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Bewerbungen: Schlechte Grammatik - kein Job!

Harvard Business ManagerWer die Regeln seiner Muttersprache nicht beherrscht, ist für jede Aufgabe zu schludrig - selbst wenn er gar nicht schreiben muss. Davon ist der US-Unternehmer Kyle Wiens überzeugt. Im Gastbeitrag erklärt der bekennende Pedant, warum er Bewerber per Grammatiktest aussiebt.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...855582,00.html
  1. #1

    Überbewertung und im Zweifel keine Ahnung

    Man hat schon oft genug versucht Intelligenz an bestimmten Punkten messen zu können oder zu wollen. Was aber viele dabei vergessen ist die Tatsache, dass ein Test nur so gut ist, wie der Ersteller. Somit liegt also bei einem solchen Test immer ein immanenter Fehler vor. Zudem verkennt der Autor, dass es auch partielle Intelligenz gibt - wie will er dies mit einem Grammatiktest dies erkennen? Anders gesagt: dieser Mensch hat Vorurteile und daher ist seine Auffassung Humbug.
  2. #2

    In der Tat

    es ist teilweise schon fast grauenhaft, wieviele Fehler in Emails und Texten gemachten werden. Da fehlen Kommas, werden welche zu viel gemacht, die Groß- und Kleinschreibung ignoriert und Rechtschreibefehler gemacht. So macht das lesen wirklich keinen Spass.
  3. #3

    x

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer die Regeln seiner Muttersprache nicht beherrscht, ist für jede Aufgabe zu schludrig - selbst wenn er gar nicht schreiben muss. Davon ist der US-Unternehmer <i>Kyle Wiens</i> überzeugt. Im Gastbeitrag erklärt der bekennende Pedant, warum er Bewerber per Grammatiktest aussiebt.

    Bewerbungen: Schlechte Grammatik - kein Job! - SPIEGEL ONLINE
    In gewissen Grenzen kann ich den Herrn verstehen, vor allem wenn es um ein Unternehmen geht, bei dem viel geschrieben werden muß. Grundsätzlich aber finde ich so einen Test als Einstellungskriterium fragwürdig. Was habe ich davon, wenn mein CNC Fräser sauber Texte schreiben kann, aber die Programme nicht beherrscht. Dann lieber andersherum. Und wenn er seinen Job vernünftig machen kann, sehe ich keinen Grund ihn deshalb auszusortieren. Wenn mir so viel an Grammatik und Rechtschreibung meiner Mitarbeiter liegt, kann ich ja auch Kurse finanzieren.

    Warum ich mich aber bei der Suche nach vernünftigen Mitarbeitern noch solchen Schwachsinnskriterien richten soll, ist mir ein Rätsel. Es ist ohnehin kein Überfluß an vernünftigen Leuten vorhanden. Da muß man nicht noch Luxusanforderungen stellen und dann rumjammern.
  4. #4

    Korrekte Schreibweise impliziert Professionalität

    Ich finde es ein wenig übertrieben zu behaupten, dass die Person für JEDE "Aufgabe zu schludrig ist", aber ansonsten stimme ich mit vielen Fakten überein. Ich persönlich arbeite in einem großen Unternehmen in dem ich auch viel international agieren muss - meistens via Mail. Hierbei achte ich bei meinen Mails sehr auf die Ausdrucksweise und insbesondere auf die Rechtschreibung, denn dies impliziert Professionalität. Man demonstriert dem Gegenüber, dass man sich Zeit für seine Antwort genommen hat und auch, dass man sich gekonnt und professionell ausdrücken kann. Hierzu zählt nunmal auch die Rechtschreibung und Grammatik. Wenn ich Mails mit vielen Rechtschreibfehlern bzw. mit seltsamen Satzkonstruktionen erhalte, finde ich dies äußerst unprofessionell. Dies sage ich trotz meines Migrationshintergrundes.
    Jedoch würde ich eine Person aufgrund dessen nicht ablehnen, wenn die Person ansonsten gut für den Job qualifiziert ist.
  5. #5

    würdige Fragen

    Zitat von ralf_gabriel Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich aber finde ich so einen Test als Einstellungskriterium fragwürdig.
    Welche Einstellungskriterien sind denn nicht fragwürdig?
    Wer entscheidet, welche Kriterien nicht fragwürdig sind?
    Wie entscheidet man, daß die Einstellung, Einstellungskriterien seien fragwürdig, nicht fragwürdig ist?

    Zitat von ralf_gabriel Beitrag anzeigen
    Was habe ich davon, wenn mein CNC Fräser sauber Texte schreiben kann, aber die Programme nicht beherrscht.
    Man kann diese "Programm beherrschen", ohne lesen und schreiben zu können?
    Ich folgere, daß diejenigen, die solche Programm schreiben, auch auf Kenntnisse jedweder Grammatik verzichten können. Korrekt?
  6. #6

    Rechtschreibfehler

    Zitat von rs888 Beitrag anzeigen
    es ist teilweise schon fast grauenhaft, wieviele Fehler in Emails und Texten gemachten werden. Da fehlen Kommas, werden welche zu viel gemacht, die Groß- und Kleinschreibung ignoriert und Rechtschreibefehler gemacht. So macht das lesen wirklich keinen Spass.
    E-Mails und nicht Emails
  7. #7

    dibore

    Na, kein Wunder dass wir ausländischen Akademiker es so schwer haben. Dann eben Hartz IV.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer die Regeln seiner Muttersprache nicht beherrscht, ist für jede Aufgabe zu schludrig - selbst wenn er gar nicht schreiben muss. Davon ist der US-Unternehmer <i>Kyle Wiens</i> überzeugt. Im Gastbeitrag erklärt der bekennende Pedant, warum er Bewerber per Grammatiktest aussiebt.
    Was soll daran pedantisch sein?
    Wenn ich eine Bewerbung mit z. B. hahnebüchenen Rechtschreib- und/oder Grammatikfehlen sehe, geht diese umgehend zurück.
    Es gibt heutzutage genug Programme, die die Rechtschreibung kontrollieren und ggf. Verbesserungen anbieten.
    Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir ist Legastheniker, der hat bei Briefen immer jemand anderes draufschauen lassen oder Textbausteine benutzt, die andere vorgefertigt haben.
    Ich kenne keine Ausrede, die mangelnde Rechtschreibung rechtfertigen würde.
  9. #9

    Im Beruf ist es tatsächlich wichtig, jedenfalls seine Muttersprache in Wort, Schrift, Grammatik und Kommasetzung zu beherrschen. Insofern stimme ich mit dem Autor völlig überein. Leider sind wir im Alltag von vielen schlechten Beispielen umgeben - seien es die Nachrichtensprecher oder Radiomoderatoren öffentlich-rechtlicher Sender (an die privaten stelle ich diesen Anspruch gar nicht mehr), seien es schlampig redigierte Zeitungsartikel... ich frage mich oft, woher sollen die jungen Menschen denn wissen, wie es richtig heißt, wenn sie es überall falsch hören bzw. lesen? In diese Sparte fallen übrigens auch Werbetexte, die oft absichtlich die Sprache verfälschen.








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