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Bilanz 2009: Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn

Die Deutsche Bank verbucht trotz der Krise riesige Gewinne. Mit einem Plus von fünf Milliarden Euro im Jahr 2009 toppt das Institut die Erwartungen der Analysten. Vorstandschef Ackermann wertet den Erfolg als "klaren Trend zur Erholung der Wirtschaft" - und zahlt seinen Investmentbankern mehr Boni.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...675861,00.html
  1. #270

    Schön!

    [QUOTE=klaus1201;4958052]
    Zitat von Krausinger78 Beitrag anzeigen
    "aufgrund mangelnder Investitionsmöglichkeiten im Inland"
    Mangelnder Investitonsanreize" wäre wohl treffender.
    Es lohnt sich nun einmal nicht in einen Binnenmarkt zu investieren, dem seit Jahren durch Lohndumping die Nachfrage fehlt. Aber es reicht ja das Angebot zu schaffen, die Nachfrage ergibt sich dann von selber. Das predigen zumindest die Jünger von Hajek und Friedman seit den siebzigern, und die "führenden" Wirtschaftswissenschaftler und die "ethablierten" Politiker in D. plappern es nach.
    Schön , dass es hier regelmässig Stimmen gibt, die aufgrund makroökonomischen Verstands in der Lage sind, den Unfug des neoliberalen Sektenglaubens zu durchschauen. Im Rigorismus und Unfehlbarkeitsanspruch seiner Glaubenssätze ist der Neoliberalismus und seine Vertreter den Ostblock-Stalinisten (und anderen totalitären Unfällen der jüngeren Geschichte) übrigens ziemlich ähnlich.
  2. #271

    unglaublich, ihr herablassendes "pfff"

    Zitat von der andere Beitrag anzeigen
    wieder nur heiße Luft:
    Wenn alle Deutschen zu Direktbanken rennen und für Service nicht mehr bezahlen wollen, wird der eben reduziert.
    was steckt IHNEN denn quer? so killerphrasen bin ich allenfalls als inhaltsfreie fluchtreplik in anne-will-talkrunden gewöhnt...

    1. ist das meine meinung, nicht heiße luft, und die ist ebenso berechtigt wie die übrigen beiträge hier
    2. wieso "wieder"? kann mich nicht erinnern hier sonstwo heiße luft gelesen oder abgelassen zu haben... alles nur meinungen
    3. rennen nicht "alle deutschen" zu direktbanken - ich bspw. nicht und auch niemand den ich kenne - und
    4. ist es nach meiner beobachtung auch keinesfalls so, dass "man" nicht mehr bereit wäre für service zu zahlen... allerdings sollte der service als solcher erkennbar sein und nicht nur als leere phrase oder deckmantel für willkürliche abzocke gebraucht werden

    aber verzeihen sie bitte, dass ich mit meinem unfundierten beitrag den elitären kreis der intelligenteren vielschreiber hier gestört habe...
  3. #272

    Deutschland uns seine Verhältnisse

    [QUOTE=Krausinger78;4957308]
    Zitat von pälzerwäldler Beitrag anzeigen
    Falsch. Der Staat lebt unter seinen Verhältnissen. Was sie da von sich geben wollen uns bestimmte Kreise, zu denen Sie offensichtlich auch gehören, seit Jahren einreden, stimmt aber nicht. Wir sind doch Exportweltmeister. Jeder weiss das. Und deshalb haben wir einen Handelsbilanzübschuss. Länder, die einen Überschuss in der Handelsbilanz aufweisen, nehmen aus dem Ausland mehr Geld ein als sie dort ausgeben. Somit leben diese Länder unter ihren Verhältnissen.

    Der erste Teil ihrer Analyse stimmt nur der Schluss ist falsch. Sie vergessen nämlich das Pendant der Handelsbilanz - die Kapitalbilanz.
    Dem Überschuss in der Handelsbilanz steht nämlich ein entsprechender Kapitalexport entgegen, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Investitionsmöglichkeiten im Inland.
    Das heisst bei negativer Kapitalbilanz, dass die (Deutschlands) Forderungen gegenüber dem Ausland gestiegen sind. Was sie sagen bedeutet ja dass wir zwar im Inland investieren könnten, es aber nicht tun. Über seine Verhältnisse Leben heisst aber dass man mehr ausgibt als man einnimmt. Und das tut Deutschland offensichtlich nicht. Insofern sehe ich nicht, was an meinem Schluss falsch ist. Allerdings gäbe es doch genug zu investieren in Deutschland - man muss sich ja nur mal die Strassen, die Schulen, die Universitäten, die Krankenhäuser (...) ansehen.
  4. #273

    Bilanz 2009: Deutsche Bank überrascht mit Milliardengewinn

    Zitat von der andere Beitrag anzeigen
    viele hier haben anscheinend das Wort "Bürgschaft" noch nie gehört.
    Der absolute Großteil der Milliarden, von denen hier immer wieder als Geschenke an die Banken die Rede ist, sind lediglich Bürgschaften. Da ist kein Geld geflossen.

    Und auch bei dem Geld, das tatsächlich an die Banken gegangen ist, handelt es sich nicht um Geschenke, sondern sozusagen Staatskredite, die mit Zinsen an den Staat zurückzuzahlen sind.
    Der Staat macht damit also sogar noch Plus, finanziert von den Banken.
    Aber sorum passt das natürlich nicht in die Neid-Debatten.
    Tja, "der andere, 242" sollte sich erst mal um Tatsachen kümmern, bevor er Unsinn erzählt. Sowohl die zwei Milliarden, die im Zuge der Rettung der HRE geflossen sind, als auch die 11,2 Milliarden. die vom amerikanischen Staat zur Rettung der AIG direkt an die Deutsche Bank geflossen sind, sind keine Bürgschaften, sondern reale Gelder. Im Übrigen, wie ich schon sagte, verstehe ich nicht viel vom Bankstergeschäft, aber mir war so, mich erinnern zu können, dass Bürgschaften als Aktiva in Bilanzen eingestellt werden können.
  5. #274

    zum Thema

    Zitat von wschira Beitrag anzeigen
    Tja, "der andere, 242" sollte sich erst mal um Tatsachen kümmern, bevor er Unsinn erzählt. Sowohl die zwei Milliarden, die im Zuge der Rettung der HRE geflossen sind, als auch die 11,2 Milliarden. die vom amerikanischen Staat zur Rettung der AIG direkt an die Deutsche Bank geflossen sind, sind keine Bürgschaften, sondern reale Gelder. Im Übrigen, wie ich schon sagte, verstehe ich nicht viel vom Bankstergeschäft, aber mir war so, mich erinnern zu können, dass Bürgschaften als Aktiva in Bilanzen eingestellt werden können.
    An dieser Stelle seien nochmal die Stichwörter "Asset-Backed-Securities-Finanzierung" (ABS) und "Credit-Default-Swap" (CDS) erwähnt.
    Kurz: Wenn Sie einen Versicherungsfall haben und bei AIG versichert sind, werfe ich Ihnen dann auch vor Staatsgelder erschlichen zu haben?
  6. #275

    Wie bitte?

    Zitat von M-S-R Beitrag anzeigen
    An dieser Stelle seien nochmal die Stichwörter "Asset-Backed-Securities-Finanzierung" (ABS) und "Credit-Default-Swap" (CDS) erwähnt.
    Kurz: Wenn Sie einen Versicherungsfall haben und bei AIG versichert sind, werfe ich Ihnen dann auch vor Staatsgelder erschlichen zu haben?
    Ich kann mich nicht erinnern, irgendetwas von Erschleichen von Staatsgeldern gesagt zu haben. Die Form dieses Forums bringt es leider mit sich, dass ein Trace auseinanderfliesst wie ein Kuhfladen, in den man hineintritt. Ausgangspunkt war ja wohl die Bilanzmeldung der DB und meine Frage, ob diese Bilanz ebenso grossartig gewesen wäre, wenn weder der deutsche noch der amerikanische Staat über Umwege der DB kräftig unter die Arme gegriffen hätte. Aber auch bei Ihnen gilt: Erst informieren, dann reden. Die AIG war pleite und die DB hätte das Geld abschreiben, also als Verlust in der Bilanz einstellen müssen. Is nix mit Versicherungsfall. Aber auch hier wie anderswo: Nur hohles Gerede aus der neoliberalen Sprücheklopfmaschine.
  7. #276

    Titel?

    Super! Herr Ackermann hat die Welt gerettet und wir sind jetzt endlich im Paradies. Da muss man doch nicht überrascht sein.
    So etwas erfordert langwierige, detaillierte Planung.

    Ekelhaft, diese Hinbiegereien denen gegenüber die keinen Plan haben.

    Findet Ihr nicht auch, dass Graf Zahl authentischer ist als ein Herr Ackermann?
  8. #277

    Das Prinzip des Neo-Finanzkapitalismus

    Zitat von horst hanson Beitrag anzeigen
    Wenn man Geld für 1 % von der Bundesbank bekommt und 12 % für den Kontokorrent nimmt, ist das keine Kunst. Die Ausfallquote beim Kontokorrent liegt unter 3 %.
    9 % Rendite gehebelt durch minimalen Einsatz von Eigenkapital ergibt natürlich einen gigantischen Gewinn. Hier zahlt der einzelne Kunde drauf. Wenn´s dann aber beim Eigenhandel daneben geht, zahlt die gesamte Gemeinschaft der Steuerzahler, da die Deutsche Bank natürlich systemrelevant ist.
    Absolut wahr!! Dass der Artikelschreiber hier auf die fadenscheinige Argumentation "der Wirtschaft geht es besser" hereingefallen ist, zeigt in welchem Zustand sich unsere "Wissensgesellschaft" befindet. Die allerwenigsten verstehen wirtschaftliche Zusammenhaenge ausreichend um nicht auf die Pseudoargumente der Regierenden (Ackermann+Co) hereinzufallen.

    Kein Wunder, dass wir mehr Bachelor-Studiengaenge brauchen -- wir brauchen weniger Menschen, die alles durchblicken, sondern mehr Schmalspur-Akademiker, die sich mit einfachen Erklaerungen wie dieser zufrieden geben.


    Zitat von horst hanson Beitrag anzeigen
    Bei diesem Geschäftsmodell kann jeder Minderbemittelte Traumrenditen erzielen.
    Nach der Krise ist vor der Krise !
    Die erfolgreichen Geschaeftsmodelle sind einfach (und nicht akademisch aufwaendig): Umverteilung von unten nach oben -- Reichtum generieren, indem man der Masse an Menschen etwas wegnimmt und es den Reichen gibt.

    Genau das sehen wir jetzt hier. Die Banker haben sich verzockt und da systemrelevant, werden die Lasten nach unten umverteilt. Wir alle (die kleinen Buerger) werden dafuer bluten muessen, entweder durch hohe Steuern oder durch eine massive Inflation (die sich schon ankuendigt). Waehrenddessen koennen die Finanzzocker in die naechste Runde gehen.

    Viele Gruesse,

    2CentsOfWisdom.de
  9. #278

    Toller Gewinn

    Toller Gewinn!Lächerlich wie die Leute wieder einmal von Herr Ackermann und auch SPO veräppelt werden. Kein Wort
    über 2 Milliarden Euro von der HRE Rettung. Kein Wort über die AIG 10 Milliarden.
    Ich meine mit 10 -12 Milliarden fällt es wiklich leicht 5,9 Milliarden zu erwirtschaten. Lächerlich was hier als spektakulär angepriesen wird. Manche Journalisten sollten nicht nur von anderen abschreiben sondern noch einmal selbst
    ein wenig Recherche betreiben!Sorry, für mich ist Ackermann
    ein aufgeblasene Witzfigur den man schon längst in die Wüste
    hätte schicken müssen!
  10. #279

    Eine dreiste Täuschung!

    Denn zum einen hat man die Bilanzregeln zum Jahresende 2009 geändert und somit verkündet die oberste Niete in Nadelstreifen heute als Gewinn, was nach den alten Regeln ein Verlust wäre, und zum anderen sind diese Gewinne nur dem Eingreifen des Staates zu verdanken, der – gegen alles Herkommen und Recht – ein bankrottes Privatunternehmen gerettet hat; hätte man aber getan, was recht und billig gewesen wäre, und das Unternehmen in den Konkurs gehen lassen, so würde nun vielleicht sogar der fröhlich lächelnde Ackermann den Konkursantrag seines eigenen Unternehmens stellen müssen; denn beim Dominospielen reißt eben ein umfallender Spielstein alle anderen mit sich.








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