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BGH-Urteil: Alleinerziehende müssen Vollzeit arbeiten

Muss eine Alleinerziehende nach der Scheidung ganztags arbeiten?*Ja, meint der Bundesgerichtshof, wenn das Kind betreut wird und mindestens drei Jahre alt ist. Nur bei "durchgreifenden individuellen Einzelumständen" könne es Ausnahmen geben - eine wegweisende Entscheidung?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...777959,00.html
  1. #200

    ...

    [QUOTE=saxum;8419600]
    Zitat von Mitti Beitrag anzeigen

    Das sind genau die Kinder, die am Nachmittag zu Hause vernachlässigt vor die Glotze gesetzt wurden, anstatt in der Kita mit ihresgleichen spielend soziale Kompetenz aufzubauen und zu lernen, Verantwortung zu tragen und sich an bestimmte Regeln zu halten. Na, jetzt der Groschen gefallen?
    **Wenn** es diese Kita-Plätze denn gäbe.
    Solange das nicht flächendeckend gewährleistet ist und Kinder stattdessen irgendwo untergebracht werden müssen, bei wechselnden Leuten und bei Greisinnen mit schlechter Rente, geht die Forderung, dass Alleinerziehende Vollzeit arbeiten mögen, zulasten nicht weniger Kinder.

    "Betreuung" ist ein dehnbarer Begriff.
  2. #201

    Woanders kein Problem!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Muss eine Alleinerziehende nach der Scheidung ganztags arbeiten?*Ja, meint der Bundesgerichtshof, wenn das Kind betreut wird und mindestens drei Jahre alt ist. Nur bei "durchgreifenden individuellen Einzelumständen" könne es Ausnahmen geben - eine wegweisende Entscheidung?

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...777959,00.html
    Richtiges Urteil,um den Partnern,die meinen,es geschafft zu haben,wenn man dem anderen Part ein oder mehrere Kinder
    serviert,um erst einmal die eigene Versorgung,auch nach der Ehe zu sichern,zu zeigen,so geht`nicht.Ich kenne mehrere
    Fälle,in denen durch Schwangerschaft und Hochzeit "promoviert" wurde und danach abgezockt.
    Die Struktur der Betreuung muss sich allerdings ändern,da die Kindergärten noch zu sehr als anspruchslose Verwahranstalten betrieben werden.Gleiches gilt für die
    ganztägige Schulbetreuung,die hierzulande von den
    Bildungspolitikern immer noch nicht im Griff ist.In vielen
    Ländern ist die Schule DER zenzrale Ort für die Schüler
    und eine ganztägige Betreuung gar kein Thema.Wer natürlich,wie hier von vielen Lehrern gelebt,die Schule
    als reine Paukinstitution vor dem frühen Feierabend sieht,
    hat nicht verstanden,was Schule alles sein sollte.
  3. #202

    ....

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    Was ist das jetzt hier? Eine Neiddebatte über den "Vater des Kindes", der sich eine Vollzeitbetreuung leisten kann? Wenn er das kann, dann verdient er bestimmt auch genug Geld, einen ordentlichen Unterhalt zu zahlen, so dass die Mama, falls das Kind doch bei ihr bleibt, gut betreut .....
    eine Fresse, was für ein Schwachsinn. Es geht einzig und allein um Mutti, die den geschiedenen Ehepartner wie eine Weihnachtsgans ausnimmt, um damit den Frust und die Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren.
    Gut isat, wenn sie arbeiten muss - oder glaubt sie was besseres zu sein als der Vater ?
  4. #203

    Was sollen denn bitte diese Beispiele?

    Zitat von triplett Beitrag anzeigen
    9 Stunden halten Sie sich in der Regel schon am Arbeitsplatz auf, Pausen werden nämlich auf die 8 Stunden draufgeschlagen. Und da man von mindestens zwei mal 30 Minuten Arbeitsweg ausgehen kann, liegt die Zeit wohl kaum unter 10 Stunden. Und gleich anschließend das Vergnügen, mit einem müden Dreijährigen einkaufen zu gehen ist auch kein reiner Spaß
    Oder gehen Sie davon aus, dass eine Frau nach Kinderpause sich den Job aussuchen kann: dicht an der Wohnung und mit Betriebskindergarten.
    Nochmals, was trägt dieser absurde Fall zur Diskussion bei? Tausende von Familien haben Doppelverdiener und bei denen geht es auch. Und auch bei all unseren Nachbarn, schadet dieses "System" den Kindern doch nicht!

    Und niemand hat gesagt, die Sache soll Spaß machen! Und wenn die Frau tatsächlich beweisen kann eine Vollzeitstelle überlastet sie, dann darf sie ja auch weniger arbeiten. Und wenn es solche Stellen nicht gibt, dann hat sie halt "Glück"....

    Ich sage ihnen mal eine ganz andere Entwicklung voraus: Ich würde darauf wetten, dass viele Väter ihre Kinder am späten Nachmittag gerne "betreuen" werden, wenn sie dafür keinen Unterhalt mehr an die Ex zahlen müssen. Da brauche sie sich keine Sorgen machen. Wenn der Mann die Wahl hat, zwischen dreimal in der Woche den Kleinen z.B. vom Kindergarten abholen und bis Abends "beschäftigen" dafür nichts mehr zahlen muss oder das die Ex nicht Vollzeit arbeitet und er voll zahlt... warten sie mal ab, wie die Männer sich entscheiden werden (oder Frauen, wenn sie die Zahler sind).
  5. #204

    Bestrafung?

    Zitat von Sapientia Beitrag anzeigen
    Wenn in Deutschland die Unterbringung des kleinen Kindes der vollzeittätigen Mutter bereits strukturell problematisch ist, kann die Mutter nicht obendrein dafür bestraft werden - das geht nicht und stellt eine Unzumutbarkeit dar, einerseits arbeiten zu müssen, weil der Geschiedenenunterhalt nicht mehr begründbar ist und andererseits und währenddessen den Spagat vollziehen zu sollen, das naturalunterhaltene Kind unterbringen zu können...
    Ist die Abschaffung eines Privilegs eine Bestrafung?
    Und ein solches ist es. Warum sollte jemand anders der/dem Alleinerziehenden den Unterhalt zahlen? Für die Kinderbetreuung? Die Versorgung des Kindes ist ja einzusehen, z.B. die Beteiligung an Betreuungskosten. Aber den ehemaligen Partner für dessen Lebensunterhalt bezahlen?

    M.M. nach ist die Gesamtsituation in D. immer noch von einer gehörigen Portion Mutterkult geprägt. Und die Auswirkungen sind noch allenthalben sichtbar. Eine derer ist u.a. die, daß Betreuungseinrichtungen nicht flächendeckend vorhanden und manchmal eben auch von bescheidener Qualität sind.
  6. #205

    Mal im Ernst

    [QUOTE=H.D.;8419676Jetzt müssen die erst mal begründen, warum die Belastung, Starbucks, SUV und Kinder so groß ist, dass man nicht einmal Teilzeit oder sogar Vollzeit arbeiten kann. Vermutlich ist die nächste Ausrede, dass es mit dem SUV so schwer sei, einen geeigneten Parkplatz zu bekommen......[/QUOTE]

    Ich finde es ja recht witzig, dass hier so viele Frauen meinen, man könne nicht Vollzeit arbeiten. Die meisten Jobs in D gehen doch nur bis 16 Uhr.
    (Ganz im Gegensatz zu meinem Gastland bei dem Arbeitszeiten bis 19 Uhr keine Seltenheit sind und ich sogar mit Baby auf dem Schreibtisch bis 22 Uhr im Meeting sass.)
    An was liegt das?
    Starbucks, Kind und Sportwagen will ich aber auch nicht missen. Parkprobleme halse ich dem Valet auf.
  7. #206

    .

    [QUOTE=Rudolf_56;8419202]
    Zitat von Steff-for Beitrag anzeigen
    Deutschland wird immer schwachsinniger!!!!!
    Wir Lehrer (ich bin einer) haben dann diese Suppe auszulöffeln in der Form, dass die Kids vollkommen aus dem Ruder laufen, der betreuende Elternteil ebenfalls psychologische Betreuung nötig hätte und das Kind die ame Sau ist.
    QUOTE]

    Als Lehrer werden Sie genau für das bezahlt, womit Sie offensichtlich überfordert sind.
    Aber ich gebe Ihnen in einem Recht.
    Lehrer ist kein Beruf, sondern eine Diagnose.
    Aber das hat andere Ursachen, als hier zur Debatte stehen.
    Empfehlung: Umschulung.
    Vielleicht versuchen Sie es mal mit psychologischer Betreuung.
    Dürfte ein sehr lukrativer Job werden, wenn dann all die vielen Muttis betreut werden müssen....
    Und ich habe immer geglaubt für die Erziehung seien die Eltern und nicht die Lehrer (die Wissen vermitteln sollen) zuständig...
    So kann man sich irren...
  8. #207

    ...und wer denkt ans Kind?

    Wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten und das Kind bereits mit 3 Jahren bis 17.00 Uhr im Kindergarten verbringen muss, frage ich mich, ob es wirklich so gut für das Kind ist.
    Gerade in diesem Alter braucht man doch intensiven Kontakt zu seinen Eltern! Der Vater könnte ebenso anbieten, selbst halbtags zu arbeiten und sich nach dem Kindergarten um das Kind zu kümmern.
  9. #208

    na dann...

    Tjo und neulich hat man sich noch darüber gewundert:

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...771169,00.html
  10. #209

    Die Ossi Frauen

    Zitat von kat2011 Beitrag anzeigen
    Ich kann den BGH und sein Urteil vollkommen verstehen und kann auch nachvollziehen wie es zu solch ein Urteil kommt. Ich denke wir leben in einer Zeit wo Gleichberechtigung groß .....
    Was viele Ossi Frauen offensichtlich nicht verstanden haben, ist dass es eine solche Kinderbetreuungs-Idylle im Westen nicht flächendeckend gibt. Dafür sollten aber nicht Alleinerziehende bestraft werden (weder Männer noch Frauen).

    Ihre Aussage, dass ein Großteil der Frauen heiratet um Unterhalt einzukassieren sagt meiner Meinung nach mehr über Sie aus als über Ihre Geschlechtsgenossinen.
    Generell ist das BGH Urteil nicht falsch, allerdings setzt es Gegebenheiten voraus, die nicht überall vorhanden sind. Abgesehen davon müsste beide Eltern 50 % das Kind betreuen, damit man von Gleichberechtigung sprechen kann.


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