DPAPassagiere können keine Flugbuchung für eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Das hat nun der Bundesgerichtshof entschieden. Demnach kommt kein wirksamer Vertrag zustande, wenn für das Ticket ein Platzhalter statt des Namens in das Formular eingetragen wird.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-861727.html
Erklären Sie das doch bitte mal einem, der nicht auf der Gehaltsliste einer Fluggesellschaft steht, also jemandem wie mir:
Wieso ist es eine Stornierung, wenn Max Mustermann zwei Tickets bucht und, da seine ältere Tochter Erika drei Tage oder drei Wochen vor Abflug erkrankt, entscheidet, dass seine jüngere Tochter Elsa an die Stelle von Erika tritt? Er hat für zwei Personen bezahlt und will mit zwei Personen fliegen. Warum werden die Fluggesellschaften in solchen Fällen nicht gesetzlich verpflichtet, gegen eine angemessene Gebühr (5 Euro?) den Namen auszutauschen?
... zur Klärung der Frage, zieht aber nicht: Hier gibt es andere, sachliche Gründe. Es gibt zum einen eine Rechtspflicht eines jeden Fitnesscenterbetreibers zu besonderen Hinweisen / Schulungen bezüglich der typischen Gefahren der Nutzung von Räumen und Geräten und auch auf Übertraining und nicht zuletzt versteht man sich in der Regel als "Club", d.h. als eine auf Dauer und auf die Person angelegte Gemeinschaft. Zumindest soll das geheuchelt werden, gehört zum (Marketing-)Konzept dazu.
Also: Bessere Beispiele bitte. Ich fürchte, es handelt sich wirklich nur um die Hinderung des Handels mit Billigtickets. Das würde allerdings nicht erklären, warum auch die teuren Fluggesellschaften das (teilweise) mitmachen. Und sogar die Bahn.
Im Übrigen wäre es an der Grenze zur Rechtmäßigkeit: Durch Kleingedrucktes Rechte so elementar einzuschränken, hält kaum der gerichtlichen Kontrolle stand. Das musste das Gericht hier nicht entscheiden: Es meint, es wäre noch nicht einmal ein Vertrag geschlossen worden, weil der Reisende wusste, dass sein Eintrag "noch unbekannt" von der Fluggesellschaft nicht akzeptiert werden würde.
wenn langfristig zwei Zimmer für die Mitarbeiter A und B
gebucht wurden, tatsächlich aber C und D zur Messe anreisen. Das Hotel fragt dann nur, ob A und B nicht doch
noch (zusätzlich) erscheinen. Das klappt sogar ohne zusätzliche Gebühren. Es geht also auch ohne Abzocke.