Kinderarbeiter
Die Billigproduktion von Elektrogeräten hat eine hässliche Seite - auch beim Kultkonzern Apple: Der iPhone-Hersteller hat*herausgefunden, dass mehrere*seiner Zulieferer Minderjährige beschäftigen. In einem Betrieb waren Mitarbeiter zudem einer gesundheitsschädigenden Chemikalie ausgesetzt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...745637,00.html
- #10 15.02.2011 13:04 von
- #11 15.02.2011 13:15 von
hehe
auch eine art vorauseilender gehorsam, dass Sie gleich mit dem bashing-argument kommen. die toten sind tot, die kranken krank, geht das nicht in Ihren kopf? eine "verantwortliche firma" ist apple nicht, sonst waere es garnicht soweit gekommen. jetzt wird halt notgedrungen gerudert, und das ist keine ehrenrettung. auch einen unabhaengigen bericht hat es wohl nicht gegeben. und der vergleich, wie schlecht "die anderen" sind, ist gleichfalls wertlos. und was fordern Sie dann "verantwortlichen journalismus"?
laecherlich. - #12 15.02.2011 13:20 von
oooo
hier werden doch nur menschen schlecht behandelt. richtig viele hits und klicks und eine hitzige diskussion bekommt man aber nur, wenn man darüber reflektiert, wie schlecht tiere behandelt werden.
und das volk soll weder kuchen und brot essen, sondern am besten mit den hühnern um die körner konkurrieren. sozialdarwinismus at it's best - powered von grün-ökologisch-korrekten bessermenschen...... - #13 15.02.2011 13:31 von
Jetzt tun wieder alle so, als wäre das was Neues...
Ich verstehe die Aufregung nicht. Welche große, internationale Firma hat denn keine Leichen im Keller? Wer kann schon von sich behaupten, genau zu wissen, dass SEINE Firma nicht durch Kinderarbeit, Ausbeutung etc. läuft?
Sobald man in Ländern produziert, in denen Arbeitskräfte billiger sind (und das tun die meisten, die können sich nämlich Deutsche nicht leisten, die ständig weniger arbeiten und mehr verdienen wollen), muss man leider damit rechnen, dass die Gesetze zum Schutze der Arbeiter dort nicht unseren Standards entsprechen.
Das ist sehr unschön, aber nicht erstaunlich. Um selbst nicht mit irgendwelchen durch menschenunwürdigem Verhalten entstandenen Gegenständen in Berührung zu kommen, müssen wir bereit sein, genau hinzusehen - und mehr zu bezahlen. - #14 15.02.2011 13:35 von
Preisdrückerei
So zynisch das auch klingen mag, es ist tatsächlich ein wahrer Kern dran. Viele Firmen versuchen, die Preise zu drücken, um mehr Kunden zu bekommen - Zulieferer drücken die Preise, damit sie ihre Produkte weiterhin an die Hersteller verkaufen können, denn andernfalls würden sich diese andere Zulieferer mit besseren Konditionen suchen. Preise drücken kann man z. B., indem man
- grössere Stückzahlen bestellt und verarbeitet; das ist risikoreich, da man evtl. auf dem Lagerbestand sitzenbleibt
- Materialien schlechterer Qualität verwendet; dadurch leidet natürlich die Produktqualität
- aufwändige Infrastruktur (z. B. Sicherheitsvorrichtungen am Arbeitsplatz) aufs Nötigste reduziert oder gar nicht erst einsetzt, zum Schaden der Arbeiter
- Lohndrückerei betreibt; entweder zahlt man Löhne, die knapp über der Armutsgrenze für das jeweilige Beschäftigungsland (z. T. liebevoll "Niedriglohnland" genannt) liegen oder man stellt halt Kinder ein, da die nicht überall so gut geschützt sind wie in den sog. "westlichen" Ländern.
Billigstproduktion ist tatsächlich nur so möglich. Das ist ja auch logisch: Je weniger Geld man bei der Produktion ausgibt, desto billiger produziert man. Billigst bedeutet, dass man am wenigsten Geld ausgibt, d. h. ungefähr so für das Nötigste. Preisfrage: Könnten damit etwa die Arbeiter gemeint sein?
Das waren jetzt mal ein paar Möglichkeiten, wie man Geld sparen kann (das am Ende eben dann doch irgendwie wieder niemand sieht) - mit allen denkbaren Konsequenzen. In dem Wort steckt jetzt so einiges drin, aber für uns heisst das: Wir bekommen unsere ipods, smartphones, Kleidung, Funktionsjacken und all das, wofür wir unser Geld so ausgeben, wenn wir gerade kein Essen kaufen. Und wir bekommen es vergleichsweise günstig, d. h. dass wir es uns von unserem Lohn kaufen können. Die Leute, die diese Sachen herstellen, können sich oft kein iphone kaufen, sondern haben gerade mal genug zu essen. Für viele ist das tatsächlich eine echte Win-Win-Situation.
Zynisch? Logo.
Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass viele Produkte (Smartphones, Designerklamotten etc.) wieder in Kinderhände wandern, weil's sonst auf dem Schulhof Schläge gibt. Von daher produzieren Kinder für Kinder... und trotzdem ist es nicht fair.
Natürlich ist diese ganze Ausbeuterei eine Riesensauerei, aber die einzige Möglichkeit ist heute, die Firmenleitung zu informieren, dass man als Kunde sich dieser Machenschaften bewusst ist, und zur Not muss man entsprechende Produkte eben knallhart boykottieren.
- mouve ;o) -
P.S.: Da waren auch wieder dumme Klischees drin... aber auch hier gilt wieder: Es gibt einen wahren Kern. - #15 15.02.2011 13:48 von
auch wenn ich persönlich apple für noch schlimmer als sicromoft halte, muss ich doch anerkennen, das sie diesen missstand selbst noch vor der presse erkannt und entsprechend gehandelt haben. die funktion der presse hier sollte sein das jetzt zu begleiten und zu kontrollieren. es könnte ja immerhin sein, das apple es ehrlich meint und sich seiner moralischen verpflichtung bewusst ist.
- #16 15.02.2011 15:38 von
Dieser Bericht wird schon seit mehreren Jahren erstellt und nicht erst seit den Tragödien bei Foxconn. Was man Apple anrechnen muss ist, dass sie gewisse Untersuchungen anstellen und die Ergebnisse veröffentlichen. Das mag auch zu einem großen Teil PR sein aber immerhin. Von anderen Unternehmen die z.B. auch bei Foxconn produzieren habe ich so etwas noch nicht gehört.
Was mir aber zu denken gibt sind die Zahlen. So viel ich weiß wurde Kinderarbeit in den vergangenen Berichten in geringerem Ausmaß dokumentiert. Das bedeutet für mich, dass sich das Problem trotz Feststellung und Maßnahmen verschlimmert hat.
Wie gesagt, Apple ist hier nur beispielhaft zu nennen und alle anderen Elektronikanbieter stehen mit Sicherheit kaum besser da, ganz zu schweigen von anderen Branchen (Bekleidung). - #17 15.02.2011 17:11 von
Zu kurz gedacht
Das Problem daran ist nur. daß Apple ausschließlich Hochpreisprodukte herstellt und nicht darauf angewiesen wäre, den letzten Cent in der Produktion einzusparen. Ein Apple-Produkt kostet immer das 3-5fache eines technisch vergleichbaren NoName-Produktes (mp3-Spieler sind technisch gut vergleicbbar).
Aber wie ich Apple kenne, wird man bald so argumentieren, Kinder hätten eben kleinere und geschicktere Hände.... - #18 15.02.2011 20:34 von
hmm
SPON lässt auch wirklich keine Gelegenheit aus, Werbung für Apple zu machen, hmm?
Da lob ich mir doch mein Android-Handy, das in Deutschland von einem Facharbeiter mit Tarifvertrag gebaut wurde. - #19 15.02.2011 20:50 von
Och
......
Och, dieses Monster-Musterunternehmen streicht pro gekauftem Gerät mehr an Gewinn ein, als es zuvor bezahlen muß, inklusive Herstellung, Transport, Logistik undundund.
Daß das nicht einfach so vom Himmel fällt, müßte jedem klar sein.
Aber es ist wohl so, in der globalisierten Welt: Konsumieren um jeden Preis, Augen zu und durch. Wenn Kinder, Frauen oder Sträflinge dabei auf der Strecke bleiben, wen interessiert es? Es gibt ja genug andere, die sich aus Not ausbeuten lassen und wenn nicht mehr, wird eben zwangsausgebeutet.
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
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