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Bildung: Shakira schlägt Jacques Brel

Deutsche Schüler wollen lieber Spanisch als Französisch lernen. Doch in den Ministerien vieler Bundesländer dominiert die Gallier-Lobby.

http://www.spiegel.de/0,1518,785977,00.html
  1. #120

    ...

    Zitat von af1755 Beitrag anzeigen
    Ob es wünschenswert ist, Ami-slang zu lernen???
    Wenn man einer von den im SPON-Forum allzu häufigen pathologischen USA-Hassern ist: Nein.
  2. #121

    .

    Zitat von Tigermiu Beitrag anzeigen
    Spanisch ist nur in den allerersten Anfängen einfacher zu lernen als Französisch, weil es keine komplizierte Orthographie gibt. Das reicht dann aber auch nur, um einen Kaffee zu bestellen. Gegenüber Französisch ist Spanisch aber viel differenzierter bezüglich Wortschatz und Idiomatik, wenn man die lateinamerikanischen Varianten einbezieht.
    Übrigens halte ich es für ein Gerücht, dass man auch nur einen französischen Satz versteht, wenn man eine beliebige andere romanische Sprache kennt, aber keine weiteren Vorkenntnisse in Französisch hat. Französisch ist zwar bei Kenntnis einer anderen romanischen Sprache leichter zu lernen, aber das gilt umgekehrt erst recht.
    Doch, versteht man. Wie ich auch einen spanischen Satz verstehe.
    Aber nur, wenn langsam gesprochen oder gelesen. Und der Satz recht einfach ist.
  3. #122

    Soo ...

    ich denke, daß die ganze Diskussion ein wenig zu hinterfragen ist.
    Sollen Kinder nur die Sprache lernen, die gerade am meisten gesprochen wird?

    Sind Kinder ein Hohlgefäß, das man nur mit richtigen Inhalten füllen muß?
    Nachbarschaft ist wichtig. Warum wird in Deutschland wenig Polnisch angeboten?
    Warum sind wir in solchen Fragen immer nur darauf fixiert, daß Kinder unsere künftigen Sozialabgaben-/Rentenzahler sind? Ist das nicht stark egoistisch?

    Ist Englisch nicht überbewertet, wie auch Chinesisch?
    Brauchen wir in naher Zukunft noch Fremdsprachenkenntnisse, da wir sowieso bald alles via Internet übersetzen lassen können?
    Französich ist nicht einfach, ich hatte es drei Jahre. Sollen wir alles verdammen, was nicht einfach zu lernen ist?

    Heute bin ich froh, etwas Französisch zu können, obwohl ich es direkt kaum gebrauche.
  4. #123

    ...

    Zitat von Braunschweiger77 Beitrag anzeigen
    In Quebec kommt man mit Englisch auch gut zurecht.
    Anders als die Franzosen beherrschen die Frankokanadier alle Englisch und sind sich auch nicht zu fein es zu benutzen wenn nötig.
    Habe ich irgendwo etwas anderes behauptet? Im übrigen kenne ich auch etliche Anglo-Kanadier, vorwiegend aus Ontario, die ihrerseits ganz passabel Französisch sprechen.
  5. #124

    Latein ist eine romanische Sprache

    Zitat von Braunschweiger77 Beitrag anzeigen
    Karl der Große sprach altfränkisch, einer der altgermanischen Dialekte aus dem sich die heutige deutsche Sprache entwickelt hat. Französisch ist eine romanische Sprache und sowas beherrschte Karl nicht.
    Und die sprachliche Gemengelage des Frankenreichs Karls, in die er durch Bildungsreformen eingegriffen hat, hat erst die Entstehung der französischen Sprache aus dem Vulgärlatein befördert, die die fränkischen Germanen im Norden des heutigen Frankreichs und im südlichen Belgien angenommen, aber auch mitgeprägt haben. Karl sprach auch deshalb altfränkisch, damit er von diesen besser verstanden wurde.
  6. #125

    In Mode

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    "Französisch klingt immer schwul, egal, was man sagt!"
    So ein Schwachsinn!
    Und ganz nebenbei: weil "schwul" trotz aller geheuchelten Solidarität und Pseudoemanzipation wieder als Schimpfwort in .....
    als Schimpfwort ist "schwul" immer gewesen. Nun gern in Verbindung mit "Opfer gebraucht. Willkommen in der Realität!
  7. #126

    Spanisch leicht, französisch schwer????

    Zitat von macfan Beitrag anzeigen
    Das empfinde ich auch so. Ich habe von 7 bis 11 fünf Jahre für ein großes Latinum verschwendet, wozu? Heute würde ich Französisch (nicht Spanisch) nehmen. Ich hatte Französisch zwar von 11 bis 13, aber das reicht nicht, um die Sprache vernünftig zu sprechen.

    Während meines Studiums wurde ich eines besseren belehrt. Lateinkenntnisse waren druchaus sehr hilfreich. Die Germanistikstudenten mit Latinum wussten wenigstens, was ein Adverb ist (Tatsache, während einer Vorlesung waren bei den übrigen "Studenten" nicht mal einfachste Grammatikkenntnisse vorhanden).
    Ich habe angehende Juristen erlebt, denen nicht einmal römische Zahlen bekannt waren. Tatsache!
    Heute ist die Nachfrage in Bezug auf Latein wieder sehr groß. Je mehr die Schulen auf Leistungsschwäche, offenen Unterricht, jeder bringt sich selbst alles bei etc. setzen, desto stärker wird die Nachfrage nach klassischer Bildung.
    Das Problem ist nur, dass wenige Abiturienten heute noch dazu in der Lage sind, ein klassisches Philologiestudium zu absolvieren. Man hat es den Schülern ja seit 1968 versucht auszureden. Bildungsverlust ist das Ergebnis.

    Ähnlich ist es mit Französisch. Alles, was vermeintlich zu schwer ist, sollte seit 1968 abgeschafft werden. Die Kinder lernen heute auch nicht mehr klassisch lesen und schreiben, nein, sie sollen schreiben wie sie hören. Das führt dazu, dass viele Kinder heute u.a. Groß- und Kleinbuchstaben nicht auseinanderhalten können.
    Da Spanisch schön leicht ist, sollte es Französisch ersetzen. Das ist politisch gewollt und wird dazu führen, dass wir bald keine ausgebildetetn Menschen mit hinreichenden Französischkenntnissen besitzen werden.

    Das Niveau wird so lange gesenkt, bis JEDER ein "Abitur" ohne Inhalt erhält.
    [/QUOTE]
  8. #127

    lieber eine sprache richtig ..............

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Schüler wollen lieber Spanisch als Französisch lernen. Doch in den Ministerien vieler Bundesländer dominiert die Gallier-Lobby.

    http://www.spiegel.de/0,1518,785977,00.html
    als 2 halbherzig. warum eigendlich eine zweite fremdsprache. es waere besser wenn man englisch so lehren wuerde das die schueler die sprache hinterher auch beherschen. ist aber leider nicht so.
    deshalb mehr englisch ............. kein franzoesich oder anderes..........
  9. #128

    .

    Zitat von Nikolai C.C. Beitrag anzeigen
    Ich bin in Paris aufgewachsen, habe ein französisches Abi und genieße die Sprachkenntnisse. War gerade im Quebec und unterhalte mich mit einem Großteil der Menschen in Afrika. Französisch ist die Sprache der Diplomaten, des Adels und Französisch ist internationale Postsprache.
    Es hat ja auch niemand behauptet, dass es schadet, Französisch zu beherrschen.
    Ich bin selbst ein "Opfer" des "Französisch-Protektionismus" und würde nie behaupten, dass mir die Tatsache Französisch zu sprechen direkt schadet. Einen Nachteil für mich ergibt in der Retrospektive aber indirekt dadurch, dass mir mein damaliger Sprachwunsch (Latein) verwehrt wurde und ich mich damit in meinen damaligen Entwicklungsmöglichkeiten beeinträchtigt sehe, verglichen mit anderen Schülern des gleichen Jahrgangs.

    Diplomaten, Adel, Postsprache? Alles (wirtschaftlich) völlig irrelevant für den größten Teil der deutschen Bevölkerung. Fällt in die gleiche Schublade kultureller Artefakte wie die zusätzliche Ansage der Länderpunkte auf Französisch beim Grand Prix Eurovision de la Chanson - ach pardon, der heisst ja jetzt Eurovision Song Contest...

    Wer sich wirklich sprachlich (und damit ggf. wirtschaftlich) bereichern will, der lernt Mandarin oder Russisch.
  10. #129

    Denkste ...

    Zitat von macfan Beitrag anzeigen
    Da Spanisch schön leicht ist, sollte es Französisch ersetzen. Das ist politisch gewollt und wird dazu führen, dass wir bald keine ausgebildetetn Menschen mit hinreichenden Französischkenntnissen besitzen werden.
    Das mit dem "schön leichten" Spanisch halt' ich aber für ein Gerücht. (Spreche beide Sprachen, wenn auch das Französische aufgrund erheblich mehr Anwendungsmöglichkeiten im Alltag weitaus besser)
    Und wer sich bei der eingehenderen Beschäftigung mit dem Spanischen (gerade im Alltag, z.B. wenn man im Land leben will oder muss) mit den Endlos-Bandwurmschachtelsätzen befassen musste, die dort in Dokumenten aller Art gang und gäbe sind, der wird das Wort "leicht" (oder gar "logisch") nicht mehr so schnell in Verbindung mit dem Spanischen in den Mund nehmen. Von den erheblichen Ausspracheunterschieden, die dort sogar noch toleriert und als gleichberechtigte "Hochsprache" (siehe Castellano vs. lateinamerikanisches Spanisch) anerkannt werden und somit dem Lernenden das Erlernen der Sprache auch nicht gerade erleichtern, ganz zu schweigen ...
    Wer aber natürlich beim Ballermann-Sangriabestellspanisch
    stehen bleiben will .... bitte sehr ... Nur ist das nicht repräsentativ.


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