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Bildkritik von Fokussiert.com: Drei Profi-Tipps für bessere Fotos

Michael ArnoldDas Landschaftsfoto ist allzu statisch, in der Architekturaufnahme dominiert der helle Himmel, im Porträt der See im Hintergrund. Wie es besser geht, zeigen Foto-Profis an Beispiel-Bildern. Drei Tipps vom Fachblog fokussiert.com.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...854322,00.html
  1. #1

    Tipp noch zum Portrait: Der weiße Himmel wirkt als ob es bewölkt wäre, tatsächlich war es aber wohl sehr sonnig. In so einen Fall würde ich die Belichtungszeit reduzieren und das Model mit einem Reflektor oder entfesseltem Blitz beleuchten. Damit würden dann auch Schatten unter dem Kinn und in Augenhöhlen vermieden.
  2. #2

    Tip2

    Wenn man schon den Hintergrund eines Fotos per Hand unscharf macht sollte man dafür nicht den normalen Weichzeichner nehmen und auch darauf achten, dass nicht alles gleich unscharf ist. Was näher am Motiv steht sollte auch schärfer sein als das dahinter. ;)
  3. #3

    Profi-Tipps?

    Das Hauptmotiv, in diesem Fall die Frau,
    richtig zu belichten ist die eine Sache.
    Das Nebenmotiv, in diesem Fall eben den Hintergrund,
    durch Öffnen der Blende als matschiges Einerlei verkommen zu lassen ist nicht der richtige Weg!
    Im Gegenteil.
    Blende weiter schließen.
    Und den Himmel bekommt man auch zur Geltung.
    Wenn man weiß, wie ein Polfilter funktioniert.
  4. #4

    Ein Proträt ist ein Porträt

    Zitat von anneliese_katschmarek Beitrag anzeigen
    Das Hauptmotiv, in diesem Fall die Frau,
    richtig zu belichten ist die eine Sache.
    Das Nebenmotiv, in diesem Fall eben den Hintergrund,
    durch Öffnen der Blende als matschiges Einerlei verkommen zu lassen ist nicht der richtige Weg!
    Im Gegenteil.
    Blende weiter schließen.
    Und den Himmel bekommt man auch zur Geltung.
    Wenn man weiß, wie ein Polfilter funktioniert.
    Werte Frau Katschmarek

    Ein Proträt ist ein Porträt. Den Vordergrund, also die Person, durch den unscharfen Hintergrund hervorzuheben, ist technischer Standard.

    Wenn Sie den Hintergrund scharf ziehen, wird das Bild ein zweidimensionales Landschaftsfoto mit humaner Garnierung.
  5. #5

    Tiefenschärfe

    Zitat von Last Ninja Beitrag anzeigen
    Wenn man schon den Hintergrund eines Fotos per Hand unscharf macht sollte man dafür nicht den normalen Weichzeichner nehmen und auch darauf achten, dass nicht alles gleich unscharf ist. Was näher am Motiv steht sollte auch schärfer sein als das dahinter. ;)
    Durch den richtigen Einsatz der Blende wird die Tiefenschärfe beeinflusst. Weichzeichner ist dabei nicht erforderlich.

    Weichzeichner verursachen oft den Rutsch in den Kitsch.
  6. #6

    Man stelle sich vor,

    einer der alten Meister der Malerei haette den Stein in die Mitte gemalt und heute kommt ein neunmalkluger Kunstkenner daher und wuerde sagen, dass es ein Fehler war. Ich wuerde mich mit dem Fotografen austauschen wollen, um seine Motive zu erfahren (halbernst). Es geht ja eben nicht um Postkarten und maximalen Verkauf.
    Die Freistellungs- und Bokeh-Fetichisten sollten mal ihren Absolutismus reduzieren.
  7. #7

    über Geschmack lässt sich streiten - übers Übertreiben weniger

    Nun gut, Foto 1 finde ich etwas engstirnig beurteilt, Foto 2 gut korrigiert - aber bei Foto 3 den Eindruck zu erwecken, das Modell befände sich nicht im fotogfafierten Szenario, sondern sei vor eine unschafe Fototapete gebeamt worden, wirkt ziemlich unprofessionell. Zuviel Freistellen heisst loslösen - in dem Fall hätte man den Hintergrund dann ja auch direkt weiß lassen können, um nur ja nicht von der Person abzulenken. Gesicht aufhellen ist sicher richtig, aber das ist too much.
  8. #8

    Liebe "Profis", bleibt mal bei eurem Handwerk. Ich bleibe bei der Kunst!
  9. #9

    Der Schluss, den Du in der Bewertung gezogen hast war NICHT RICHTIG!

    Auch bei berechtigter Kritik sollte (nicht muss) man sich klar machen, dass man nicht die moralische Kontrollinstanz allen Irdischen ist.
    Ohne nun auf den Schlips treten zu wollen, ich lese den Namen "Sofie Dittmann" verbinde ihn nicht mit der gesetzgebenden Kraft der Fotografie. Ich finde es daher anmaßend, zu bewerten, was "richtig" und was "falsch" ist. Sicher hätte man via Persepektivwechsel auch für meinen Geschmack noch mehr aus dem ersten Bild machen können. Aber das ist nicht falsch, sondern nur anders, als ich es gemacht hätte.
    Mich erinnert http://fokussiert.com/wp-content/uploads/2009/11/120803/sdittmann_3.jpg auch eher an das gute alte Bildrauschen meiner Minolta Z1 als an bewusst eingesetzte "Filmkörnung", aber dennoch ist es nicht nicht richtig, es so zu machen.


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