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Bertelsmann: Der Stifter und der Staatsanwalt

Aufruhr in Gütersloh: Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue gegen einen Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Damit gerät eine der einflussreichsten Denkfabriken des Landes in eine schwere Krise.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,512765,00.html
  1. #1

    Das alles, und noch viel mehr ...

    Nicht ohne Grund unterhält Albrecht Müller auf seinen NachDenkSeiten eine Rubrik "Krake Bertelsmann":

    http://www.nachdenkseiten.de/?cat=27

    Die gesellschaftlichen Folgen all dieser Umtriebe sind ungleich schwerwiegender als ein Vorstand, der sich in die eigenen Taschen wirtschaftet. Das ist nun wirklich nix neues, passt aber ins Bild und öffnet vielleicht ja doch dem einen oder anderen die Augen.
  2. #2

    Die Bertelsmanndiktatur entlarven!

    Seit Jahren diktiert die Bertelsmann-Stiftung die politische Agenda in dieser Republik.
    Das einst relativ demokratische Deutschland ist durch die Aktivitäten dieser obskuren Stiftung zu einer Diktatur des Kapitals verkommen.
    Der gesamte Lissabonprozess, die verheerenden Hartz IV Gesetze, die Studiengebühren, die Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge, die Kriege der Bundeswehr zur Energiesicherung, all das ist auf dem Mist dieser seltsamen
    Stiftung gewachsen. Politisch korrupte Politiker und Medien sind dieser Stiftung hörig. Es wird höchste Zeit zur Entlarvung der Mohndiktatur und für die Rückkehr zu einer solidarischen, sozialen und transparenten Volksherrschaft!
  3. #3

    Zu dieser Anzeige gehört Mut!

    Seit Jahren haben Forscher, die unter der Selbstvergabe der Bertelsmann-Aufträge von und an Prof. Weidenfeld litten, aus Angst geschwiegen. Weidenfeld ist eine große Nummer an der LMU und kann über Gutachten und Seilschaften Habilitationen und Berufungen verhindern. Auch mit der Bertelsmann-Stiftung möchte niemand Ärger, denn jeder weiß, daß der Draht zum Verlag kurz ist. Inzwischen gehören ja renommierte Forschungsverlage wie Campus ganz zu Bertelsmann.
    Umso bewundernswerter ist es, daß jetzt offensichtlich jemand die Omerta gebrochen hat. Gratuliere dem SPIEGEL zu dem Mut, überhaupt etwas zu bringen!
    Bitte auch zu Prof. Sinn, ebenfalls LMU!
  4. #4

    Prof. Sinn kann keiner

    Zitat von Jörg Sutter Beitrag anzeigen
    Umso bewundernswerter ist es, daß jetzt offensichtlich jemand die Omerta gebrochen hat. Gratuliere dem SPIEGEL zu dem Mut, überhaupt etwas zu bringen!
    Bitte auch zu Prof. Sinn, ebenfalls LMU!
    Aussichtslos, zu Prof. Sinn pilgern auch Politikmagazine, die sich selber für kritisch halten, wenn sie ein wirtschaftliches Thema erklärt haben wollen.
  5. #5

    Gemeinnützig und Eigennützig zugleich ...

    ... operiert die Stiftung, die Themenfelder besetzt, in die öffentliche Debatte einbringt und sich so gleichzeitig einen Markt schafft den der Konzern dann mit Wissens- und Zeitvorsprung bearbeitet und kapitalisiert. Ziemlich clever!
  6. #6

    o

    Zitat von www.yzx.de Beitrag anzeigen
    Nicht ohne Grund unterhält Albrecht Müller auf seinen NachDenkSeiten eine Rubrik "Krake Bertelsmann":

    http://www.nachdenkseiten.de/?cat=27

    Die gesellschaftlichen Folgen all dieser Umtriebe sind ungleich schwerwiegender als ein Vorstand, der sich in die eigenen Taschen wirtschaftet. Das ist nun wirklich nix neues, passt aber ins Bild und öffnet vielleicht ja doch dem einen oder anderen die Augen.

    nun, ich befürchte eher, daß auch in diesem fall der sogenannte "hartz-effekt" eintreten wird. selbst eine offenlegung von verfehlungen führt nicht zu einer revision von erkenntnissen oder gar der revision von politischen entscheidungen.
  7. #7

    Da die Stiftung denkt ...

    Zitat von inci Beitrag anzeigen
    nun, ich befürchte eher, daß auch in diesem fall der sogenannte "hartz-effekt" eintreten wird. selbst eine offenlegung von verfehlungen führt nicht zu einer revision von erkenntnissen oder gar der revision von politischen entscheidungen.
    ... für diejenigen die fürs Denken gewählt wurden, ist mit einer Änderung dieser Verhältnisse so schnell nicht zu rechnen. Faktisch bedeutet dies eine Aushebelung demokratischer Prozesse wenn nicht demokratisch legitimierte Organisationen als Seiteneinsteiger ins politische Geschehen einwirken. Das ist Lobbyismus auf höchstem Niveau, Chapeau
    vor der Marketing-Abteilung des Gütersloher Konzerns!
  8. #8

    wer was warum

    Zitat von Jörg Sutter Beitrag anzeigen
    Umso bewundernswerter ist es, daß jetzt offensichtlich jemand die Omerta gebrochen hat. Gratuliere dem SPIEGEL zu dem Mut, überhaupt etwas zu bringen!
    Der Spiegel gehört ebenso wie das manager-magazin, das zeitgleich über die Ermittlungen berichtet hat, zum Bertelsmann-Konzern. Die Zielsetzung der Veröffentlichung ist klar: da die Ermittlungen bereits seit Juni laufen, ist die Bertelsmann-Chefetage wohl zu dem Schluß gekommen, sich von Herrn Prof. Weidenfeld trennen zu wollen. Um diesen Schritt in der Öffentlichkeit begründen zu können, ist jetzt diese "Peanuts-Story" in den konzerneigenen Zeitschriften gedruckt worden.

    Das ist kein Mut der Spiegel-Redakteure sondern gezielte Pressearbeit aus Gütersloh. Welchen Einfluss Bertelsmann sogar auf konzernfremde Medien wie die FAZ oder das ZDF dank "Botschafter-Netzwerk" ausübt, lässt sich hier lesen: http://de.indymedia.org/2006/12/163795.shtml

    Den Herrn Sinn kann ich auch nicht leiden, seine Vorschläge zum Niedriglohnsektor ("man muss auch für weniger als 3 euro/std. arbeiten") sind eine Gefahr für die Demokratie. Genauso unmöglich wie die Ablehnung von Mindestlöhnen durch die FDP: sie vertritt doch genau die Gruppe der Selbständigen und Freiberufler, die dank Gebührenordnung eine Art Mindestlohn genießen kann. Genau die, welche am lautesten nach freiem Markt schreien, haben selbst feste Sätze bei der Abrechnung.


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