So langsam bin ich wirklich verzweifelt: unser Sohn geht seit fast 5 Wochen in die Kinderkrippe. Fast immer, wenn ich ihn wieder abhole, bekomme ich zu hören, dass es überhaupt nicht läuft mit ihm. Dass eine Erzieherin sich komplett die ganze Zeit um ihn kümmern müsste und er nur auf den Arm möchte.
Ich bin mir bewusst, dass ich ein anhängliches und auch kuschliges und schmusiges Kind habe, aber er wird von den Erzieherinnen als echte Belastung angesehen und heute war es sogar so, dass es hieß, dass man ein Fespräch mit mir führen müsse, weil es so nicht weitergehen könne. Mir tut es mitlerweile auch in der Seele weh, da er meistens gerade weint, wenn ich ihn abhole...
Unser Kleiner ist nun fast 18 Monate und sonst ein aufgewecktes und fröhliches Kind. Bei der Eingewöhnung (2 Wochen, anfangs jeden Tag mit dabei und nach und nach immer weniger) hatten wir auch den Eindruck, dass er sich zwar bei der Trennung kurz schwer tut, aber dass es dann ganz gut klappt, er spielt und sich auch recht wohl fühlt. Haben wir uns denn so getäuscht? Ich denke auch, dass er reif genug ist. Er hat noch ein älteres Geschwisterchen und ist deshalb in seiner Entwicklung auch schon weit. Er kann schon recht gut verständlich und viel sprechen, läuft sehr sicher (schon ein halbes Jahr) und ist ein richtiger Klettermax und allgemein sehr neugierig und abenteuerlustig. Aber er kann auch manchmal launisch und bockig sein, aber wir Erwachsenen haben ja auch mal einen schlechten Tag, oder?!
Nun habe ich wirklich angst, dass man ihn in der Krippe nicht haben mag, da er den Erzieherinnen zu anstrengend ist. Gehe ja aber auch wieder arbeiten (40%) und nicht nur, weil ich Spaß daran habe, sondern auch, weil wir ein 2. Gehalt mehr als brauchen können und sonst einfach ziemlich Abstriche machen müssten.
Gibt es jemandem, dem/der es auch so geht und was habt ihr gemacht in dieser Situation? Danke schon mal im Voraus!
Wenn ich höre "Taskforce für Krippenausbau!" Frau Künast macht sich wohl keine Gedanken über Familien mit Kindern. Dass es diesen auf mehr ankommt, als sich nur schnell wieder im Beruf zu beweisen, dass es auch andere Sorgen als Geldsorgen gibt.
In den Humanwissenschaften bildet sich langsam der Konsens heraus, dass frühkindliche Erfahrungen und die Beziehung zu den Eltern - in die Krippenbetreuung eingreift - prägend für das ganze Leben sind. Krippen werden zunehmend kritisch gesehen.
Was die Bundesregierung - und auch die Opposition - darüber denkt, wissen wir leider nicht. Hier können wir sie fragen!
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