Betreuungsgeld: Opposition wütet gegen Ausschluss von Hartz-IV-Eltern

dapd"Absurd", "überflüssig", "unsozial": Die neue Volte der Union beim Betreuungsgeld stößt auf heftigen Protest bei SPD und Grünen. Dass Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen, von dem Zuschuss ausgenommen werden sollen, schaffe "neue Ungerechtigkeiten".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829623,00.html
  1. #250

    ist das so?

    da ich beruflich damit zu tun habe, kann ich ihnen sagen, dass das nicht so ist. vielleicht gibt es familien, die glauben ihr familieneinkommen über kinder-harz aufstocken. das ist jeoch reine verzwiefelung. angemessen leben kann davon weder die familie noch das kind.

    zudem habe ich geschrieben, dass für die harzer der freie kitaplatz wichtiger wäre. wegen jobsuche, fortbildung usw.

    das ganze betreuungsgeld ist sozialdarwinistischer murks. und für den umgekehrten fall bin ich garantiert nicht eingetreten.
  2. #251

    finde das betreuungsgeld auch eine fehlinvestition , die eher in den ausbau von kitas gesteckt werden sollte, anstatt als die hier bezeichnete "herdprämie" ausgezahlt werden...erstens wegen 100eur bekommt keiner ein kind der davor nicht auch eines wollte, zweitens finde ich es wichtig dass kinder in einen kindergarten gehen mind 1-2jahre, drittens gleiches recht für alle...wer sagt denn dass harz IV empfänger das geld nicht für ihre kinder investieren würden, auch sind sicher nicht alle harz IV´ler dumm, faul und ähnliches, finde es unmöglich bei jeder gelegenheit wieder die gängigen vorurteile auszupacken, schwarze schafe gibt es überall... ich war auch eine zeit lang arbeitslos und habe eine fertige promotion gehabt...ich habe noch keine kinder, aber ich wäre froh gewesen wenn ich mir dann zu vorstellungsgesprächen einen babysitter hätte leisten können (ein schreiendes kleines kind beim vorstellungsgespräch steigert bestimmt nicht die chancen auf einen job), kosten für babysitter werden vom amt NICHT übernommen (weis ich aus erster hand)...wie stellen sich dass dann die leute die hier große töne spucken denn vor? am besten gleich einen mann mit ebenfalls harz IV suchen, der dann auch zuhause ist und aufs kind aufpasst?? oder was ist mit den niedrigverdienern die harz IV zusätzlich brauchen, da sie trotz arbeit nicht davon leben können, was ist wenn die keinen kita platz bekommen? vielleicht sollte diese ganze sache einfach noch einmal überdacht werden...
  3. #252

    Pfui Deibel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Absurd", "überflüssig", "unsozial": Die neue Volte der Union beim Betreuungsgeld stößt auf heftigen Protest bei SPD und Grünen. Dass Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen, von dem Zuschuss ausgenommen werden sollen, schaffe "neue Ungerechtigkeiten".

    Betreuungsgeld: Opposition wütet gegen Ausschluss von Hartz-IV-Eltern - SPIEGEL ONLINE
    Diese Opposition ist so erbärmlich, kein Wort glaube ich denen. Rein polemischer Quatsch, der hier verbreitet wird. Es ist doch klar, dass das Betreuungsgeld angerechnet wird, das KiG wird doch ebenso angerechnet. Ganz dummer und billiger Stimmenfang.
  4. #253

    Wahlen!

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Das macht in der Tat eigentlich keinen Sinn. Aber es hat sehr wohl einen Zweck.
    Ja Stimmen sammeln!

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Die Sache mit dem Betreungsgeld soll unendlich kompliziert geredet werden. Obwohl sie super einfach ist:

    Frauen, die arbeiten wollen, werden unterstützt dadurch, dass sie KITAs gestellt bekommen. Die anderen bekommen ein bisschen Geld.
    So werden alle unterstützt.
    Pippi Langstrumpf?

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Aber zumeist Kinderlose, die selber nie eine KITA von innen gesehen haben, meinen halt, sie müßten andere Leut' und Kinder zu nie gekannten (:-)) Ufern des Glücks führen.
    Was wollen Sie damit ausdrücken?
  5. #254

    Genau richtig!

    Zitat von Stef87 Beitrag anzeigen
    Was soll einem diese Bildunterschrift eigentlich sagen? Ist das eine Aussage des abgebildeten Kindes?
    Das Kind findet es ungerecht, dass seine Spielkameraden zu Hause bleiben müssen und nicht in die Kita dürfen.
  6. #255

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Absurd", "überflüssig", "unsozial": Die neue Volte der Union beim Betreuungsgeld stößt auf heftigen Protest bei SPD und Grünen. Dass Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen, von dem Zuschuss ausgenommen werden sollen, schaffe "neue Ungerechtigkeiten".

    Betreuungsgeld: Opposition wütet gegen Ausschluss von Hartz-IV-Eltern - SPIEGEL ONLINE
    Nochmal:
    Sie werden nichyt ausgenommenh, vom Zuschuss! Sie wuerden die Herdpraemie bekommen.
    Nur wuerde mit H-IV verrechnet.
    Selbes Ergebnis, aber voellig andere 'Gespraechsfuehrung', oder?
  7. #256

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Naja, irgendeiner muss sich ja noch vermehren, sonst gehen die Lichter aus. Wer soll dann all die Rentner versorgen...
    Na ja, wenn wir das mal aus einer Art kollektiver-Nutzen-Perspektive betrachten, ware das dann nicht die falsche Zielgruppe?
    Wir wissen ja inzwischen das einerseits Bildung immer wichtiger wird, andererseits aber die Bildungschancen von ALG-II-Empfängern deutlich niedriger sind.
    Damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind von ALG-II-Empfängern später mal arbeitslos wird oder nur eine gering qualifizierte und damit schlecht bezahlte Tätigkeit findet, höher als bei Kindern aus anderen Elternhäusern.
    Resultat wäre dann, dass wir später nicht nur mehr Rentner hätten, sondern auch noch mehr Arbeitslose.
  8. #257

    Zitat von event-horizon-2012 Beitrag anzeigen
    Normalerweise müsste der H4 Satz deutlich angehoben werden. Nach Auskunft und Recherche der Schulbehörden auf mindestens 500,00€ im Schnitt pro Monat.
    Jetzt sollen schon Schulbehörden den H4-Regelsatz festlegen? Langsam reicht's aber mit dem Gejammer!
  9. #258

    *

    Zitat von Wildes Herz Beitrag anzeigen
    Außerdem sehe ich nicht, warum das Betreuungsgeld davon abhängen sollte, ob jemand ohnehin schon zuhause ist oder nicht. Es ist ja de facto ein staatliches Gehalt für persönlich geleistete Erziehungsarbeit - warum sollte dies nur jemandem zustehen, der normalerweise NICHT zuhause wäre? Unlogisch.
    Das Betreuungsgeld ist eine Entschädigung dafür, dass man das einem von Rechts wegen zustehende kostenlose staatliche Betreuungsangebot nicht nutzt (und soll einen Anreiz dafür schaffen, dies nicht zu tun, weil der Staat nicht genügend Plätze bereitzustellen vermag); genausogut könnte man für das staatliche Betreuungsangebot einen monatlichen Beitrag erheben und den Eltern einen gleich hohen Betrag auszahlen, den sie dann nach ihrem Belieben für die Inanspruchnahme des staatlichen Betreuungsangebots oder eben - wenn sie dieses nicht nutzen möchten - anderweitig ausgeben können (z.B. für eine Nanny).
  10. #259

    Nicht immer

    Zitat von Kalleblom Beitrag anzeigen
    Das Kind findet es ungerecht, dass seine Spielkameraden zu Hause bleiben müssen und nicht in die Kita dürfen.
    Wenn zu hause noch 6 Geschwister ´rumhängen, nicht.