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Berühmte Pleitiers: Vom Millionär zum Tellerwäscher

"Es ist nichts mehr da" - die Familie Schlecker beteuert, durch die Pleite ihr Vermögen verloren zu haben. Auch andere Wirtschaftsbosse und Prominente erlebten den Totalabsturz. Oft genug zeigt sich aber auch: Wer bankrott geht,*ist noch lange nicht am Ende.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...812803,00.html
  1. #40

    Oh doch!

    Zitat von Listerholm Beitrag anzeigen
    Es wird niemand gezwungen, bei einer Firma zu arbeiten, deren Methoden er als Lustminimierend empfindet.
    Manchmal ist es aber so, dass bestimmten Menschen nichts anderes übrig bleibt, weil sie für bessere jobs eben nicht qualifiziert sind. Und das ist zu 99% deren Verantwortung, nicht die vom Schlecker.
    In Zeiten von Hartz IV werden täglich Tausende gezwungen, bei dubiosen Zeitarbeitsfirmen oder Unternehmen wie Schlecker zu arbeiten. Dies betrifft zunehmend auch ältere Akademiker, Menschen mit guter Berufsausbildung aller Altersstufen, z.B. jede Menge Ingenieure.

    Natürlich ist ein Schlecker nicht gezwungen, für die Zufriedenheit seiner Arbeitnehmer zu sorgen. Hätte er dies rechtzeitg getan, hätte es ihm aber möglicherweise den Allerwertesten gerettet.

    So bekommt er, zumindest ansatzweise, das, was er verdient hat.
  2. #41

    Wenn

    Herr Schlecker pleite ist bedeutet dies noch lange nicht das die Familie Schlecker pleite ist, nur er haftet mit seinem Vermögen nicht die Frau oder die Kinder oder andere Verwandte und Freunde etc... Die Kinder arbeiten ja auch nicht seit eben im Geschäft und werden bestimmt auch einen netten Lohn bekommen haben ;)
  3. #42

    Schlecker

    Zitat von two-wheels Beitrag anzeigen
    Also ich mag Schlecker überhaupt nicht, da bekommen mich keine 10 Pferde rein. Anton Schlecker ist mit Sicheheit ein unsympathischer Emporkömmling der einen Großteil seiner Arbeitnehmer mies behandelt hat.
    Aber aufgepaßt, bevor hier wieder der Deutsche Neid durchschlägt:

    AntonSchlecker hat mit fast nix angefangen und hat innerhalb weniger Jahre tausende Fillialen mit über 30000 Mtarbeitern gegründet.Die meisten die hier über ihn herziehen wären schon mit der Gewerbeanmeldung überfordert Die Konkurrenz hat dies zum Teil kopiert und ist mitgewachsen. Schlecker hat hunderte Millionen an Steuern und Lohnsteuern bezahlt und die Sozialkassen mit gepäppelt. Wenn ihm an Ende noch was übrigbleibt, so ist das mehr als nur gerecht, immerhin war er als E.K. voll selbsthaftend.
    Das mag schon sein, aber was hat dieses "Geschäftsmodell" für einen gesellschaftlichen und moralischen Wert gehabt? Beispielsweise wie viele Märkte, die Drogerieartikel angeboten haben, mussten aufgrund Schleckers Konkurrenz schließen, weil sie mit Schleckers Geschäftsmodell nichthalten konnten weil sie z.B. ihre Mitarbeiter besser entlohnt und behandelt haben?
  4. #43

    Ich sehe es als logische Folge an

    Wer an Löhnen und Gehältern spart, außerdem an Beiträgen für die Sozialversicherung usw., der muss sich nicht wundern, wenn das gesamte Gefüge ins Wanken gerät. All die kleinen Billiglöhner sind ebenfalls Kunden. Die nehmen ihr Cremetöpfchen vielleicht lieber geschwind im Supermarkt mit, statt sich in ...zig unterschiedlichen Märkten von Supersparangeboten zu Mehrausgaben verführen zu lassen.
  5. #44

    .

    Zitat von two-wheels Beitrag anzeigen
    Also ich mag Schlecker überhaupt nicht, da bekommen mich keine 10 Pferde rein. Anton Schlecker ist mit Sicheheit ein unsympathischer Emporkömmling der einen Großteil seiner Arbeitnehmer mies behandelt hat.
    Aber aufgepaßt, bevor hier wieder der Deutsche Neid durchschlägt:

    AntonSchlecker hat mit fast nix angefangen und hat innerhalb weniger Jahre tausende Fillialen mit über 30000 Mtarbeitern gegründet.Die meisten die hier über ihn herziehen wären schon mit der Gewerbeanmeldung überfordert Die Konkurrenz hat dies zum Teil kopiert und ist mitgewachsen. Schlecker hat hunderte Millionen an Steuern und Lohnsteuern bezahlt und die Sozialkassen mit gepäppelt. Wenn ihm an Ende noch was übrigbleibt, so ist das mehr als nur gerecht, immerhin war er als E.K. voll selbsthaftend.

    Die meisten die so groß werden, sind absolute Egomanen und meistens irgendwie psychopatisch veranlagt. Aber wir machen das ja alles mit und kaufen dort ein, und wenns schön billig ist kümmert es uns einen Dreck ob einer ein Schwein ist oder nicht. Wenn mir jemand erzählt, er kauft nicht bei Schlecker weil er so böse zu seinen Angestellten ist, dann erzählt er ein ganz großes Märchen. Die meisten der Millionen von Kunden sind von Schlecker wegegangen weil diese Läden dunkel, unfreundlich und schlecht sortiert waren

    Wie gesagt, auch ich mag diesen Typ nicht, aber man muß vor dieser Leistung, egal wie es jetzt endet, schon den Hut ziehen
    Guter Beitrag, Chapeau!
  6. #45

    Wie Schlecker wirklich "arbeitete"

    In den 70er Jahren arbeitete eine verandte von mir beim Arbeitsamt.
    Ich erfuhr damals zahlreiche Geschichten von Schlecker-Mitarbeiterinnen:
    eine um die andere kam weinend aufs Amt.
    Es wurden den mißliebigen Mitarbeitern, insesondere betriebsrats-oder gewerkschaftsfreundlichen MA, mithilfe von engagierten Detektiven Fallen gestellt:

    - So sagte der Detektiv etwa, er habe den noch fehlenden 1 Pfennig nicht - wenn die Verkäuferin dann sagte, "ist o.k.", dann wurde sie gekündigt - sie habe Betriebsvermögen veruntreut

    - Mitarbeiterinnen wurden Dinge in deren Handtasche geschafft - und diese so "des Diebstahls überführt"

    Ich habe seit diesen Informationen diese Läden nie mehr betreten, dachte mir beim Vorbeigehen stets: wenn doch nur jemand diese Läden mit neuer Regie aufkaufen würde
    Dass sie jetzt als Schlecker-Label weg sind, ist mir eine Genugtuung zu später Stunde!

    Mein Bedauern gilt den jetzigen und den ehemaligen Mitarbeitern
  7. #46

    Re: die Überschrift deckt den Inhalt nicht

    Zitat von danielhoogland2 Beitrag anzeigen
    Wer sich eingehend auskennt in diese Problematik dürfte mir gerne mailen.
    Ich glaube, das ist mit dem neuen Web-Interface von SPON technisch nicht mehr möglich. Die richtige Newsgroup für Dich ist news:de.etc.beruf.selbstaendig. Ich selber halte Selbständige durchaus nicht für verabscheuenswürdige Egoisten, die sich zum Schaden von uns allen bereichern. Mein Bruder war auch selbständig, und nachdem er an einem Hirntumor gestorben war hab ich seinen Bürostuhl und den Teppich darunter genauer in Augenschein genommen, beides sehr zerfetzt, ein Indiz, dass er sich jeden Tag hart gequält hatte, um das Geld für sich und seine Mitarbeiter zu erackern.
  8. #47

    Undifferenziert

    zunächst unterstellt der Begriff "bankrott" betrügerische Absichten.
    Während Madoff ein Betrüger ist, haben Schlecker und Schickedanz die Zeichen der Zeit nicht erkannt und Pech gehabt, wobei Schickedanz doppelt Pech hatte, da sie auch noch den falschen Leuten vertraut hat.

    Im Gegensatz zu Managern, die für dramatische Fehlentscheidungen und Wertvernichtung auch noch einen goldenen Fallschirm bekommen (Schrempp, Apotheker, Middelhoff, usw.) übernimmt Schlecker das volle unternehmerische Risiko, indem er die Rechtsform beibehält. Das Verhalten ist nicht selbstverständlich und verdient auch Respekt, selbst wenn er seine Kinder finanziell abgesichert hat.

    Wer würde das nicht für seine Kinder tun, die selbstgerechten "habe ich schon immer gewußt" Foristen einmal ausgenommen?
  9. #48

    Zitat von TvanH Beitrag anzeigen
    Die werden aber keine Ruhe mehr bekommen. Egal wo die sich aufhalten werden, wird ein Paparazzo oder Fahnder lauern und nur darauf warten das die in St. Moritz Kaviar löffeln und teuren Sekt trinken oder in einer Luxusklasse umher fahren oder in teuren Boutiquen shoppen gehen. Und wenn auch noch irgendwo verstecktes Vermögen gefunden wird und die untergetaucht sind, heißt es Wanted - 50 000 € Belohlung für die Ergreifung.

    Die werden sich nicht verstecken müssen. Selbst wenn Papaschlecker pleite ist dann lebt man halt von den Millionen den man vorher den Kindern zugescheffelt hat oder der Milliarde der Ehefrau. Das ganze natürlich voll legal.

    Wer mit sämtlichen Mitteln die Mitarbeiter bespitzelt und betrogen hat der weiß schon wie man einen Notgroschen beiseite schafft.
  10. #49

    Aha

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen

    meiner meinung nach ein krasser fall von insolvenzbetrug um sämtliche lohnvereinbarungen mit den gewerkschaften von 100 auf 0 zu bringen.

    damit das aber nicht auffällt, wieder der insolvenzberater ja passend beraten. vom schlecker'schen hausanwalt. und die gewerkschaften spielen auch schon wieder ganz brav mit, ohne sich auch nur die mühe zu machen, mal hinter die kulissen zu schauen.
    Oh mein Gott, Sie Oberschlauer. Keinerlei Kenntnis außer dem, was die Presse berichtet - und ob das stimmt, weiß keiner-, aber gleich irgendwelche Straftaten unterstellen. Da könnte der Staatsanwalt ja parallel hier im Forum wegen Verleumdung, übler Nachrede usw. seine Ermittlungen aufnehmen.








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