Zitat von
nordschaf
Das sind natürlich schon dramatische Verhältnisse, da kommt man als Working-Mom (40h) ja gar nicht mit: damit die Kinder um 7:50 in der Schule sind, ist bei uns Aufstehen um 5.30 angesagt. Von der Schule weiter zur Arbeit, an den quatschenden Free-Mom-Grüppchen vorbei und da ist dann endlich Zeit für ein Frühstück vor dem Monitor. Um 17 Uhr beginnt mit dem Abholen aus der Ganztagsschule das Nachmittagsprogramm, denn die Zeit bis zum Schlafengehen gehört den Kindern. Haushalt beginnt dann ca. ab 21 Uhr mit open end, seit wir zu der Überzeugung gekommen sind, dass die total motivierten Minijobber-Moms, die wir auf 400-Euro-Basis als Haushaltshilfe angestellt haben, eigentlich gar keinen Bock auf Haushalt haben und spätestens nach der Hälfte der vereinbarten Zeit befinden, fertig zu sein. Wenn ich aber dauernd nacharbeiten muss, in der Küche nichts mehr finde oder Elektrogeräte kaputtexperimentiert werden, wirds unterm Strich zu teuer. Mehr als 5 Stunden Schlaf gibts bei uns daher nur am Wochenende. Richtig lustig wirds, wenn die "Egotrip-Working-Mom" mal wieder auf Dienstreise geschickt wird. Allerdings kann sie sich da mal ausschlafen.. ist ja auch was.
Ich finds eigentlich blöd, wenn hier die unterschiedlichen Lebensentwürfe gegeneinander gehetzt werden, aber ich mag mir weder vorwerfen lassen, dass ich meine Kinder aus lauter Selbstverwirklichungsegoismus in die Ganztagsbetreuung gebe, noch dass Arbeiten ja die reinste Erholung ist im Gegensatz zum harten Leben einer Hausfrau und Mutter.