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Bilanzfehler bei Schnäppchenportal: US-Börsenaufsicht nimmt Groupon ins Visier
APEin Zahlen-Wirrwarr beim Schnäppchendienst Groupon alarmiert die US-Finanzaufsicht SEC. Sie untersucht, warum der Börsenneuling seine Quartalsbilanz nachträglich nach unten korrigieren musste. Experten zweifeln bereits am Geschäftsmodell des einst gefeierten Portals.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...825391,00.html
- #10 03.04.2012 11:34 von
Nur dass der Großteil der Schnäppchenjäger gar nicht erst all diese "eigenen" Seiten im Internet abklappern würde, abgesehen davon, dass man die Internetseiten von den vielen kleinen Firmen, für die Groupon Gutscheine anbietet (kleinere Hotels, Restaurants, etc.), kaum finden würde.
- #11 03.04.2012 11:45 von
- #12 03.04.2012 11:46 von
Unabhängige Analysten?
Analysten von JP Morgan und Morgan Stanley? Die haben den Groupon-Laden doch an die Börse gebracht und hängen vermutlich noch selbst mit Anteilen und/oder Finanzierungen drin. Was sollen diese Experten denn anderes sagen, als dass die Bude brummt? Das ist ja so, als würde man einen Bäcker fragen, ob seine Brötchen toll sind ....
- #13 03.04.2012 11:49 von
Abgesehen von der Reichweite über die Groupon verfügt, bleibt da noch die Logistik, vom Bezahlen bis zum Versenden der Gutscheine, mal abgesehen vom Support, man darf ja nicht vergessen, das auch viele kleine Unternehmen über solche Plattformen werben, die das niemals stemmen könnten. Ansonsten zeigt die Meinung der Leute in diesem Forum, die ja stellvertretend für die Meinung eines großteils der Bevölkerung steht, warum solche Unternehmen in den USA gegründet werden und in Deutschland nur billige Klone davon entstehen.
- #14 03.04.2012 11:49 von
Meinst Du wirklich. Wenn ich als Anbieter Rabatte geben möchte, warum mache ich das nicht direkt. Ohne ein überflüssiges, aber teures Werbeportal. Die Ersparnis kann man sich ja mit seinen Kunden teilen. Mal davon abgesehen, daß Rabattschlachten sowieso auf Dauer nicht gut für das Geschäft sind.
Groupon wirbt ja mit ganz tollen Sachen, ich hatte mich daher auch mal angemeldet. Aber zumindest im Raum Kassel/ Göttingen sind dann die tatsächlichen Angebote nur solcher Schrott, das ich schnell die Faxen dicke hatte. Das mag in noch größeren Städten anders sein, wenn überhaupt. Aber das sich der reine Hype kaum auf Dauer durchsetzt, ist absehbar. - #15 03.04.2012 12:26 von
Der Sinn ist es einen riesen Hype zu erzeugen. Egal wie. Dann einen Haufen Kohle bei ahnungslosen Kleinanlegern, die die Aktien z.B. per Aktienfonds ins Depot gedrückt bekommen, im Gegenzug für die Aktien der Altaktionäre, die das Unternehmen gestartet haben, einzusammeln. Und schließlich dieses Geld wahlweise in teure Autos, Villen, Privatjets, Yachten, etc. umzusetzen.
- #16 03.04.2012 12:31 von
Die Samwerbrüder aus Deutschland stecken hinter Groupon!
Meedia: Groupon macht die Samwers zu Milliardären - #17 03.04.2012 12:45 von
Rabatte direkt vergeben (theoretisch)
Die Direktvergabe von Rabatten (heute auf alles 50%) sorgt für schlechtes Image, erreicht eigentlich nur die ohnehin vorhandene Kundschaft aus dem unmittelbaren Umfeld und bringt deshalb kaum neue Kunden. Ein Portal wie Groupon sorgt z.B. dafür, dass ich aus dem Norden Berlins nach Schöneberg zum Italiener fahre, da der meinen Reiseaufwand belohnt und mir dafür ein Hauptgericht gratis für meine Frau gibt ... und dass ich dann auch noch die Freiheitsglocke im Schöneberger Rathaus hören kann ist ein weiterer Bonus. Ohne Groupon würde ich den Italiener ignorieren ... oder die Ferienwohnung in Binz ... oder den Kinobesuch in Prenzlauer Berg. Für Kassel/Göttingen kann ich keine passenden Beispiele nennen, da ich als Göttinger mit Sicherheit nicht allein wegen eines Kinogutscheins nach Kassel fahren würde, aber vielleicht gibt es auch dort vergleichbare Beispiele.
- #18 03.04.2012 13:10 von
- #19 03.04.2012 14:27 von
Die Frage ist immer, wer wen bejubelt. Wenn die Rabatt- und Internetmarketing-Branche sich selber bejubelt, dann kann da ja nicht viel dahinter stecken.
Natürlich fallen wieder ein paar Anleger auf die Nasen, denen man hohe Renditen versprochen hat, und die Marktschreier, die Samwer-Brüder verdienen sich dusslig. So ist das eben.
Aber den Schaden haben die Geschäftskunden von Groupon: Dauerhafte Kunden werden sie bei den Schnäppchenjägern nicht finden, die auf Rabatte wie 50% im lokalen Nagelstudio reagieren. Für diese einmaligen Kunden müssen sie viel Geld investieren, so dass es für die kleinen Unternehmer ein Minusgeschäft ist.
Es ist traurig, aber wenn ein Marktschreier schreit, mit diesem Modell ist viel Geld zu verdienen, gibt es immer Dumme die darauf reinfallen. Hauptsacher die Marktschreier verdienen.
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