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Berufsbildungsbericht: Betrieben droht Azubi-Mangel

APFür Betriebe wird es in den kommenden Jahren schwieriger, Auszubildende zu finden. Zu dem Ergebnis kommt der Berufsbildungsbericht, den das Bundeskabinett in wenigen Tagen verabschieden wird. Demnach sinkt die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulzugang bis 2025 um knapp ein Fünftel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831561,00.html
  1. #40

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ich versteh das Problem nicht. Ich dachte man macht eine Lehre, weil man was lernen will, und nicht weil man schon etwas weiß.

    Sind die heutigen Ausbilder pädagogisch nicht mehr in der Lage den Umgang mit einem Schraubenschlüssel zu vermitteln?

    Wenn ich in meinem Beruf (Pfleger auf Intensivstation) jemanden einarbeite oder einen Berufsschüler betreue, und der lernt nichts und macht Fehler, dann ist das effektiv mein Fehler, dann hab ich offenbar nicht genügend pädagogisches Geschick gehabt.
    Ach, Sie sind daran gewöhnt, dass ihre AZB noch nicht mal ein Grundwissen besitzen? Dann dauert die Ausbildung sicherlich 7-10 Jahre. Unter solchen Umständen ist eine Ausbildung für einen Betrieb zu teuer.

    Es kommt sicherlich auf de Beruf an, wie viel man an Wissen voraussetzten kann. Aber, dass auf Zeugnissen schon nicht mehr erwähnt wird, wie viele Fehltage ein Schüler hat, das ist sicherlich gut für den Schüler, aber nicht für den Ausbilder. Ich lese daraus ab, ob der AZB überhaupt interessiert ist und in der Lage, ein Ziel zu verfolgen.

    MfG. Rainer
  2. #41

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Für Betriebe wird es in den kommenden Jahren schwieriger, Auszubildende zu finden. Zu dem Ergebnis kommt der Berufsbildungsbericht, den das Bundeskabinett in wenigen Tagen verabschieden wird. Demnach sinkt die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulzugang bis 2025 um knapp ein Fünftel.

    Berufsbildungsbericht: Azubi-Mangel verschärft sich - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt reicht es halt nicht mehr nur eine Anzeige in der lokalen Tageszeitung zu schalten und bequem vom Bürostuhl eingehende Bewerbungen zu sortieren. Oh nein, jetzt muss man ja aktiv werden und selbst nach einem geeigneten Azubi suchen, Anreizprogramme schaffen, direkt in die Schulen gehen oder gar Azubis mit 30 oder älter einstellen. Furchtbar. Ich bin überfordert.
  3. #42

    Zitat von dorpf Beitrag anzeigen
    ......direkt in die Schulen gehen oder gar Azubis mit 30 oder älter einstellen. Furchtbar. Ich bin überfordert.
    Das scheint eine gute Lösung zu sein, aber sie klingt für mich wie Notabitur, welches seine Begründung im Krieg, Ende der Nazizeit hatte.

    Ich erlebte das Gegenteil, ich kam nach 8 Jahren Schule mit 14 in die Lehre, war nach 3 1/2 Jahren Geselle und konnte dann erst meinen Führerschein machen. Meine Meisterprüfung machte ich mit 22 Jahren. Ab 24 durfte ich selber Lehrlinge ausbilden. So dass mir ein Lehrzeit mit 30, oder älter sehr unverständlich war.

    Ich hatte natürlich auch ältere Lehrlinge, aber es erstaunte mich doch sehr, wenn ich so einen Laban von 22-23 Jahren mit Kinderspielchen erwischt habe, die ich eigentlich eher im Kindergarten erwartet hätte.

    Ich glaube nicht, dass eine späte Lehre zum Vorteil einer Ausbildung ist.

    MfG. Rainer
  4. #43

    .

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit einer sehr guten technischen Ausbildung nichts in der Hand habe. Ich tauge nur als billiger Hilfsarbeiter bzw. inzwischen nur noch als Ungelernter. Zumindest wurde mir das so auch vermittelt. Gut, ich bin auch unterbelichtet, ergo kann ich auch nicht viel mehr erwarten. Aber möglicherweise haben noch mehr diese Erfahrung bei ihren Bewerbungen gemacht.
  5. #44

    Azubi-Coaching gegen Azubi-Mangel

    Das Azubi-Coaching (siehe auch purple-consulting.de: home) ist ein tolles Projekt für Junge und Unternehmen:
    Schon in Schulen wird bei Jugendlichen nicht herausgefiltert, welche Präferenzen sie haben, in welche Richtung ihre berufliche Zukunft gehen könnte und soll. Als junger Mensch kann ich mich zwar aus einer Liste von Unternehmen für ein Schülerpraktikum bewerben, weiß jedoch nicht, ob das wirklich etwas für mich ist. Auf der anderen Seite weiß ich als junger Mensch auch nicht, welche Voraussetzungen ich für ein potentielles Unternehmen erfüllen muss und wie komme ich an die vielschichtigen speziellen Informationen.

    Und hier genau setzt das Azubi-Coaching an: Es befähigt die jungen Menschen, ihre Präferenz herauszufinden. Parallel dazu wird den jungen Menschen durch Unternehmen der verschiedenen Branchen dargestellt, welches Anforderungsprofil erwartet wird. Gemeinsames Ziel ist es, frühzeitig aktiv und nachhaltig dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

    Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Es wird keine wertvolle Zeit in der Berufswahl vergeudet, weil der junge Mensch sich von Anfang an klar auf seine Präferenzen orientiert. Unternehmen gelingt es, gute Azubis zu rekrutieren. Gerade in Zeiten des Azubi-Mangels ist eine nachhaltige Strategie in den Unternehmen erforderlich.
    Ein wirklich gelungenes Projekt-keine Zeitverschwendung-tolle Symbiose zwischen Jungen und Unternehmen- sehr empfehlenswert!
    Grüße Igelklein
  6. #45

    zu Tatsache

    Ich habe sowohl Erfahrung seitens der Berufsschule her .. als auch auf dem Gymnasium gesammelt. Ich kann sagen aus meiner persönlichen Erfahrung heraus, da ich jetzt schon oft was Betriebe anging auf die Nase flog...weil ich nicht tragbar für das Unternehmen war.. (während der Probezeit rausgeflogen) Seitens der Betriebe und mir trotz dass ich flehte...weil mir eine Ausbildung doch sehr wichtig ist..Ich spielte übrigens schon die letzten Tage mit dem Gedanken mich selbst umzubringen... Ich weiß nicht, ich sehe das Ganze doch eher negativ..Ich würde nicht sagen dass ich schlecht war.. nur entwickle ich schon eine Ausbildungsplatzphobie...obwohl ich einfach nur einen Betrieb will der auf mich vertraut, so wie jeder andere eben auch..Der mit mir zufrieden ist..Ich bin dazu bereit alles nur menschenmögliche zu leisten... Helft uns angehenden Azubis doch mal, anstatt uns gleich zu verurteilen..


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