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Betrieb in Bienenbüttel: "Wir sind immer noch der Ehec-Hof"

DPAVor knapp einem Jahr brach in Deutschland die Ehec-Epidemie aus - und nach einiger Zeit wurde ein Biohof in Bienenbüttel als Ausgangspunkt der Infektion identifiziert. Unter den Folgen leidet der Betrieb noch heute - auch wenn der Erreger dort nie direkt nachgewiesen wurde.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...829723,00.html
  1. #1

    Der Bauernhof in Bienenbüttel war ein BIO-Bauernhof!!!!

    53 Menschen sind durch die EHEC-Seuche getötet worden.

    Man stelle sich mal vor, was passiert wäre, wenn jene 53 Menschen durch GENTECHNISCH VERÄNDERTE Lebensmittel getötet worden wären!!!!


    Ich bin kein Bio-Hasser (Aus Tierschutzgründen kaufe ich fast nur Biofleisch)
    -
    Aber die Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit der Ökobewegung ist in meinen Augen doch ein bisschen "dreist".

    Bis heute ist KEIN EINZIGER Mensch nachweislich durch Gentechnik gestorben, obwohl in den USA bereits 94% allen Sojas und 88% allen Maises gentechnisch verändert ist.
    Und die Forschungsergebnisse von diesem Arpad Pusztai (Der Typ, der Gentechnisch veränderte Kartoffeln an Ratten verfüttert hat) sind in der Fachwelt ziemlich umstritten.
    Viele Forscher halten seine Studie für unseriös.





    Und ich glaube nicht, dass die EHEC- Bakterien durch Massentierhaltung entstanden sind.

    Denn EHEC weist eine Resistenz gegen die Antibiotika Penicillin und Cephalosporin auf.

    Allerdings wüsste ich nicht, dass Penicillin und Cephalosporin großflächig (!!!) in der Massentierhaltung eingesetzt werden würden.

    (Gerne lass ich mich aber belehren.
    Zumindest wüsste ich nicht, dass Penicillin und Cephalosporin in der Massentierhaltung außergewöhnlich stark eingesetzt werden würden.)

    Außerdem:
    Ich war auf der Homepage des bieenbüttler Bio-Bauernhofs.
    ( http://www.gaertnerhof.org/ )

    Dort heißt es:
    „Aus dem vegetarischen Gedanken, keine Nutztiere zu halten und zu töten, benutzen wir keine tierischen Düngemittel wie Gülle, Mist oder Horn, sondern setzen auf einen pflanzlichen Bodenaufbau.“

    Also:
    Wie geht Das?


    Und dass man den EHEC-Keim nicht direkt in Bienenbüttel nachgewiesen hat, liegt vielleicht auch nur daran, dass nur wenige (bereits verkaufte) Chargen belastet waren.

    Übrigens waren auch Mitarbeiter in Bienenbüttel mit EHEC infiziert gewesen:

    http://www.animal-health-online.de/lme/2011/06/11/bfr-bestatigt-ehec-o104h4-auf-sprossen-zwei-weitere-mitarbeiterinnen-des-bio-hofs-symptomlos-mit-ehec-infiziert/6356/


    Bei 80 Mio. Einwohnern in D. kann Das kein Zufall sein.
  2. #2

    Zitat von querulant1892 Beitrag anzeigen
    Der Bauernhof in Bienenbüttel war ein BIO-Bauernhof!!!!

    53 Menschen sind durch die EHEC-Seuche getötet worden.

    Man stelle sich mal vor, was passiert wäre, wenn jene 53 Menschen durch GENTECHNISCH VERÄNDERTE Lebensmittel getötet worden wären!!!!


    Ich bin kein Bio-Hasser (Aus Tierschutzgründen kaufe ich fast nur Biofleisch)
    -
    Aber die Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit der Ökobewegung ist in meinen Augen doch ein bisschen "dreist".

    Bis heute ist KEIN EINZIGER Mensch nachweislich durch Gentechnik gestorben, obwohl in den USA bereits 94% allen Sojas und 88% allen Maises gentechnisch verändert ist.
    Und die Forschungsergebnisse von diesem Arpad Pusztai (Der Typ, der Gentechnisch veränderte Kartoffeln an Ratten verfüttert hat) sind in der Fachwelt ziemlich umstritten.
    Viele Forscher halten seine Studie für unseriös.





    Und ich glaube nicht, dass die EHEC- Bakterien durch Massentierhaltung entstanden sind.

    Denn EHEC weist eine Resistenz gegen die Antibiotika Penicillin und Cephalosporin auf.

    Allerdings wüsste ich nicht, dass Penicillin und Cephalosporin großflächig (!!!) in der Massentierhaltung eingesetzt werden würden.

    (Gerne lass ich mich aber belehren.
    Zumindest wüsste ich nicht, dass Penicillin und Cephalosporin in der Massentierhaltung außergewöhnlich stark eingesetzt werden würden.)

    Außerdem:
    Ich war auf der Homepage des bieenbüttler Bio-Bauernhofs.
    ( Gärtnerhof Bienenbüttel )

    Dort heißt es:
    „Aus dem vegetarischen Gedanken, keine Nutztiere zu halten und zu töten, benutzen wir keine tierischen Düngemittel wie Gülle, Mist oder Horn, sondern setzen auf einen pflanzlichen Bodenaufbau.“

    Also:
    Wie geht Das?


    Und dass man den EHEC-Keim nicht direkt in Bienenbüttel nachgewiesen hat, liegt vielleicht auch nur daran, dass nur wenige (bereits verkaufte) Chargen belastet waren.

    Übrigens waren auch Mitarbeiter in Bienenbüttel mit EHEC infiziert gewesen:

    BfR bestätigt EHEC O104:H4 auf Sprossen – Zwei weitere Mitarbeiterinnen des Bio-Hofs symptomlos mit EHEC infiziert


    Bei 80 Mio. Einwohnern in D. kann Das kein Zufall sein.
    Warum schreiben Sie nicht einfach, dass Sie einfach nichts verstehen?

    Das wäre sogar verständlich rüber gekommen.
  3. #3

    Übrigens:
    Auch der Bauernhof in Ägypten
    (Welcher die Sprossen nach Bienenbüttel geschickt hat),
    -
    war offensichtlich ein BIO-Bauernhof:

    http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Aegypter-haben-EHEC-Mission-nicht-erlaubt-id15933441.html

    "Vermutlich stammen die mit EHEC verunreinigten Bockshornkleesamen von einem Bio-Bauernhof aus Ägypten. Doch die Regierung weigert sich eine Aufklärungsmission zu empfangen."

    In Ergänzung zu Beitrag Nr. 1:

    Auf Anfrage kann ich gerne Links als Quellenabgabe schicken!


    Und es gibt MEHRERE (!!!!) Beweise, die belegen, dass der bienenbüttler Bio-Bauernhof die Quelle der EHEC-Seuche war:

    http://www.welt.de/vermischtes/article13424325/Fahnder-finden-Seuchenherd-mithilfe-von-Fotos.html


    Wie bereits gesagt:
    Ich bin kein Bio-Hasser, aber es ist schon doppelmoralisch, wenn die Gentechnik-Industrie für Dinge angeklagt wird, welcher der Ökoindustrie verziehen werden.
  4. #4

    Ach ja. Ich gebe zu, dass der Beitrag Nr. 1 etwas unübersichtlich war. Aber leider hat der Computer keine Leerzeilen und Absätze zugelassen. Das habe ich aber erst festgestellt, als der Beitrag schon gepostet war.
  5. #5

    Der Hof in Bienebüttel ist hardcore-bio. Was kaum bekannt wurde, ist, dass die einen Brunen für ihr Brauchweasser hatten mit Entnahme des Wassers unterhalb der Latrine. Eine Mitarbeiterin war EHEC-Ausscheiderin. Und Rohre können auch mak undicht sein. Hinzu kommt, dass im Bio-Beerich nicht oberflächensteriuliert werden darf (wie es in Japan Pflicht ist). Es gibt also mehrere Probleme: die Herkunft der Spressoen aus Ägypten (bio, mit obskirem Zertifikat), die Wasserqualität und die Produktionsweise. Die tödliche Bio-Zeitbombe tickt weiter......
    Querulant hat Recht: Man muss kein Bio-Hasser sein, um alle Warnleuchten angehen zu lassen, wenn irgendwo "Bio" draufsteht!
  6. #6

    Nachdem nun über Jahrzehnte Lebensmittelskandal um Lebensmittelskandal durch die Gazetten jagt, ohne dass eigentlich irgendjemand etwas passiert ist, scheint doch festzustehen, dass ein Bio-Lebensmittelproduzent das einzige Unternehmen ist, dessen Produkte (erzeugt oder weitergeliefert) Todesopfer in ganz erheblichem Umfang verursacht hat. Aufgrund des Hinweises von querulant1982 habe ich mir heute einmal die Website des Unternehmens angesehen. Abgesehenn davon, dass das Layout bereits das flair des Bio-Gärners hat (eine Website wie natürlich gewachsen) fällt mir auf, dass dort die Traumwelt der Öko-Freunde weitergeht, als sei nie etwas geschehen.
    Also: Ein Unternehmen liefert Produkte, an denen 53 Menschen sterben und hat es nicht nötig, auch nur irgendwie darauf einzugehen? Die Website sprüht vor Gesundheit und Landleben. Wo ist die Demut, wo die Entschuldigung, wo die Erklärung? Stattdessen wird man mit einem weinerlichen Spon-Artikel konfrontiert, der Mitleid über gesunkene Umsätze einfordert? Wo leben wir eigentlich?
    Man stelle sich vor, ein Lebensmittelproduzent wie Nestle oder andere hätte dasselbe Pech gehabt und das Managament würde über Umsatzeinbußen jammern und auf der Website eine heile Öko-Welt darstellen, als sei nie etwas geschehen? Verkehrte Welt. Wo sind die flammenden Proteste von Greenpeace, wo die Anklagen von Foodwatch, wo sind all die Menschen, die die 7 Mrd Menschen mit Bauernhöfen a la 1950 ernähren wollen?
    Mir wird schlecht bei dieser Selbstgerechtigkeit und Ignoranz.

    P.S.: und wie war das mit dem letzten schrecklichen Skandal um Dioxin-Öko-Ostereier? Waren da nicht auch glückliche, freischarrende Hühner beteiligt?
  7. #7

    Nachdem nun über Jahrzehnte Lebensmittelskandal um Lebensmittelskandal durch die Gazetten jagt, ohne dass eigentlich irgendjemand etwas passiert ist, scheint doch festzustehen, dass ein Bio-Lebensmittelproduzent das einzige Unternehmen ist, dessen Produkte (erzeugt oder weitergeliefert) Todesopfer in ganz erheblichem Umfang verursacht hat. Aufgrund des Hinweises von querulant1982 habe ich mir heute einmal die Website des Unternehmens angesehen. Abgesehenn davon, dass das Layout bereits das flair des Bio-Gärners hat (eine Website wie natürlich gewachsen) fällt mir auf, dass dort die Traumwelt der Öko-Freunde weitergeht, als sei nie etwas geschehen.
    Also: Ein Unternehmen liefert Produkte, an denen 53 Menschen sterben und hat es nicht nötig, auch nur irgendwie darauf einzugehen? Die Website sprüht vor Gesundheit und Landleben. Wo ist die Demut, wo die Entschuldigung, wo die Erklärung? Stattdessen wird man mit einem weinerlichen Spon-Artikel konfrontiert, der Mitleid über gesunkene Umsätze einfordert? Wo leben wir eigentlich?
    Man stelle sich vor, ein Lebensmittelproduzent wie Nestle oder andere hätte dasselbe Pech gehabt und das Managament würde über Umsatzeinbußen jammern und auf der Website eine heile Öko-Welt darstellen, als sei nie etwas geschehen? Verkehrte Welt. Wo sind die flammenden Proteste von Greenpeace, wo die Anklagen von Foodwatch, wo sind all die Menschen, die die 7 Mrd Menschen mit Bauernhöfen a la 1950 ernähren wollen?
    Mir wird schlecht bei dieser Selbstgerechtigkeit und Ignoranz.

    P.S.: und wie war das mit dem letzten schrecklichen Skandal um Dioxin-Öko-Ostereier? Waren da nicht auch glückliche, freischarrende Hühner beteiligt?
  8. #8

    ahnungsloser Querulant,...
    Resistenzen werden in Form von Plasmiden (Anhängsel) zwischen den Bakterien ausgetauscht. Ein Bakterium XY kann es sich also von einem anderen artfremden multiresitenten Keim leihen.
    Aber warum trifft es einen Biohof, wo doch die MRSA, u.u.u. eher in konventionellen Tiermast-Betrieben gefunden werden (> 95%) ?
    Biobetriebe arbeiten sehr viel mit Pflanzenhilfstoffen. Dies sind meist Bakterienkulturen, die Antagonistisch wirken sollen. Die Bakterienbrühen dienen aber auch als Nährlösung für andere Keime, die bspw. durch Bioaerosole durch die Luft eine Pflanzenkultur besiedeln.
    Hier liegt die Wurzel des Problems, dass in Zukunft sicherlich noch einige Male auftreten wird.
    Diese Bakterienkulturen, insbesondere selbst vermehrtes EMA haben auf Nutzpflanzen nichts zu suchen. Auch hydrolysierte Schlachtabfälle, von der FIBL für BIO zugelassen, sind eine Zeitbombe angesichts der Menge multiresistenter Keime die uns umgeben.
    Die derzeit einzige Möglichkeit "keimfreies" Gemüse zu kultivieren, ist eine gezilelte Blattdesinfektion mit Löschkalk, ein Düngemittel, das beim Bioanbau verboten ist. Nur in Verbindung mit dem giftigen Schwermetall Kupfer dürfen es BIOS verwenden ???
    Solange bis diese Weisheit über dubiose Bakterienmischungen bei den Biobauern angekommen ist, wird man wohl öfters aus dieser Richtung Skandale vernehmen können.
    Früher war Löschkalk als Biokonform zugelassen, aber damit lässt sich kein Geld verdienen.
    Mittlerweile bekommen dier Biobauern dies bitter zu spüren, da Ihre Böden ohne wirksamen Kalk( CAO) zunehmend versauern. Das bedeutet dann höhere Schwermetallbelastung der Futter- und Nahrungsmittel.
  9. #9

    Der Spiegel hat mal zwei interessante Artikel über den Zusammenhang zwischen EHEC und Bioprodukten (Rohmilch) veröffentlicht; Mehr als ein Jahrzehnt vor der EHEC-Seuche 2011: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8924131.html und http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8777997.html
    Wie bereits gesagt: Ich bin KEIN Bio-Hasser (Ich finde es gut, dass man im Bioanbau auf den Tierschutz achtet; Erst gestern gab es bei mir Spagetti Bolognese mit Bio-Hackfleisch)
    -
    Aber ich finde es schon scheinheilig, wenn man die Gentechnik-Industrie für Dinge anklagt, welche man der eigenen Branche (Der Bioindustrie) verzeiht.


    Ich glaube NICHT, dass die Betreiber des Bienenbüttler Biobauernhofes die EHEC-Seuche fahrlässig verursacht haben. Aber dass dass Bioprodukte oft mikrobiologisch stark belastet sind, weiß man schon seit langem: http://www.test.de/Bioprodukte-Wo-Bio-schwach-ist-und-wo-stark-1577861-1577867/

    Provokante Frage: Wieso wurden die Sprossen aus Bienenbüttel denn nicht regelmäßig mikrobiologisch untersucht?


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