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Betreuungsgeld: In der CDU bröckelt die Herdprämien-Front

AFPIn der CDU weicht der Widerstand gegen das umstrittene Betreuungsgeld auf: Mehrere Kritiker haben offenbar grundsätzlich eingelenkt. Weiter Uneinigkeit herrscht in der Union aber darüber, ob es vor der Abstimmung im Bundestag noch Änderungen an der geplanten Prämie geben soll.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838279,00.html
  1. #1

    Auch das sind Krippen

    So langsam bin ich wirklich verzweifelt: unser Sohn geht seit fast 5 Wochen in die Kinderkrippe. Fast immer, wenn ich ihn wieder abhole, bekomme ich zu hören, dass es überhaupt nicht läuft mit ihm. Dass eine Erzieherin sich komplett die ganze Zeit um ihn kümmern müsste und er nur auf den Arm möchte.

    Ich bin mir bewusst, dass ich ein anhängliches und auch kuschliges und schmusiges Kind habe, aber er wird von den Erzieherinnen als echte Belastung angesehen und heute war es sogar so, dass es hieß, dass man ein Fespräch mit mir führen müsse, weil es so nicht weitergehen könne. Mir tut es mitlerweile auch in der Seele weh, da er meistens gerade weint, wenn ich ihn abhole...

    Unser Kleiner ist nun fast 18 Monate und sonst ein aufgewecktes und fröhliches Kind. Bei der Eingewöhnung (2 Wochen, anfangs jeden Tag mit dabei und nach und nach immer weniger) hatten wir auch den Eindruck, dass er sich zwar bei der Trennung kurz schwer tut, aber dass es dann ganz gut klappt, er spielt und sich auch recht wohl fühlt. Haben wir uns denn so getäuscht? Ich denke auch, dass er reif genug ist. Er hat noch ein älteres Geschwisterchen und ist deshalb in seiner Entwicklung auch schon weit. Er kann schon recht gut verständlich und viel sprechen, läuft sehr sicher (schon ein halbes Jahr) und ist ein richtiger Klettermax und allgemein sehr neugierig und abenteuerlustig. Aber er kann auch manchmal launisch und bockig sein, aber wir Erwachsenen haben ja auch mal einen schlechten Tag, oder?!

    Nun habe ich wirklich angst, dass man ihn in der Krippe nicht haben mag, da er den Erzieherinnen zu anstrengend ist. Gehe ja aber auch wieder arbeiten (40%) und nicht nur, weil ich Spaß daran habe, sondern auch, weil wir ein 2. Gehalt mehr als brauchen können und sonst einfach ziemlich Abstriche machen müssten.

    Gibt es jemandem, dem/der es auch so geht und was habt ihr gemacht in dieser Situation? Danke schon mal im Voraus!


    Wenn ich höre "Taskforce für Krippenausbau!" Frau Künast macht sich wohl keine Gedanken über Familien mit Kindern. Dass es diesen auf mehr ankommt, als sich nur schnell wieder im Beruf zu beweisen, dass es auch andere Sorgen als Geldsorgen gibt.

    In den Humanwissenschaften bildet sich langsam der Konsens heraus, dass frühkindliche Erfahrungen und die Beziehung zu den Eltern - in die Krippenbetreuung eingreift - prägend für das ganze Leben sind. Krippen werden zunehmend kritisch gesehen.

    Was die Bundesregierung - und auch die Opposition - darüber denkt, wissen wir leider nicht. Hier können wir sie fragen!
  2. #2

    Was soll uns das sagen?

    Zitat von Scheidungskind Beitrag anzeigen
    So langsam bin ich wirklich verzweifelt: unser Sohn geht seit fast 5 Wochen in die Kinderkrippe. Fast immer, wenn ich ihn wieder abhole, bekomme ich zu hören, dass es überhaupt nicht läuft mit ihm. Dass eine Erzieherin sich komplett die ganze Zeit um ihn kümmern müsste und er nur auf den Arm möchte.

    Ich bin mir bewusst, dass ich ein anhängliches und auch kuschliges und schmusiges Kind habe, aber er wird von den Erzieherinnen als echte Belastung angesehen und heute war es sogar so, dass es hieß, dass man ein Fespräch mit mir führen müsse, weil es so nicht weitergehen könne. Mir tut es mitlerweile auch in der Seele weh, da er meistens gerade weint, wenn ich ihn abhole...

    Unser Kleiner ist nun fast 18 Monate und sonst ein aufgewecktes und fröhliches Kind. Bei der Eingewöhnung (2 Wochen, anfangs jeden Tag mit dabei und nach und nach immer weniger) hatten wir auch den Eindruck, dass er sich zwar bei der Trennung kurz schwer tut, aber dass es dann ganz gut klappt, er spielt und sich auch recht wohl fühlt. Haben wir uns denn so getäuscht? Ich denke auch, dass er reif genug ist. Er hat noch ein älteres Geschwisterchen und ist deshalb in seiner Entwicklung auch schon weit. Er kann schon recht gut verständlich und viel sprechen, läuft sehr sicher (schon ein halbes Jahr) und ist ein richtiger Klettermax und allgemein sehr neugierig und abenteuerlustig. Aber er kann auch manchmal launisch und bockig sein, aber wir Erwachsenen haben ja auch mal einen schlechten Tag, oder?!

    Nun habe ich wirklich angst, dass man ihn in der Krippe nicht haben mag, da er den Erzieherinnen zu anstrengend ist. Gehe ja aber auch wieder arbeiten (40%) und nicht nur, weil ich Spaß daran habe, sondern auch, weil wir ein 2. Gehalt mehr als brauchen können und sonst einfach ziemlich Abstriche machen müssten.

    Gibt es jemandem, dem/der es auch so geht und was habt ihr gemacht in dieser Situation? Danke schon mal im Voraus!


    Wenn ich höre "Taskforce für Krippenausbau!" Frau Künast macht sich wohl keine Gedanken über Familien mit Kindern. Dass es diesen auf mehr ankommt, als sich nur schnell wieder im Beruf zu beweisen, dass es auch andere Sorgen als Geldsorgen gibt.

    In den Humanwissenschaften bildet sich langsam der Konsens heraus, dass frühkindliche Erfahrungen und die Beziehung zu den Eltern - in die Krippenbetreuung eingreift - prägend für das ganze Leben sind. Krippen werden zunehmend kritisch gesehen.

    Was die Bundesregierung - und auch die Opposition - darüber denkt, wissen wir leider nicht. Hier können wir sie fragen!

    Schönes Märchen, nur was hat das mit dem Betreuungsgeld zu tun?

    Es wird doch kein Kind in eine Krippe gezwungen.....und Betreuungsgeld gibts auch, wenn ich das Kind in eine Krippe gebe oder sonstwie fremdbetreuen lasse.

    Es darf nur nichts öffentlich gefördertes sein.
  3. #3

    Kinder mal Kinder sein lassen....

    ...mein Gott, vielleicht sollten sich die Erzieherinnen in Ihrer Krippe einen anderen Beruf aussuchen? Kinder sind nun mal Kinder und keine Erwachsenen, da kommt es eben vor, dass sie Aufmerksamkeit wollen oder Caos veranstalten. Vielleicht sollten wir Zwangsjacken zur Grundausstattung der Krippen per Gesetz verordnen, dann können die Eltern ihre Kinder schön an einem Platz abstellen und dort später auch wieder abholen, hätte den Vorteil, dass die Erzieherinnen entlastet werden und ausserdem das Umfeld natürlich wesentlich sicherer wäre, keine Verletzungen und so...! Kopf hoch, es bleibt der Gedanke, dass Ihr Kind eventuell ganz normal ist??!
  4. #4

    Kinder in Staatskitas

    Wieso muss man immer wieder das Wort "Herdprämie" benutzen? Nun merken die Ideologen, dass ihr Traum von der Kita geplatzt ist. Staatskitas schaffen zahlreiche neue Probleme. Der Staat ist nicht die bessere Familie.
    Hinter der Debatte steht übrigens auch ein veraltetes Genderkonzept, das Emanzipation mit Bindungslosigkeit und Machtzuwachs verbindet.
  5. #5

    Wie Politik funktioniert....

    Es ist schon faszinierend: da wird die Zustimmung zu einem Gesetz, welches eigentlich niemand will (Herdprämie), durch Zustimmung zu einem weiteren Gesetz, welches in der Form niemand braucht (Pflegeförderung) erkauft.

    Als Folge haben wir zwei unsinnige Gesetze, die die Bürgern viel Geld kosten. Die Chancen, sie wieder loszuwerden, sind relativ gering (wie bei vielen einmal etablierten Gesetzen/Vorschriften/Förderungen).

    Was lernen wir daraus? In der Politik geht es *nie* um Sachfragen, sondern nur um Macht. Koste es die Bürger, was es wolle.
  6. #6

    optional

    Was mich bei der Diskussion um das Betreuungsgeld am meisten stört, ist die Intoleranz insbesondere diejenigen, die das Betreuungsgeld ablehnen. Warum diese Verbissenheit? Statt sich darüber zu freuen, dass der Ausbau von Kitas trotz des Umstands, dass er den Staat und damit die Allgemeinheit viel Geld kostet, eine breite Zustimmung in der Bevölkerung und Politik gefunden hat und nach wie vor findet, wird mit allen möglichen Argumenten versucht, die eigene Ansicht von der „richtige“ Kinderbetreuung und Lebens-führung den Andersdenkenden aufzudrücken bzw. diese in eine abwertende Ecke zu stellen. Fakt ist nun mal, dass es nach wie vor viele Eltern gibt, die ihre Kinder zumindest bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres lieber selbst betreuen und erziehen wollen, und nicht nur solche, die, aus welchen Gründen auch immer, ihre kleinen Kinder lieber durch Dritte betreuen lassen wollen. Hält man sich Art. 6 Abs.2 des Grundgesetzes vor Augen, wonach die Pflege und Erziehung der Kinder “zuvörderst die den Eltern obliegende Pflicht“ ist, dann sollte der Staat, der eine solche Regelung in sein Grundgesetz aufgenommen hat, nicht nur diejenigen mit über 1.000,- € (brutto) monatlich unterstützen, die diese Pflicht auf den Staat übertragen wollen, sondern auch für diejenigen etwas übrig haben, die diese nicht nur ethische und moralische, sondern auch gesetzliche Pflicht noch selbst wahrnehmen wollen. Und um nichts anderes geht es bei dem Betreuungsgeld, das ohnehin nur eine mehr oder weniger symbolische Anerkennung für die geleistete Tätigkeit darstellt und darstellen soll, weil mehr finanziell leider nicht möglich ist. Alles andere ist Ideologie.
  7. #7

    "Das Betreuungsgeld soll unabhängig von Erwerbstätigkeit und Einkommen garantiert werden." Das liest sich wie eine Orwellsche "Wahrheit" - denn Einkommensschwache , "Hartz4 Empfänger" z.B. sollen es ja gerade nicht bekommen . Das wird die "Herdprämie für Reiche" ! Wie immer bei CDU und FDP - wenn man genug Geld hat , schmeißen sie Einem noch mehr hinterher ...
  8. #8

    Wieso?

    Zitat von saraleybold Beitrag anzeigen
    Wieso muss man immer wieder das Wort "Herdprämie" benutzen? Nun merken die Ideologen, dass ihr Traum von der Kita geplatzt ist. Staatskitas schaffen zahlreiche neue Probleme. Der Staat ist nicht die bessere Familie.
    Hinter der Debatte steht übrigens auch ein veraltetes Genderkonzept, das Emanzipation mit Bindungslosigkeit und Machtzuwachs verbindet.
    In vielen europäischen Ländern gibt es Kitas, ohne dass dies den Kindern schadet. Zwei unserer Kinder wurden bereits mit 12 Monaten durch eine Kinderfrau betreut, weil es einefach keine Kita gab. Veraltertes Genderkonzept? Doch vor allem in Deutschland mit Mutti allein zu Haus. Warum solte es zwangsläufig zu einer Bindungslosigkeit kommen wenn beide Partner arbeiten und die Kinder in einer Ganztagsbetreuung sind? Familienleben findet trotzdem statt ....
  9. #9

    Oecd

    Zu der OECD Kritik am Betreuungsgeld gibt es nichts mehr hinzuzufügen. Das die Politik ihr Versagen im Schaffen ausreichender Kinderbetreungsplätze mit dem Betreuungsgeld abmildern will, ist doch der eigentliche Skandal! Hoffentlich klagen viele Eltern wegen der nicht vorhandenen Betreuungsplätze.








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