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Bestseller-Autorin Hegemann: Literatur-Wunderkind schrieb bei Blogger ab

Die Autorin ist erst 17 und wird als neuer Star der Literaturszene gefeiert. Jetzt kommt heraus: Helene Hegemann hat Teile ihres erfolgreichen Romandebüts "Axolotl Roadkill" abgeschrieben. Sie gibt es zu - und entschuldigt sich bei einem Berliner Blogger.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...676490,00.html
  1. #10

    Amazon-Daten von Carl Hegemann?

    Die interessanteste Frage bei dieser ganzen Farce: Wie zur Hölle kommt Frank Maleu vom SuKuLTur-Verlag an die Amazon-Daten von Carl Hegemann?

    "Frank Maleu vom SuKuLTur-Verlag, der Airens Roman "Strobo" veröffentlicht hat, sagt jedoch, er habe einen Beleg vom 28. August 2009, wonach über den Amazon-Account von Helenes Vater Carl Hegemann das Buch bei ihm bestellt worden sei - Lieferadresse: Helene Hegemann."
  2. #11

    Das Ganze hat nichts mit Sharing zu tun...

    Das Ganze hat nichts mit Sharing zu tun, sondern schlicht mit Unverfrorenheit.

    Meine Texte könnte jeder gerne verwenden unter Angabe der Quelle und sie auch kostenlos verbreiten.

    Allein kommerziell diese Texte verwerten und für die eigenen ausgeben, nur weil man eine bessere PR Maschine hat und damit Geld verdienen kann, ist das Allerletzte.
  3. #12

    Authentizität

    Das lustige ist doch, dass dieser Roman und die Autorin ganz bewußt und auch sehr selbstgewußt die klassische Literaturszene anspricht und dort gefeiert wird.
    Was dann dort hofiert wird, ist ja gerade die Authentizität, die man in dem Werk zu finden glaubte.
    Dass es diese gerade hier nicht gab, sondern eher eine trickreiche Form von Mimikri, stellt einerseits die Suche nach Authentizität bloß, wertet andererseits das Werk ab.

    Es ist wiederum nicht schlüssig, sich mit der Internet-Affinität der Autorin herauszureden. Ist sie nun eine Bloggerin oder eine "echte" Autorin?
    Ganz praktisch kann ich auch nicht verstehen, wie man auf die Idee kommen kann, in einem solchen autobiografischen Roman von anderen abzuschreiben; egal aus welcher Szene man kommt.
  4. #13

    Wow

    Eine absolute Frechheit. Ich werde dieses Buch nicht kaufen sondern höchstens illegal DOWNLOADEN! Wer so dreist kopiert gehört mit Boykott bestraft.
  5. #14

    Nachtleben - bis 22 Uhr

    Zitat von lespaul57 Beitrag anzeigen
    wie man mit 17 über's Berliner Nachtleben schreiben kann, erschließt sich mir sowieso nicht
    Wieso man von einer 17-Jährigen was übers Berliner Nachtleben lesen will, erscheint mir sogar noch absurder.
  6. #15

    so würde ich das nicht sehen....

    Zitat von chocochip Beitrag anzeigen
    Das Ganze hat nichts mit Sharing zu tun, sondern schlicht mit Unverfrorenheit.
    vielleicht hat sie ganz einfach vermeiden wollen, wegen zu vieler eigenproduzierter Pisa-ist-überall-Beweise noch weniger
    ernst genommen zu werden ?
  7. #16

    jaja

    das riecht dcoh wieder einmal stark nach pr-gag. das vermeintliche wunderkind, von dem man jetzt mal 2 tage nix gehört hat, ist wieder in aller munde, mit ihrer reaktion provoziert sie und plötzlich wird dieser aire ins spiel gebracht, was seinen verkaufszahlen sicher auch nich schadet... ich fall da nich drauf rein
  8. #17

    Bullshit!

    "Über die Verantwortung einer jungen, begabten Autorin, die mit der 'Sharing'-Kultur des Internets aufgewachsen ist, mag man streiten", sagt Ullstein-Chefin Bublitz.

    Das hat sie aber super-elegant zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen, die Frau Bublitz: in einem Satz das wohlfeile Kübelchen Dreck über dem bösenbösenbösen Umsonst-Abschreib-Raubmordterrorkopier-Interdings ausgeschüttet - und gleichzeitig eine super Ausrede drin untergebracht für den urheberrechtlichen Amoklauf einer Teenagerin, den man unter Vortäuschung von Authentizität und offensichtlich kopflos vor Sensationsgeilheit zur Literatur hochgejazzt hat. Chapeau!

    Wenn das betreffende Werklein dann als unlizensierte Kopie durch die Tauschbörsen geistert - was es schon tut, wie ich vermute -, kann man dann vielleicht wieder ein bisschen jammern über diese "Sharing-Kultur", die einem das Geschäft abgräbt.

    Und dann auch noch veilchenäugig so tun, als wüsste man nicht, dass auch in dieser unbekannten, fernen Datenwelt der Quellenverweis durchaus zum guten Ton gehört ... naja, wahrscheinlich hat Frau Bublitz mit diesem Internet-Dings sowieso recht selten persönlich zu tun und weiß es wirklich nicht ...
  9. #18

    Geistiger On...ismus

    Zitat von drtek Beitrag anzeigen
    Eine absolute Frechheit. Ich werde dieses Buch nicht kaufen sondern höchstens illegal DOWNLOADEN! Wer so dreist kopiert gehört mit Boykott bestraft.
    Na und Bohlen bekommt für das Gejaule der Kandidaten auch Millionen und die Lieder sind auch geklaut oder geliehen.
    Ich glaube das Hauptinteresse an solchen Sendungen oder Gescgehnissen ist das 'others bashing' Adrenalin Junkey Symptom...

    Oder warum sind die Kritiker abgegange wie Gina zu ihren besten Zeiten.
  10. #19

    SuKuLTur bei Amazon

    Zitat von Spaghettimonster1 Beitrag anzeigen
    Die interessanteste Frage bei dieser ganzen Farce: Wie zur Hölle kommt Frank Maleu vom SuKuLTur-Verlag an die Amazon-Daten von Carl Hegemann?

    "Frank Maleu vom SuKuLTur-Verlag, der Airens Roman "Strobo" veröffentlicht hat, sagt jedoch, er habe einen Beleg vom 28. August 2009, wonach über den Amazon-Account von Helenes Vater Carl Hegemann das Buch bei ihm bestellt worden sei - Lieferadresse: Helene Hegemann."
    Ist doch ganz einfach: man werfe mal einen Blick auf die Amazon-Seite zum Buch "Strobo". Da steht schwarz auf weiß, dass Amazon das Buch nicht selbst vertreibt, sondern nur ein Dritter, der den SuKuLTur-Verlag vertritt. Bei einer Bestellung über Amazon erfährt der Händler natürlich Liefer- und Rechnungsadresse.








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