Wismar ist flop, der Landkreis Main-Spessart top - das ist ein Ergebnis der großen Bildungsstudie, die Deutschland neu vermessen hat. Doch was macht den abgeschiedenen fränkischen Landkreis zum Sieger, die Hansestadt*an der Küste*Mecklenburgs zur Lernwüste? Zwei Ortsbesuche zeigen es.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...799025,00.html
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu, und dass ohne den MSP-Kreis zu kennen.
Die Studie bewertet die Lernumstände nach vier Kategorien: 1) Schulisches Lernen (Schule und Hochschule). Für Schulbildung werden Studien wie PISA und Konsorten hinzugezogen
2) Berufliches Lernen: Fortbildung in Betrieben etc.
3) Soziales Lernen: Ehrenamtliche Aktivitäten in Vereinen, Feuerwehr, Politik, Kirche
4) Persönliches Lernen: Theaterbesuche, besuchte VHS-Kurse etc.
Die Studie hinkt in mehreren Punkten:
1) PISA als Grundlage.
Letztes Jahr (oder so) wurde sich über das starke Aufholen von China im PISA-Ranking gewundert. Grund war, dass die Schüler massiv auf Tests a lá PISA gedrillt worden sind. Das passiert auch an deutschen Schulen, und die Aussagekraft von PISA ist sowieso zu bezweifeln.
2) Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, Betriebliche Fortbildungen und Dauer von Arbeitslosigkeit als Kriterium
Wo keine Arbeit, da viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, da keine betriebliche Fortbildung, da viele Langzeitarbeitslose denen irgendwelche dämlichen Fortbildungsmaßnahmen nichts bringen.
Logisch, dass der Osten soweit hinten liegt.
3) Was zum Teufel soll eigentlich "Soziales Lernen" sein??? Was hat z.B. die "Bereitschaft zur Knochemarkspende" mit dem Lernumfeld und der Bildung zu tun (JA, das ist mein Ernst, das ist ein Kriterium!). Und inwiefern trägt ein Schützenverein dazu bei?
4) Die Kategorie "Persönliche Bildung" ist ebenso Quark. Wenn ich den Faust lieber zu Hause lese oder mir eine gute Vorstellung auf Video ansehe, anstatt mir eine verkorkste Inszenierung im nächsten Theater anzugucken, dann trägt dies, gemäß dieser Studie, nicht zu meiner Bildung bei.
Es scheint einen interessanten Zusammenhang zwischen niedriger Abiturientenquote und Plagieren bei Doktorarbeiten zu geben.
Je mehr man bei den Abiturienten siebt, desto mehr von denen, die es geschafft haben, Plagieren später beim Verfassen von Doktorarbeiten?
Und heißt das auch, je mehr Schüler man durchs Abitur schleußt, desto weniger Plagiate gibt es nacher?
Können Sie das mal näher erläutern?
Also mich würde interessieren, wer diese sinnbefreite Studie in Auftrag gegeben hat und wer das bezahlt...
So schlecht!
Oder liegt es doch an der journalistischen Aufbereitung...wie auch immer, der Artikel dazu war die Zeit des Lesens nicht wert.
Ihnen kann geholfen werden. Wenn man sich nämlich ein wenig näher und vor allem kritisch mit dieser "Studie" auseinandersetzt, merkt man, dass es sich nicht um eine angemessene Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse handelt. Es ist einfach nur Meinungsmache und PR des Spiegel für die ideologischen Ansichten der steuerbegünstigten Bertelsmann-Stiftung.
Ich BIN in der Freiwilligen Feuerwehr, und das seit ich mit 10 in die Jugendfeuerwehr eingetreten bin.
Aber was das mit "Bildung" und "Lernen" zu tun hat, ist mir absolut schleierhaft.
Klar, wir lernen wie man halt z.B. einen aus nem Autowrack rausschneidet. Aber was ist daran so toll? Und was hat das mit Lernbedingungen zu tun.
Dann wollen wir ihrer Bildungslücke mal auf die Sprünge helfen. Wenn sie sich die Pisa Studien der letzten Jahre einmal angesehen hätten, wüssten sie, dass z.B. in ihrem geliebten Berlin jeder Volltrottel durch pure Anwesenheit die "Hochschulreife" nachgeschmissen bekommt. Anders sind die katastrophalen Ergebnisse der Berliner Abiturienten nicht zu begründen. In Bayern muss der Schüler tatsächlich noch etwas für eine Hochschulreife leisten, die auch ihren Namen verdient. Dass mag ihnen als Berliner nicht bekannt sein, da man ihnen diesen Bildungsabschluss als beliebiges Produkt ohne Wert überlassen hat, falls sie es überhaupt zu einem Berliner Abitur (wobei die Verbindung von Berlin und Abitur eigentlich schon absurd ist) geschafft haben. Da sie sich aber als angeblich gebildet darstellen, will ich wohl annehmen, dass sie diese wertlose Qualifikation vorweisen können. An der bayerischen Schulpolitik gibt es sicher viel zu verbessern, aber von Verliererregionen, die offensichtlich alles Falsch machen, braucht man sich bestimmt keine guten Ratschläge einholen.
Haben sie sich denn noch nie gefragt, warum ausgerechnet Berlin in so ziemlich jedem Vergleich (Bildung, Wirtschaft, usw, außer vielleicht bei der Höhe der Kriminalitätsrate) einen der letzen Plätze einnimmt?
Studien werden immer von denen bezweifelt, die hinten liegen.
Komisch oder?