Zitat von
Pancho Villa
Wo sehen Sie hier eigentlich das Problem? Unternehmen kritisieren ja keineswegs, daß Schulabsolventen ohne fachspezifische Kenntnisse eine Ausbildung antreten. Sondern daß sie trivialstes Basiswissen und soziale Kompetenz vermissen lassen.
Es geht hier explizit um Absolventen von Haupt- und Realschulen, die eine Berufsausbildung anstreben. Wenn diese Menschen beim Verlassen der Schule Grundfertigkeiten und zivilisatorische Mindeststandards nicht beherrschen, dann liegt das keineswegs an überzogenen Forderungen und Erwartungen der Wirtschaft.
Und es liegt keineswegs daran, daß unser Staat das "Bildungssystem kaputtspart". Wenn ich so was höre... Unser Staat führt seit 30 Jahren Bildungsexperiente durch - vulgo Menschenversuche - die allesamt einer Grundrichtung folgen: Niveauabsenkung, Kastration der Autorität von Schule und Lehrer, Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit. Es liegt nicht am Geld, es liegt an ideologischer Verbohrtheit.
Wer systematisch Disziplin, Leistungswillen, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Höflichkeit bestenfalls lächerlich macht (schlimmstenfalls zu Sekundärtugenden erklärt, mit denen man ein KZ führen könne), der darf sich nicht wundern.
Wie konnten eigentlich unsere Eltern in der Kriegs- und Nachkriegszeit eine Schulbildung und Erziehung erreichen, die sie in die Lage versetzte, dieses Land wieder aufzubauen und einen beispiellosen Wohlstandssprung zu erwirtschaften? Und zwar: Ohne Nanny-State, ohne Sozialgetütel und weiche Sprüche.