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Betreuungsgeld: Madame oder Mütterchen?

CorbisEin Unsinn wie das Betreuungsgeld fiele in Frankreich niemand ein. Hier gehen Mütter bald nach der Geburt wieder zur Arbeit und nehmen am Leben teil - ohne dass dies den Kindern schadet. Blöde Sprüche müssen sich nur Frauen anhören, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829917,00.html
  1. #1

    Sorry, liebe Journalistin und Mutter,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Unsinn wie das Betreuungsgeld fiele in Frankreich niemand ein. Hier gehen Mütter bald nach der Geburt wieder zur Arbeit und nehmen am Leben teil - ohne dass dies den Kindern schadet. Blöde Sprüche müssen sich nur Frauen anhören, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern.

    Betreuungsgeld: So ein Unsinn fiele in Frankreich keinem ein - SPIEGEL ONLINE
    da müssen sie etwas falsch verstanden haben! Das Geld ist nicht die die Ottonormalfrau, die sich mit dem Grundgesetz und Gleichberechtigung, sowie einem Job identifiziert! Denn 150 Euro sind wahrlich kein Gehaltsersatz, geschweige denn ein Anreiz fürs Kinderkriegen!
    Nein, es ist für den Personenkreis in Deutschland gedacht, der schon per se nicht Arbeiten geht , bzw, deren Ehemänner sie nicht lassen, weil ihre Kultur das nicht zuläßt. Die haben wir uns ja auch alle in den vergangenen 40 Jahren mit Macht reingeholt. Dort steigern wir die Anzahl der Kinder pro Familie garantiert.
    Alle anderen wären ja schön blöd wenn sie auf mehrere Monate Gehalt verzichten würden. Oder sind wir in Deutschland schon wieder so weit, dass die jungen Familien erkannt haben welch geistes Kind diese "Mama und Papa" müssen arbeiten Geschichte ist? Die der Industrie, die sich damit viele neue Konsumenten erschlossen haben. Mehr Einkommen, mehr Konsum! Man schaue sich nur mal um wieviel unnützen Ramsch es heute auf dem Markt gibt!
    Und ja, Angela ist pragmatisch, aber eben leider auch wirtschaftshörig!
    Wie sonst erklärt man sich ihre extreme Reisetätigkeit!
  2. #2

    ... sind die meisten auch"?? Unser Land ist doch voll von Eltern, die keine Ahnung haben, wie es ihren Kindern geht.
    "Nach dem Krankenhaus gleich ins eigene Zimmer" usw. - ich empfehle unbedingt eine Auseinandersetzung mit dem Thema "frühkindliche Bindungsstörungen" – und ihren Folgen für das gesamte Leben. Aber bequemer ist es sicher, die rosa Brille aufzulassen, sich als "Madame" zu fühlen und keine ironischen Fragen aushalten zu müssen.
  3. #3

    Endlich eine Meinung....

    ....die so bitter nötig ist in DE gehört zu werden! Was in einer so hochzivilisierten Gesellschaft wie der französichen funktioniert muss auch bei uns Anklang finden. Die demographische Lage in DE ist einfach zu katastrophal um nicht schnell zu handeln.
  4. #4

    Die alleinige Wahrheit

    Ich kann ja zum Thema Betreuungsgeld mittlerweile die meisten Meinungen nachvollziehen bzw. tolerieren. Leider ist das bei Mme. Calla nicht der Fall. Sie gehört zu denjenigen, die die alleinige Wahrheit für sich gepachtet hat. Es gibt hier aber keine alleinige Wahrheit des einzelnen, sondern unterschiedlichste Bedürfnisse unterschiedlicher Familien.
    So richtig es für die eine Familie sein mag, das Kind schnellstmöglich untergebracht zu wissen und wieder in den Job zurückzukehren, so richtig kann es für die andere sein, möglichst lange aus dem Job fernzubleiben und sich um den Nachwuchs selbst zu kümmern. Das hängt unter anderem von der Qualität des Berufes sowie von der Qualität der vorhandenen Betreuungsmöglichkeiten ab.
    Daher finde ich die Idee gar nicht schlecht, den Familien ein bisschen Individualität in Ihrer Lebensplanung zu lassen.
  5. #5

    In Frankreich ist alles in Ordnung

    Naja, mal abgesehen davon, dass es dort eine enorme Jugendkriminalität gibt und man die Integrationsprobleme auch nich in den Griff bekommt. Nebenbei hat F die höchste Selbstmordrate in Westeuropa - soviel zum Glück der Menschen dort.
    Warum gilt eine Kindheit im Heim vor Gericht eigentlich immer noch als strafmildernder Umstand ? Da ist doch alles perfekt - staatlich geprüfte Erzieher, früher Umgang mit Gleichaltrigen und frühkindliche Bildung statt Eltern, die das Betreuungsgeld vor dem Fernseher versaufen.
  6. #6

    Kinder gehören nach Hause

    Grundsätzlich: Babies und Kleinkinder gehören in die Obhut der Familie, der Eltern insbesondere. KiTas und Krippen sollten die Ausnahme für Notfälle sein, wenn Eltern, meist alleinerziehende Mütter, keine andere Wahl haben.
    Es kann nicht sein, daß man seine Kinder kurz nach der Geburt abschiebt und der staatlich gelenkten Erziehung überläßt, statt sie individuell zuhause zu betreuen.
    Diejenigen Menschen, die lieber arbeiten gehen wollen, statt sich um Kinder zu kümmern, sollten lieber auf Kinder verzichten; die Möglichkeiten der Verhütung sind ja vorhanden.
    Es kann auch nicht sein, daß man Frauen nur als kostengünstiges Arbeitskräftepotential betrachtet und die Geburt eines Kindes dabei nur ein "Störfall" ist, der ökonomisch am preiswertesten (also abschieben in die KiTa) gelöst werden muß. Dieses denken entstammt längst überwunden geglaubten sozialistischen Träumereien. Dem sollte von allen vernünftigen Kräften schnellst möglich entgegen gewirkt werden.
  7. #7

    Glückliche Kinder!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Unsinn wie das Betreuungsgeld fiele in Frankreich niemand ein. Hier gehen Mütter bald nach der Geburt wieder zur Arbeit und nehmen am Leben teil - ohne dass dies den Kindern schadet. Blöde Sprüche müssen sich nur Frauen anhören, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern.

    Betreuungsgeld: So ein Unsinn fiele in Frankreich keinem ein - SPIEGEL ONLINE
    Unsere erste Tochter ist mit 13 Monaten in die Krippe unsere zweite Tochter mit 12 Monaten. Es gibt keinen einzigen Verhaltensauffälligen Punkt ausser: beide können schneller gehen, sprechen, in der Gruppe sich integrieren / durchsetzten, sind selbständiger und kritischer. Im Vergleich dazu die Kinder die mit 3 Jahren in den Kindergarten kommen ist frapierend! Diese Kinder sind meist weinerlich, ich bezogen (wenn sie nicht mit Geschwistern aufgewachsen sind), teilweise noch nicht sauber, sprachlich noch oft mit einem Mutter/Kind Gebrabbel unterwegs, weniger kompromiss bereit und und und.
    Das Geschwätz das man sein Kind zufrüh in die Kita gibt ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Die Eltern die Ihre Kinder drei Jahre lang daheim zu irgendwas erziehn, aus Alibi nicht arbeiten zu müssen, arbeiten - meistens nebenbei und Bedienen, Putzen, Kochen, und die Kinder werden in der Familie / Tagesmutter abgestellt.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Unsinn wie das Betreuungsgeld fiele in Frankreich niemand ein. Hier gehen Mütter bald nach der Geburt wieder zur Arbeit und nehmen am Leben teil - ohne dass dies den Kindern schadet. Blöde Sprüche müssen sich nur Frauen anhören, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern.

    Betreuungsgeld: So ein Unsinn fiele in Frankreich keinem ein - SPIEGEL ONLINE
    Dieser Artikel ist nicht nur argumentativ ein Haufen Schrott, er zeigt sogar eine ganz klare Uninformiertheit der Aurorin auf.
    "Aber eine Prämie, das Betreuungsgeld, ist nur für diejenigen Frauen geplant, die sich ausschließlich um ihre Kinder kümmern."
    Mitnichten, werte Frau Calla, das Betreuungsgeld bekommen auch Frauen, die arbeiten, sofern ihre Kinder nicht in einer öffentlichen Krippe betreut werden. Und da gibt es viele andere Möglichkeiten: Großeltern, Tagesmutter, ...

    "Soll das bedeuten, dass berufstätige Eltern, die ihre Kinder in die Kita schicken, diese nicht erziehen? "

    Selbstverständlich tun sie das nicht, die Erziehung übernehmen die Kita-Betreuerinnen. Sie würden doch auch nicht behaupten, dass eine Frau, die morgens und abends für jeweils 2 Stunden am Arbeitsplatz erscheint, diesen Job richtig ausfüllt.

    "Wenn ich zuhause in Frankreich bin, ist das ganz anders. Da gelte ich als extrem umsichtige Mutter, weil ich mit sechs Monaten eine so lange Elternzeit genommen habe. In meinem Land ist es gang und gäbe, dass Frauen nach etwa vier Monaten in den Beruf zurückkehren"

    Was denn jetzt? Wie denkt man in Frankreich? Ich hätte doch jetzt eher gedacht, dass man Sie als rückständig und faul ansieht, wenn Sie erst nach 6 Monaten zurück an den Arbeitsplatz kehren.

    Oder gibt es etwa auch in Frankreich Stimmen, die der Meinung sind, dass es einem Säuglich nicht schadet, in den ersten Monaten von einem Elternteil betreut zu werden? Unglaublich ;-)

    "Es ist üblich, Kinder so bald wie möglich in einem eigenen Zimmer schlafen zu lassen, am besten sofort nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus. Ebenso üblich ist es, sich von Anfang an Zeit für sich selbst zu gönnen, indem man Babysitter engagiert. Wie es den Kindern dabei geht, fragt sich keiner. "

    Die letzte Aussage ist bezeichnend.
    Ich habe mal in einem Reisebericht gelesen, dass in diesen Club Meds französische Kinder in den Tagsüber-Betreuungsgruppen die überwältigende Mehrheit sind.

    "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

    Tja, beim Kindergroßziehen geht es eben nicht nur um "Machen".
  9. #9

    Blöde Sprüche

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Unsinn wie das Betreuungsgeld fiele in Frankreich niemand ein. Hier gehen Mütter bald nach der Geburt wieder zur Arbeit und nehmen am Leben teil - ohne dass dies den Kindern schadet. Blöde Sprüche müssen sich nur Frauen anhören, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern.

    Betreuungsgeld: So ein Unsinn fiele in Frankreich keinem ein - SPIEGEL ONLINE
    Um "blöde Sprüche" geht es wohl kaum. Die Schilderung der Verhältnisse in Frankreich ist ja sehr schön, nur hilft sie uns in Deutschland rein gar nichts, weil es eben hier gar nicht genügend Betreuungsangebote gibt, und die vorhandenen Angebote so teuer sind, daß sie das zusätzlich von der Mutter zu erwartende Einkommen wieder auffressen. Solange der Staat auf diesem Gebiet nicht zu drastischen Änderungen kommt, ist die leidige Diskussion um das Für und Wider des Betreuungsgeldes reichlich akademisch ...








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