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Berliner U-Bahn: Passanten ignorieren brutale Gewaltattacke auf Pärchen
Schon wieder kam es zu heftigen Angriffen im Berliner Nahverkehr, mehrere Menschen wurden verletzt. In Wedding wurde ein junges Paar von einer Gruppe Männer brutal zusammengeschlagen - die anderen Fahrgäste schauten tatenlos zu.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...792016,00.html
- #220 17.10.2011 13:00 von
- #221 17.10.2011 13:03 von
- #222 17.10.2011 13:09 von mac4ever
Das ist kein Widerspruch
Wenn es in einer Gesellschaft zu einer Häufung solcher Erscheinungen kommt, gibt es geschellschaftliche Ursachen, die solche individuellen Verhaltensmuster begünstigen.
Man kann jegliches Verhalten auf die individuelle Schiene abschlieben, das ist genauso falsch, wie alles gesellschaftlich zu erklären.
Tatsache ist: SCHULD ist individuell.
Aber die URSACHEN, daß individuelle Schuld gehäuft auftritt, und dies ist hier der Fall, können gesellschaftlich bedingt sein und sind es auch. - #223 17.10.2011 13:17 von
Wie die Pest
sollte man die öffentlichen Verkehrsmittel zu bestimmten Tages- und Nachtzeiten meiden. Besonders wenn zu einer der Riskogruppen gehört (männlich, weiblich, jung, alt, beruftätig, Rentner, mit oder ohne Migrationshintergrund, dick, dünn, klein, groß). Das Risiko ist einfach zu groß. Nur die "schärfsten" Fälle schaffen es überhaupt in die Medien, die Dunkelziffer ist weitaus höher.
Helfen ist ein schönes Wort. Nur leider hat in Deutschland der Helfer bei Gewalttaten genau zwei Alternativen:
1. selbst verletzt oder getötet werden,
2. angeklagt und von der Justiz bestraft zu werden.
Selbst das Rufen der Polizei per Handy ist nicht zu empfehlen, weil es die Aufmerksamkeit des /der Gwealttäter auf sich lenkt. Nutzen tut es auch nichts, weil der Gewalttäter zum Zeitpunkt der Verhaftung (wenn es dazu kommt) sein "Werk" schon vollendet hat.
Überlasst die Öffis den Spinnern und fahrt Taxi oder Auto. - #224 17.10.2011 13:17 von
Einfache Lösung
Für schwierige Probleme gibt es aber auch ganz einfach Lösungen, natürlich wenn man politisch korrekt sein möchte bzw. muss, kann man das Kind nicht beim Namen nennen und sagen, dass die meisten U-Bahn-Schläger Kulturbereicherer sind.
Wenn man nur alle die Schläger, die KEINEN deutschen Pass besitzen, nach der ersten Straftat SOFORT ausweisen würde, hätte das eine starke Signalwirkung für die Bevölkerung, aber auch für die möglichen Täter.
Warum geht das (noch) nicht in Deutschland?
67 % der deutschen Bevölkerung ist dafür, warum kann man das nicht in einem Gesetz umsetzen?? so wie z. B. in der Schweiz und in Dänemark... zur Not per Volksentscheid.... - #225 17.10.2011 13:35 von
Nothilfe ist was für Leute, denen Roussisches Roulette zu fad ist
Traurig aber wahr. Wenn die Regeln die Verhaltensweise XXX bevorzugen, dann werden viele Menschen die Verhaltensweise XXX wählen. Wer sucht schon Ärger?
Sie vergessen hier noch den Nothelfer (wenn sich denn einer findet). Der hat von der Justiz mehr zu fürchten als der Angreifer.
(1) Erstens ist mangels Training gegenüber dem Justizapparat machtloser und reizbarer. Kein Verbrecher zu sein, ist vor Gericht oft ein Nachteil, weil man sich noch nicht an die Prozedur gewöhnt hat und sich selbst leicht ein Grab gräbt.
(2) Zweitens mögen Richter zwar nicht grundsätzlich Gewalttäter, aber sie mögen reuige Angeklagte. Wer eine anderen hilft, dabei enen Angreifer verletzt und vor Gericht selbstbewußt aber sachlich gerechtfertigt sagt „Ich habe nichts Böses gemacht und ihr seid Idioten, mich überhaupt anzuklagen“, der faßt leicht mehr Schmalz aus als ein „Ja, ich habe geprügelt aber es tut mir leid“-Wiederholungstäter.
(3) Eine Verurteilung ist für einen unbescholtenen und sich unschuldig fühlenden Menschen mit bis dato einem mehr oder minder erfolgreichen Leben eine ungleich größere Katastrophe als für einen langjährigen Kleinkriminellen, der kein bürgerliches Leben mehr verlieren kann.
All diese Aspekte kann man sehr gut am Fall von Swen H. studieren. Der Mann hat sich selbst verteidigt (in einer weitgehend alternativenlosen Situation, an der ihn keine Schuld traf) und faßte jahrelangen Knast aus, der sehr schlecht zu seinen beruflichen Plänen paßt. Der Angreifer hat keinen Beruf, den er verlieren könnte, und bekam vom deutschen Juristenlotto sogar noch Schmerzensgeld zuggesprochen. - #226 17.10.2011 13:46 von
logisch
"Er ist der Polizei als Wiederholungstäter bekannt, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß."
So lange, wie die Täter gleich wieder gemütlich durch die Landschaft gondeln, wird sich nichts ändern. Wozu die eigene Gesundheit ruinieren, wenn die Herrschaften bei den Behörden sich einen Dreck um die Opfer scheren? - #227 17.10.2011 14:52 von
Gute Frage...
Antwort 1: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, zu seeligen Friedenskettenzeiten aufgewachsen und sozialisiert wurden und die Auswüchse, der unkontrollierten Zuwanderung nicht selbst erfahren mussten.
Antwort 2: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, es aus opportunistischen Gründen sich bei ihresgleichen nicht verscherzen wollen.
Antwort 3: Weil die Politiker, die momentan am Drücker sind, einfach nicht wahrhaben wollen, was ist. Grund dafür: s. Antwort 1und 2. - #228 17.10.2011 15:31 von Tarja13
...
Meine Güte, lassen Sie Ihren Behördenfrust doch woanders aus! Was soll die Polizei denn machen, wenn es nun mal kein Gesetz gibt, auf dessen Basis sie den Schläger einbuchten können? Die würden schon gerne, denn oft genug werden sie ja genau von derselben Klientel angepöbelt oder sogar angegriffen, aber ohne Gesetz geht es halt nicht. Beschweren Sie sich lieber bei Ihrem Wahlkreisabgeordneten darüber, dass unser Strafgesetzbuch und das Jugendstrafrecht gegen notorische Schläger als vollkommen wirkungslos ist. Beschweren Sie sich meinetwegen beim Landesjustiziminister, dass er zu wenig Richter und Staatsanwälte bezahlt, so dass es Monate bis zu einem Verfahren dauert, anstatt dass wie von allen Experten empfohlen die Strafe zeitnah und deshalb mit Bezug zur Tat erfolgt. Die Polizei wird entsprechende Gesetze sicherlich gerne umsetzen. Die hätten Schläger etc nämlich auch gern weg von der Straße.
Eines sollte man nebenbei bedenken: Es handelt sich um tätliche Angriffe, nicht um Mord oder Totschlag. Natürlich sollen solche Angriffe geahndet werden, aber eine Untersuchungshaft kommt nur dann in Frage, wenn sicher von einer anschließenden Haftstrafe auszugehen ist - und das würde ich sehr eng auslegen, weil ich es für schlimmer halte, jemand zu Unrecht einzusperren, ihm damit sein Leben zu versauen, als dass jemand ein halbes Jahr später in den Knast kommt als gut wäre. Außerdem setzt Untersuchungshaft Fluchtgefahr o.ä. voraus und das finde ich richtig so, weil ansonsten die Unschuldsvermutung faktisch außer Kraft gesetzt würde, wenn jeder Verdächtige erst mal bis zum Prozess eingeknastelt würde. Selbst in scheinbar klaren Fällen sollte man nicht faktisch schon mit dem Strafvollzug beginnen, bevor nicht ein Gerichtsurteil die Strafe überhaupt festgelegt hat.
Dann lieber höhere Kosten für genug Personal, um Verfahren in solchen relativ eindeutigen Fällen innerhalb von 2 Wochen nach der Tat abzuwickeln. Man könnte darüber nachdenken, ob man die Verfahrenskosten, die ja in aller Regel mangels Vermögen nicht vom Täter eingefordert werden können, nicht in eine Straferhöhung ummünzt - ganz bewusst ohne die Möglichkeit, diese durch Arbeit in Gefängnisbetrieben abzuarbeiten, denn das wäre in meinem Augen Zwangsarbeit.
Und dann wäre da noch das Problem, dass gerade bei jungen Gewalttätern in aller Regel das Jugendstrafrecht angewandt wird, wenn es nur irgendwie möglich ist. Ich finde, davon sollten wir wegkommen. Jugendstrafrecht für Täter unter 18, alle anderen im Regelfall nach Erwachsenenstrafrecht beurteilen. Wer als voll geschäftsfähig gilt und alt genug ist, um Auto zu fahren und zu wählen, der sollte auch sonst die Verantwortung für seine Taten voll übernehmen und nicht automatisch mit der Light-Version einer Strafe rechnen können. - #229 17.10.2011 15:43 von
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