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Berliner Problemkiez: Schule umgarnt Eltern mit Deutsch-Garantie

Nur Kinder, die gut Deutsch sprechen, Ausländerquote, beste Ausstattung - mit diesen Versprechen will eine Grundschule im Problembezirk Wedding Eltern ködern. Bürgermeister Wowereit lobt den Plan - aber führt die Einrichtung solcher Sonderklassen direkt den Bildungsseparatismus?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...655391,00.html
  1. #100

    Nüchterner Multikulturalismus

    @alle & @spiegel hai

    Aber das, was sie da angeprangert haben ist eben auch nicht das was Menschen wie Balule und ich als Multikulturalismus begreifen.
    1. Wir erkennen an, wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft leben, dass heißt lediglich, wir leben in einer Gesellschaft deren Mitglieder unterschiedlichster kultureller Herkunft sind. Und jetzt ist ein Fehler direkt einzuwende, "ja aber, die bösen Ausländer in Wedding schließen sich ja selber aus", denn wenn sie die faktische Aussage (1) nicht anerkennen, dann sind sie es der die anderen von vorneherein ausschließt. Haben wir dies einmal als Tatsache anerkannt, dass die Mitglieder unserer Gesellschaft unterschiedlichste kulturelle Hintergründe haben, dann fällt es leicht den eigentlichen Standpunkt des Multikulturalismus einzunehmen:
    2. Wenn es problematische oder begrüßenswerte Entwicklungen gibt, die mit der Unterschiedlichkeit der Hintergründe der Mitglieder unserer Gesellschaft zu tun haben, dann sind diese Entwicklungen nicht ein Problem zwischen "uns" und "ihnen" sondern ein Problem zwischen verschiedenen Mitgliedern unserer Gesellschaft, also ein innerdeutsches Problem.

    Es ist dieser Schritt, der essentiell ist für ein modernes Verständnis von Multikulturalismus. Da ist keine Rede von Aufhebung des Rechts, niemand sagt dass Mitglieder unserer Gesellschaft mit Migrationshintergrund nicht kritisiert werden dürfen und niemand behauptet dass es keine Probleme im Zusammenhang mit Migration und Integration gibt. Es ist eine sehr minimale Definition von Multikulturalismus, aber sie hat den Vorteil, dass sie konsensfähig sein sollte!
    In England sind (1) und (2) eine Selbstverständlichkeit, da kann ich Balule nur Recht geben. Das bedeutet nicht dass es keine Einkommensunterschiede oder Beschimpfungen gibt, aber es bedeutet eben, dass ausser ein paar nicht mehrheitsfähigen Spinnern von der BNP die Menschen erstmal als Briten akzeptiert werden, bevor man sie wegen irgendetwas (z.B. mangelnder Integrationsbereitschaft) kritisiert.
    Neben (1) und (2) gibt es noch weitere wichtige Aspekte von Multikulturalität, ich kann gerne ein paar benennen, die nicht mit Selbstaufgabe oder falsch verstandener Andersbehandlung zu tun haben, hier sei nur ein Aspekt genannt: gerade das nicht-Andersbehandeln ist der Schlüssel für einen konstruktiven Umgang miteinander. Das ist schwierig, wir alle haben Vorurteile, auch der türkisch-stämmige Friseur aus Wedding. Aber wir sollten bereit sein sie abzubauen bzw. uns nicht ausschließlich von Ihnen leiten zu lassen. Denn letztendlich gehört Andersbehandlung nicht in unseren zwischenmenschlichen alltäglichen Umgang, sondern ist ausschließlich Sache der Politik.

    Ich würde behaupten, dieser Begriff von Multikulturalismus, und sei es in seiner minimalen Form von (1) und (2), ist ein wenig differenzierter als "Alles ist super und wir tolerieren alles" oder "Ausländer raus (wenn sie nicht bereit sind genau so zu sein wie ich)". Vielleicht können wir ja auf der Basis miteinander weiter reden, ohne uns gegenseitig als naiv zu bezeichnen.
  2. #101

    Experten untersich?

    Zitat von WhiteRabbit Beitrag anzeigen
    ...
    In England sind (1) und (2) eine Selbstverständlichkeit, da ....
    ein Kenner der Materie UK sind Sie leider nicht, da geht der Punkup; oder warum sonst gibt es hinter den Kassiererinnen Wachleute, wg der Integration bestimmt nicht.
  3. #102

    Kulturbanause

    Zitat von WhiteRabbit Beitrag anzeigen
    @spiegel-hai
    bevor sie entscheiden dass ich naiv bin, könnten sie ja mal warten bis sie verstehen was ich unter multi-kulti verstehe. Aber Schwamm drüber,zu sagen es gibt viele Studien die etwas belegen und keine benennen .....
    Sie haben mich reichlich mißverstanden. Ich vertrete die Ansicht, daß Kinder "mit Migratrionshintergrund" auf alle Fälle Deutsch erlernen müssen, bevor sie zur Schule kommen. Sonst können sie dem Unterricht, der bekanntermaßen auf Deutsch stattfindet, nicht folgen. Banal aber wahr.
    Und nachdem die wichtigste Voraussetzung das Engagement der Eltern darstellt, müssen die Eltern davon überzeugt werden. Soweit klar? Die unschöne Alternative bestünde darin, die Kinder zwangsweise in die Vorschule zu stecken, damit sie dort auf die Schule vorbereitet werden.

    Was nun auf Ihrem Herumreiten auf den "Deutschen mit Migrationshintergrund" angeht, wollen wir vielleicht eine kleine Begriffsbestimmung wagen: dabei handelt es sich um solche Migraten, die mit dem Willen hier leben, sich in der deutschen Gesellschaft zu integrieren, weil sie das beste für sich und ihre Kinder wollen.
    Diese Leute stehen hier aber gar nicht zur Debatte. Weder wohnen die normalerweise in derartigen Stadtgebieten, noch verweigern die ihren Kindern den Umgang mit der deutschen Kultur.

    Diese Schule hat es aber zum großen Teil mit Schülern zu tun, die resp. deren Familien sich nicht als deutsch sondern (meistens) als türkisch verstehen. Die leben etwa in Kreuzberg nach den Regeln ihres Heimatdorfes in Anatolien. Die haben nicht das mindeste Interesse daran, Deutsche zu werden. Und sie wollen auch nicht, daß ihre Kinder Deutsche werden. Entsprechend können die Kinder wenig bis gar kein Deutsch.
    Und selbst wenn es nicht illusorisch wäre, die deutsche Sprache zugleich mit dem Unterrichtsstoff zu lernen: Zuhause wird dann jedenfalls den Jungen eingeprügelt, nicht auf die Lehrerin zu hören, weil Frauen ohnehin nix zu sagen haben, und sich der Umgang mit deutschen Schweinefleischfressern sowieso verbietet.

    Das ist nicht "multikulti" sondern indiskutabel. Wenn es sich nicht aus gewissen Gründen verbieten würde, sollte man diese Leute fragen, warum um alles in der Welt sie in Deutschland und nicht in der Türkei leben, wo da doch alles besser ist...


    http://www.welt.de/politik/article30...tegration.html
  4. #103

    Alice’s Adventures in Wonderland

    Zitat von WhiteRabbit Beitrag anzeigen
    @alle & @spiegel hai
    Aber das, was sie da angeprangert haben ist eben auch nicht das was Menschen wie Balule und ich als Multikulturalismus begreifen.
    1. Wir erkennen an, wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft leben, dass heißt lediglich, wir leben in einer Gesellschaft ...
    Diese Migranten sind keine Deutschen und sie wollen es auch nicht sein!! Und sie sind auch nach eigenem Verständnis nicht eigentlich Mitglieder unser Gesellschaft. Sie fühlen sich der deutschen Mehrheitsgesellschaft auch nicht verpflichtet. Da liegt doch der Kern des Problems. Sie gehen in ihren Betrachtungen von den falschen Voraussetzungen aus.

    Aber träumen Sie ruhig weiter.
  5. #104

    Lernen kann auch an anderen Dingen als nur der Sprache scheitern

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Genau, die Betonung liegt auf dem Wort LERNEN! Aber wenn 90% der Klasse nicht sprechen können, dann haben wir eher eine Krippe vor uns als eine Grundschule!
    Korrekt. Und deshalb Sprachtests als Eingangsvoraussetzung für alle ABC-Schützen und Zurückstellung derer von der Einschulung, die die Tests nicht bestehen. Worauf ich aber hinweisen möchte: Hier wird - völlig zurecht - ein großes Problem benannt, nämlich dass es für die Betroffenen keinen Sinn macht, eine Schule zu besuchen, deren Eingangsvoraussetzungen sie nicht erfüllen können. Und für die Grundschule sollte die Eingangsvoraussetzung eben ein sprachliches Mindestniveau sein, damit die Kinder dem Unterricht überhaupt folgen können, und die anderen nicht aus Langeweile vom Lernen abhalten. Lässt man Schüler, die die Eingangsvoraussetzungen nicht erfüllen, in einer Klasse mit denen zusammen, die sie erfüllen, wird zwangsläufig deren Lernfortschritt gebremst und das kann sich heutzutage keiner mehr leisten.

    Dieses Prinzip macht aber nicht nur bei der Grundschule Sinn, sondern überall im Schulbereich, insbesondere nach der Grundschulzeit, denn ob Kinder mangels Sprachkenntnissen oder mangels andere Fertigkeiten dem Unterricht nicht folgen können, spielt ja eigentlich keine Rolle. Der Effekt ist nahezu immer derselbe: Wer allzu oft dem Unterricht nicht folgen kann, macht genervt alles mögliche andere und stört damit die Mitschüler, mit der Folge, dass nicht nur der eigene Lernfortschritt nicht statt findet, sondern auch der der ganzen Klasse gehemmt wird und zwar sowohl, weil immer auf die schwächsten gewartet werden muss, als auch durch die dann fast obligatorisch auftretenden Disziplinprobleme. Ergo ist es inskonsequent, bei der Grundschule nach bestimmten Leistungskriterien wie Sprachfertigkeiten trennen zu wollen, wenn man dasselbe Prinzip bei weiterführenden Schulen ablehnt.
    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Die Gesamtschule funktioniert nur, wenn die Schüler einige wenige Kompetenzen besitzen, und dazu gehört nun einmal, dass sich Schüler und Lehrer in einer gemeinsamen Sprache verständigen können.
    Sprache ist zwar DIE Schlüsselqualifikation schlechthin, aber das Prinzip gilt auch für andere Fähig- und Fertigkeiten. Aus diesem Grund halte ich auch die spätere Aufteilung nach Leistungsstufen für sinnvoll - erst recht, wenn man die Vorteile, nur noch Schüler eines halbwegs vergleichbaren Niveaus in einer Klasse zu unterrichten, dafür nutzen würde, schwächere Schüler gezielter zu fördern.
    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    ...
    Eine Sprache lernt man nicht gut, wenn man sie nicht jeden Tag übt! Wenn 90% Kinder mit Migrationshintergrund in einer Klasse sitzen, dann werden die (und ihre Eltern) niemals die Sprache sehr gut lernen. ...
    Das entscheidende ist aber nicht der Migrationshintergrund an sich, sondern eben das Sprachvermögen der Schüler, egal wo sie herkommen. Ein deutsches Kind, das Sätzen mit mehr als 4 Worten nicht folgen kann, würde den Unterricht doch genauso stören. Dass in der Praxis mangelndes Sprachvermögen häufig bei Migrantenkindern zu finden ist, ist schon klar und auch logisch, aber deshalb pauschal auf die Herkunft abzustellen ist schlicht und einfach falsch - und diskriminierend außerdem, denn ein Migrationshintergrund führt ja nicht zwingend zu fehlenden Sprachkenntnissen - bzw das Fehlen derselben kann ja durchaus im Kindergarten oder selbständiges Lernen schon korrigiert worden sein.
  6. #105

    ...

    Zitat von balule Beitrag anzeigen
    Was man hier lesen muss ist doch wirklich zum heulen. Wann wird das ALTE Deutschland lernen, dass nur wenn Migrantenkinder, wie alle anderen deutschen behandelt werden, es auch Integration geben kann. Wann soll ein sechsjähriges Kind, dessen Eltern nicht integriert sind oder integriert sein wollen, richtig Deutsch.....
    Die Multikulti-Generation muss leider einsehen, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben und dass es ein Verbrechen an den Kindern ist, ihnen nicht die Chance auf eine möglichst gute Schulbildung zu geben. Und die wird durch Bildungsverweigerer unabhängig von deren Nationalität bzw ethnischen Hintergrund nachhaltig gebremst. Ergo ist es richtig wie Sie es ja auch sagen, gleiche Leistungen von allen zu fordern. Und wenn absehbar ist, dass diese Leistungen von bestimmten Kindern mangels entsprechender Sprachkenntniss sowieso nicht erbracht werden können, dann ist es doch dreimal gescheiter, diese gesondert zu fördern und zum Erwerb der Sprachkenntnisse zu drängen und nebenbei dem Rest des Jahrgangs eine ungestörten Unterricht zu ermöglichen, damit wenigstens die Kinder, die es können und wollen, auch den möglichen und nötigen Lernfortschritt erzielen. Das hat nichts mit Rassismus oder systematischer Benachteilung von Immigranten(kindern) zu tun, sondern ist schlicht das Beste für alle - und sollte nebenbei für "deutschstämmige" Kinder ganz genauso gelten.
  7. #106

    Multikulturismus I

    Zitat von WhiteRabbit Beitrag anzeigen
    @alle & @spiegel hai

    Aber das, was sie da angeprangert haben ist eben auch nicht das was Menschen wie Balule und ich als Multikulturalismus begreifen.
    1. Wir erkennen an, wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft leben, dass heißt lediglich, wir leben in einer Gesellschaft deren Mitglieder unterschiedlichster kultureller Herkunft sind. Und jetzt ist ein Fehler direkt einzuwende, "ja aber, die bösen Ausländer in Wedding schließen sich ja selber aus", denn wenn sie die faktische Aussage (1) nicht anerkennen, dann sind sie es der die anderen von vorneherein ausschließt. Haben wir dies einmal als Tatsache anerkannt, dass die Mitglieder unserer Gesellschaft unterschiedlichste kulturelle Hintergründe haben, dann fällt es leicht den eigentlichen Standpunkt des Multikulturalismus einzunehmen:
    2. Wenn es problematische oder begrüßenswerte Entwicklungen gibt, die mit der Unterschiedlichkeit der Hintergründe der Mitglieder unserer Gesellschaft zu tun haben, dann sind diese Entwicklungen nicht ein Problem zwischen "uns" und "ihnen" sondern ein Problem zwischen verschiedenen Mitgliedern unserer Gesellschaft, also ein innerdeutsches Problem.
    Es tut einem fast leid, eine derart gut gemeinte Tirade mit der Realität zu konfrontieren, aber haben Sie schon mal zur Kenntnis genommen, dass gerade viele türkisch-stämmige Einwanderer ihrer türkische Staatsangehörigkeit behalten und ihre Kinder mehr oder weniger dazu zwingen, sich auch für die türkische zu entscheiden? Damit fällt Ihre These vom "innerdeutschen Problem" und der "Ausgrenzung" durch die latent fremdenfeindlichen Deutschen doch vollkommen in sich zusammen, denn die Ausgrenzung geschieht häufig gerade durch die Immigranten selbst und das durchaus bewusst!

    Integration ist nichts, was das Gastland dem Gast solange nachwerfen muss, bis er es annimmt, sondern etwas, das die Bereitschaft des Gastes erfordert, die bei uns eindeutig vorhandenen Gelegenheiten zur Integration auch zu nutzen, und insbesondere die eigenen Kinder darin zu bestärken, diese Chancen zu ergreifen! Und nebenbei: Wer bestimmt denn, dass ich die Gesellschaft, in der ich lebe, per se als multikulturell definieren muss - bzw wer sagt denn, dass nicht die hiesigen Spielregeln von der Kultur des Gastlandes bestimmt sein dürfen? Wenn ich auswandere, habe ich mich dem Gastland zumindest insoweit anzupassen, als ich seine Gesetze und Gebräuche achte und mich möglichst schnell in die Lage versetze, ohne Unterstützung meiner Gastgeber auszukommen. Insbesondere habe ich es meinen Kindern zu ermöglichen, dass sie sich in der gewählten Gesellschaft zurecht finden - und das geschieht eben gerade nicht, wenn zu Hause nur die Heimatsprache gesprochen wird oder wenn es den Kindern gar verboten wird, einheimische Freunde zu haben.

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Es ist dieser Schritt, der essentiell ist für ein modernes Verständnis von Multikulturalismus. ... Es ist eine sehr minimale Definition von Multikulturalismus, aber sie hat den Vorteil, dass sie konsensfähig sein sollte!
    Na, da war wohl eher der Wunsch Vater des Gedankens, denn konsensfähig halte ich Ihre Thesen absolut nicht, sondern eher für ziemlich realitätsfern und unausgegohren - aber gut gemeint...
  8. #107

    Multikulturismus II

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    ... gerade das nicht-Andersbehandeln ist der Schlüssel für einen konstruktiven Umgang miteinander.
    Jeder, der sich in einem durch gesellschaftlichen Konsens vorgegebenen Rahmen bewegt, erfährt von mir Gleichbehandlung - bis er mir Grund für das Gegenteil gibt.

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    ...wir alle haben Vorurteile, ... Aber wir sollten bereit sein sie abzubauen ...
    Jederzeit, sofern sie nicht immer wieder aufs Neue bestätigt werden. Außerdem unterschätzen Sie das Gros der Deutschen: Die allermeisten sind durchaus zu einer "Einzelfallbetrachtung" in der Lage, sprich sie denken weit weniger in Klischees als Sie ihnen vorwerfen.

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    Denn letztendlich gehört Andersbehandlung nicht in unseren zwischenmenschlichen alltäglichen Umgang, sondern ist ausschließlich Sache der Politik.
    Wieso das denn? Sie tun ja gerade so, als hätten nur die Politiker ein Problem mit nicht integrationswilligen Einwanderern. Das Gegenteil ist der Fall! Integration bzw der Mangel daran ist auch ein Alltagsproblem, gerade im Schulbereich. Und daran wird sich erst dann etwas ändern, wenn die grundlegende Frage geklärt ist, welchen Beitrag zur Integration wir von Immigranten sinnvollerweise erwarten müssen, damit die Integration auch funktionieren kann und unsere Gesellschaft nicht vor unlösbare Probleme stellt - so wie es viele andere Länder auch tun.

    Zitat von Dumme Fragen Beitrag anzeigen
    ... Vielleicht können wir ja auf der Basis miteinander weiter reden, ohne uns gegenseitig als naiv zu bezeichnen.
    Ich fürchte das können wir nicht, solange Sie hierfür Ihr gut gemeintes Gesellschaftsbild als allgemeinverbindlich voraussetzen.
  9. #108

    Keine Experimente auf Kosten der Kinder

    Diese Experimentalschule ändert nichts am Ghettocharakter des Stadtteils “Wedding”.
    Insofern sind die (deutschen) Eltern mit Grips im Kopf dort längst weggezogen, denn sie haben keine Lust darauf, dass ihre Zöglinge für die jahrzehntelange falsche und illusionsbehaftete Zuwanderungpolitik büßen müssen.

    Der Landeselternausschuss empfiehlt das Konzept auch anderen Brennpunktschulen, damit sich die Schülerschaft sozial durchmische.
    Diese vollkommen irrationale Idee der “Durchmischung” wird in der Realtiät spätestens mit Eintreten in das Berufsleben/Ausbildung entmanifestiert.

    Denn in Berlin gilt das Wohnortprinzip, den Sprößlingen der bildungsbewussten Eltern hätte die Schule zugewiesen werden können.

    In diesem Zusammenhang lehne ich auch das sog. “busing” entschieden ab.

    Die Art wie “Multikulturalismus”(in der Praxis oft: islamisches Monokulti)
    in der brd betrieben wird, trägt sicher nicht dazu bei, Deutschland auch in Zukunft als “Bildungsstandort” zu etablieren.
  10. #109

    Keine Deutschtümelei

    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Das ist ja auch gut so. Genau deshalb finde ich es aber zum Davonlaufen, dass die Nationalität der Kinder bzw der Eltern eine Rolle spielen soll, anstatt auf das sinnvollste Kriterium, nämlich die sprachlichen Grundvoraussetzungen abzustellen.
    Sie haben natürlich völlig Recht. Ich denke, darauf läuft es auch hinaus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Eltern Wert auf die Nationalität der Mitschüler legen. Es geht aber um die Folgen. Wenn mein Kind in einer Klasse sitzt, in der 80% Kinder mit Migrationshintergrund sitzen, die zwar gut deutsch sprechen könnten, es aber nicht machen, dann ist es isoliert und im Klassenverbund ausgegrenzt, es findet keine Freunde, es sei denn, es integriert sich in eine fremde Kultur. Würden Sie das für Ihr Kind wollen? Oder würden Sie eine Klasse suchen, in der es sich wohl fühlt?

    Deutsch heißt hier also, in die deutsche Gesellschaft integriert, und das sind viele mit Migrationshintergrund.








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