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Berufs-Qualifikation: Ausländische Abschlüsse werden schneller anerkannt

Deutschland klagt über Fachkräftemangel. Doch Behörden bremsen ausländische Arbeitnehmer, weil sie deren Abschlüsse nicht akzeptieren. Ein neues Gesetz soll jetzt*zumindest eine schnellere Überprüfung garantieren.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...795864,00.html
  1. #50

    Handwerk hatte mal goldenen Boden

    Zitat von Why-not? Beitrag anzeigen
    Ich bin in einem Umfeld wo ich viel mit Handwerkern zu tun habe. Selbstverständlich gibt es da Fachkräftemangel und zwar massiv. Dachdecker, Bäcker, Maler und Lackierer, Installateure usw. usw. finden eben KEINE qualifizierten Fachkräfte. Die müssen dann halt dringend aus dem Ausland kommen und deswegen ist dieses Gesetz auch gut.
    Auch im Pflegebereich, in Krankenhäusern etc. werden massiv Kräfte gesucht und nicht gefunden.
    Ja dann schauen sie sich ihre Auflistung nochmal genau an. Das sind ausnahmslos äusserst anstrengende Berufe mit teilweise harten Arbeitszeiten. Da muss vor allem die Kohle stimmen.
    Ich kenne viele Leute, die genau diese Berufe nach kurzer Zeit hingeschmissen haben, weil die Bezahlung absurd niedrig ist. Das war mal anders, da stellte ein Handwerker nach was dar und war angesehen.
    Das mit Billigausländern ausgleichen zu wollen, ist der ganz falsche Weg. Ich würde bei den Abschlüssen eher noch genauer hinsehen, wenn man jetzt hört wie korrupt es z.B. in Griechenland zugeht. Und das ist in anderen Ländern noch schlimmer.
  2. #51

    .

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Ich wäre in der Lage, einen "falschen" Ingenieur binnen 2 Stunden zu entlarven!
    Andere Fachleute auch.
    Dann sind Sie sicherlich auch in der Lage, den Wert eines ausländischen Abschlusses selbst zu beurteilen.
    Wofür dann dieser Zirkus mit den Schnellanerkennungen von Abschlüssen? Das ist doch mal wieder blinder politischer Aktionismus.

    Übrigens ist Schavan Honorarprofessorin für katholische Theologie, und so viel Ahnung hat sie auch von Berufsabschlüssen, nämlich null. Sie lässt sich von der Wirtschaft ihre Initiativen diktieren und dürfte kaum abschätzen können, was sie da macht.
  3. #52

    .

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Ja dann schauen sie sich ihre Auflistung nochmal genau an. Das sind ausnahmslos äusserst anstrengende Berufe mit teilweise harten Arbeitszeiten. Da muss vor allem die Kohle stimmen.
    Ich kenne viele Leute, die genau diese Berufe nach kurzer Zeit hingeschmissen haben, weil die Bezahlung absurd niedrig ist. Das war mal anders, da stellte ein Handwerker nach was dar und war angesehen.
    Das mit Billigausländern ausgleichen zu wollen, ist der ganz falsche Weg. Ich würde bei den Abschlüssen eher noch genauer hinsehen, wenn man jetzt hört wie korrupt es z.B. in Griechenland zugeht. Und das ist in anderen Ländern noch schlimmer.
    Zusätzlich, so als Fingerübung, sollte man die verschiedensten Abschlüsse in Deutschland vereinheitlichen und nicht in dem einen Bundesland den Bachelorabschluss genehmigen, der dann im Nachbarlohn nicht anerkannt wird.

    Typisch Deutsch, immer eine weltweite Lösung suchen und zu hause, alles vergammeln lassen.

    MfG. Rainer
  4. #53

    Anerkennung ist doch nur eine Scheindiskussion

    Entweder kann eine Firma den Ausländer brauchen oder nicht. Ob der Abschĺuss hier offiziell anerkannt wird oder nicht, ist doch uninteressant und eher ein Scheinargument von gewissen Berufsverbänden, die sich die Konkurrenz vom Hals halten wollen, bei den Ärzten klappt das sehr gut.

    Ob die erson was taugt, findet man sehr schnell heraus, zudem gibt es nicht nur dubiose Auslandsunis sondern auch seriöse. Gefälschte Unterlagen wird in wenigen Tagen durch Unkenntniss in der Praxis entlarvt, vor allem wenn hartes Wissen wie bei den Ings. gefragt ist

    In der letzen Ing.-Bude wo ich tätig war, tummelten sich sehr viele Soviets. Wo die genau her stammten, weiss ich nicht, vielleicht waren es auch Ukrainer, Asserbaidschaner, wat weiss ich, umgangssprachlich als "Russen" bezeichnet.

    Die taugten alle was, waren 1-2 Jahre dort, wurden ausgequetscht wie eine Zitrone, ne Putzfrau verdient hier mehr. Brachten sie nicht mehr die Leistung oder sind sie von selbst gegangen, standen schon wieder neue in der Tür.
    Genau das ist das Ziel, mit dem Nebeneffekt dass die einheimische Fachkraft genauso erpresst werden kann.
  5. #54

    Zitat von README.TXT Beitrag anzeigen
    Entweder kann eine Firma den Ausländer brauchen oder nicht. Ob der Abschĺuss hier offiziell anerkannt wird oder nicht, ist doch uninteressant und eher ein Scheinargument von gewissen Berufsverbänden, die sich die Konkurrenz vom Hals halten wollen, bei den Ärzten klappt das sehr gut.
    Bei Ärzten kann aber eine falsche Anerkennung Menschenleben kosten. Das würde ich nicht gleichsetzen.
  6. #55

    Interpretation

    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    [..]
    Ausserdem geht es hier in der Diskussion doch um das Prinzip eines normalen Abschlusses und nicht von vereinzelten, schwarzen Schafen, da haben wir seit Gutti und Co. selbst genug, um uns an der Nase zu fassen, gell?
    Richtig. Bitte lesen Sie mein Posting nochmals durch. Vielleicht können Sie den Text dann erfassen. Es geht darum, dass es eben schwarze Schafe gibt und diese Abschlüsse sollten nicht anerkannt werden.
    Zitat von r-le Beitrag anzeigen
    Was Ihr Beispiel mit dem chin. Germanistikabschluss betrifft, bedeutet das im Umkehrschluss, dass ein Deutscher, der hier Amerikanistik studiert es wert ist, aber umgekehrt nicht? Nicht wirklich, oder? [..]
    Richtig. Auch ich wünsche mir, dass in den USA die Abschlüsse ebenfalls geprüft werden. Ein schwarzes Schaf kann für andere die Tore verschliessen.

    Ich bitte Sie auch nichts eigenes in meine Texte hineinzuinterpretieren. Ich hatte mir nie ein Urteil über die eigentliche Qualifikation der Menschen angemasst.
  7. #56

    Warum?

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Bei Ärzten kann aber eine falsche Anerkennung Menschenleben kosten. Das würde ich nicht gleichsetzen.
    Warum?

    Es gibt ja noch die gute alte Aufnahmeprüfung.

    Dazu wird ein erfahrener Mitrarbeiter abgestellt, der die Leute prüft und testet.

    Ich habe für ein größeres IT Projekt viele Leute für einfache Arbeiten gebraucht (aber mit einem gewissen Fachwissen) - da wurde ganz einfach eine Aufnahmeprüfung gemacht. Nach 30 Min. waren noch 50% da, nach 2 Stunden blieben 20 über, die ich gebrauchen konnte. Die wurden dann auch exzellent bezahlt und die haben mich auch nie enttäuscht. Da waren Leute aus allen möglichen Ländern dabei, das war mir völlig egal. Mir war einzig und alleine die Qualifikation wichtig. Ach ja, viele deutsche Ingenieure waren unter den ersten 50%...
  8. #57

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Ja dann schauen sie sich ihre Auflistung nochmal genau an. Das sind ausnahmslos äusserst anstrengende Berufe mit teilweise harten Arbeitszeiten. Da muss vor allem die Kohle stimmen.
    Ich kenne viele Leute, die genau diese Berufe nach kurzer Zeit hingeschmissen haben, weil die Bezahlung absurd niedrig ist. Das war mal anders, da stellte ein Handwerker nach was dar und war angesehen.
    Das Problem ist, dass in den Handwerks-Branchen eben auch deswegen so schlecht bezahlt wird, weil die Kunden eben nicht bereit sind, mehr zu zahlen.
    Also wirklich fast ausnahmslos alle, die hier ein Häuschen bauen sind knallharte Rechner, die ziemlich gut darin geworden sind, das günstigste Angebot zu finden... Schwarzarbeit ist auch nicht wirklich verpönt... da ist man durchaus kreativ.

    Tja - da wunderts mich nicht, dass in dem Bereich eben auch die Bezahlung oftmals ziemlich lausig ist. Jeder spart halt wo es geht und jeder ist sich selbst der nächste - deshalb muss ich das große Wettern gegen die bösen Ausbeuter manchmal auch als eher heuchlerisch abtun.
  9. #58

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Mit Mediziner kann es so sein. Beispiele mit Betrügern aus Deutschland, die in Krankenhäusern gearbeitet haben, gibt es viele. Eine Rückfrage an die ausländische Uni könnte aber helfen.
    Bei Ingenieuren genügt eine Testarbeit, um zu erkennen, ob der Titel echt ist.
    Es geht doch gar nicht darum, ob der Abschluss echt ist, sondern darum, ob hinter dem Abschluss ansatzweise gleichwertige Kenntnisse der jeweiligen Materie steckt. Staatliche Akkreditierung einer Hochschule ist halt bei weitem kein weltweit einheitliches Qualitätsmerkmal.

    Natürlich könnte man für alle Ausländer Prüfungen abhalten, welche gleichwertiges Wissen erfordern, aber das würde die Hürden kaum senken, da dies mit noch viel mehr Aufwand verbunden wäre.
  10. #59

    xxx

    Zitat von the_flying_horse Beitrag anzeigen
    Ach ja, viele deutsche Ingenieure waren unter den ersten 50%...
    Natürlich. Mein Gott, wie blöd halten sie uns eigentlich das wir ihren Fake abkaufen?


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