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Berühmte Honorarprofessoren: Habe die Ehre

DPAMargot Käßmann, Urich Wickert und Götz Alsmann - sie alle sind Honorarprofessoren. Einst war das Ehrenamt mit Lehrarbeit verbunden, mittlerweile verkommt es immer öfter zum Tauschgeschäft: Die Unis schmücken sich mit berühmten Namen, die Promis nehmen den Titel mit.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...841751,00.html
  1. #1

    Honorarprofessoren und Gastprofessoren sind keine Professoren. Mehr muss man dazu nicht sagen. Es fehlt definitiv ein "Zwischentitel", der diese Lehrenden klar unterscheidet. Vergessen dürfen wir dabei nicht die zahlreichen Spezialisten, die in ihrem Bereich führend sind und vielleicht nie eine Uni als Studierende gesehen haben. Ich schreibe hier von Menschen, die eine seltene Krankheit haben, alles darüber gelesen und viel Neues entdeckt statt erforscht haben. Solche (und nur solche!) Menschen haben eine Honorarprofessur, Ehrendoktorwürde etc. verdient.

    mfg Blake
  2. #2

    Viele unserer sog. Universitäten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Margot Käßmann, Urich Wickert und Götz Alsmann - sie alle sind Honorarprofessoren. Einst war das Ehrenamt mit Lehrarbeit verbunden, mittlerweile verkommt es immer öfter zum Tauschgeschäft: Die Unis schmücken sich mit berühmten Namen, die Promis nehmen den Titel mit.

    Berühmte Honorarprofessoren: Titel zu verschenken - SPIEGEL ONLINE
    und Fachbereiche sind leider inzwischen "bestechlich", da sie zunehmend mediengeil sind. Wenn z.B. Herr Alsmann meint, dass er das braucht, so zeugt das nur von seinem begrenzten geistigen Niveau und seinem geringen Anstand. Das eigentlche Problem sind aber Leute wie die münsteraner Uni-Rektorin. Offensichtlich verwechset diese Dame Vorlesungen mit Talkshows. Niveau sieht anders aus.

    Durch solche "Dozenten" und Hochschulen wird die Lehre bagatellisiert. Nach außen entsteht der Eindruck, dass jeder lehren kann und dass Vorlesungen nur Plauderstunden (Talkshows) sind. Darüber hinaus werden auch alle ernsthaften Studenten dadurch beleidigt, denn sowohl gute Lehre zu machen, als auch Vorlesungen zu hören und zu verarbeiten ist harte Arbeit. Und das geht nicht im virtuellen Fernsehsessel mit Scheinwerferlicht.

    Um sich von diesen Luftnummer abzugrenzen tragen heute schon richtige Professoren an richtigen (d.h. unbestechlichen) Universitäten den Titel Universitäts-Professor.
  3. #3

    Bitte eine Uni-Rangliste nachreichen!

    Ich habe gehört, daß die Uni Bayreuth besonders großzügig "Ehrentitel" verteilt.
    So hat z.B. der amtierende Vorstandsvorsitzende meiner alten Firma (DAK) von dort einen Dr. h.c. UND eine Honorarprofessur 'abgestaubt'.
    Seine korrekte Anrede lautet also jetzt: Herr Professor Dr. xxxxxx!

    Und das Alles ohne Doktorarbeit oder Habilitation. Ist vielleicht ganz gut so, denn dann kommt man nicht in Versuchung, Fußnoten und Quellen-Angaben zu "vergessen" ;-)

    Also reicht bitte mal ein Ranking der 10 Ehrentitel-Top-Unis nach!
  4. #4

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Solche (und nur solche!) Menschen haben eine Honorarprofessur, Ehrendoktorwürde etc. verdient. mfg Blake
    Diese Möglichkeit ist durchaus vorgesehen - wenn diese Menschen ihre Erkenntnisse, wie es sich für Lehrende gehört, durch eine Veröffentlichung geteilt haben. Herausragende praktische Leistungen können zu einer ganz regulären Berufung führen. Nicht zum Honorarprofessor, nicht zum Professor honoris causa sondern zu einer gewöhnlichen Professur mit richtigen echten Lehrveranstaltungen. Insbesondere im künstlerischen Bereich wird davon durchaus Gebrauch gemacht.
  5. #5

    Universitäten

    Zitat von fischmops Beitrag anzeigen
    rzeugung, Lehre und lernen müssten per se humorlos, trocken, ernsthaft und hart sein. Dem ist nicht so. Am besten lernt sich's mit einem Schuss Humor, und am schnellsten vergessen sind die Lehren, die staubtrocken in bräsigem Lateinerdeutsch daherkommen.
    sind primär dazu da, um Wissen und Kenntnisse zu vermitteln. Dafür werden die Universitäten vom Steuerzahler finanziert. Nicht um Spassveranstltungen durchzuführen. Dass Lehre nicht trocken sein muss und soll ist klar. Wie sie sagten: ein Schuss Humor, aber eben nicht Humor pur. Sagen sie mir mal bitte, was z.B. Herr Alsmann wirklich zu vermitteln hat. Außer 1-2 Sprüchen bleibt doch aus seinen - und ähnlichen + Talkshows nichts zurück. Wenn er aus seinem Erfahrungsreichtum berichten will, soll er das tun. Aber dafür einen Titel zu vergeben ist lachhaft. Es gibt in Deutschland viele Menschen, die mehr und wichtigeres zu sagen haetten und auch tun - ohne Titel.
  6. #6

    Schlechtes Beispiel

    @ brotfresserIch halte die Vergabepraxis auch nicht für gut, aber Götz Alsmann ist ein schlechtes Beispiel für die Überflüssigkeit der Honorarprofessoren, denn jenseits seiner TV und Bühnenperson ist er ein echter Musikwissenschaftler.
    Ob man so ein Angebot annimmt oder nicht sei jedem selbst überlassen, aber in seinem Fall ist das schon was anderes als irgendwelche alternden Journalisten oder geltungssüchtigen Wirtschaftsheinis.
    "Zimmer frei" kann ich trotzdem keine 2 Minuten ertragen
  7. #7

    Kindergeburtstagsniveau

    Zitat von brotfresser Beitrag anzeigen
    ...Wenn z.B. Herr Alsmann meint, dass er das braucht, so zeugt das nur von seinem begrenzten geistigen Niveau und seinem geringen Anstand...
    Durch solche "Dozenten" und Hochschulen wird die Lehre bagatellisiert. Nach außen entsteht der Eindruck, dass jeder lehren kann und dass Vorlesungen nur Plauderstunden (Talkshows) sind. ...
    Vielleicht schnüren die Gummibänder der von ihm in seinen Sendungen getragenen Plastikgeweihe und Pappnasen ja die Blutzufuhr zum Hirm ab: Um einen Eindruck vom Niveau eines Herrn Alsmann zu bekommen, braucht man sich nämlich nur seine WDR-Talk-Sendung "Zimmer frei" anschauen. Bei diesem albernen Herumgekaspere auf Kindergeburtstagsniveau fragt man sich wirklich, was in den Köpfen von Honorarprofessoren vor sich geht.
  8. #8

    Beitritt zum Commonwealth

    Wir sollten dem Commonwealth beitreten. Dann könnte die Queen alle Titel-Junkies zum Ritter schlagen und die sich mit dem Titel "Sir ..." brüsten. Die ließen dann unsere Hochschulen in Ruhe und würden sie nicht weiter verführen sich bei der Titelvergabe zu prostituieren.
  9. #9

    Im aktuellen WS12/13 Vorlesungsverzeichnis

    Zitat von wolbek Beitrag anzeigen
    @ brotfresserIch halte die Vergabepraxis auch nicht für gut, aber Götz Alsmann ist ein schlechtes Beispiel für die Überflüssigkeit der Honorarprofessoren, denn jenseits seiner TV und Bühnenperson ist er ein echter Musikwissenschaftler.
    Ob man so ein Angebot annimmt oder nicht sei jedem selbst überlassen, aber in seinem Fall ist das schon was anderes als irgendwelche alternden Journalisten oder geltungssüchtigen Wirtschaftsheinis.
    "Zimmer frei" kann ich trotzdem keine 2 Minuten ertragen
    ist keine Vorlesung/Seminar von Herrn Alsmann gelistet.
    Außerdem, wann hat er das letze mal etwas wssenschaftliches veröffentlicht?


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