CorbisWer dick ist, hat kaum Karriere-Chancen: Übergewichtige Frauen werden bei der Jobsuche benachteiligt, bei der Gehaltserhöhung und Beförderung übersprungen. Bei figurbewussten Chefs haben es Fettleibige besonders schwer, warnen Forscher aus Australien.
http://www.spiegel.de/karriere/ausla...840056,00.html
Fällt eigentlich niemandem die eigentliche Diskrepanz auf?
Es geht nur um übergewichtige Frauen. Entweder, man hat es bei den Männern nicht getestet - was schlampig wäre - oder man hat festgestellt, dass das Problem nur bei Frauen existiert. Was schlimm genug ist.
Wieviele überfettete Männer gibt es denn in den guten Jobs? Wieviele Männer finden obgleich ihres zu hohen Gewichtes einen Job?
Der Anspruch an Frauen, gut auszusehen und kein Übergewicht zu haben, ist meines subjektiven Erachtens nach viel höher, als bei Männern. Damit gehen bei Frauen auch so Probleme wie Frust und weniger Selbstvertrauen einher. Und schon befindet man sich in diesem Teufelskreis.
Ich glaube die wenigsten, die hier auf die "Dicken" schimpfen, wissen eigentlich, was es heißt, dick zu sein.
Ich selbst, mit meinem nach unten tendierenden BMI von 22 bin sicherlich nicht fett oder übergewichtig, ich kenne aber Leute, die deutlich höhere BMI-Werte habe und übergewichtig sind. Diese sind weder faul noch undiszipliniert.
Sie arbeiten genauso hart wie dünne Menschen, Vorurteile bleiben dort Vorurteile.
Dazu kommt, dass sich dicke Menschen häufig in einer Art Dauerschleife befinden, nimmt man an, sie hätten keinen Job aufgrund ihres Übergewichts.
Kein Job --> Frust --> Essen --> Diät --> Jojo-Effekt/Nicht-Wirken --> Immer noch kein Job --> Frust... usw.
Dazu kommt, dass sowas natürlich zu mangelndem Selbstvertrauen führt und da können Menschen aller Coleur schnell abschalten und sich was neues suchen. Darüber sollte die Gesellschaft auch mal nachdenken.
Hach ja, beim Lesen des Artikels war mir sofort klar, dass in den Kommentaren mal wieder die Legende des armen, unschuldigen Übergewichtigen gepflegt wird. Er isst genau so viel wie sein dünner Zwilling und nimmt trotzdem zu.
Fangen wir mal ganz vorne an: jeder Stoffwechsel ist individuell. Insbesondere im Kraftsport gibt es die Bezeichnungen "Hard- und Softgainer", was eben jene Menschen beschreibt, die essen können wie ein Scheunendrescher und ihr genaues Gegenteil.
Bei einem Blick auf die genaue Ernährung stellt sich aber schnell heraus, dass dies auch häufig eine Frage der eigenen Wahrnehmung ist.
Um hier mal das Beispiel einer Kollegin aufzugreifen: sie hat sich ständig beschwert, dass sie zunimmt, obwohl sie mittags nur wenig isst (was tatsächlich auch zutraf). Klingt bemitleidenswert. Wenn man dann aber beachtet, dass ihre häufigen Zwischenmahlzeiten aus belegten Brötchen, Schokoriegeln und Gummibärchen bestehen, sieht die Sache schon wieder anders aus.
Jeder ist seines Glückes Schmied, das gilt auch beim Körpergewicht. Und wer sich machtlos fühlt, sollte seinen Arzt aufsuchen.
Aber um dann mal zum eigentlichen Thema zurückzukehren: insbesondere in Berufen mit Kundenkontakt kann ich sehr gut verstehen, dass man als Personalverantwortlicher möglichst attraktive Mitarbeiter sucht. Und Übergewicht ist definitiv nicht attraktiv.
Des Weiteren sehe ich durchaus einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Disziplin und Leistungsfähigkeit. Ich war selbst übergewichtig (BMI ca. 32) und war in der Zeit deutlich träger, müder und weniger engagiert als heute. Diese Erfahrung teilen auch Menschen in meinem Bekanntenkreis, die selbst 15-30 kg abgenommen haben.
[QUOTE=Herr S;10408822]
Um hier mal das Beispiel einer Kollegin aufzugreifen: sie hat sich ständig beschwert, dass sie zunimmt, obwohl sie mittags nur wenig isst (was tatsächlich auch zutraf). Klingt bemitleidenswert. Wenn man dann aber beachtet, dass ihre häufigen Zwischenmahlzeiten aus belegten Brötchen, Schokoriegeln und Gummibärchen bestehen, sieht die Sache schon wieder anders aus.
Jeder ist seines Glückes Schmied, das gilt auch beim Körpergewicht. QUOTE]
Das kann ich nur bestätigen. Vorgestern gab es in Berlin Zeugnisse. Mit meinem Sohn ging ich zur Belohnung zu McD. Es war Mittagszeit.
Übergewichtige Hausfrauen mit Kleinkindern, die bereits im Wagen mit Pommes und Saft vollgestopft wurden.
Meine Mitarbeiterin hat auch Depressionen - sie leidet seit vielen Jahren darunter und ist übrigens stark untergewichtig.
Ich habe Größe 48 und keine Depressionen, bin absolut ausgeglichen, habe - surprise, surprise - seit über 30 Jahren einen Partner und immer noch regelmäßig Sex. Ach ja, aggressiv und streitlustig bin ich nicht, sonst hätte ich Sie jetzt wahrscheinlich heftig beschimpft und nicht nur den Kopf geschüttelt darüber, dass einige Vorurteile einfach nicht auszurotten sind.
Ist jemand übergewichtig und depressiv, dann ist das logisch. Ist jemand übergewichtig und zufrieden, dann entspricht er/sie entweder dem Klischee des fröhlichen Dicken oder leidet unter einer gestörten Selbstwahrnehmung. Bezeichnenderweise ist immer von adipösen Frauen die Rede, nicht von "gestandenen Mannsbildern". Da werden (auch in der unbewussten Wahrnehmung) immer noch große Unterschiede gemacht. Außer bei der Verbeamtung, wie hier an anderer Stelle richtig bemerkt wurde. Vielleicht, weil es eine Vorschrift ist und nicht von der subjektiven Wahrnehmung des (männlichen) Vorgesetzten abhängig?
Es gibt halt einfach hässliche Gewohnheiten, die schematisch weitergegeben werden und daher hartnäckig sind. Dazu gehört in unserem Kulturkreis das "Dissen" von Dicken. Besonders beliebt in den bildungsfernen Schichten. Dabei ist an keiner der angeblichen "Thesen" etwas dran. Schwergewichte sind nicht öfter krank oder weniger leistungsfähig als Dünne. Im gegenteil, wer ständig hungert, hat keine reserven und ist viel anälliger. Und er extremen Sport treibt, gefährdet seinen Körper auch extrem. In etlichen Kulturen gilt Dick sogar als schick.
Selten soviel dümmliches Geschwurbel gelesen wie in diesem Thread, und das wo sich die meisten von ihnen als gebildete Akademiker sehen.
Wenn sie die die halbwegs gebildete Mittelschicht sein sollen, dann bin ich lieber ungebildet und gehöre zur Unterschicht.
Um nochmal meinen vorherigen Beitrag aufzugreifen, Sie sagen doch auch nicht zu einem 1,60m Mann, "Sorry, Sie sind zu kurz geraten, ich glaube sie können [beliebiger Job ohne spezielle Anforderungen an Körpergröße] nicht so gut, wie jemand mit mindestens 1,80m."
Genauso verhält es sich aber mit "dick", oder "dünn". Solange es keine deutlich sichtbaren Extremformen annimmt, sind sowohl "Bohnenstangen", als auch "Moppelchen" völlig natürlich und haben wenig bis gar nichts mit der jeweiligen Ernährung/sportlichen Betätigung zu tun, sondern sind das Ergebnis der jeweiligen genetischen Veranlagung.
Wenn ich SICHTBAR! Tätowierte & Gepiercte als Mitarbeiter ablehne, ist das übrigens keine Diskriminierung, da sich betroffene Personene jederzeit GEGEN solcherei Körpertuning entscheiden können. Und bevor mir jemand unterstellt, ich hätte per se was gegen Tattoos und Piercings: es ist mir herzlich egal, was meine Mitmenschen PRIVAT machen. Nur würde ich eben im Unternehmen gewisse "Darstellungsformen" nicht sehen wollen bzw. dulden.