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Beschäftigung von Jugendlichen: Europas Zukunft ist arbeitslos

APDie Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit, besonders dramatisch ist die Lage in EU-Ländern wie Spanien: Dort findet fast jeder zweite junge Mensch keinen Job. Die Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer "verlorenen Generation".

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...834411,00.html
  1. #10

    Zitat von DennisFfm Beitrag anzeigen
    Lieber Niedriglohn in Deutschland als arbeitlos.
    Das was China für die Welt ist, ist Deutschland in Europa.
    Und so kommunistisch wie die Chinesen sind, ist Frau Merkel Kapitlaist. Sie kann nur solange mit dem Finger auf Griechenland und Spanien zeigen solange hier in Deutschland nahezu kostenlos für sie geknechtet wird.
    Bei einer halbwegs, angemessenen Lohnanpassung in Deutschland, würden diese Länder auch wieder funktionieren.
    Was sollte denn dort funktionieren? Wo sind die tollen Industrien die nur darauf warten nicht von den Billigdeutschen nieder gehalten zu werden?

    Tatsächlich kostet eine Arbeitsstunde in Deutschland wesentlich mehr als in Griechenland oder Spanien, sie ist nur gleichzeitig auch noch produktiver als sie teurer ist.
    Klar kann man den Deutschen vorhalten: Wenn ihr viermal so gut seit aber nur doppekt so viel kostet können wir nicht mithalten. Bitte kostet dann doch auch wenigstens viermal so viel.
    Man kann aber auch gegenfragen: Wieso seit ihr denn nur ein viertel so gut? Werdet doch mal lieber halb so gut, dann passt es auch wieder.
  2. #11

    Zitat von DennisFfm Beitrag anzeigen
    ...
    Bei einer halbwegs, angemessenen Lohnanpassung in Deutschland, würden diese Länder auch wieder funktionieren.
    Ein Trugschluß. Die Angelegenheit ist komplexer. Angenommen wir hätten alle 10 oder 20% mehr Lohn. Wieviele Exporte würden dann nur auf Grund der Preisunterschiede am Endprodukt am Wettbewerb mit den "Südstaaten" scheitern ? In welchem Segment genau würden sie uns vom Markt verdrängen ?

    Ich meine so gut wie keine. Vor allem nicht im Maschinenbau und in Bereichen höherwertiger Güter. Oliven als Konkurrenz zu Griechenland exportieren wir ja nicht gerade.
  3. #12

    Arbeitslosigkeit fällt nicht vom Himmel, ...

    ...sondern ist politisch gewollt. Die Fragen sind A, wer ein Interesse an der Destabilisierung von Europa hat und B, wer ein riesiges Heer von deprivierten, armen und abhängigen Menschen benötigt.

    Solche Menschen kann man gut steuern, jegliche Lohnforderung wird sofort im Keim erstickt und aus den Ghettos kann man sehr gut gewaltbereite Persönlichkeiten für das Militär rekrutieren.

    Spätestens wenn man das hier liest:
    Die EU versucht jetzt umzusteuern. Sie will jungen Arbeitslosen helfen, indem sie vorerst 7,25 Millionen Euro ab dem laufenden Jahr in die grenzüberschreitende Stellenvermittlung steckt, wie die EU-Kommission mitteilte.

    sollte jedem klar sein, dass niemand ein Interesse hat die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Bloß 7,25 MILLIONEN europaweit?! Damit kann man der Arge in meiner Stadt wahrscheinlich so gerade eben neue Büromöbel kaufen. Für mehr reicht es ganz sicher nicht. Ich denke bei 7,25 MILLIARDEN könnte man vielleicht die aller nötigsten Feuer in der EU löschen, aber ich glaube auch nicht, dass man damit weit käme. Gut, dass die Banken gerade noch wie viel ???? bekommen haben.
  4. #13

    Hausaufgaben machen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit, besonders dramatisch ist die Lage in EU-Ländern wie Spanien: Dort findet fast jeder zweite junge Mensch keinen Job. Die Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer "verlorenen Generation".

    Jugendarbeitslosigkeit: Junge Arbeitslose fliehen in informellen Sektor - SPIEGEL ONLINE
    Solange diese Länder ihre Märkte nicht reformieren und flexibilisieren wird sich an dem Problem auch nichts ändern. Verschärft wird das Problem noch durch die generell schlechte Wettbewerbsfähigkeit dieser Volkswirtschaften. Das sind Hausaufgaben die in diesen Ländern gemacht werden müssen und auch dann wird es keine kurzfristige Lösung geben. Deutschland hat 10 Jahre gebraucht um seine Wettbewerbsfähigkeit wieder zu erlangen und wurde dabei noch durch eine viel zu schwache Währung und zu niedrige Zinsen unterstützt. Jedenfalls für Deutschland zu schwach und zu niedrig, für Spanien und GR immer noch zu hoch. Diese "verlorene Generation" kann man zu einem nicht geringen Teil als Opfer des Euro sehen. Das macht aber nichts, kein Preis ist zu hoch, wenn wir nur an unserem Fetisch namens Euro festhalten können.
  5. #14

    Traurig

    "Mehr als 5,5 Millionen junge Menschen suchen laut EU-Kommission derzeit in Europa einen Job - 6500 von ihnen will die Brüsseler Behörde mit den Geldern zu einem Arbeitsplatz verhelfen".
    Ab da habe ich aufgehört zu lesen. 6500 von 5.500.000 ?!
    Wir werden nach Strich und Faden verar.....
  6. #15

    Was soll das?

    46% aller Spanier zwischen 15 und 24 und rund 26% im Europadurchschnitt sind arbeitslos. Böse Aussichten? Was soll der Quatsch. Wer mit 15 auf Arbeitssuche geht hat grade mal den Real- oder Hauptschulabschluß, ist also beruflich völlig unqualifiziert. Selbst wer wie früher den klassischen Weg Hauptschule dann Lehre und Gesellenprüfung gehen würde ist selten vor dem 20. Lebensjahr mit der Ausbildung fertig. Da fangen nach Abschluß von Zivil- oder Wehrdienst die meisten Abiturienten grade an zu studieren. Fertig sind sie auch in Spanien erst mit 25. Mit 15-24 gehörst du auf die Schulbank, in den Hörsaal oder ins 'Praktikanten-Labor. Aber nicht mehr an die Werkbank. Die Zeiten sind vorbei!
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit, besonders dramatisch ist die Lage in EU-Ländern wie Spanien: Dort findet fast jeder zweite junge Mensch keinen Job. Die Internationale Arbeitsorganisation warnt vor einer "verlorenen Generation".

    Jugendarbeitslosigkeit: Junge Arbeitslose fliehen in informellen Sektor - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja alles furchtbar interessant. Aber wie ist das jetzt mit den Renten. Geht da dieses Jahr noch was? Ich bin mit der Urlaubsplanung im Verzug.

    Aber jetzt nochmal im Ernst. Vielleicht sollte man besonders für Ärzte, Pfleger und Ingenieure einfach mal hier die Arbeitsbedingungen interessanter machen, bevor man diese Leute aus dem Ausland abwirbt. Grade im medizinischen Bereich sind genug Kräfte da. Die wollen hier nur einfach nicht mehr knechten.
  8. #17

    Danke Ihr Ökonomen

    Wir bewundern die ultimative Konsequenz betriebswirtschaftlicher Oprimierung. Optimiert wurde leider nur lokal im Betrieb ohne berücksichtigung der Einflüsse auf die Randbedingungen. Zumindest durften wir uns im Gegenzug über billige Smartphones freuen.
    Freut euch Ihr Karrieristen, Temleader, Outsourcingmanager und BWL-versteher, und seid froh, wenn euch Europas zornige Jugend eure Doppelhaushälfte und das neue Auto verschohnt.
  9. #18

    Zitat von servadbogdanov Beitrag anzeigen
    Das ist doch eine gute Meldung. Da müßten die ganzen Wirtschaftsversteher doch in lautes Hosianna ausbrechen, ob des Umstandes, dass nunmehr ein Heer von zukünftigen Lohnsklaven vor der Tür steht, die man nach belieben zu Hungerlöhnen knechten lassen kann. Gott Wachstum pur, sofern man die aufgrund sinkender Personalkosten steigenden Gewinne im Auge hat.
    Angesichts der Tatsache dass mit weiter fortschreitender Automatisierung die Lohnkosten einen immer kleineren Anteil an den Produktionskosten haben, zweifele ich doch an ihrer Aussage.

    Sie trifft bestenfalls auf Sektoren zu in denen Automatisierung nicht oder nur schwer möglich ist, z.B. die Pflegeberufe und anderes im Dienstleistungssektor. Hier dürfte durch das Überangebot an Arbeitskräften der Trend in der Tat in Richtung Niedrigstlöhne gehen.
  10. #19

    m

    Lösung: Börsentransaktionssteuer - betrifft nur die Leute, die Kohle haben. Ich selber habe nicht das Geld, um an der Börse zu spekulieren.
    Mindestlohn - Jeder, der Arbeit hat ein Recht mit dem Einkommen sein Leben zu finanzieren.
    Zeitarbeitsfirmen abschaffen, Traineestellen abschaffen, unbezahlte Praktika abschaffen. Alles nur ERfindungen, um weniger Lohn zu bezahlen! Know-how nicht nach China liefern! Erst wenn China seinen Markt komplett öffnet kann man fair mit denen handeln. Wer weiß denn schon was da wirklich abgeht?
    Höhere Steuern auf hohe Einkommen. Generell sollte jede Firma, die in D. verkaufen will auch in D. Steuern bezahlen!


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