Forum


 

Billig-Kleidung von Lidl*und Co.: "Das Sündenregister der Discounter ist skandalös"

Alles sollte besser werden: Lidl und Kik gelobten, die Arbeitsbedingungen bei ihren Lieferanten in Bangladesch zu verbessern. Doch eine Studie zeigt, dass sich für die Näherinnen*offenbar nichts geändert hat. Die*Discounter begnügen sich anscheinend mit billigen Versprechen der Fabrikanten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...808288,00.html
  1. #40

    Zitat von Billie Beitrag anzeigen
    Und das ist genau der Grund, warum ich bei diesen Billigheimern nicht einkaufe. Die Zeche, daß hier alles so billig ist, zahlen nämlich eben diese Arbeiter. Mal ganz abgesehen von der mangelhaften Qualität. Es scheint, Aldi, Lidl und vor allem KiK sind mehr als beratungsresistent. Aber an der ganzen Misere wird sich nichts ändern, so lange die Kunden nicht mit den Füßen abstimmen und die Geschäfte meiden...
    Leider können Sie trotzdem nicht sicher sein, dass die Sachen die Sie kaufen unter besseren Bedingungen hergestellt wurden. Es ist ja nicht so, als ob Aldi, Lidl und KiK die einzigen wären. Zwar sind die großen Bekleidungsunternehmen (H&M etc.) nicht direkt in Bangladesh vertreten, allerdings haben sie allesamt ihre Zulieferer dort (und wenn es nicht Bangladesh ist, dann ist es eben Indien, Viet Nam, Malaysia etc).
  2. #41

    muss es wirklich nur billig sein?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alles sollte besser werden: Lidl und Kik gelobten, die Arbeitsbedingungen bei ihren Lieferanten in Bangladesch zu verbessern. Doch eine Studie zeigt, dass sich für die Näherinnen*offenbar nichts geändert hat. Die*Discounter begnügen sich anscheinend mit billigen Versprechen der Fabrikanten.

    Billig-Kleidung von Lidl*und Co.: "Das Sündenregister der Discounter ist skandalös" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    es kann, muss aber nicht. Mit grauen denk ich an meine jugend, da musste man kleidung auftragen. turnschuhe gabs nur von adidas, puma und irgenwas mit 4 streifen. socken und handschuhe wurden von omma gestrickt und wenn die jeans ein loch hatte kam ein flicken drauf. wir haben uns selber in einer spirale des immer mehr wollens verirrt. wir sind weder selber in der lage unseren kinder verzicht beizubringen oder auch selber mal über alles nachzudenken. sicher wollen kinder und brauchen auch mal was neues, aber muss es denn immer nur das billigste sein, das nach einem halben jahr eh wieder im container landet. ich hab für mich den weg gefunden, lieber qualität auch wenn ich mir schuhe für 270 € nicht unbedingt leisten kann, aber wenn die nach 2 jahren immer noch gut sind, weiss ich dass es richtig war.
  3. #42

    alles heuchelei ...........

    grundsaetzlich ist fuer die einhaltung arbeitsrechtlicher vorschriften oder gesetze in bangladesh NICHT der deutsche staat, der deutsche importeur von bekleidung, der einzelhaendler oder (schon garnicht) der deutsche verbraucher verantwortlich, sondern die regierung bangladesh's.

    wenn die regierung dort dieser verpflichtung nicht nachkommt ist das nicht unser problem.

    auch wenn die discounter interessante kunden fuer die hersteller dort sind, sind sie aber nicht so maechtig, dass sie die verhaeltnisse in diesem land aendern koennen. sie muessen wohl oder uebel den zusagen der hersteller glauben oder sich andere lieferanten suchen, die jedoch nicht anders agieren.

    die organisation "saubere kleidung" ist eine zweifelhafte organisation, die fuer die vernichtung von tausenden von arbeitsplaetzen durch ihre hetzKampagnen verantwortlich ist.

    und in dtld hergestellte kleidung kann kein normaler mensch mehr bezahlen.
  4. #43

    Secondhandbasar

    Zitat von flavio1 Beitrag anzeigen
    Egal ist es mir nicht wo ich Kleidung kaufe - ich habe als Arbeitsloser einfach keine Alternative woanders als bei Lidl & Co einzukaufen. Hauptsache billig.
    Doch, es gibt Alternativen. Auch wir waren früher arm. Das ist keine Schande. Unsere Eltern gingen auf Secondhandbasare und kauften dort Markesachen für uns. Meist noch günstiger, als Neuware im Discounter. Sie sahen trotzdem besser aus und hielten länger. Ich kenne Familien, die das auch heute noch tun. Sie sind die ersten auf jedem Basar und die Kinder sehen immer aus, wie aus dem Ei gepellt. Ist aber nur ein Tipp. Jeder muss sehen, wie er klar kommt.
  5. #44

    alternativen .............

    [QUOTE=transpose;9431339 Allerdings nehmen Sie dafür das Elend in den Fabriken in Bangladesh und anderswo in Kauf. Wenn Sie diese Zustände wirklich schmerzen, werden Sie nach Alternativen suchen und auch finden, ohne dass Ihr Kind in Lumpen und hungrig zur Schule muss. Seien Sie kreativ und kapitulieren Sie nicht vor den Missständen![/QUOTE]

    selten soviel bloedsinn gelesen. es gibt keine alternativen. mal davon abgesehen das der dt. verbraucher die verhaeltnisse garnicht aendern kann. und mein kind waere mich auch wichtiger.
  6. #45

    .

    Zitat von keuleleser Beitrag anzeigen
    So ist es, in den Schwellenländer werden die Arbeiter aufs übelste ausgebeutet, damit der Arbeiter in den Industrieländern sich die Kleidung leisten kann.
    Profitieren tun hüben wie drüben nur gewisse Herrn, welch Schande!
    Profitieren tun wir alle die diese preiswerte Kleidung kaufen, nicht nur gewisse Herren....
  7. #46

    Wie bei Fleisch

    Wir hatten vor wenigen Tagen hier bei SPON einen Bericht über Antibitika in Hähnchenmast Betrieben.
    Hier ist es genau das gleiche !
    Der Verbraucher in Deutschland oder sonst wo in Europa möchte billige Ware haben. Nein, besser gesagt Billigst !

    Hähnchenfleisch für 99 cent und T-Shirts für 1 Euro bei Kik (diese gibt es wirklich z.Z. im Angebot für einen Euro)
    Es ist doch klar, dass bei solchen Preisen keine Tiere artgerecht und ohne Antibiotika gehalten werden können. Genau so wie bei T-Shirts für einen Euro keine normalen Löhne bezahlt werden können.

    Aber warum boomen Lebensmittel Discounter und Kik ? Nicht weil das billige Fleisch dort besonders gut schmeckt oder die Mode toll aussieht, nein es ist viel mehr, dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich ohne dies Läden fast überhaupt nichts mehr leisten könnten.
  8. #47

    Zitat von ichbindannmalfort Beitrag anzeigen
    Das gilt für die Erste Welt genauso wie für die Zweite und Dritte Welt.
    Zweite Welt gibt's doch gar nicht mehr oder haben Sie den Zusammenbruch des Realsozialismus verpasst?
  9. #48

    Zitat von transpose Beitrag anzeigen
    Das ganze Leben ist eine Folge von Entscheidungen und Priorisierungen. Sie priorisieren eben, dass Ihr Kind ordentlich gekleidet, satt und sauber in die Schule geht, was Ihnen keiner zum Vorwurf machen kann. Allerdings nehmen Sie dafür das Elend in den Fabriken in Bangladesh und anderswo in Kauf. Wenn Sie diese Zustände wirklich schmerzen, werden Sie nach Alternativen suchen und auch finden, ohne dass Ihr Kind in Lumpen und hungrig zur Schule muss. Seien Sie kreativ und kapitulieren Sie nicht vor den Missständen!
    sehr schön geschrieben, dem ist wenig hinzuzufügen. Ich war vor kurzem in Dhaka, dort bekommt man ein anderes Bild von dem Minimum-Lebensstandard, den viele hier im Forum als Grund für den Kauf billiger Kleidungsstücke angeben...
  10. #49

    Zitat von MuckiP Beitrag anzeigen
    Generell sollte sich jeder Käufer bewusst sein, dass er mit dem Kauf von Billigware, egal wo, die Umstände der Produktion akzeptiert und auch unterstützt. Logisches Denken und auch mal hinterfragen ist der Schlüssel: wenn man sich bei H&M, Jack & Jones, New Yorker und Konsorten, ein T-Shirt für 10 Euro kauft, dann sollte ja klar sein, dass so ein Teil nicht aus einer Firma mit Betriebsrat, geregelten Arbeitszeiten, Weihnachts- und Urlaubsgeld komm
    Unter der Vorraussetzung darf man nur noch Kleidung kaufen, die in Deutschland oder wenigstens Europa oder Nordamerika hergestellt wurde. Überall anders gibts keine Gewerkschaft, kein Urlaubsgeld usw.

    Doch auch international bekannte und teure Marken produzieren nicht zuhause, sondern großtenteils in Südostasien, China usw. Ich habe schonmal so eine Textilfabrik in Bandung in Indonesien besichtigt, die Hosen, Hemden, T-Shirts usw. dort von Boss, Dior, Hilfinger, Burberry, Armani usw. waren keine Fälschungen. Im Outlet neben der Fabrik gabs dann die Überproduktion, die Hose für umgerechnet 12-15 Euro, ein Hemd für 8 Euro. Die gleichen Sachen habe ich dann hier im Markenshop für rund 100 Euro oder mehr gesehen.

    Also, nur noch bei Trigema kaufen, oder so kleine Kleiderfabriken wie in Leidersbach bei Aschaffenburg.








TOP



TOP