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Betriebsratschef: Opel-Urgestein Franz geht in den Ruhestand

Er galt als "heimlicher Chef" von Opel: Betriebsratschef Klaus Franz verlässt nach fast 40 Jahren das Unternehmen. Zum Abschied versprach er, seine Kollegen seien vor Einschnitten vorerst sicher.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...799208,00.html
  1. #1

    Griechische Beamte der Deutschen Wirtschaft

    Ich persönlich würde mich richtig freuen, wenn ein Arbeitsplatzverlust doch noch den einen oder anderen Opelaner treffen würde. Ich habe einfach eine tiefe Ablehnung gegen Arbeitnehmer mit Privilegien, die von dreisten Gewerkschaftern wie diesem Herrn Franz angeführt werden - das sind nämlich Zustände wie in Griechenland.

    Ich selbst habe vor 2 Jahren meinen Arbeitsplatz als Ingenieur in der Halbleiterbranche verloren und war danach fast ein Jahr arbeitslos. Zur gleichen Zeit ging es in jeder Nachrichtensendung nur um Opel, obgleich es doch während der Wirtschaftskrise 2009 wichtigere Probleme als die Folgen der Misswirtschaft eines Amerikanischen Automobilkonzerns gab.

    Warum waren die Arbeitsplätze bei Opel wichtiger als die Arbeitsplätze selbst in Technologiebranchen wie der Halbleiterindustrie? Offenbar gibt es in Deutschland mehrere Klassen von Arbeitnehmern, wobei Opelaner wohl Privilegien wie Griechische Beamte geniessen.

    Übrigens muss ich mich inzwischen nicht mehr über das (auch dank Opel) Tollhaus Deutschland ärgern. Am Ende habe ich als Ingenieur eine gute Arbeitsstelle in der schönen Schweiz gefunden, und Deutschland hat wieder eine Fachkraft weniger - wer zuletzt lacht, lacht am besten.

    Bananenrepublik Deutschland!
  2. #2

    -

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Ich persönlich würde mich richtig freuen, wenn ein Arbeitsplatzverlust doch noch den einen oder anderen Opelaner treffen würde. Ich habe einfach eine tiefe Ablehnung gegen Arbeitnehmer mit Privilegien, die von dreisten Gewerkschaftern wie diesem Herrn Franz angeführt werden - das sind ....
    So liest sich also Verbitterung...toll, wollte ich schon immer wissen.
    Die Opellaner würden sich allerdings wohl weniger freuen wenn ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
  3. #3

    3 Anlauf

    Meine Beitraege werden mal wieder gecancelt: Ich bin aber hartnaeckig!
    Es tut dem Konzern nur gut, dass das Fossil Franz mit 59 (sein Gut und Habe hat er ja gesichert oder mit anderen Worten Betriebsrente )abhaut.
    Opel kann sich auf dem Weltmarkt nicht behaupten und ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Franz hat den Konkurs nur herausgezoegert.
  4. #4

    Ohne Franz...

    Ohne Franz gäbe es Opel wahrscheinlich gar nicht mehr. Wenn er nicht immer für neue Produkte (Zafira, Agila) gekämpft hätte, wäre die Marke längst verschwunden – und mit ihr zehntausende von Arbeitsplätzen.

    Das Problem ist, dass GM Opel nicht auf Märkte wie Südamerika oder China lässt. Ohne diese Märkte aber wird Opel langfristig kaum überleben können. Leider hat Klaus Franz vergeblich dafür gekämpft, dass Opel eine Weltmarke wird wie Volkswagen. Die Opelaner können einem wirklich leid tun. Die arbeiten für eine sterbende Marke und ich fürchte, die wissen das auch,
  5. #5

    Privilegien wie Griechische Beamte

    Zitat von Boesor Beitrag anzeigen
    So liest sich also Verbitterung...toll, wollte ich schon immer wissen.
    Die Opellaner würden sich allerdings wohl weniger freuen wenn ihre Wünsche in Erfüllung gehen.
    Bevor Sie weiter auf mir herumhacken, stelle ich Ihnen einfach die Frage:

    Finden Sie es denn gut, wenn bestimmte Gruppen Privilegien geniessen, bzw. ihre Arbeitsplätze mehr wert sind als die Arbeitsplätze anderer Arbeitnehmer. Es ist einfach unerträglich, wenn sich die gesamte Deutsche Politik um die Arbeitnehmer eines einzelnen Unternehmens kümmert, die Arbeitnehmer anderer Unternehmen, die zur gleichen Zeit um ihre Arbeitsplätze zittern, ins Gras beissen dürfen.

    Einmal mehr hat sich hier gezeigt, wie sehr Deutschland zu einer Bananenrepublik verkommen ist. Meine Hoffnung ist daher, dass es bei Opel noch irgendwann zu einem Stellenabbau kommt, damit sich eine derart unverdiente Privilegierung nicht auszahlt.
  6. #6

    -

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Bevor Sie weiter auf mir herumhacken, stelle ich Ihnen einfach die Frage:

    Finden Sie es denn gut, wenn bestimmte Gruppen Privilegien geniessen, bzw. ihre Arbeitsplätze mehr wert sind als die Arbeitsplätze anderer Arbeitnehmer.
    Da bei Opel in der krise tausende Stellen weggefallen sind verstehe ich nichtmal die Frage.
    Das mit den privilegien finde ich allerdings gut...bin Beamter :-)


    Es ist einfach unerträglich, wenn sich die gesamte Deutsche Politik um die Arbeitnehmer eines einzelnen Unternehmens kümmert, die Arbeitnehmer anderer Unternehmen, die zur gleichen Zeit um ihre Arbeitsplätze zittern, ins Gras beissen dürfen.
    Und die Rache für diese fiese Ungleichbehandlung ist der Wunsch nach Arbeitslosigkeit für Opelbeschäftigte?
    Merkwürdige Sichtweise, ich würde mich doch an Ihrer Stelle lieber freuen selbst einen neuen Arbeitsplatz gefunden zu haben.

    Einmal mehr hat sich hier gezeigt, wie sehr Deutschland zu einer Bananenrepublik verkommen ist. Meine Hoffnung ist daher, dass es bei Opel noch irgendwann zu einem Stellenabbau kommt, damit sich eine derart unverdiente Privilegierung nicht auszahlt.
    Tut mir leid, das ist für mich das Niveau von Kleinkindern.
    Wenn es jetzt um wirklich priviligierte, weil beinahe unendlich hoch entlohnte Beschäftigte gehen würde könnte ich das ja noch verstehen, aber dem ungelernten Opelarbeiter am band die Arbeitslosigkeit wünschen?
    naja, jeder so wie er mag...


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