Wer bietet weniger? Lange galt das Premiumsegment unter Autobauern als Gewinngarant, jetzt knöpfen sich die Konzerne den Billigmarkt vor. Kleinwagen für weniger als 5000 Euro versprechen sattes Wachstum in Schwellenländern. Doch vor allem deutsche Hersteller tun sich mit den Discountmobilen schwer.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...822497,00.html
Das 5.000 EUR Auto ist locker drin. Der Vorgänger Clio wird derzeit z.B. neu für knapp 7k angeboten, mit Klima etc. Wenn man bedenkt, dass bei der Herstellerkalkulation in aller Regel auch noch ein DB für die Garantieleistungen einkalkuliert ist, sowie Händlermarge etc. sollte man mit etwas Straffung der Vertriebswege zumindestens in die Nähe kommen.
Dazu kommt noch, dass ESP / ASR / Tagfahrlicht und das andere unnötige Geraffel Pflicht oder Quasi-Pflicht geworden sind. Lässt man das weg, wird es unproblematisch. Aber beim Autokauf schauen immer noch zu wenige auf den Preis, da werden von Mittelklassefamilien Fahrzeuge abbezahlt, von derem Wert man sich in vielen Gegenden schon ein eigenes gut gebrauchtes Häuschen kaufen könnte...
Ich habe seit Jahren kein Auto mehr und fahre mit Bussen und Bahnen - um meine Nerven zu schonen. Wieso?
Ich zog am 2. Januar 2000 von Berlin nach Karlsruhe. Auf der Fahrt - es war wegen der 2000er Sylvesterfeierei in Berlin recht voll - fuhr mir ein über 80 Jahre altes Ehepaar im mein Auto rein. Nun gut - da ich ersichtlich und Polizei-bestätigt unschuldig war, erhielt ich sofort einen Mietwagen, den ich problemlos mindestens 14 Tage lang hätte behalten können. Ich gab ihn aber schon etwas früher zurück, weil...
- ich hier in Karlsruhe nach ewiger Parkplatzsuche letztendlich nur welche fand, die so um die 10 Minuten Fussweg von meiner neuen Wohnung entfernt lagen,
- man mit dem Auto wegen der Strassenbahnbereiche und Fussgängerzonen nicht wirklich in die Einkaufsbereiche der Innenstadt fahren kann, ausser man will sein Geld in Parkhäusern los werden,
- ich beruflich mehrfach in der Woche nach Freiburg musste, aber schnell feststellte, dass ich mit Strassenbahn und ICE von Tür zu Tür deutlich schneller war, als mit dem Auto (mit Bahncard sogar noch sehr preiswert)
- ich beruflich laufend nach Stuttgart, Ulm, Frankfurt, Basel und Zürich musste, was mit der Bahn auch wesentlich schneller ging, da Staus die Regel waren und ich im Zug auch noch meine Unterlagen durchgehen konnte (und die Reisezeit entsprechend zum Teil als Arbeitszeit bezahlt bekam).
- Ohne Auto genügend Geld übrig bleibt, um bei Bedarf Taxis oder Minicars zu benutzen.
In unseren Ballungsgebieten, die ja fast überall sind, bringt mir ein Auto mehr Ärger als Hilfe.
Wer Autos zweiter Klasse als nicht ethisch beschreibt, könnte dann auch dafür eintreten, dass Leiarbeiter als Arbeiter zweiter Klasse ebenfalls nicht ethisch sind. Bei einem Auto sind die Gesamtkosten über den gesamten Nutzungszeitraum maßgebend. Und da wird der stets steigende Preis für Benzin und Diesel schon dafür sorgen, dass künftig so manches unnötige Teil weggelassen wird, um Gewicht zu sparen. Das fängt mit dem Motor an, der künftig bei kleinen Autos nicht mehr ein Vierzylinder sein wird. Autos, die über eine Tonne Gewicht mit sich schleppen werden der bald der Vergangenheit angehören.
Das "Wieso?" interessiert mich hier auf dem Land sowieso nicht. Das ist doch alles Bla-Bla von Städtern. Hier bei uns auf dem Land wird Auto gefahren. Weil es das einzig zuverlässige und allseits zur Verfügung stehende Transportmittel ist. Wenn ich hin und wieder in Frankfurt bin, könnte ich ob der Hektik und der Menschen beinahe speien. Wie sie auf dem Hauptbahnhof eilig umherrennen und ihre blöden Köfferchen hinter sich herziehen. Wie sie fast Haut an Haut in den stickigen U- und S-Bahnen stehen.
Bei uns auf dem Land steigt man in sein Auto. Es steht vor dem Haus. Man steigt einfach ein und fährt. Und ist alleine.
beglückwünsche ich sie und hoffe das noch viele viele Landsleute ebenso denken. Denn, Sie und Ihresgleichen spülen die Milliarden in den Bundeshaushalt die ich als Transferleistungsempfänger abgreifen darf. So schließt sich der Kreis. Ihnen noch viele Kilometer, je mehr desto besser!
Für die nicht in Städten lebende Bevölkerung mag das ja alles stimmen, aber das sind nach den aktuellen Statistiken für Deutschland nicht mal mehr 15% der Gesamtbevölkerung. Ich kenne hier auch einige Leute, die in Rheinland-Pfalz oder im Elsass leben, aber mangels dort vorhandener Arbeit täglich in den Raum Karlsruhe pendeln. Verkehrstechnisch bedeutet das, dass man über den Rhein fahren muss, was ein ziemliches Problem ist. Mit dem Auto kommt fast keiner mehr bis nach Karlsruhe. Einige fahren mit dem Auto zum Grissparkplatz an den Bahnstationen, andere stellen es jenseits des Rheins ab und fahren dann mit dem Fahrrad.
Auf dem Land macht es ja auch noch Spass mit dem Auto zu fahren. Ich habe beruflich früher einige Jahre bei Paris gelebt und bin sehr oft einfach über Nebenstrassen bis zur Bretagne oder sogar Richtung Île de Noirmoutier gefahren - traumhaft!
Ein billiges Auto zu bauen, ist nicht das Problem. Das Problem ist die Frage, was es alles können muss und wie lange.
Vom Käfer oder Golf 1 haben wir uns weit entfernt, Sicherheitskarosserien bedingen viele Verstärkungsbleche und teure Werkzeuge für das Umformen von hochfestem Stahl, Motoren, Getriebe und Antriebswellen müssen heute im normalen Betrieb 300.000km halten, Oberflächen und Lacke müssen über Jahre beste Anmutung behalten, Abgasreinigungen werden immer größer und teurer, die Anzahl von Airbags steigt mit jedem Modellwechsel, allerlei unnötige Assistenzsystem verschlingen hunderte von Euro und das Infotainment im Auto wird durch Anforderungen an große Temperaturspannen teuer.
Dabei gibt es heute schon wunderbar haltbare Autos zu minimalen Preisen mit erträglicher Sicherheit. Z.B. wird seit dreißig Jahren der Daihatsu Cuore mit jeder Generation relativ zum Markt billiger und besser. Meinen aktuellen kaufte ich niegelnagelneu für 8000,-Euro und der hat jetzt 300.000km ohne eine Reparatur über eine Handvoll Verschleißteile hinaus hinter sich. Und die Sitze sind immer noch nicht durchgesessen, der Lack würde glänzen und es klattert wenige.
Billiger wird es dann schwer möglich, weil noch mehr Verzicht kaum erträglich wäre. Vielelicht etwas weniger Leistung mit einem Zweizylinger-Motor und vier Gang getriebe. Die Intrumententafel könnte halb verschwinden, die hinteren Sitzbänke Zubehör werden, die Motorhaube ohne Öffnungsfunktion, weil eh nix kaputt geht oder verbraucht wird. Aber das wären dann schon sichtbare und massive Einschränkungen.
Gespart wird bei billigeren Fahrzeugen aber an Testschleifen und genau das kann für den Betrieb teuer werden, weil die Haltbarkeit sinkt.
5000,-€ Fahrzeuge wird es auf dem Deutschenmarkt nur als Nische eben. 8000,_€ halte uch zur Zeit als untere Grenze für ein sinnvolles Auto ohne Ausbeutung der Arbeiter in Billigstlohn-Ländern
natuerlich spielt alles was bus-aehnlich ist eine grosse rolle da die leute grosse familien haben.
und im markensegment haben die koreaner in den letzten jahren rasant aufgeholt und bilden derzeit riesige konkurrenz fuer die japaner.
das billigste angebotene auto ist der suzuki alto mit 369.000 php = 6.400 euro, was aber in der hauptsache auf den weichen euro zurueckzufuehren ist. dieses auto sieht man jedoch kaum. offensichtlich zu billig. auch die sog. "luxus" ausfuehrung mit 408.000 php ( 7083 euro) wird wohl nicht so verkauft wie man das eigendlich erwartet hat.
der darueber liegende celerio mit 569.000 php (9.167 euro) und als automatik mit 408.000 php = 9.879 euro verkauft sich dagegen als schoenes auto, sehr gut, vorallem fuer junge leute.
die chinesen spielen praktisch keine rolle auf den philippinen, da ihre preise jenseits von "gut und boese" sind.
wie man sieht sind auch autos in deutschland billiger. denn der dacia sandero (rd 6800 euro), den ich kuerzlich als mietwagen gefahren habe, ist guenstiger, groesser und wahrscheinlich auch besser.
und die deutschen hersteller haben den markt, nicht nur auf den phi, sondern in ganz sued-ost-asien komplett verpennt. ausnahme luxushersteller.