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Bildungsstudie: Deutschland vergeudet zu viel Talent

dapdVon Chancengleichheit kann keine Rede sein: Kinder aus bildungsfernen Familien in Deutschland schaffen es viel seltener ans Gymnasium und ins Studium als Mitschüler aus dem Bildungsbürgertum. Eine neue Studie zeigt: Selbst wer sich das Abitur erkämpft hat, setzt lieber auf eine Berufsausbildung.

Abiturienten aus bildungsfernen Familien studieren seltener - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Finanziell lohnen sich manche Studiengänge einfach nicht mehr. Auch wenn es in den öffentlichen Dienst geht, stellt man lieber eher Menschen mit einer Ausbildung ein als Studierte, um Geld zu sparen. Natürlich sollen die, die die Ausbildung gemacht haben, die Arbeit machen, für die laut Papier Studierte qualifiziert sind. So wird das Lohnniveau auch für Studierte weit herabgesetzt. Im Nachhinein bereue ich, studiert zu haben, wenn man jedenfalls den finanziellen Aspekt betrachtet. Von einigen wenigen Studiengängen abgesehen lohnt sich ein Studium einfach nicht mehr in D.
  2. #2

    Wird wieder Chancengleichheit mit Ergebnisgleichheit verwechselt?

    Mir ist kein Fall bekannt wo in der Schule, z.B. in Mathe, alle Kinder "bildungsferner Eltern" vor die Tür geschickt werden weil die anderen jetzt ihren Exklusivunterricht haben.

    Wenn die Eltern der einen zu Hause gar nicht drauf achten das die Kinder die 15 Mathehausaufgaben machen bevor es an die Playstation geht, die anderen drauf achten das die gemacht werden bevor es an die Playstation geht und die wieder anderen drauf achten das die gemacht werden plus die fünf Extraaufgaben die sie ihren Kindern oben drauf zum lernen stellen, dann liegt das nicht daran das der Staat nicht allen gleiche Chance bietet.

    Grade da ja schon nach Klasse 4 die Empfehlung ausgestellt wird sollte es keine Ausrede geben wieso die einen Eltern nicht genauso mit ihren Kindern üben wie die anderen.
  3. #3

    Fragen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Chancengleichheit kann keine Rede sein: Kinder aus bildungsfernen Familien in Deutschland schaffen es viel seltener ans Gymnasium und ins Studium als Mitschüler aus dem Bildungsbürgertum. Eine neue Studie zeigt: Selbst wer sich das Abitur erkämpft hat, setzt lieber auf eine Berufsausbildung.

    Abiturienten aus bildungsfernen Familien studieren seltener - SPIEGEL ONLINE

    Warum erklärt man z.B., Maurer und Zimmerleute, die Freude an ihrem Beruf haben und ein höheres Einkommen als Spiegelredakteure und die Mehrheit der Rechtsanwälte, zu Verlierern? Was ist die Basis dieser Verbalselektion?
  4. #4

    und..

    Ist das neu???, das ist doch seit Jahren bekannt... und es wird weiter lustig am Bildungssystem gespart...
  5. #5

    Benachteilitgt ??

    Wer es schon in der 5. Klasse nicht schafft, seine Hefte und Schulbücher mitzubringen, lieber stört als zu lernen; wer gar in der Mittelstufe es höchstens schafft, einen Kugelschreiber mitzubringen, dem ist auch mit gutem Zureden, Hilfsangeboten etc. nicht zu helfen.

    Als ich 1979 als Lehrer im 2. Bildungsweg meine Berufslaufbahn begann, gab es noch echte Bildungs-/Begabungsreserven; danach wurde es Jahr für Jahr erkennbar dürftiger.
    In den 20 Jahren meiner Tätigkeit wurden alle nach Kräften gefördert, oft ein Auge zugedrückt, viele aber waren immer noch zu unreif oder erkennbar offensichtlich bildungsunwillig !!
    Wem werden denn heute noch in der Grundschule Bildungschancen verwehrt, wem wird der Aufstieg über den gleichwertigen 2. Bildungsweg verbaut ??
    Inzwischen werden zu diesem Thema nur noch Märchen verbreitet !
    Wer eigene Anstrengungen vermeidet, eher eine "freizeitorientierte Lern- und Arbeitshaltung" vorzieht, der darf sich nicht beschweren.
  6. #6

    berufsausbildung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von Chancengleichheit kann keine Rede sein: Kinder aus bildungsfernen Familien in Deutschland schaffen es viel seltener ans Gymnasium und ins Studium als Mitschüler aus dem Bildungsbürgertum. Eine neue Studie zeigt: Selbst wer sich das Abitur erkämpft hat, setzt lieber auf eine Berufsausbildung.

    Abiturienten aus bildungsfernen Familien studieren seltener - SPIEGEL ONLINE
    nichts dagegen einzuwenden, die leute erfüllen wichtige arbeiten. allerdings war ihre arbeit früher mehr wert. ich nehme an, exorbitante gehälter und gehaltssteigerungen in manchen sparten entwerten die arbeit in nicht so gut dotierten berufen.
  7. #7

    Märchenstunde

    Und wieder mal die Mär von der ach so ungerechten Bildungswelt. Und immer sind die anderen schuld, wenn man nicht schreiben, lesen und rechnen gelernt hat. Ich empfehle dem Autor, mal so wie ich zwei Kinder über mehr als 15 Jahre in unserem Bildungssystem zu begleiten. Da wird man schnell mit den sog. bildungsfernen Schichten in Berührung kommen. Dann kann er sich selbst man eine Meinung darüber bilden, warum diese nicht lernen wollen. Und das liegt nicht unbedingt an den Pädagogen vor Ort. Aber was will man auch von Sozialwissenschaftlern erwarten, die immer nur andere in der Pflicht sehen.
  8. #8

    Praxisnachhilfe für Statistiksimulanten

    Fakt 1: Ausbildung kostet Geld.
    Fakt 2: Gut verdient wird nur in tariflich gebundenen Betrieben (MINT-Fächer).
    Fakt 3: In MINT-Fächern liegt die Abbrecherquote bei 40%.

    Aussagen von Technikern (Elektro-, Masch.bau): Lohnt nicht. Man bekommt, wenn man fertig ist, mit Glück einen Job am Band (von wo man den Techniker gestartet hat).

    Akademiker landen bei Zeitarbeitsfirmen, erhalten befristete Verträge. Ich kenne viele, die im Alter von 30 Jahren noch keinen unbefristeten Vertrag hatten.
    Tolle Zukunftsaussicht.
    Allerdings ist man als Akademiker flexibel einsetzbar. Zu einem Gehalt, das 50% von einer Anstellung im studierten Fachbereich beträgt.
    Interessant wäre mal, wieviele Akademiker in ihrem studierten Fach eine Anstellung finden.
  9. #9

    optional

    Jetzt kommt wieder die alte Leier mit den bildungsfernen Schichten. Mein Sohn ist hochintelligent und langweilt sich in der Schule. Gibt es für ihn irgendeine Förderung? Nein, die gibt es nicht.
    An unserer Schule wird NICHTS für überdurchschnittlich gute Kinder gemacht, aber für die Lernschwachen gibt es Hausaufgabenhilfe, Nachmittagsangebot usw. usw.

    Sollen jetzt vielleicht die Kinder aus bildungsfernen Familien vielleicht noch die Studiengänge bezahlt werden? Wir haben drei Kinder und trotz guten Gehalts weiß ich nicht, wieviel wir später zuschießen können, wenn die drei in unterschiedlichen Städten studieren möchten.

    Warum wird hier schon wieder unterschwellig nach Förderung von armen Familien gerufen? Wann werden endlich die richtig guten gefördert? Egal, wo sie herkommen?








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