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Billigmobile: Autobauer kämpfen mit der 5000-Euro-Marke

Wer bietet weniger? Lange galt das Premiumsegment unter Autobauern als Gewinngarant, jetzt knöpfen sich die Konzerne den Billigmarkt vor. Kleinwagen für weniger als 5000 Euro versprechen sattes Wachstum in Schwellenländern. Doch vor allem deutsche Hersteller tun sich mit den Discountmobilen schwer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...822497,00.html
  1. #30

    Japaner

    Zitat von Jochen Binikowski Beitrag anzeigen
    Ich habe seit 32 Jahren auf den Philippinen zu tun und kann deshalb die Entwicklung der dortigen Autos etwas beurteilen. M.M. nach haben billige Kleinwagen keine Chance. Die Leute können sich entweder ein richtiges Auto leisten wo man 10 Passagiere reinquetschen kann oder sie fahren mit dem Bus oder Moped.

    Eines der gängigsten Autos hier ist der Mitsubishi Adventure, das ist eine Großraumlimousine mit Basiskomfort die m.W. weniger kostet als ein Golf in Deutschland, dafür aber ewig hält. Wir haben selber solche Karre.

    Im Massensegment sieht man hier übrigens fast nur japanische Marken und auch noch Ford weil die in Südost Asien Montagewerke haben. Da haben die deutschen Hersteller wohl etwas verpennt.
    gibt es hier zuhauf. Uralte Daimler, versehentlich mal ein neuerer
    BMdappelju. Neuester Protztrend sind " Bauarbeiter- und Handwerkefahrzeuge, vorne Kabine hinten Ladepritsche (Pickup?).
    Je groesser, desto protziger!
    Und die Marken "Owner!" Unterbau= Jeepwanne, darauf reinste
    Fantasie. Vom Schrottplatz frisch frisiert auf die Strasse und vor allembillig. Gibt zwar hier auch so eine Art TUEV. Jedes Jahr eine neue
    Plakette, neu versichert ( Versichert sind nur Personenschaeden, Blech-schaeden sind nicht inclusive.) ASU auch, aber von Privatunternehmern.
    Sehr hohe Importzoelle auf Neuwagen!!!!! So geht es auch!!

    Einen 16Jahre alten Mitsubishi Lancer auf sportlich getrimmt besitze
    ich. Sieht aus wie neu!!! Und faehrt sich prima!!!!
    Nachteil, alles muss von hand bedient werden.
    Vorteil, Klimaanlage, ist vonnoeten hier!

    salamat po.
  2. #31

    Der Preis kann nur über die Fertigung und "Kompromisse" gesenkt werden!

    Langfristig wird wohl derjenige gewinnen, welcher die besten Günstig-Fertigungstechniken entwickelt!
    Wir die Verbraucher sehen doch nur das Endprodukt, und denken uns, naja da ist Plastik, da ist Edelstahl, dass muss diesen oder jenen Wert haben. Die ganze Kunst der Fertigung sehen wir ja gar nicht.
    Die deutschen Hersteller haben ihre Forschung der Fertigung allerdings auf die für sie vorhandenen Bedingungen eingengt. Das ist zwar clever und bisher Zielführend, allerdings im Günstigsegment nicht optimal. Hier MUSS die günstigste Fertigung entwickelt werden und die Bedingunegen angepasst werden.
    2. müssen wir Verbraucher uns auch anpassen und von der Werbung emazipieren, wollen wir an der preiswerten Technologie Teilhaben. Meines subjektiven Empfindens nach sind 80% der angebotenen Modelle(wohlgemerkt nicht der verkauften, hier besteht durchaus eine Nachfrage nach kostenoptimalen!) nicht für die Strasse gebaut, sondern können nur auf einer angemieteten Rennstrecke ausgefahren werden.
    Privat fahre ich einen Twingo 1 58PS bei 850kg+ Beladung, und ich muss sagen, dass mir dass vollkommen reicht. Wenn ich dass mal mit dem T4 vergleiche, dein ich bei der FFW fahre, mit ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube 80PS bei 1.6t+7Personen= 2.3t, dann fahre ich da total entspannt wie ein Zen-Meister, selbst bei kompletten Bleifuss und bei Blaulicht. Ein 200PS Monster wäre mir da auch viel zu stressig, bei all den "Gutbürgern" die ständig "rechts ranfahren" und mir den Weg versperren, anstelle weiterzufahren bis zur nächsten Lücke... naja jedenfalls führt bei der Entwicklung günstiger Fahrzeuge kein weg Vorbei an entspannten Fahrzeugen(versuchen sie mal auf einer Autobahnfahrt in einem Mini zu schlafen. Ich bin als Kind im Trabbi ständig eingeschlafen...).
  3. #32

    Zitat von theodorheuss Beitrag anzeigen
    beglückwünsche ich sie und hoffe das noch viele viele Landsleute ebenso denken. Denn, Sie und Ihresgleichen spülen die Milliarden in den Bundeshaushalt die ich als Transferleistungsempfänger abgreifen darf. So schließt sich der Kreis. Ihnen noch viele Kilometer, je mehr desto besser!
    Danke danke.

    Bezahle gerne etwas in die Kasse um nicht mit Leuten, wie Ihnen in einem Raum sein zu müssen.
  4. #33

    Ja, ja, die Nerven

    Zitat von Pizza No.7 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie so ein Erbsenzähler sind, müssen Sie eben mit dem Bus fahren. Viel Freude an den anderen Mitmenschen dort. Da fahre ich denn doch lieber alleine und mit meinem Auto. Soviel Luxus gönne ich mir. Das schont meiner Nerven. Und die sind mir heilig.
    Hmm, morgens im Büro höre ich sehr regelmässig Kommentare wie:

    "boah, schon wieder geblitzt worden"
    "man, dauernd dieser Stau"
    "nur Idioten auf der Strasse"
    "hab fast 15 Minuten einen Parkplatz gesucht"
    "die A******** haben schon wieder den Benzinpreis erhöht"
    "die Inspektion (TÜV, neue Wintereifen, Parkplakette ...) hat schon wieder XXX Euro gekostet"

    Klingt alles sehr nervenschonend, doch.

    Gut, ich fluche auch hin und wieder, weil der Bus Verspätung hatte oder eine Horde nervender Schüler besonders daneben war, aber alles hat seine Vor- und Nachteile. Übrigens könnte ich von dem, was ich spare, weil ich kein Auto habe, jeden Tag mit dem Taxi ins Geschäft fahren und mir für den Urlaub immer noch ein Mietauto holen, ganz ohne den Ärger zu haben, den man mit eigenem Auto oft so hat *g*
  5. #34

    Wag the dog

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer bietet weniger? Lange galt das Premiumsegment unter Autobauern als Gewinngarant, jetzt knöpfen sich die Konzerne den Billigmarkt vor. Kleinwagen für weniger als 5000 Euro versprechen sattes Wachstum in Schwellenländern. Doch vor allem deutsche Hersteller tun sich mit den Discountmobilen schwer.

    Billigmobile: Autobauer kämpfen mit der 5000-Euro-Marke - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Was mir nicht ersichtlich ist, ist, wie eine 5.000-Euro-Marke so sehr an Bedeutung gewinnen kann bei Neuwagen, wenn die Gebrauchten, die auf dem Markt zu finden sind, den praktischen Wert für einen neuen Fünftausender bei weitem schlagen?

    Kaufen Sie sich einen gebrauchten Wagen für 1.000 Euro und stecken in den nächsten fünf Jahren 4.000 Euro in Reparaturen, so bekommen Sie mehr Auto als bei einem neuen für 5.000 Euro, das nach fünf Jahren nur noch ein klapperndes Häufchen Elend darstellt. Das 5.000-Euro-Auto kann gar nicht die Qualität mitbringen wie ein Auto, das 10 bis 20 Jahre alt ist, aber einst das Fünfache gekostet hat. Bei mobile.de sind derzeit 10.500 Fahrzeuge bis 5.000 Euro mit TÜV/AU neu bis 88 PS gelistet. Bis 10.000 Euro sind es 25.000 Exemplare.

    Beispiel: Ein alter Opel Corsa Baujahr 1992 ist für 500 Euro zu haben und bei weitem belastbarer als ein neuer Tatra. Das heißt: Ob Neuwagen prinzipiell Privatkunden ansprechen müssen, ist die Frage. Neuwagen sind tendenziell immer eher Teil einer firmentechnischen Abschreibung, und sind sie es nicht, der Privatkäufer hat in den ersten Jahren bereits einen Wertverlust von 30 bis 50 % hinzuehmen.

    Bohre ich die Nuß aber einmal mantramäßig von einer anderen Seite an, weil ich mit erneuerbaren Energien zu tun habe: Erneuerbare Energien heißen Energie zum Tara-Preis. Die Energie selbst ist umsonst, nicht die Verwaltung und die Leitung und der Anlagenbau. Es ist technisch und ökonomisch möglich, diese endlos zur Verfügung stehende Energie dem Sozialbereich für nahezu umsonst zur Verfügung zu stellen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel zum Beispiel, Gebäude ebenso, vermögen daher Energie für nahezu umsonst zu beziehen. Mit der jetzigen Handhabe der erneuerbaren Energien geht das allerdings nicht. Hier aber liegt der Fehler im System, nicht in den Möglichkeiten, und das ist ein anderes Thema. Wasserstoffbetriebene Busse, ob mit Verbrennungsmotor oder Brennstoffzelle, die ihren Wasserstoff aus der Elektrolyse betrieben durch Sonnenstrom beziehen, fahren für quasi umsonst, was sich natürlich auf die Fahrpreise auswirkt. Aus 2,70 Euro für das Billett werden 90 Cent - als gefühlter Wert einmal festgesetzt. Das betrifft die gesamte Welt, ob USA oder Indien, ob England oder Deutschland, denn 20.000 Mal mehr an Energie scheint über die Sonne auf den Planeten, als die Menschen auf ihm sie benötigen. In einem solchen Zusammenhang bekommt das Auto einen neuen wie alten Platz zugewiesen, es ist und bleibt ein besonderes Gut zwischen Notwendigkeit und Luxus.
  6. #35

    Alles

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer bietet weniger? Lange galt das Premiumsegment unter Autobauern als Gewinngarant, jetzt knöpfen sich die Konzerne den Billigmarkt vor. Kleinwagen für weniger als 5000 Euro versprechen sattes Wachstum in Schwellenländern. Doch vor allem deutsche Hersteller tun sich mit den Discountmobilen schwer.

    Billigmobile: Autobauer kämpfen mit der 5000-Euro-Marke - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Alles schon mal dagewesen. Als Deutschland noch ein Schwellenland war, gab es erst Motorräder und Roller, dann Kleinstwagen. Isetta, Goggo, Messerschmitt und co. Kostenpunkt damals so ca. 2.000 bis 2.500 Mark. Das günstigste Vollwertauto (Käfer) lag bei 4.500. Das ging so lange gut, bis genug gebrauchte Käfer auf den Markt kamen. Die hatten mehr Platz, hielten länger und fuhren besser. Die höheren Unterhaltskosten wurden durch gestiegene Gehälter egalisiert. Ergebnis: Nach 6-7 Jahren waren die Kleinstwagen nur noch eine Randerscheinung. Und die meisten Hersteller waren Pleite, weil der kurze Boom dieser Fahrzeuge keine Amortisation der Produktionsanlegen ermöglicht hatte.
    Das wird in den heutigen Schwellenländern genauso kommen. Das Einstiegsauto ist der Gebrauchtwagen, nicht das Behelfsmobil nach Art des Tata Nano.
    Ob der Mensch so was braucht wie ein beheiztes Lenkrad (jetzt das neue "coole" Extra bei VW), ist eine andere Frage.
  7. #36

    Haben

    Zitat von greentiger Beitrag anzeigen
    Für die nicht in Städten lebende Bevölkerung mag das ja alles stimmen, aber das sind nach den aktuellen Statistiken für Deutschland nicht mal mehr 15% der Gesamtbevölkerung.
    Sie dafür bitte mal einen Link ?

    Ich finde da nur andere Zahlen wo z.B von knapp 30 % der Bevölkerung in Großstädten die Rede ist.
  8. #37

    Zurueck in die Zukunft

    Das 5000 € Auto?

    Man nehme den Fiat Panda der ersten Generation.

    Fiat Panda

    „Durch dieses Design und eine spartanische Innenausstattung konnte der Panda besonders preisgünstig hergestellt und angeboten werden (im Jahr 2000 in Italien für etwa 5.000 Euro), z. B. erinnerten die Sitze aus bespannten Stahlrohrrahmen (erste Baureihe und spätere Basismodelle) an Campingmöbel.“

    Oder den Citroen Visa:

    Citroën Visa

    Das war 1978 bzw. 1980. Was hat die innovative Autoindustrie die letzten Jahrzehnte so getrieben?

    Gruss
    Varesino
  9. #38

    .

    Zitat von tiefenrausch1968 Beitrag anzeigen
    Es müsste wohl eher heißen: Wir klammern uns weiter an unsere überteuerten Karossen, weil das ja bisher auch ganz gut geklappt hat.
    Ein wenig Angst haben wir aber vor den Chinesen, die könnten, wenn sie ein günstiges Modell in Deutschland importieren den Markt ganz neu aufrollen und uns olle Monopol-Autobauer eine höllische Sitzheizung unterm verwöhnten Hintern machen.
    Sie wissen schon was ein Monopol ist, oder?
  10. #39

    Habe andere Zahlen gefunden...

    Zitat von Thomas Kossatz Beitrag anzeigen
    Tatsächlich wohnen 50% der Deutschen im ländlichen Raum, nicht 15 %
    ..., bei denen allerdings die Einwohnerzahlen von Städten genannt wurden. Städte in dem Sinn liegen natürlich auch im ländlichen Raum - wobei manche Städte auch recht klein sind... (Arnis - in ersterLinie wegen seiner Fähre bekannt).


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