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Bhopal-Katastrophe: Deutschland bietet Entsorgung von Giftmüll an

Giftmüll aus Indien könnte bald nach Deutschland geschafft werden: Nach Angaben der indischen Regierung hat die Bundesrepublik angeboten, 350 Tonnen toxische Stoffe zu entsorgen. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, versichern die Behörden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...834946,00.html
  1. #30

    Zitat von spon-facebook-10000001655 Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich. Das ist absolut genial, da wir somit wichtige internationale Hilfe an Indien leisten und uns das wirtschaftlich gesehen einen guten Ruf bringt. Und ich bin mir sicher dass es nicht bei diesen lächerlichen (im Vergleich gesehen) 350 Tonnen bleibt. Wenn das gut funktioniert, geht da bestimmt mehr raus.
    Was da jetzt geplant ist, sind mindestens 14 Container voll!
    Glauben Sie echt, dass die noch mehr haben in einem Land wie Indien?

    Ok, die im Artikel aufgeführten Restbestände von 27.000 Tonnen sind ja auch noch da.
    Meinen Sie nicht, dass die dort liegenbleiben könnten?
    Ich kann mir auf keinen Fall vorstellen, dass da ein grosses Geschäft angebahnt werden soll, wo sich ein paar Insider ne goldene Nase verdienen.
    Dazu müsste ich ja misstrauisch und kritisch sein und dürfte niemals in die Politik..
  2. #31

    Große Geschäfte im Bereich der Abfallentsorgung ...

    Zitat von Flari Beitrag anzeigen
    Was da jetzt geplant ist, sind mindestens 14 Container voll!
    Glauben Sie echt, dass die noch mehr haben in einem Land wie Indien?

    Ok, die im Artikel aufgeführten Restbestände von 27.000 Tonnen sind ja auch noch da.
    Meinen Sie nicht, dass die dort liegenbleiben könnten?
    Ich kann mir auf keinen Fall vorstellen, dass da ein grosses Geschäft angebahnt werden soll, wo sich ein paar Insider ne goldene Nase verdienen.
    Dazu müsste ich ja misstrauisch und kritisch sein und dürfte niemals in die Politik..
    ... können nur gemacht werden, wenn entweder der Abfall wertvolle Inhaltsstoffe, wie z.B. bestimmte Metalle enthält, oder illegale Methoden angewandt werden.

    Ich bezweifle, dass sich - außer irgendeiner Mafia - jemand erlaubt, illegale Methoden anzuwenden, wenn praktisch die gesamte Weltöffentlichkeit die Entsorgung verfolgt.

    Eine manchmal angewandte Methode der Mafia ist, das Schiff, welches die Abfälle transportiert, absaufen zu lassen.

    Ansonsten sind beim grenzüberschreitenden Abfalltransporten die strengen Regelungen der Basler Konvention über grenzüberschreitende Abfalltransporte bzw. die beinahe identischen Europäischen Regeln einzuhalten. Diese Regelungen schreiben z.B. vor, den beantragten Transportweg exakt einzuhalten.

    Dass trotzdem noch genug krimineller Unfug getrieben wird, soll auch nicht verschwiegen werden: Viele afrikanische Staaten kontrollieren z.B. Importe viel zu wenig, sodass als "Gebrauchtgeräte" deklarierter Elektronikschrott eingeführt und auf sehr gefährliche und umweltvergiftende Weise wild abgelagert oder "verwertet" wird.

    Daran sind jedoch auch z.B. die Europäischen Länder mitschudig: Es werden penibel die Importe, jedoch beinahe überhaupt nicht die Exporte kontrolliert, wenn der Abfall nicht als Abfall, sondern als "Gebrauchtgeräte" deklariert wird.
  3. #32

    Sich

    Zitat von Holledauer Beitrag anzeigen
    ... können nur gemacht werden, wenn entweder der Abfall wertvolle Inhaltsstoffe, wie z.B. bestimmte Metalle enthält, oder illegale Methoden angewandt werden.
    ...
    Daran sind jedoch auch z.B. die Europäischen Länder mitschudig: Es werden penibel die Importe, jedoch beinahe überhaupt nicht die Exporte kontrolliert, wenn der Abfall nicht als Abfall, sondern als "Gebrauchtgeräte" deklariert wird.
    hier auf exakte Kontrollen zu verlassen, ist glaube ich sehr weit hergeholt. Deutschland hat eine massive Überkapazität an Verbrennungsanlagen, diese müssen ausgelastet werden. Und dazu wird weltweit Müll akquiriert.
    Hier mal ein Hinweis zu unseren tollen MVA http://www.stop-mva-zm.de/texte/versus/04Rosin-Toxi.pdf
    Nach meiner Ansicht wird unter dem Deckmantel der Hilfe für das arme Indien (Atomwaffen Langstreckenraketen Satelliten keine Problem und laut der Unternehmensberatung McKinsey verfügt Indien über insgesamt 14 Millionen junge Universitätsabsolventen aller Fachrichtungen mit bis zu sieben Jahren Berufserfahrung. Indien bildet, so der langjährige Spiegel-Redakteur Olaf Ihlau, pro Jahr 500.000 Informatiker, Techniker und Ingenieure aus, Deutschland gerade einmal 40.000. Die Zahl der indischen Studenten liegt bei rund neun Millionen.) für eine lukrative Auslastung der Müllindustrie gesorgt.
    Wer sich mit den Deklarationsanalysen beschäftigt, stolpert immer wieder über Manipulationen, die zufällig aufgedeckt werden.
    So wundert es nicht dass im Umfeld von MVA und Deponie gesundheitliche Auffälligkeiten entdeckt werden(http://www.greenpeace.at/uploads/med...angfassung.pdf)
    Mit der günstigen Müllentsorgung wird in den Ländern wie Indien (vor ein paar Jahren sollte ja auch aus dem "unterentwickelten Australien" Giftmüll über die Weltmeere nach Deutschland geschippert werden) vor Ort immer die Notwendigkeit abgenommen, vor Ort einen vernünftigen Umgang mit gefährlichem Müll zu erlernen und zu schaffen. Dies gilt genauso für europäischen Länder, die ihren Giftmüll kostengünstig auf Deutschlands Deponien und MVA entsorgen!
  4. #33

    Nachsatz

    Nach kurzer Recherche ist es so, dass es in Indien sehr wohl Sondermüllverbrennungsanlagen gibt, die nach Herstellerangaben den modernsten Kriterien genügen:
    "Ramky is presently operating India's largest hazardous waste incinerator at Taloja, a facility on par with the world's best incinerators with minimum emissions. The technology rights for the incinerator have been obtained from Alstom-Raymond Air Pre-heater Company, USA."
    (Quelle :: Ramky Enviro Engineers Ltd....)
    Die Absicht, den Müll dort zu verbrennen scheiterte an den Protesten der dortigen Bevölkerung....
    Als Verbrennungsstandorte in Deutschland kämen die GSB im bayerischen Baar – Ebenhausen, die BASF in Ludwigshafen, die HIM im hessischen Biebesheim, in NRW die Fa. Currenta mit den Verbrennungsanlagen in Leverkusen und Dormagen und die kommunale AGR in Herten, sowie in Brunsbüttel die Remondis-Tochter SAVA.
    (Quelle europaticker: 350 Tonnen Giftmll aus Indien sollen in Deutschland entsorgt werden) <- lesenswert...


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