Forum


 

Betrug in Leipzig: Staatsanwalt prüft Ermittlungen im Organspendeskandal

DPAIm Transplantationszentrum in Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und prüft Ermittlungen. Der Ruf nach staatlicher Kontrolle wird immer lauter - bisher überwachen sich die Ärzte weitgehend selbst.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-875385.html
  1. #1

    Ist doch kein Wunder

    Solange nur die Organvermarkter verdienen - bis zu 250.000 Euro pro Leiche, von der Haut bis ... habe ich gelesen - wird sich das immer wiederholen. Die einen sollen nur spenden, damit die anderen nur kassieren können. Ausserdem, wem steht was (Organ) und wann zu? Wer bestimmt das? Ich spende nicht, weil a) mein toter Körper mir gehört, b) mein toter Körper keine kostenlose Handelsware ist, c) weil ich für meinen toten Körper keinen einzigen Cent erhalte. Weiterhin d) weil die Medizin aus meiner Sicht ihre Grenzen weit überschritten hat und niemals Halt machen wird, e) weil ich meinen Körper liebe, so wie er ist - gleich ob krank oder gesund. Ich will so gehen, wie ich gekommen bin - komplett und nicht zerkleinert oder zerstückelt.
  2. #2

    Organspendeskandal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Transplantationszentrum in Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und prüft Ermittlungen. Der Ruf nach staatlicher Kontrolle wird immer lauter - bisher überwachen sich die Ärzte weitgehend selbst.

    Organspende Leipzig: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Manipulationen - SPIEGEL ONLINE
    Solange es diese "freie" Marktwirtschaft total gibt und beispielsweise keíne Soziale), wo der Raffgier und der Profit das Maß aller Dinge sind, wird es immer Betrug und Tricksereien geben, in der dieser Marktwirtschaft regelt eben Angebot und Nachfrage den Preis und wer am meisten bietet oder am besten trickst bekommt das Organ zuerst.

    Da diese freie Marktwirtschaft das "beste" Modell ist, nach Meinung der meisten Parteien, wird sich dabei nichts grundlegendes ändern.
    Da weniger Spender gezählt werden, denn wer will schon, dass sein Organ verhökert wird, Kontrollen sind zu lasch, die Koalition will keine scharfen Kontrollen, der Markt regelt eben alles wie von selbst.
  3. #3

    Schlimm!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Transplantationszentrum in Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und prüft Ermittlungen. Der Ruf nach staatlicher Kontrolle wird immer lauter - bisher überwachen sich die Ärzte weitgehend selbst.

    Organspende Leipzig: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Manipulationen - SPIEGEL ONLINE
    Mein Schwager starb 30-jährig weil er jahrelang vergeblich auf eine Lebertransplantation warten mußte.
    An Gerechtigkeit in der Transplantationsmedizin habe ich nie geglaubt und die Veröffentlichungen der letzten Zeit geben mir Recht!
  4. #4

    Liebe SPON-Journalisten, ich hatte Hoffnung, daß Sie in 2013 sich mit der deutschen Sprache befassen würden und endlich OrganTRANSPLANTATIONSskandal schreiben würden: der Skandal ist die erschlichene Berechtigung auf ein gespendetes Organ; nicht die Spende an sich ist der Skandal! Ist das korrekte Beherrschen der deutschen Sprache kein Anforderungskriterium mehr für Ihren Job?
  5. #5

    Nach dem Organ-Spenden-Skandal in Göttingen, Regensburg und München

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Transplantationszentrum in Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und prüft Ermittlungen. Der Ruf nach staatlicher Kontrolle wird immer lauter - bisher überwachen sich die Ärzte weitgehend selbst.

    Organspende Leipzig: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Manipulationen - SPIEGEL ONLINE
    Darf doch Leipzig nicht fehlen, wäre sonst vollkommen unrealistisch. Nach jetzt vier Kliniken wird sich schon noch mehr über die Bundesrepublik verteilt aufdecken lassen.
  6. #6

    Gangster im weissen Kittel

    Vielleicht sollte ein Journalist mal Herrn Fleig (medizinischer Direktor UKL) fragen, ob der klinische Direktor Sven Jonas denn Fallpauschalen mit ihm vereinbart hat. Das heisst, wenn eine bestimmte Fallzahl an Operationen erfüllt ist, gibt es einen Bonus auf das Konto des Direktors. Eine durchaus übliche Praxis an der Uniklinik Leipzig. Oder mussten die Wissenschaftler einfach so schnell wie möglich eine höhere Fallzahl für gute Publikationen bekommen? Einen ähnlichen Fall hatte die Uni Leipzig im Mai 2012 in der gleichen Abteilung. Edward Shang manipulierte Daten und musste alle Veröffentlichungen zurück ziehen: Presse - Universitätsmedizin Leipzig
    Der unsinnige Druck auf Wissenschaftler und Kliniker von oben lässt sonst sehr gute Ärzte zu Gangstern werden
  7. #7

    Fehldiagnose

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Transplantationszentrum in Leipzig wurden Patientendaten manipuliert, jetzt schaltet sich die Staatsanwaltschaft ein und prüft Ermittlungen. Der Ruf nach staatlicher Kontrolle wird immer lauter - bisher überwachen sich die Ärzte weitgehend selbst.

    Organspende Leipzig: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Manipulationen - SPIEGEL ONLINE
    Es ist das erste Mal, wo eine Fehldiagnose dem Patienten etwas nützen würde.
  8. #8

    Betrug

    Wie wäre es denn, wenn Spiegel Online über Betrug und Korruption in der Regierung und den Parteien zum Schaden des deutschen Steuerzahlers bzw. Volkes recherchieren würde denn dann wären die Journalisten sicherlich über Jahre und rund um die Uhr beschäftigt!?
  9. #9

    Als der erste Transplantationsskandal

    durchs Land waberte, war es am Ende "... ein Einzeltäter". Jetzt sind es wieder drei "Einzeltäter". Frage: Wie hoch ist die Dunkelziffer der "Einzeltäter"? Wessen werden die Täter angeklagt? Betrug, Vorteilsnahme oder nicht vielleicht sogar Totschlag? Es wäre nämlich zu prüfen, ob durch diese Verschiebungen auf den Wartelisten nicht der eine oder andere dadurch Benachteiligte an seinem kranken Organ gestorben ist, was durch eine rechtzeitige Transplantation eventuell hätte verhindert werden können? Sicher ein drastischer Gedanke, deshalb aber nicht zwangsläufig falsch. Ob die Staatsanwaltschaft diesen Mut aufbringt oder den damit verbundenen Ermittlungsaufwand scheut?


TOP



TOP