Forum


 

Beruf Hundefriseur: "Ich hab auf Terrier gelernt"

Stefanie MaeckSchuppen, fettiges oder juckendes Fell und Flöhe? Ein Fall für Groomer. In einer Akademie lernen Hundefriseure das ABC des Trimmens und Sätze wie "Der Rüde läuft mit gutem Schub". Kunde Luis, preisgekrönter Zwergdackel, wurde kastriert. Nennt man das Dankbarkeit?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...821433,00.html
  1. #1

    Von Hundefriseuren und Doktoren

    Mich wundert, dass der Cocker so still hält!

    Meine English-Springer-Hündin lässt sich nicht einmal das Fell an den Pfoten stutzen, obschon man das bei Spaniels regelmässig machen muss, weil das Fell ansonsten die Zehen zu weit auseinander drückt. Und bei ihrem Freund, einem Cocker-Rüden, ist es genau dasselbe.
  2. #2

    Abartige Prozeduren

    Zitat: „...Vorsitzende des Berufsverbandes der Groomer...“

    Die Welt wird immer verrückter, und die Groomer, neudeutsch Hundefriseure, sind ein Ausweis dafür. In dem Artikel klingt kaum Kritik an, schon deshalb ist er suboptimal, aber auch wegen der „lustigen“ Detailbeschreibungen, wie man einen Hund verunstaltet. Ein Hund ist ein Tier, das hat die Autorin, Frau Maeck, in ihrer kindlichen Begeisterung ganz vergessen, und ein Hund sollte wie Tier behandelt werden – und nicht wie ein Ausstellungsstück, das der Eitelkeit ihres Besitzers schmeichelt. Es gibt Hunde, denen muss man in ihrem Interesse gelegentlich die Haare schneiden oder das Fell stutzen, aber wenn man den Augenausdruck der Hunde beim Einseifen oder „Trimmen“ beobachtet, dann wird einem klar, dass die meisten dieser abartigen Prozeduren an Tierquälerei grenzen.
  3. #3

    Erleichternd locker

    Mit diesem, endlich mal wieder, lockeren und trotzdem sprachlich gekonnten Artikel fühle ich mich in den Genuß früherer SPIEGEL-Zeiten zurückversetzt. Genau diese augenzwinkernde positive Ironie wünsche ich mir wieder öfters als Kontrast zu den leider in den letzten Jahren immer verbisserener und manipulativer werdenden Artikeln.

    Hoffentlich schade ich der Autorin mit solchen Lob nicht.
  4. #4

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Zitat: „...Vorsitzende des Berufsverbandes der Groomer...“

    Die Welt wird immer verrückter, und die Groomer, neudeutsch Hundefriseure, sind ein Ausweis dafür. In dem Artikel klingt kaum Kritik an, schon deshalb ist er suboptimal, aber auch wegen der „lustigen“ Detailbeschreibungen, wie man einen Hund verunstaltet. Ein Hund ist ein Tier, das hat die Autorin, Frau Maeck, in ihrer kindlichen Begeisterung ganz vergessen, und ein Hund sollte wie Tier behandelt werden – und nicht wie ein Ausstellungsstück, das der Eitelkeit ihres Besitzers schmeichelt. Es gibt Hunde, denen muss man in ihrem Interesse gelegentlich die Haare schneiden oder das Fell stutzen, aber wenn man den Augenausdruck der Hunde beim Einseifen oder „Trimmen“ beobachtet, dann wird einem klar, dass die meisten dieser abartigen Prozeduren an Tierquälerei grenzen.
  5. #5

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    In dem Artikel klingt kaum Kritik an, schon deshalb ist er suboptimal, aber auch wegen der „lustigen“ Detailbeschreibungen, wie man einen Hund verunstaltet.
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Im Artikel klingt schon Kritik an den Salons/Hundefriseuren an, die Hunde färben oder sonstwie "unsachgemäß" behandeln. Ansonsten gibt es, bei genauem Lesen, einige Beschreibungen, wie der Hund gerade eben nicht verunstaltet wird.

    Und wenn ich mir den Augenausdruck der abgebildeten Hunde ansehe, kommen die mir keineswegs "gequält" vor.
  6. #6

    Betörender Duft

    Meine Erfahrungen mit Hunden reichen bis in die frühe Kindheit zurück, Hunde haben mich fast durchgehend Hunde im Leben begleitet. Die Bedürfnisse dieser Tiere sind schlicht: Fressen, Schnuppern, Zuwendung, Bewegung, Spielen, auch als rudimentärer Ersatz für das Beutejagen, der ritualisierte Kampf, zum Beispiel Kräftemessen beim Sockenziehen, die Socke wird dann ungefähr einen Meter lang, und schließlich das hingebungsvolle Kauen, bevorzugt auf den gerade neu gekauften Schlappen – aber auch das sind natürliche Bedürfnisse eines Hundes: sich genüsslich im Kadaver suhlen. Bello findet mit traumwandlerischer Sicherheit jeden noch so kleinen toten Vogel, und er will den Gammel möglichst noch reinschlingen, denn Hunde sind bedingte Aasfresser und deshalb Aas-Fans, außerdem schlemmen sie gern Pferdeäpfel.

    Wenn es nach Leiche riecht, dann ist das für den Hund ein so betörender Duft wie Chanel oder Lancôme Magnifique für die Damen. Manchmal wird eine Reinigung einfach notwendig – doch man sollte wissen, dass jede Art von Gewaschenwerden, dass künstliche Wohlgerüche nach menschlichen Maßstäben und dass umfassende Veränderungen seines Fells für den Hund ein Tortur bedeuten. Eine Ausnahme bildet der Fellwechsel – ihn durch Ausbürsten zu unterstützen empfinden die meisten Hunde als angenehm. Hunde denken, dass ein Auto ein schneller Kumpel ist, sie werden nie begreifen, dass es der Mensch lenkt, sie verabscheuen den Tierarzt und sie wollen nicht in Schönheitssalons geschleppt werden.
  7. #7

    Wie sehr man den "ästethischen" Gesichtspunkt der Fellpflege in den Vordergund stellt und wie wichtig er dem Halter ist, ist eine Sache und dass es tierschutzrelevante Grenzen gibt ist auch klar. Aber ich für meinen Teil bin doch sehr froh darüber, dass es auch im Bereich Fellpflege immer mehr gut ausgebildete Anbieter gibt. Denn manches Fell MUSS regelmäßig getrimmt werden, wenn mein Schnauzi 3-4 Monate wie jetzt über den Winter das Trimmmesser nicht gesehen hat, schubbelt und kratzt er sich als wäre er total verfloht weil ihm der Pelz juckt. Ich persönlich finde es schade, mag ihn nämlich gerne strubbelig - er sich nicht ;)

    Das die Pudelschur mit hinten nackig und vorne plüschig der größte Humbug ist - d'accord - aber ein Pudel auf glatt geschnitten - und dass müssen sie, das Fell wächst und wächst und wird verdammt lang wenn man es nicht schneidet - ist ein ganz normaler Hund uns sieht auch so aus. Profischeermaschinen kosten ein kleines Vermögen und man selbst ist unheimlich aufgeregt mit diesem surrenden Ding auf sein Tier "loszugehen", habe da schon böse Schnittverletzungen an den Tieren gesehen. Da geh ich doch lieber zum Hundefrisör, der weis, was er tut, hat Routine und im Zweifelsfall bin ich nicht die Böse ;) Lustigerweise sind die Tiere dort aber meist recht entspannt, auch Hunde (oder auch Katzen), die sich von ihren Haltern nicht pflegen lassen. Das hat mehrere Gründe: zum einen stehen die Tiere auf einem Tisch womit die bedrohliche Körperhaltung des Menschen, das darüberbeugen wegfällt. Die Routine und Gelassenheit des Frisöres überträgt sich, der besorgte und oft nervöse Halter wird häufig ins benachbarte Kaffee geschickt etc. und "Bestechung" gibt es immer und es tut nicht so weh wie beim Tierarzt, ist nur langweilig ;) Dass manche Halter dann eine wenig "Wünsche" äußern, dass der Kopf etwas rundgeschnitten und die Tallie betont wird, so what - wir haben doch auch eine Frisur - Vokuhila, Bob, Pagenschnitt und wie der ganze modische Krempel so dann heißt. Wo ist das Problem?

    Was eine wirkliche Unsitte ist, ist shamponieren. In 4 Jahren, die ich meine jetztigen zwei Monster habe sind diese keine 5x gewaschen worden. Einmal war es eine Akkutbehandlung wegen Ungeziefer, einemal der tote Fisch und zweimal der Kuhfladen. Eine Schlammpackung kann man auch mit dem Gartenschlauch abwaschen, das ist nicht tragisch, die meisten Hunde schwimmen ja auch ...
  8. #8

    Absoluter Quatsch

    Schön das ich die Groomer-Acadamy besuchen dürfte, diese Hütte mit 2 Räumen wo es nach Kot und Hundepippi stinkt ist die Acadamy. Eine reine Abzocke ist das dies können zig geprellte bestätigen. Wir wollten sogar eine Klage gegen diese Frau anstreben leider gibt in deu. keine Sammelklage wie in den Usa. Jeder hätte für sich klagen müssen da haben leider viele einen Rückzieher gemacht. Die ist auch irgendwo schon im Fernsehen gekommen als Prellerin. 99,9 % ist therorie denn sie hat kaum Modellhunde die sich bereit erklären zu kommen obwohl gratis. Fragen Sie im dortigen Tierheim nach der Acadamy. Die Hunde kommen nie raus und pinkeln permanent in den Räumen und werden in viel zu engen Hundetaschen gehalten Fotos und Zeugen gibt es hier für genug da alles aufbewahrt.
    L.G


TOP



TOP