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Besuch in Berlin : Erdogan verschärft Kritik an Deutschland

Die Türkei boomt, Ministerpräsident Erdogan strotzt vor Selbstbewusstsein. Jetzt ist er*in Berlin: offiziell zur Feier zum 50. Jubiläum des Gastarbeiter-Abkommens. Doch es droht Streit mit Kanzlerin Merkel. Zum Auftakt des Besuchs warf der Premier Deutschland vor, die Türken im Stich zu lassen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...795180,00.html
  1. #30

    Arbeitgeber, Akademiker, Künstler

    "Der Gastarbeiter von gestern wird langsam auch Arbeitgeber, Akademiker, Künstler" - schön gesagt von Erdogan und ein grosses Lob. Denn sowas ist möglich in Deutschland, aber unmöglich in der Türkei. Statt die Erfolge zu sehen und die Möglichkeiten, die man den grösstenteils aus ärmlichen, absolut bildungsfernen Schichten stammenden Gastarbeiterfamilien aus der Türkei zwar spät, aber doch geboten hat und vor allem jetzt bietet werden ständig nur angebliche Versäumnisse aufgezählt. Die Türkei derweilen sperrt ihre Akademiker (insbesondere für kurdische Belange eintretende), Stundenten und Journalisten ( inzwischen soviele wie in China) hinter Gitter, teilweise jahrelang, ohne Verhandlung.Erst dieses Wochenende war wieder eine Verhaftungswelle - Berichte darüber in deutschen Medien? Fehlanzeige.
  2. #31

    kt

    Erdogan bekräftigte, Türken in Deutschland sollten ihren Kindern zuerst Türkisch und dann Deutsch beibringen. Dies sei "nur eine sprachwissenschaftliche Erkenntnis": Wenn ein Kind eine neue Sprache erlernen solle, müsse es die eigene Sprache gut können.
    Vielen Dank an Herr Erdogan dafür, dass er wieder mal bekräftigt was viele gegenüber "den Türken" empfinden. Viele von ihnen wollen für immer Türken bleiben und haben gar kein Interesse daran sich zu integrieren. Oder warum ist türkisch auch in der x-ten Generation immernoch die eigene Sprache?

    Das hindert sie natürlich nicht daran bei jeder Gelegenheit darüber zu jammern dass "die Deutschen" sie auch in der dritten Generation immernoch als "Fremdkörper" empfinden.
  3. #32

    Erdogan nervt !

    Die Türkei insgesamt und viele Türken hatten große Vorteile durch das Anwerbeabkommen.
    Als Gegenleistung für Nato-Stützpunkte hat die Türkei die Anfänge eines Sozialstaates bekommen. Bedürftige sind "exportiert" und rückfließende Gelder "importiert" worden. Viele sind geblieben, haben eine Existenz aufgebaut und eine Familie gegründet. Sie sind geblieben, weil sie die Chance zum persönlichen Aufstieg in einem freien und demokratischen Land gefunden hatten.
    Viele Türken sind mit Recht stolz auf das, was sie hier erreicht und aufgebaut haben. Viele sind stolz, nicht mehr Türken sondern Deutsche zu sein.
    Und was mögen diese Türken überhaupt nicht? Ganz einfach! Funktionäre (egal woher) die hier immer wieder das Lied vom benachteiligten Türken anstimmen. Eben diese Funktionäre leben von der ewig gleichen Leiher einiger integrationsunwilliger Ausländer.
  4. #33

    Das Pro-Kopf-Einkommen muss auch bei uns gesteigert werden

    Die Verdreifachung des Pro-Kopf-Einkommens seit 2002in der Türkei lehrt uns, es muss endlich Schluss mit billigen Arbeitsplätzen ohne reguläre Arbeitnehmerrechte gemacht werden. Eine Lohnuntergrenze sollte daher eher bei 10€ als bei 3 bis 4€ liegen. Nur bei einer anständigen Lohnpolitik kann die wegen der zu erwartenden Exportschwäche dringend notwendige Binnenkonjunktur belebt werden.
  5. #34

    Erdogan steht

    in seinem ganzen respektlosen Gebaren und Anspruchsdenken stellvertretend für vieler der hier lebenden Türken.
    Ob er damit den bereits eingegliederten Mitbürgern wirklich einen Gefallen erweist?
  6. #35

    Kritik ist gerechtfertigt

    Die Kritik ist doch gerechtfertigt.
    Nachdem man als Gastarbeiter hergeholt wurde, fühlt man sich im Stich gelassen.

    Die Deutschen sollten mehr für eine erfolgreiche Integration tun.
  7. #36

    Wer stellt sich quer?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Türkei boomt, Ministerpräsident Erdogan strotzt vor Selbstbewusstsein. Jetzt ist er*in Berlin: offiziell zur Feier zum 50. Jubiläum des Gastarbeiter-Abkommens. Doch es droht Streit mit Kanzlerin Merkel. Zum Auftakt des Besuchs warf der Premier Deutschland vor, die Türken im Stich zu lassen.
    Deutschland stellt sich quer bei der Anerkennung Palästinas durch die UNESCO???
    Man könnte auch sagen, Deutschland stellt sich quer bei dem Bruch geltender Verträge.
    Man könnte auch sagen, dass Deutschland als eines der wenigen Länder noch auf die Einhaltung von geltendem Recht pocht.

    Nach diesen Transformationen ist die Aussage endlich nicht mehr tendenziös, sondern entspricht den Tatsachen: Palästina versucht über die Hintertür, ohne Gegenleistung, die Anerkennung zu bekommen! Und Deutschland sagt: So nicht! Geltendes Recht soll nicht mit Füßen getreten werden!

    Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Erdogan die Einreise verweigert werden sollt. Geht es noch dreister? Er kommt zu Besuch und spuckt dem Gastgeber vor die Füße?
  8. #37

    ...

    Mal wieder ein typischer Erdogan, wie wir ihn kennen. Langsam werden die Besuche zum Treppenwitz. Und was macht man mit Witzen? Man lacht über sie. ;)
  9. #38

    Was soll das ?

    Dieser Mensch kann und will sich offensichtlich nicht benehmen.
    So wird es nix mit der EU... (aber wer will denn das schon noch ?).
    Wie wäre es denn mit einem Rückwerbeabkommen ? Wenn die Türkei tatsächlich so boomt, benötigen sie sicherlich sehr viele qualifizierte Facharbeiter.

    Da macht es doch Sinn, wenn Erdogan seine Landsleute, welche hier ja alle vortrefflich ausgebildet sind, zurückholt. Die wären dann auch sicher vor unserem menschenverachtenden Einwanderungs- und Unterdrückungssystem.
    Nun, alles andere kennt man ja. Erdogan ist mal wieder auf Krawall gebürstet und deutsche Politiker samt Grüßaugust schütteln freundlich lächelnd Hände.
  10. #39

    selbstreflexion

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Türkei boomt, Ministerpräsident Erdogan strotzt vor Selbstbewusstsein. Jetzt ist er*in Berlin: offiziell zur Feier zum 50. Jubiläum des Gastarbeiter-Abkommens. Doch es droht Streit mit Kanzlerin Merkel. Zum Auftakt des Besuchs warf der Premier Deutschland vor, die Türken im Stich zu lassen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...795180,00.html
    Im Interview mit BILD wurde Erdogan folgendes gefragt:
    BILD: Was ist der größte Fehler, den die türkischstämmigen Zuwanderer machen?
    Erdogan: „Sicher werden Fehler gemacht. Wir sollten gemeinsam mit der deutschen Regierung untersuchen, welche Faktoren die Integration behindern, wie die Bildung gefördert werden kann.“
    BILD: Konkret?
    Erdogan: „Wie ich schon sagte, müsste die deutsche Politik die zugezogenen Türken nicht als Gefahr, sondern als Bereicherung sehen. Und das ganze Thema mit dieser Mentalität anfassen. Ein Beispiel: Wenn ein junger türkischer Mann ein Mädchen aus der Türkei liebt und heiraten möchte, wird dies als ein Fehler angesehen, denn die Bundesregierung verlangt, dass diese Frauen vorher Deutsch lernen müssen. Aber ich bitte Sie, welche Sprache spricht die Liebe? Es kann doch nicht sein, dass die Liebe junger Menschen per Verordnung nur auf Deutsch funktionieren darf.

    Nein, wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung erklärt, verletzt die Menschenrechte. Auch in den relevanten EU-Richtlinien steht von einer solchen Voraussetzung nichts. So etwas verletzt uns.“

    ------------------------------

    Also keine fehler der Türken die hier leben wollen, sondern ausschliesslich fehler auf Deutscher Seite.
    Also alle wie gehabt.








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