Bilderklau auf Twitter: Erdbeben-Fotograf verlangt 120 Millionen Dollar Entschädigung

APDas kann teuer werden: Vor zwei Jahren postete der Fotograf Daniel Morel Bilder des Haiti-Erdbebens auf Twitter. Die Presseagentur AFP bediente sich, ohne ihn zu fragen - jetzt wird vor Gericht geklärt, ob Morel wegen Verletzung seiner Urheberrechte ein Millionenbetrag zusteht.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...831511,00.html
  1. #80

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    120 Millionen? Warum nicht gleich 120 Milliarden, Trillionen...alles Geld der Welt? Bin ich der einzige, der hier konstatiert, daß da was ordentlich "verrückt" ist? Was ist die Lebensleistung eines Menschen wert? Und warum das von anderen das zigtausendfache?

    Dem Herrn steht Ersatz für das zu, was er verloren hat - also der marktübliche Preis für so ein Foto. Und den Dieben (wenn es so ist) eben eine Strafe, die irgendjemand dafür Zuständiges bemessen soll. Punkt.

    Da gehts um ein paar Nullen weniger.
    Bei amerikanischen Schadensersatzprozessen wird immer von der theoretisch höchsten möglichen Schadenssumme ausgegangen. In diesem Fall also bis jetzt 820 bekannte Weiterverkäufe bei einem theoretisch erzieltem Höchsthonorar von 150.000 Dollar pro Foto. (Realistischer sind eher 150 Dollar pro Veröffentlichung.)
    Vor Gericht wird dann die genaue Höhe festgestellt, die logischerweise immer darunter liegen muss, aber immer noch weit höher als in Europa.

    Die realistische Schadenssumme schätze ich auf ca. 250.000 Dollar, in Europa läge sie dagegen bei 25.000 Euro.
  2. #81

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    120 Millionen? Warum nicht gleich 120 Milliarden, Trillionen...alles Geld der Welt? Bin ich der einzige, der hier konstatiert, daß da was ordentlich "verrückt" ist? Was ist die Lebensleistung eines Menschen wert? Und warum das von anderen das zigtausendfache?
    Dem Herrn steht Ersatz für das zu, was er verloren hat - also der marktübliche Preis für so ein Foto. Und den Dieben (wenn es so ist) eben eine Strafe, die irgendjemand dafür Zuständiges bemessen soll. Punkt.
    Da gehts um ein paar Nullen weniger.
    Bei amerikanischen Schadensersatzprozessen wird immer von der theoretisch höchsten möglichen Schadenssumme ausgegangen. In diesem Fall also bis jetzt 820 bekannte Weiterverkäufe bei einem theoretisch erzieltem Höchsthonorar von 150.000 Dollar pro Foto. (Realistischer sind eher 150 Dollar pro Veröffentlichung.)
    Vor Gericht wird dann die genaue Höhe festgestellt, die logischerweise immer darunter liegen muss, aber immer noch weit höher als in Europa.

    Die realistische Schadenssumme schätze ich auf ca. 250.000 Dollar, in Europa läge sie dagegen bei 25.000 Euro.
  3. #82

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Bei amerikanischen Schadensersatzprozessen wird immer von der theoretisch höchsten möglichen Schadenssumme ausgegangen. In diesem Fall also bis jetzt 820 bekannte Weiterverkäufe bei einem theoretisch erzieltem Höchsthonorar von 150.000 Dollar pro Foto. (Realistischer sind eher 150 Dollar pro Veröffentlichung.)
    Vor Gericht wird dann die genaue Höhe festgestellt, die logischerweise immer darunter liegen muss, aber immer noch weit höher als in Europa.

    Die realistische Schadenssumme schätze ich auf ca. 250.000 Dollar, in Europa läge sie dagegen bei 25.000 Euro.
    Danke für Ihre Erläuterungen.
  4. #83

    Danke

    Zitat von knuty Beitrag anzeigen
    Die Haitianerin ist eine "relative Person der Zeitgeschichte". Aufnahmen von ihr dürfen für redaktionelle Zwecke, also nur zur Berichtertstattung über dieses Ereignis, ohne ihre Zustimmung verwendet werden.
    Werbung fällt nicht darunter. Dazu .....
    Danke für die Aufklärung! :)