Zitat von
macfan
Das empfinde ich auch so. Ich habe von 7 bis 11 fünf Jahre für ein großes Latinum verschwendet, wozu? Heute würde ich Französisch (nicht Spanisch) nehmen. Ich hatte Französisch zwar von 11 bis 13, aber das reicht nicht, um die Sprache vernünftig zu sprechen.
Während meines Studiums wurde ich eines besseren belehrt. Lateinkenntnisse waren druchaus sehr hilfreich. Die Germanistikstudenten mit Latinum wussten wenigstens, was ein Adverb ist (Tatsache, während einer Vorlesung waren bei den übrigen "Studenten" nicht mal einfachste Grammatikkenntnisse vorhanden).
Ich habe angehende Juristen erlebt, denen nicht einmal römische Zahlen bekannt waren. Tatsache!
Heute ist die Nachfrage in Bezug auf Latein wieder sehr groß. Je mehr die Schulen auf Leistungsschwäche, offenen Unterricht, jeder bringt sich selbst alles bei etc. setzen, desto stärker wird die Nachfrage nach klassischer Bildung.
Das Problem ist nur, dass wenige Abiturienten heute noch dazu in der Lage sind, ein klassisches Philologiestudium zu absolvieren. Man hat es den Schülern ja seit 1968 versucht auszureden. Bildungsverlust ist das Ergebnis.
Ähnlich ist es mit Französisch. Alles, was vermeintlich zu schwer ist, sollte seit 1968 abgeschafft werden. Die Kinder lernen heute auch nicht mehr klassisch lesen und schreiben, nein, sie sollen schreiben wie sie hören. Das führt dazu, dass viele Kinder heute u.a. Groß- und Kleinbuchstaben nicht auseinanderhalten können.
Da Spanisch schön leicht ist, sollte es Französisch ersetzen. Das ist politisch gewollt und wird dazu führen, dass wir bald keine ausgebildetetn Menschen mit hinreichenden Französischkenntnissen besitzen werden.
Das Niveau wird so lange gesenkt, bis JEDER ein "Abitur" ohne Inhalt erhält.