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Bewegungssteuerung: Hacker zaubern mit Microsofts Kinect
Keine zwei Wochen hat es gedauert. Sofort stürzten sich Hacker auf das Kamerasystem Kinect für die Xbox 360 - trotz aller Drohungen von Microsoft. Sogar ein Geldpreis wurde für den besten Hack ausgelobt. Und schon gibt es verblüffende Anwendungen für die 3-D-Kamera, die man gesehen haben muss.
http://www.spiegel.de/netzwelt/games...729454,00.html
- #1 16.11.2010 15:16 von Newspeak
...
Die Beispiele zeigen vor allem, wie vorteilhaft es für die Allgemeinheit sein könnte, wenn es von Anfang an keine Firmengeheimnisse, Urheberrechte etc. gäbe. Viele Menschen wollen nämlich kreativ sein und Produkte konstruktiv nutzen, werden aber von der Industrie bevormundet, ihre Produkte immer nur für den von der Industrie vorgesehenen Zweck zu benutzen. Das nützt ohne Zweifel der Industrie und dem Kapitalismus, aber nicht der Menschheit.
- #2 16.11.2010 16:11 von
Selten so einen Schwachsinn gelesen...
...und das meine ich ernst. Zwar hat meiner Meinung nach Microsoft den Schritt in die falsche Richtung (=Apple) getan, indem sie die Benutzung ihrer Hardware für fremdzwecke bestrafen. Finde ich nicht richtig.
Aber, lieber "Newspeak", Urheberrechte sind etwas ganz anderes. Diese bedeuten nämlich, dass das geistige Eigentum des Urhebers geschützt ist. Wenn Musik, Filme, Bilder, Spiele, aber auch Erfindungen beliebig kostenlos verbreitet werden dürften, würde sich niemand mehr finden, der diese produziert. Niemand würde hauptberuflich Künstler werden, weil er nichts verdient. Würden sie etwa für umsonst arbeiten (abgesehen von Freizeitbeschäftigungen)?
Und dann gäbe es auch nichts, was kreativ verändert werden könnte. Urheberrechte kurbeln eher den Erfinderehrgeiz an, als die Menschheit durch den ach so bösen Kapitalismus zu unterdrücken.
mobei - #3 16.11.2010 16:15 von
Dümmlich, dümmlich und nochmal
Das ist eine einmalige Gelegenheit für Microsoft und sie stellen sich so dümmlich an. Nokia und Apple zeigen, was man mit Apps alles tolles machen kann - for allem wenn Entwicklungskosten gespart werden können und der Vielfalt Freiheit geboten wird. Ich begreifs nicht!
- #4 16.11.2010 16:30 von
Guter Gedanke, schlechtes Beispiel
Hallo,
ich habe den ersten Satz gelesen und dachte, das sehe ich auch so!
Aber gerade Apple, die alles zensieren, immer 100% Kontrolle über alles haben wollen und Freiheit vermutlich demnächst aus allen erlaubten Wörterbuch Apps streichen werden, als Beispiel zu nehmen ist ein Unding.
Wenn Sie von den guten alten Apple 2 Tagen sprechen würden, aber da hießen Apps noch Programme und jeder durfte diese schreiben und anbieten, OHNE Apple um Erlaubnis zu bitten!
Zum Thema, MS sollte die Energie und Kreativität der freien Entwickler nutzen. Wobei dies im Konsolenbereich durch verschiedene (Spiele-)Entwickler ja sicher passiert.
Man sollte sich nicht wundern, wenn der eine oder andere demnächst für MS arbeitet, denn Dumm sind die bei Microsoft nicht.
MfG
MrBounz - #5 16.11.2010 16:55 von
Geistiges Eigentum??
Nichts für Ungut aber das ist Nonsens...abgesehen das "GEistiges-Eigentum" das krankste ist was sich die Content-Indutrie bisher ausgedacht hat hat das nichts mit kostenloser Verbreitung zu tun. Es geht darum Dinge die ich kaufe frei benutzen zu können wie ich es will, und eben nicht wie ein Verwerter es mir vorschreibt. (Siehe PS3-> Unix). Sie würden auch kein Auto kaufen in dem sie nur bestimmte Dinge transportieren dürften oder?
Patente gib es, geistiges Eigentum gibt es nicht! - #6 16.11.2010 17:29 von
:)
Ich denke auch, dass Microsoft hier die Chance verspielt endlich mal "cool" zu sein. Aber das ist eigentlich auch nur eine Formsache, die Maschine wurde ja schon gehackt und die Drohungen bezogen sich eher auf hacking in Richtung Softwarepiraterie.
Ich persönlich habe mir die Kinect ausschließlich aus dem Grund gekauft um sie für Installationen als 3d-Kamera zu verwenden. Ich freue mich deshalb darüber wieviel in der Szene schon mit dem Gerät angestellt wird. Ein schönes Beispiel und auch einen sehr guten Artikel hat Memo Atkens veröffentlicht: http://www.memo.tv/kinect_why_it_matters
Ich denke die Kinect legt den Grundstein für eine neue Ära. Computervision ist endlich auch unter schlechten Lichtbedingungen zum kleinen Preis möglich. Das verspricht nur Gutes. - #7 16.11.2010 17:32 von
In Teilen nachvollziehbar
Die Sichweise von Microsoft ist in Teilen nachvollziehbar. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, wird die Entwicklung von alternativen Treibern von MS ja nicht verfolgt. Reverse Engineering würde verfolgt, aber das ist ja auch zu verstehen, denn die führen hier eine Technologie ein, die Nintendo und Wii echt alt aussehen lässt. Die Treiberentwicklung wird nur "nicht unterstützt". Auch dafür habe ich Verständnis. Denn was wäre wohl der absolute Supergau für MS? Richtig, ein Kinect-Treiber für Playstation oder Wii. Dementsprechend würde ich mich da auch bedeckt halten und erst einmal vorsichtig sein. MS wäre nicht MS, wenn die nicht schon längst selbst weitere Nutzen für Kinect sehen und entsprechende Entwicklungsprojekte bereits laufen würden.
Bei mir steht seit dem 10.11. ein Kinect-Sensor auf dem Fernseher und es ist echt faszinierend, wie das funktioniert. MS hat es in diesem Punkt ausnahmsweise einmal WIRKLICH verdient, gelobt und mit guten Absatzzahlen belohnt zu werden. Meine Xbox360 stand seit bestimmt zwei Jahren rum und wurde nicht genutzt. Seit Kinect macht es wieder Spaß. Es gibt nur einen Nachteil: seit ich das Teil habe, habe ich Muskelkater ;-) - #8 16.11.2010 17:44 von
Urheberrecht
Nun ja, immerhin gibt es das Urheberrecht! Wenn man sich jetzt zu eigen macht, dass der Begriff geistiges Eigentum darauf abzielt, dann gibt es das schon. Es gibt ja das Gesetz.
Das ist das Fatale, Software ist nur durch das Urheberrecht geschützt, daher die ausschliessliche Möglichkeit Nutzungsrechte einzuräumen. Räume ich diese aber ein, kann ich sie auch an bestimmte Bedingungen knüpfen, usw, usw.
Bei einem Auto geht das nicht, da erwerbe ich das Produkt und bin dann der Besitzer. Ich kann es auf der Autobahn fahren oder im Meer versenken, das ist dem Hersteller egal. Bei Software, Musik, etc ist dies aber eben nicht der Fall. - #9 16.11.2010 17:56 von Hercules Rockefeller
Unsinn
Das ist doch Quatsch!
Niemand kauft Kunst, egal ob Film, Buch, Musik oder Bild, weil es "produziert" wurde, sondern weil es einem gefällt. Und wenn jemand "In the Ghetto" besser singt oder spielt als Elvis mit seiner Band, dann wird er zwangsläufig mehr Geld verdienen als Elvis. Das ist allein der Grund für Urheberrechte! Das man seine eigene Mittelmäßigkeit per Gesetz zur Genialität macht und besseren Künstlern/Herstellern den Gewinn nicht gönnt.
Gerade wenn die Urheberrechte fallen würden, hätte man als "Künstler" viel mehr Grund und Motivation, ein Werk zu schaffen. Denn dann kann man aus einem weit größeren Angebot "schaffen".
Sieht man doch im Internet, die kommerziellen Seiten sind in keinem Bereich besser, als die halblegalen oder "illegalen". Streamingdienste kann man legal in die Tonne treten, Kino.to und andere zeigen, was möglich ist. Das zieht sich durch alle Medienbereiche. Selbst mancher "Mod" für ein Spiel ist gelungener, als das, was das Original bietet.
Und speziell bei der Musik gilt, das Geld wird in Zukunft auf der Bühne gemacht. Und da wären wir wieder bei Elvis, da gibt es bisher keinen Imitator, der besser ist, als das Original. Es gibt aber durchaus einige Neuinterpretationen seiner Lieder, die besser sind. Wer nun in erster Linie auf Elvis steht, würde so denn er noch leben würde, natürlich zu seinen Konzerten gehen. Wer andere Interpreten seiner Lieder lieber mag, geht in deren Konzert. So einfach ist das! Und Urheberrecht hin oder her, nicht jeder kann singen oder hat Lust dazu...
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