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Bewerber in den USA: Dreiste Frage nach dem Facebook-Passwort

CorbisSicher haben Sie nichts zu verbergen, oder? Frech fordern manche US-Arbeitgeber von Bewerbern die Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken - Schluss mit der Privatsphäre. Jetzt wollen Senatoren verhindern, dass Job-Kandidaten ihr Passwort bei Facebook oder LinkedIn herausrücken müssen.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...824036,00.html
  1. #10

    Zitat von rasteira Beitrag anzeigen
    ... nämlich beim ersten Auftreten dieser Vorgehensweise. Zumal man nicht weiß, was der Nachfrager wirklich bezweckt. Könnte ja sein, dass er eigentlich sehen möchte, ob der Bewerber ein Waschlappen ist, oder genug Rückgrat hat, ihm als sarkastische Antwort den Haustürschlüssel und die Möglichkeit zum Zuschauen beim nächsten Sex mit der Freundin anzubieten... oder ob der wirklich in den Account kucken will.

    Nachdem man aber nun davon gehört hat, kann man entweder leise weinend nachgeben, so man den Job unbedingt braucht, man kann auch empört ablehnen, falls man geerbt, im Lotto gewonnen oder reich geheiratet hat..
    man kann auch auf ein Gesetz warten, welches diese Unverschämtheiten unterbindet... aber da wartet man möglicherweise lange....

    Oder... man bastelt sich halt ein paar schöne Sockenpuppen, den Account mit der blütenreinen Weste für Behörden, Banken u. dgl., einen etwas nerdigen für den Elektronik-, TK- oder IT- Konzern, einen mit virtuellem Vorstrafenregister für´s Rap-Label oder die Motorradwerkstatt... da kann man doch seine Kreativität voll ausleben... :-))

    cc

    Rasteira
    FB möchte inzwischen eine Handynummer haben, die SMS muss man dann bestätigen.. Ich habe deshalb meinen Account nicht wirklich aktiviert, sondern abgebrochen.
  2. #11

    Zitat von digger Beitrag anzeigen
    Mal wieder ein Grund mehr nicht bei Facebook zu sein.
    Ob das in der Situation was bringt? Der Arbeitgeber wird bei einer solchen Antwort wohl schlicht annehmen, dass man sein Facebook-Profil verheimlichen will. Und einem erst recht nicht anstellen..
  3. #12

    so so,...

    So geht das im Land der begrenzten Unmöglichkeiten.Das Land mit der Mogelpackung,wo Freiheit draufsteht ist Erniedrigung drin.Schön wäre es wenn auch unsere Bevölkerung etwas vorsichtiger im Umgang mit diesem Land wäre und nicht alles frißt was aus der neuen Welt hier anlandet.
  4. #13

    Warum nicht?

    Sicherlich ist die Vorgehensweise des Personalers nicht gerade feinfühlig, aber die virtuelle Identität ist heutzutage ein Teil der Person. Wer mehr über den Bewerber erfahren möchte, kann und soll sich ruhig im Netz informieren.
    Facebook ist eine tolle Sache mit Freunden über der ganzen Welt verteilt in Kontakt zu bleiben. Ich möchte dieses Medium nicht missen. Die Frage ist jedoch wie man sich darin verhält. Im Grunde ist es ganz einfach: Wer sich auf den Marktplatz seiner Stadt stellt und dort die Hosen herunterlässt, soll sich nicht wundern, wenn er sich am nächsten Tag auf der Titelseite eines Boulevardmagazins wiederfindet.
    So ist es bei Facebook auch, wer meint, die letzten Bilder der Semesterfete mit entsprechendem Hangover oder vom letzten Springbreak-Trip posten zu müssen und sich dann über sein schlechtes Image beschwert – selbst schuld. In der realen und der virtuellen Welt verhält man sich besser so, dass das eigene Verhalten nicht zum Boomerang wird, oder man lebt damit.
  5. #14

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...aber so ist es halt im Land der Freiheit. Freiheit ist immer die Freiheit der Mächtigen, die mit den Jobs. Die einen haben wollen, sind halt nicht ganz so frei.

    Machen die Arbeitgeber dann auch eine Hausdurchsuchung? Wäre ja nur folgerichtig.

    Aber da haben die Fanboy und -girls von Facebook ja sicher nichts dagegen, die stehen ja sowieso nicht so auf Datenschutz. ;-)
    Und wieder her mit den anti-amerikanischen Vorurteilen. paar wenige Faelle werden hochstilisiert und die schon vor Tagen veroeffentlichte Meldung von Facebook, dass sie Firmen die die Herausgabe von Passwoertern verlangen direkt verklagen wuerden, wird einfach unterschlagen.
  6. #15

    Klage einreichen

    Sowohl in den USA als auch in Deutschland würde ich mein Passwort nicht rausrücken und bei Ablehnung die Firma verklagen. In den USA wohl mit größeren Gewinnchancen und auch mit Aussicht auf richtig großes Geld, während in Deutschland maximal drei Monatsgehälter auf den angedachten Job drin sein sollten.

    Ich verstehe auch nicht, warum man sich als Arbeitgeber derartig angreifbar macht. Oder machen das inzwischen alle?
  7. #16

    Zitat von cs01 Beitrag anzeigen
    Sowohl in den USA als auch in Deutschland würde ich mein Passwort nicht rausrücken und bei Ablehnung die Firma verklagen. In den USA wohl mit größeren Gewinnchancen und auch mit Aussicht auf richtig großes Geld, während in Deutschland maximal drei Monatsgehälter auf den angedachten Job drin sein sollten.

    Ich verstehe auch nicht, warum man sich als Arbeitgeber derartig angreifbar macht. Oder machen das inzwischen alle?
    Das ganze ist eine kurzlebige Modeerscheinung von bestimmten HR Specialists. Facebook hat mittlerweile angedroht jeden Arbeitgeber zu verklagen der nach Passwoertern fragt, da diese Aktionen gegen das User Agreement verstossen.
  8. #17

    So einfach ist das nicht

    Zitat von sternenfan Beitrag anzeigen
    Wer sich auf den Marktplatz seiner Stadt stellt und dort die Hosen herunterlässt, soll sich nicht wundern, wenn er sich am nächsten Tag auf der Titelseite eines Boulevardmagazins wiederfindet.
    Lol. Von mit existieren in Facebook Fotos, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie überhaupt gemacht worden sind. Die werden dann einfach von wem auch immer hochgeladen und getagt - fertig.

    Da existieren auch Fotos von Leuten, die nicht einmal einen Facebook-Account haben. Hochladen, tagen, passt schon.

    In Facebook muss man sich wirklich nicht die Mühe machen, die Hosen selber herunterzulassen. Das können auch andere tun - völlig unbemerkt. Und wenn dann erst mal jeder automatisch getagt wird, dann wird's richtig lustig, wenn irgendwelche Hools Fotos hochladen, auf denen man zufälligerweise im Hintergrund zu sehen ist. Oder rechte Spinner. Oder linke Spinner. Oder wer auch immer.

    Stefan
  9. #18

    Im Grunde ist es einfach.

    Wenn der Personalmanager (oder sein Beauftragter) sich mit dem erfragten Passwort bei den entsprechenden Sites einwählt, begeht er eine Straftat - Zugang zu einer EDV-Anlage ohne Autorisierung. Schließlich hat sich der Bewerber in den AGB (ok, Terms and Conditions) der Site verpflichtet, seine Zugangsdaten nicht weiterzugeben, somit hat der Personalmanager, auch wenn er über die Zugangsdaten verfügt, keine Autorisierung durch den Betreiber der Site erhalten.

    Auch in den USA ist das nicht erlaubt. Als Bewerber würde ich den Personalmanager auf diesen strafrechtlichen Aspekt hinweisen.
  10. #19

    Facebook ist alarmiert ?

    Glaube ich gerne.
    Miliionen leichtgläubiger Menschen veröffentlichen Ihr Privatleben welches Facebook vermarktet. Wo kämen wir denn dahin wenn Recruiter diese Informationen kostenlos bekämen ? Wenn das Schule macht wäre die Geschäftsidee in Gefahr.
    Ansonsten ist alles zu Facebook gesagt.


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