Von einer Tour rund um den Globus oder einem Sabbatical träumen viele. Christoph Pokrandt hat es getan. Der Ingenieur kündigte seinen immergleichen Job. Er warf alle Sicherheit über Bord, flog nach Südamerika, lebte vom Ersparten. Heute weiß er: Es war eine gute Entscheidung.
http://www.spiegel.de/karriere/ausla...756699,00.html
Der Fehler des ganzen Artikels liegt meiner Meinung nach darin, dass hier eine Person im Ausnahmezustand als mögliches Modell für andere herhalten soll.
Ein Aussteiger, der Aktienspekulant wird, ist für mich kein Aussteiger. Stattdessen treibt er es damit ja auf die Spitze, steigt also noch tiefer ein. Es ist nicht gerechtfertigt, sich über einen geregelten und gut bezahlten Job bei Ford zu beschweren, wenn man anschließend versucht, mit Aktiengeschäften abzukassieren. Ich habe Achtung vor jedem Bürger, der zuverlässig seinem Beruf nachgeht, denn das braucht eine Gesellschaft. Aktien- und Immobilienspekulanten schaffen keine Werte sondern verteuern nur unser Leben.
Ihre Zahl hat mich ermuntert die folgende simple Rechnung aufzumachen:
Annahme:
- Aussteigen mit 55, Rente mit 65, Lebenszeit bis 85.
- Staatliche Rente ab 65 ca. 1000 € pro Monat (da ab 55 nichts mehr einbezahlt.
Rechenbeispiel (alles Brutto):
10 Jahre x 12 Monate x 3500 € = € 420.000
20 Jahre x 12 Monate x 2000 € = € 480.000
Also braucht man € 900.000 auf der hohen Kante.
Wer billiger Leben kann und will braucht weniger.
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amuesieren mich etwas.
Annahme: Welcher Aussteiger (55J.) weiss, was er mit
65 (67,69!!) Jahren auf der Kralle hat, das Kapitel gehoert
schon jetzt in die Maerchenstunde.
Vorschlag: wie bereits mehrfach von Foristen angeregt,
Aussteigen/Umsteigen so frueh als moeglich.
Ob Erasmusstudium, freiwilliges Jahr wo auch immer,
Gelegenheiten gibt es heute in Huelle und Fuelle,
Sprachkursus inclusive.
........es kommt nur auf die Initialzuendung an!
hans a. plast
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In den Wirtschaftsnachrichten habe ich vor 14 Tagen gelesen,
dass 57% der Deutschen Angst haben, ihre Arbeit zu
verlieren. Erschreckend, wie ich finde.
Angst ist in unserem inneren Warnsystem ein staendiger,
sinnvoller Begleiter, der Sie bestimmt nicht "verlaesst",
wenn Sie wie geplant auf die andere Seite wechseln.
Viel Erfolg!
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"Sicherheit ist im Grunde Aberglaube. Es gibt sie weder
in der Natur noch fuer die Menschen im allgemeinen. Der
Gefahr aus dem Wege gehen zu wollen ist letztlich nicht
sicherer, als sich ihr einfach auszusetzen. Das Leben ist
entweder ein gewagtes Abenteuer oder gar nichts."
(Helen Keller)
Mfg
Vielleicht habt ihr Interesse an unserer Geschichte:
Unternehmensberater Achim und Lebensgefährtin Beate lebten nahezu zwei Jahre im Wohnwagen auf dem Campingplatz.
Sie sind auf dem „Weg der Freude, Freiheit und Weite“ und leben jetzt am schönen Chiemsee....
Am 20. April 2011 waren wir Protagonisten in der ZDF- Doku: "37 Grad: Ohne Moos viel los! - Glücklich ohne Geld".
In den letzten zweieinhalb Jahren haben wir unsere Lebensweise konsequent verändert:
Hier ein Artikel des „Kirchenbote“ über uns, vom 01.08.2010: http://www.kirchenbote.de/news/news....d=4170&eid=385 .
Herzliche Grüße,
Achim und Beate aus Übersee
...damit das Denken die Richtung ändern kann. (B. Brecht)
Christoph Pokrandt und ich haben viel gemeinsam: Ford, Ausstieg, Neuorientierung. Auch ich musste mitunter mit hämischen Kommentaren orientierungsloser Mitmenschen leben, die meine Entscheidung mal als Schmarotzertum (Witwerrente) oder wahlweise als Abzockerei (Abfindung) benannten. Alle diese Dinge relativieren sich, wenn man das Gefühl der vollkommen Entscheidungsfreiheit hat.
Loszugehen und sich trotz aller Widerstände zu einer neuen Richtung zu entscheiden, bedeutet mehr, als Geld und materielle Sicherheit zu wahren. Solche wie Christoph oder mich oder alle die, die sich hier kurz als Aussteiger bekennen, gibt es massenhaft. Und jeder hat eine -seine- Geschichte.
Denen, die sich noch nicht trauen, sei gesagt: überall warten Chancen. Geld verdienen müssen wir alle. Nur, das Niveau ist mit deutscher Gründlichkeit nicht zu messen. Klar ist, wir leben hier in einem materiellen Paradies, um das wir auf der ganzen Welt beneidet werden. Wenn ich aber erzähle, dass ich Kollegen hatte, die mit Mitte 30 an nichts anderes als an die Rente denken, ist es mit dem Neid schnell vorbei.
Binsenweisheiten á la "Vergiss das Leben nicht" werden erst dann Wirklichkeit, wenn man das Leben nicht vergisst und vielleicht das Ruder in eine andere Richtung dreht. Das kann im Schrebergarten genauso gut geschehen, wie in Südamerika, am Chiemsee oder auf einer winzigen Insel bei Bali. Jedem das Seine. Es geht um das eigene Leben, das niemand anderes leben kann, nur man selber. Mit allen Chancen und allen Risiken. Letztere stellen sich nur allzu häufig als erneute Chancen dar.
Arm ist nicht der, der nichts hat, sondern der, der nichts gibt. Entscheiden muss jeder für sich.
www.rechtsrum-oder-linksrum.de
Da kenn ich einige, da ich im Ausland lebe.
Ich würd mich gern mit amüsieren, aber ich weiß nicht in welche Richtung Sie denken?
Vermutung 1: Das Kapital nicht vorhanden? OK
Vermutung 2: Kapital vorhanden und der betreffende muß mit den 3500 bis zur Rente monatlich Leben und mit 2000 plus 1000 Rente im Monat ab 65? Da kann man das Kapital nachrechnen. (Nicht mehr verwenden, sonst klappt das nie :( !)
Vermutung 3: Sie gehen auf den Wertverlust des Geldes in 20-30 Jahren ein? Dezenter Ausgleich mit Zinsen oder Kapitalanlagen.
Sie sehen Ihre Aussage ist nett gemeint, aber wenig hilfreich, da unklar.
Meine Schnellschuss-Kalkulation war gedacht für Leute die nie darüber nachdenken, was man eventuell benötigt um einigermaßen gesichert bis ins hohe Alter zu kommen.
Alternativ natürlich Ihr Vorschlag ganz oben, mit dem kleinen Nachteil, wenn man alt wird auf Kosten der Anderen sein Alter finanzieren lassen, da man selber nie einbezahlt hat.
Was solls, da sollen sich andere drüber ärgern.
Ihre Argumentation passt nicht. Wenn Sie sagen, man solle sich trauen, sollten Sie das vielleicht auf den Personenkreis eingrenzen, der bei Ford eine dicke Abfindung bekommen hat. Mit zwei bis drei Jahresgehältern auf einen Schlag auf die Hand fürs Nichtstun kann man große Sprüche klopfen. Andere Menschen müssen ihr Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen.