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Betriebsrenten: Wenn der Chef die Rente zahlt

TMNDie Renten sind sicher... wirklich? Gelassener in die Zukunft blicken können Angestellte mit Betriebsrenten. Gut jeder dritte Arbeitgeber bietet eines der Modelle an. Welche Variante die beste ist und worauf man achten muss - ein Überblick über die möglichen Zusatzversorgungen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821877,00.html
  1. #10

    Eigentlich eine Selbstverständlichkeit

    Ich habe mich vor knapp 1 Jahr selbständig gemacht und im Februar die erste Mitarbeiterin in Vollzeit eingestellt. Das Thema "Betriebliche Altersvorsorge" war dabei für mich selbstverständlich.
    Wer von seinen Mitarbeitern gute Leistungen erwartet, muss in erster Linie sicher stellen, dass der Arbeitsplatz dazu auch anspornt. Eine der wichtigsten Komponenten ist eben die Betriebsrente.
    Für mein Unternehmen habe ich 2 parallel laufende Varianten gewählt: Ein Mal die Direktversicherung durch Umwandlung, und eine voll-arbeitgeberfinanzierte Variante. Die Art der Versicherung konnte sich die Mitarbeiterin frei aussuchen.
    Wer im Übrigen meint, dass der Planungshorizont viel zu weit weg sei, oder die Betriebsrente den Mitarbeiter an das Unternehmen fesselt, der irrt. Nach spätestens 5 Jahren kann die Versicherung bei einem Arbeitsplatzwechsel mitgenommen werden. Und wer darauf setzt, dass in 30 Jahren alles ja ganz anders sein wird, und so was wie Rente nicht mehr nötig wäre, darf sich nicht wundern, wenn er mit Hartz IV (Version 3.0) klar kommen muss.
  2. #11

    ...

    Zitat von d.decas Beitrag anzeigen
    seit dem Schuldenschnitt bei dem viele Anleger die Hälfte ihrer Einlagen verloren haben denke ich ständig:" was ist schon sicher?" Wenn Frau Merkel vielleicht noch mehr Geld benötigt zu Rettung Griechenland`s- vielleicht heißt es dann auch bei uns -Schuldenschnitt durch Zwangsverordnung- Deine sicher geglaubte Betriebsrente wird halbiert.
    Ein Schreckgespenst oder Realität???
    Wie viele der achssokleinen Bundebürger waren wohl in Griechenlandanleihen engagiert? Und wie viele davon erst, seit man von traumhaften Renditemöglchkeiten gelesen hat?

    Wer ab 2010 Geld über hatte es dort zu investieren war vermutlich kein armer Schlucker oder nur ziemlich naiv.

    Aber wenn irgendwo zweistellige Renditen möglich sind kann das Underlying ja gar nicht ausfallen...
  3. #12

    Kennt man ja

    Zitat von der_seher59 Beitrag anzeigen
    ....... Wenn ich aus eigener Tasche € 50 fürs Alter zurücklege und bekomme noch € 50 dazu, dann ist diese Rendite einfach unschlagbar. Das geht in die Köpfe der meisten Arbeitnehmer nicht rein. Komme mir hier jetzt keiner, er hätte keine € 50/Monat über...
    Stimme voll zu, aber es ist halt bequemer über H4 und darüber, wie der Steuerzahler später aus der Misere hift (möglichst üppig natürlich) nachzudenken, statt sich selbst um seine Altersversorgung frühzeitig zu kümmern. Schuld haben immer die Anderen: die Schule, die Ausbildung (wenn überhaupt genossen), der Arbeitgeber, der Staat/die Politik sowieso, H4, kein Mindestlohn und und und... Und für 50 Euro gibts ja auch schon 'ne Stange Zigaretten, wär doch schade, das schöne Geld in die eig. Altersvorsorge zu stecken, man wird schon nicht verhungern. Wie armselig und kleingeistig.
  4. #13

    Zitat von schönbergwebernberg Beitrag anzeigen
    Dieser ganze Rentenwahnsinn, ob nun Riester-, Rürup- oder Betriebsrente, ist doch nur dann gerechtfertigt, wenn man folgende Frage für sich positiv beantworten kann: Ist eine Leibrente für eigene Lebenssituation ein sinnvolles Geschäft?

    Ich habe diese Frage für mich klar verneint und eigentlich sollten 90 % der in Frage kommenden Bevölkerung diese Frage verneinen. Ich hätte noch 37 Jahre bis zu Rente. Ob ich dieses Alter überhaupt erreiche, ist ungewiss. Der Konsum in 37 Jahren kümmert mich nicht, weil eventuell in zehn Jahren erhöhter Konsum (Kinder, Haus etc.) anstehen könnte. Der ist wichtiger. Natürlich kann man dann einen Kredit aufnehmen, aber die Zinsen für den Kredit sind höher als der Profit einer Betriebsrente.

    Zeiträume von 37 Jahren und mehr zu verplanen, ist einfach Unfug. Da kann so viel passieren, gerade auch politisch und diese Leibrenten existieren nur in dem Falle, wenn das politische System stabil bleibt. Nur mal so zum Vergleich: Wer 1912 geboren wurde, hat bis zur Gründung der BRD/DDR 1949 fünf Regime miterlebt: Kaiserreich, Weimarer Republik, "Drittes Reich", Besatzungszeit, BRD/DDR.
    Bei einer betriebsrente haben Sie ein kapitalwahlrecht.
    Das heisst, Sie müssen nicht die Rente nehmen, sondern auch eine einmalige Kapitalzahlung.

    P.S.

    Sie können das Geld verprassen und das Grundsicherung/sprich den Steuerzahler ausnutzen (sarkasmus)

    Aus dem grund werden Rentenzahlungen vom Staat steuerlich in der Ansparphase bevorzugt. Das alleine ist der Grund.

    Also nochmals: betriebsrente: Kapitalauszahlung voll und ganz möglich
  5. #14

    Zitat von schönbergwebernberg Beitrag anzeigen
    Dieser ganze Rentenwahnsinn, ob nun Riester-, Rürup- oder Betriebsrente, ist doch nur dann gerechtfertigt, wenn man folgende Frage für sich positiv beantworten kann: Ist eine Leibrente für eigene Lebenssituation ein sinnvolles Geschäft?

    Ich habe diese Frage für mich klar verneint und eigentlich sollten 90 % der in Frage kommenden Bevölkerung diese Frage verneinen. Ich hätte noch 37 Jahre bis zu Rente. Ob ich dieses Alter überhaupt erreiche, ist ungewiss. Der Konsum in 37 Jahren kümmert mich nicht, weil eventuell in zehn Jahren erhöhter Konsum (Kinder, Haus etc.) anstehen könnte. Der ist wichtiger. Natürlich kann man dann einen Kredit aufnehmen, aber die Zinsen für den Kredit sind höher als der Profit einer Betriebsrente.

    Zeiträume von 37 Jahren und mehr zu verplanen, ist einfach Unfug. Da kann so viel passieren, gerade auch politisch und diese Leibrenten existieren nur in dem Falle, wenn das politische System stabil bleibt. Nur mal so zum Vergleich: Wer 1912 geboren wurde, hat bis zur Gründung der BRD/DDR 1949 fünf Regime miterlebt: Kaiserreich, Weimarer Republik, "Drittes Reich", Besatzungszeit, BRD/DDR.
    Weiter: Wenn Sie es NICHT erleben, so sind eingezahlte Beiträge +vorhandene verzinsung an die gesetzl Erben zu geben.

    ...P.S. Frage, warum sparen Sie eigentlich Geld? Sie könnten ja morgen theoretisch tot sein?
  6. #15

    Arbeitgeber - Direktversicherung ist der Flopp

    Schock nach Auszahlung der Direktversicherung
    Leider werden wir Versicherungsnehmer schön im Regen stehen gelassen. Wer eine kapitlabildende LV - also auch eine Direktversicherung abgeschlossen hat muß seit 2004 - das hat der Gestzgeber gändert - zusätzliche Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen (§229 Abs.1 Satz3 SGB V). Das heisst, dass der ausbezahlte Betrag mit 1/120 für die Beitragsberechnung herangezogen wird. Da kommen mind. 50.- und mehr Euro pro Monat zusätzliche Zahlung in den nächsten 10 Jahren auf einen zu.
    Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil - 1 BvR 1924/07 - jegliche Beschwerde abgewiesen.
    Nun ist wieder der Kapitalbildner für die Rentenzeit betrogen und wird zur Kasse gebeten.
    Wo bleibt da der Sozialstaat?, wer soll den Versprechen nach privater Vorsorge für eine Zusatzrente noch trauen?








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