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Berufsbildungsbericht: Betrieben droht Azubi-Mangel

APFür Betriebe wird es in den kommenden Jahren schwieriger, Auszubildende zu finden. Zu dem Ergebnis kommt der Berufsbildungsbericht, den das Bundeskabinett in wenigen Tagen verabschieden wird. Demnach sinkt die Zahl der Schulabgänger ohne Hochschulzugang bis 2025 um knapp ein Fünftel.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831561,00.html
  1. #10

    Wohin auswandern?

    Zitat von Delta17 Beitrag anzeigen
    Eine Lösung: Weiss ich ehrlich gesagt nicht, außer der Auswanderung bevor diese Leute unsere Rente bezahlen...
    Dann wandern Sie mit einiger Sicherheit in ein Land aus, in dem es diese Art der Berufsausbildung mit einiger Sicherheit nicht gibt. In den USA oder Kanada war es lange so, und teilweise ist es auch heute noch so, dass im Handwerk niemand irgendwelche Abschlusszeugnisse sehen wollte/will. Man geht auf eine Baustelle und sagt ich bin Zimmermann und suche einen Job. Dann arbeiten Sie einen Tag auf Probe und sind am Ende dieses Tages entweder eingestellt oder Sie dürfen wieder gehen (was ich im Grunde gar nicht so verkehrt finde).

    Man sollte sich vielmehr bemühen, unser System der Lehrlingsausbildung zu bewahren. Und dass ginge auch, würden sich alle Seiten mal ein wenig bewegen, vor allem die Ausbildungsbetriebe. Für viele sind Lehrlinge nachz wie vor einfach billige Arbeitskräfte, die es so gut wie möglich auszubeuten gilt.

    Eine fachgerechte Ausbildung ist da oft zweitrangig oder gefälligst vollständig von der Berufschule zu leisten.

    Und Fachkräftemangel: Warum stagnieren oder sinken die Einstiegsgehälter von Ingenieuren seit Jahren, wenn angeblich ein solcher Mangel besteht?
  2. #11

    Aber sicher!

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    .....

    Heutzutage kommt kein Zimmermann mehr ohne fundierte Computerkenntnisse aus.

    Und was die "Fachkräfte aus dem Orient" betrifft: Mein sehr netter Nachbar ist Afghane. Jetzt raten Sie mal, was der beruflich macht? Er ist Hirnchirurg!
    Sag ich doch.
    In Berlin gibt es ganze Plattenbauten voll Hirnchirurgen ...

    Auf die 50% Abiturquote steuern wir aber stramm zu.
    Bremen will jedem Kind ein Abitur ermöglichen, ohne Prüfungen und mit garantierter Versetzung - ist doch nobel, oder!?
    Damit wird endlich der leidige Klassenkampf zugunsten des Proletariats entschieden!
    Wäre ja noch schöner, wenn man Dummheit durch schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt bestrafen würde... die Zeiten haben wir Gott sei Dank überwunden.
    Die blühenden Landschaften von Kohl sind nahe...
  3. #12

    Gesagt ja

    Zitat von xhoch2 Beitrag anzeigen
    Mein sehr netter Nachbar ist Afghane. Jetzt raten Sie mal, was der beruflich macht? Er ist Hirnchirurg!
    Es kommen mehr Hirnchirurgen als Maurer. Ein Volk, dass sich 30% eines Jahrgangs auf Hochschulen leistet, hat natürlich zu viele Wissenschaftler in Relation zu produktiv Tätige.[/QUOTE]

    Gemeint hat er es sicherlich anders! Und wenn Sie meinen, wir bräuchten keine Hirnchirurgen, hoffe ich mal, dass Sie nicht in Kürze einen Hirntumor oder ein Aneurysma entwickeln.

    Ist das Problem nicht vielmehr, dass Lehrlinge immer noch viel zu oft nicht als Zukunft des Unternehmens sondern als billige Arbeitskräfte angesehen werden, die zudem mit einer 3 in Deutsch nicht einmal eine Lehrstelle als Maurer bekommen?
  4. #13

    Dank unserer Plagiatoren-Politiker kann man ...

    Dank unserer Plagiatoren-Politiker kann man unserer Jugend sowieso nur noch empfehlen keinen technischen - oder sonstigen Handwerksberuf zu erlernen. Da droht nämlich am ehesten Zeitarbeit zu Minilohn.

    Wenn es schon nicht zum Arzt oder Rechtsanwalt reicht, dann wenigstens BWLer. Da kann man vielleicht später mal die eigene Zeitarbeitsfirma leiten. Schwafeln und Pseudoberaten ist nämlich inzwischen viel höher angesehen, als gute handwerkliche Arbeit.
  5. #14

    Nur noch Häuptlinge

    Gerade jetzt sollte man mal wieder bodenständige Berufe forcieren. Was helfen uns denn 30% Akademiker wenn es kaum noch etwas zu tun gibt? Man schaue mal auf England, da mangelt es an Handwerkern und schon verdienen die mehr als die Absolventen von Iniversitäten. Hört endlich auf die Abschlüsse abzuwerten, damit möglichst viele ein Abi oder ein Studium schaffen und erhöht die Qualität der Ausbildung.
  6. #15

    Zitat von naklar? Beitrag anzeigen
    Dank unserer Plagiatoren-Politiker kann man unserer Jugend sowieso nur noch empfehlen keinen technischen - oder sonstigen Handwerksberuf zu erlernen. Da droht nämlich am ehesten Zeitarbeit zu Minilohn.

    Wenn es schon nicht zum Arzt oder Rechtsanwalt reicht, dann wenigstens BWLer. Da kann man vielleicht später mal die eigene Zeitarbeitsfirma leiten. Schwafeln und Pseudoberaten ist nämlich inzwischen viel höher angesehen, als gute handwerkliche Arbeit.
    Da haben sie zwar Recht aber das Ganze nennt sich Dienstleistungsgesellschaft und ist nur zum Teil den Politikern geschuldet sondern eher der Globalisierung und Automation, letztere führt auch dazu das inzwischen die verbliebenen guten Ausbildungsberufe eine große Komplexität aufweisen und hohe (zu hohe) Anforderungen an die Auszubildenden stellen. Jugendliche die dafür geeignet wären, gehen in der Tat heutzutage lieber studieren und sind dann dafür aber nicht gut genug um wenigstens dort zu glänzen. Das ist alles ein schwieriges Problem zu dem mir auch keine Lösung einfällt aber, und jetzt kommen wir wieder zu ihren Politikern, es gibt eine Menge gut bezahlter Leute denen dazu allerdings etwas einfallen sollte!
  7. #16

    Da haben Sie durchaus recht

    Zitat von EricCartman Beitrag anzeigen
    Gerade jetzt sollte man mal wieder bodenständige Berufe forcieren. Was helfen uns denn 30% Akademiker wenn es kaum noch etwas zu tun gibt? Man schaue mal auf England, da mangelt es an Handwerkern und schon verdienen die mehr als die Absolventen von Iniversitäten. Hört endlich auf die Abschlüsse abzuwerten, damit möglichst viele ein Abi oder ein Studium schaffen und erhöht die Qualität der Ausbildung.
    aber in Deutschland mit seiner durch die perfide HartzIV-Gesetzgebung künstlich aufgeblähten Leiharbeiterbranche würde das so nicht funktionieren. Hier bedeutet ein angeblicher Mangel (siehe Ingenieure) keineswegs eine Steigerung der entsprechenden Gehälter, hier bedeutet er nur mehr Leiharbeit.

    Trotzdem würde ich meinem Sohn jederzeit zu einer soliden Handwerksausbildung raten, auch wenn er dereinst einmal Abitur machen sollte.

    Wer sagt denn, dass jeder Abiturient auf Teufel komm raus studieren muss?
  8. #17

    Zitat von trackerdog Beitrag anzeigen
    Wir haben doch bald 50% Abiturienten.
    Darunter wird man doch noch welche finden, die eine Berufsausbildung schaffen.
    Zu meiner Zeit konnte man mit Volksschulabschluß problemlos eine Lehrstelle finden. Dank ständiger Schulreformen haben wir es nun geschafft, dass nicht einmal mehr Abiturienten ausbildungsfähig sind.
    Das nenn ich mal Fortschritt...
    Ach so, ich vergaß ... die Fachkräfte aus dem Orient und Nordafrika. Also an Hirnschirurgen, Raketenwissenschaftlern und Genforschern dürften wir da wenigstens keinen Mangel haben!
    Mit verlaub es gibt einen Unterschied zu damals und heute.

    Die Anforderungen sind extrem gestiegen. Damals konnte man als ungelernter Arbeiter noch akzeptabel durchkommen und eine Familie ernähren. Heutzutage geht das wirklich nur mit ach und krach.
  9. #18

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    ... Was die OECD immer noch nicht begriffen hat: das duale System der Ausbildung war das Rückgrat des Mittelstandes und damit der bisher so erfolgreichen deutschen Industrie...
    Und ob die das begriffen haben! Deswegen soll dieses System ja auch zerstört werden. Genau das gleiche auf der Akademikerbene mit der Abschaffung des Diplom; vor allem des Dipl.-Ing.. In Zukunft soll zudem das Abitur höherwertig sein als eine dreijährige Berufsausbildung. Damit ist sichergestellt, dass Deutschland sich wirtschaftlich und wissenschaftlich nicht mehr von den anderen EU-Ländern abhebt und jederzeit ein Fachkräftemangel diagnostiziert werden kann.

    Das ist quasi das bildungstechnische Äquivalent zum Euro...
  10. #19

    .........

    Zitat von suedseefrachter Beitrag anzeigen
    Mit verlaub es gibt einen Unterschied zu damals und heute.

    Die Anforderungen sind extrem gestiegen. Damals konnte man als ungelernter Arbeiter noch akzeptabel durchkommen und eine Familie ernähren. Heutzutage geht das wirklich nur mit ach und krach.
    Wer eine Ausbildung gemacht hat, ist kein ungelernter Arbeiter....und man kommt schon noch rum, auch mit Familie. Ist jedenfalls meine Erfahrung.


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