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Berufs-Aussteiger: Vom Gutverdiener zum Weltreisenden

Von einer Tour rund um den Globus oder einem Sabbatical träumen viele. Christoph Pokrandt hat es getan. Der Ingenieur kündigte seinen immergleichen Job. Er warf alle Sicherheit über Bord, flog nach Südamerika, lebte vom Ersparten. Heute weiß er: Es war eine gute Entscheidung.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...756699,00.html
  1. #1

    Vom Gutverdiener zum Weltreisenden

    Die deutschen "Berichterstatter" sind nicht glücklich, wenn sie keine Fremdwörter gebrauchen können, selbst wenn sie falsch angewendet werden. "Von einer Tour rund um den Globus träumen oder ein Sabbatical nehmen" haben nichts miteinander zu tun. Sabbatical ist ein Jahr Ferien für Lehrer oder Professoren. Warum nicht einfach "ein Ferienjahr" sagen, anstatt mit einem blöden Fremdwort aufzuspielen?
  2. #2

    Glückwunsch zum Ausstieg

    Herzlichen Dank für den guten Artikel. Seit vielen Jahren steige ich auch regelmässig aus dem Job aus und überwintere 4-6 Monate in Asien. Daher kann ich es sehr gut nachvollziehen, was es für ein herrliches Gefühl ist, aus dem Flieger zu steigen und keiner Verpflichtung mehr nachkommen zu müssen.

    Auf der anderen Seite habe ich aber auch, wie im Artikel beschrieben, festgestellt, dass Nichtstun auf Dauer auch nicht glücklich macht. Früher oder später braucht man eine Aufgabe, die Freude bereitet und einem Sinn gibt, allerdings keinen "Nine to five job"!

    Ich kann nur jedem Arbeitnehmer raten, zumindest einmal im Leben ein Sabbatical zu machen und für ein halbes Jahr durch die Welt zu reisen. Grossunternehmen bieten das in der Regel an, man muss ja nicht gleich seinen Job kündigen :-)
  3. #3

    Thema "verfehlt"

    Na ja .. ich dachte die Hauptfigur wäre ohne Netz und doppelten Boden in die Ferne ausgewandert. Wollte wissen, wie er sein Leben da meistert. Stattdessen lebt er längst wieder in Köln und kann sogar von einer kleinen Rente leben. Wie geht das mit 46 Jahren? Aber das hatte ich eigentlich gar nicht wissen wollen.
  4. #4

    Schade

    Der Artikel ist oberflächlich, der Aussteiger wird mit Klischees zitiert, die kaputte Ehe oder Beziehung in einen Halbsatz eingestreut.
    Und schwupp ist er wieder in Köln, auch hier bleiben Motivation der Rückkehr, und wie man sich hier wieder einlebt, völlig offen.
    Lieblos dahin geschrieben.
  5. #5

    Versteh ich nicht!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Von einer Tour rund um den Globus oder einem Sabbatical träumen viele. Christoph Pokrandt hat es getan. Der Ingenieur kündigte seinen immergleichen Job. Er warf alle Sicherheit über Bord, flog nach Südamerika, lebte vom Ersparten. Heute weiß er: Es war eine gute Entscheidung.

    http://www.spiegel.de/karriere/ausla...756699,00.html
    Die Schlussfolgerung: "Es war eine gute Entscheidung" kann ich aus dem Gehalt des Artikels nicht nachvollziehen. Ich vermute eher das Gegenteil. Es sei denn der Mann kann mit einer Rente aus vermutlich 10Jahren Einzahlung zufrieden leben; ... und das auch noch mit Sohn.
    Aber vielleicht bin ich zu spiessig um das zu begreifen!
  6. #6

    Die

    Rente wird nicht so klein sein wie man meint zu errechnen oder wie es ihm nach Beiträgen zusteht, die Frühverrentung war ja wie geschrieben mit Anreizen verbunden.

    Mit so einem Grundpolster ohne die Angst in H4 zu verfallen kann man wahrscheinlich wirklich sehr entspannt Leben und sich gelegentlich was dazuverdienen. Kapital hat er ja auch noch. Von daher kann ich verstehen das es ihm besser geht als unter dem Pflichzeitjob.
    Ist halt nur ein bisschen asozial eine Rente zu bekommen die andere zwangsweise bezahlen ohne mit 39 gehen zu können, aber nicht asozial von ihm, sondern von der Gesetzgebung die das ermöglicht hat.
    Warum Ing. in Frühverrentung gehen können bitte ich beim nächsten "wir brauchen mehr Ing./Fachkräfte Artikelgelüge" nicht unerwähnt zu lassen.
  7. #7

    titel

    Schade, dass im Artikel den Dingen nicht genau genug auf den Grund gegangen wird.
    So entsteht hauptsächlich der Eindruck eines Gutverdieners, der es sich bei vorher 5000,- im Monat sicher leisten konnte, mehrere Jahre praktisch nichts zu verdienen. Man nehme noch die Abfindung und vielleicht eine kleinere geerbte Summe dazu und schon fällt es nicht mehr schwer, die Dinge gelassener zu sehen.
    Mit dem Durschnittsangestellten, der seine 2000€ heimholt und auch sonst keine großen finanziellen Rücklagen hat, ist dies nicht unbedingt vergleichbar.

    Dennoch gibt es wohl viele Menschen wie Herrn Pokrandt. Sie haben es "geschafft", eine erfolgreiche Ausbildung durchlaufen und einen guten Beruf ergattert, verdienen gut und können sich alles leisten - und doch fühlen sie sich wie Sklaven im eigenen Leben.

    Leider kann man es nicht vorhersagen, ob alles so gut laufen wird; und es ist zumindest sehr fraglich, ob er auch mit Kind&Familie den Ausstieg damals gewagt hätte. Das Hauptproblem an der ganzen Aussteiger-Geschichte: Wer für mehrere Jahre draußen ist, wird keinen adäquaten Job mehr finden, falls er das ganze bereut oder das Geld knapp wird.
  8. #8

    Kinder kosten Geld

    Zitat von Renardmalin Beitrag anzeigen
    Die Schlussfolgerung: "Es war eine gute Entscheidung" kann ich aus dem Gehalt des Artikels nicht nachvollziehen. Ich vermute eher das Gegenteil. Es sei denn der Mann kann mit einer Rente aus vermutlich 10Jahren Einzahlung zufrieden leben; ... und das auch noch mit Sohn.
    Aber vielleicht bin ich zu spiessig um das zu begreifen!
    Der Sohn wird vielleicht noch viel Geld kosten (Studium etc.). Sind alle anderen "beknackt", die sich dafür berufsmäßig ins Zeug legen? Ach ja, es gibt ja BAFÖG und sonstige Unterstützungen für Kinder aus einkommensschwachen Schichten)
  9. #9

    "Tatsächlich ist es aber so, dass es immer irgendwie weiter geht, irgendein Projekt sich immer ergibt."

    Jepp, das funktioniert bei mir auch schon über ein Jahrzehnt gut. Es hat sich halt die Büffelei für das richtige Studium ausgezahlt.

    Sehe mir im November Thailand an, wenn mir das dort gefällt, dann sieht mich Deutschland auch nur noch für Projekte im Sommer.

    Danke für diesen schönen Artikel. Herr Christoph Pokrandt hat alles richtig gemacht. In die Kiste hüpfen wir alle früh genug und Geld scheffeln kann nicht alles sein.








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