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Bilanz der EM-Gruppenphase: Stumpf ist Trumpf

Getty ImagesSpektakuläre Spiele, tolle Tore und Stars in Topform - die EM-Vorrunde hatte kaum etwas davon. Stattdessen gab es enttäuschende Gastgeber und wenig taktische Finessen. Die Turnier-Zwischenbilanz von SPIEGEL ONLINE.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...839581,00.html
  1. #1

    wie bitte???

    Diese EM-Vorrunde war vor allem im Vergleich zum letzten großen Turnier, der WM 2010 ja wohl mal ein riesen Schritt nach vorne. Keine spektakulären und aufregenden Spiele?
    Ich fand eigentlich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, jedes Spiel interessant und gut, einige sogar wirklich überraschend (wer hätte gedacht, dass Gruppe A so spannend wird?).

    Diese EM war für mich bisher richtig gut (wie eigentlich die meisten EMs), was ja auch daran liegt, dass nur 16 - und somit hauptsächlich gute - Mannschaften teilnehmen.
    Deswegen versteh ich die geplante Aufstockung auf 24 Teams auch überhaupt nicht. Da drohen dann so Spiele wie wir sie bei den WM-Vorrunden häufig sehen (Angola vs Neuseeland oder so)..
  2. #2

    Das müßte eigentlich korrekt heißen:
    UEFA Fußballeuropameisterschaft.

    Das heißt eine Austragung von Fußballspielen nach den Regeln der FIFA und UEFA. Bilder die gesteuert werden und Bedingungen denen sich jeder zu unterwerfen hat, bis hin zum Bierverkauf.
    Wahrlich, so eine Veranstaltung kann nicht toll sein.
  3. #3

    Unverständlich

    Diese EM zeigt insgesamt Fussbal auf hohem Niveau und erfreulicherweise immer noch spannende Spile, falls es mit der taktischen und technischen Finesse mal hapert. Abgesehen vom Spiel England gegen Frankreich kann ich mich an kein "schlechtes" Spiel erinnern. Von "Taktischem Einheitsbrei" kann nicht die Rede. Mit welcher Begründung? Es ist ein altbekanntes Lied bei grossen Turnieren auf dem schlechten Niveau der Spiele herumzureiten, selten zurecht. Denn taktisch anspruchsvoller Fussball muss nicht immer attraktiv für den Eventfan sein (siehe Portugal-Deutschland). Meiner Meinung nach liegt diese wiederkehrende, und insbesondere bei dieser hochattraktiven EM, unsachliche Einschätzung an den überzogenen Erwartungen von Menschen, die sich lediglich bei grossen Turnieren ein Spiel über 90 Minuten ansehen.
  4. #4

    Fehler

    Ronaldo hat gegen Dänemark das Tor nicht getroffen. Die 2 Tore hat er gegen die Holländer geschossen!
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spektakuläre Spiele, tolle Tore und Stars in Topform - die EM-Vorrunde hatte kaum etwas davon. Stattdessen gab es enttäuschende Gastgeber und wenig taktische Finessen. Die Turnier-Zwischenbilanz von SPIEGEL ONLINE.

    EM Zwischenbilanz: Stumpf ist in der Gruppenphase Trumpf - SPIEGEL ONLINE
    Kann die Kritik an den Vorrundenspielen nicht nachvollziehen. Zumindest die ersten beiden Spieltage wurde überwiegend guter Fußball geboten. Nicht immer mitreißend, aber durchaus ansehnlich. Da habe ich schon ganz andere Turniere gesehen. Bis auf Griechenland hat es eigentlich keine Mannschaft mit ausschließlichem Defensivfußball versucht.
  6. #6

    Sind denn Nationalmannschaften der Ort, an dem Innovationen in den Fussbal einziehen?

    Ich sehe die Kritik an der EM nicht. Die letzte WM fand ich grossenteils langweiliger.
    Wie ein Vorposter schon meinte: Aufstockung auf 24 Mannschaften? Bitte nicht.
    (und wenn ich schon dabei bin: macht aus der Europa League wieder ein KO-System à la Cupsieger-Cup)
  7. #7

    Es war ja klar...

    Die Frage stellt sich, inwieweit die Autoren nur auf Augenschmaus setzen (sprich viele und tolle Tore) oder tatsächlich doch eher auf Spannung (ALLE 4 Gruppen waren bis in die letzten Minuten heiß umkämpft. Wer bitte schön war bereits nach 2,5 Spielen qualifiziert? Keiner...) oder auf den Vergleich unterschiedlicher Spielsysteme - und auch deren Grenzen. Wenn man sich den kunterbunten und freien Stil der englischen Mannschaft anschaut verglichen mit den Defensivspezialisten Italien, Kroatien oder Griechenland und dann die Ballverschiebeartisten aus Spanien und Deutschland, die ohne jedes Tempo auskommen - klarer geht es doch kaum noch als Unterschied. Respekt im Übrigen an die ARD, die einfach inhaltlich ein Spiel wesentlich prägnanter aufarbeitet als die Schmalspurkollegen des ZDF.

    Und als Endfrage: Ich bin wirklich gespannt welches System gewinnt - D, ES gegen England gegen Italien, Griechenland oder der Mix aus allem bei Portugal, Tschechien, Frankreich...
  8. #8

    Unverständnis........

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spektakuläre Spiele, tolle Tore und Stars in Topform - die EM-Vorrunde hatte kaum etwas davon. Stattdessen gab es enttäuschende Gastgeber und wenig taktische Finessen. Die Turnier-Zwischenbilanz von SPIEGEL ONLINE.

    EM Zwischenbilanz: Stumpf ist in der Gruppenphase Trumpf - SPIEGEL ONLINE
    Da muss ich mich meinen Vorrednern anschließen. Jeder mit Sachverstand wird bestätigen, dass diese EM absolut hochklassig ist. Mit krausen denke ich an den „Rumpelfussball“ frühere Tage zurück. Selbst unter Beckenbauer, waren die Spiele meistens eine Katastrophe. Beinnahe wäre die deutsche Elf 1989 schon in der Quali gegen Wales gescheitert.
    Fussball auf diesem Niveau gab es noch nie. Die damaligen Mannschaften wären jedem heutigen europäischen mittelklasse Team haushoch unterlegen.
  9. #9

    Taktischer Einheitsbrei?

    Mit lieben nein und es spielt auch wahrlich nicht jeder 4-2-3-1.
    Beispiel eben Italien die sowohl mit dem 3-5-2 als auch mit dem 4-3-1-2 auftraten, oder die Dänen die nur gegen Deutschland mit einem 4-1-4-1 mit Eriksen als Mittelfeldaußen agierten.
    Spanien versucht ein offensives 4-3-3 mit und ohne false nine, ebenso Frankreich. Es ist das vielleicht modernste Spielsystem.

    Aber auch das klassische 4-4-2 von England ist noch da und Schweden mit einem 4-4-1-1 mit Ibrahimovic als Spielmacher.

    Das Spiel der Kroaten Wechselte quasi in der Halbzeit Gegen Italien von einem 4-4-2 zu einem 4-2-3-1 auch nicht uninteressant.

    Und Scholl hat auch recht in dem er sagte was die Ukraine das gestern gespielt hat, hat er noch nie gesehen, denn ich weiß auch nicht wirklich was das eigentlich war, aber es sah sehr interessant aus. Vielleicht ist Blochin ja der neue Lobanovsicky?
    Aber viele Teams mit sehr fluiden Angriffsreihen und interessanten Varianten, auch Chelseas schein defensiv Pressing erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Angriffspressing wird von fast niemanden gespielt, aber es ist für Nationalmannschaften, in der kurzen Zeit auch schwer an zu trainen. Klopp brauchte mit Dortmund etwa 4 Jahre bis es so gut wie jetzt mit Pressing und Gegenpressing klappt. In Barcelona hat man das halt schon seit Cruyff immer schon so gelehrt.

    Kroatien hat uns allen vielleicht gezeigt wie man gegen Spanien spielen muss ohne sich komplett hintenreinzustellen. Italien hat keine Catenaccio gespielt(gut der wird eigentlich seit den 70er schon nicht mehr gespielt, aber das bleibt ein Geheimniss.).

    Also da war schon einiges Interessantes dabei, wobei man große taktische Innovation eigentlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr bei großen Nationalmannschaftsturnieren zu erwarten hat, sondern im Vereinsfussball, es sei denn Bielsa hat ein Team am Start.








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