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Berliner Pirat Lauer: "Totale Transparenz ist eine Illusion"

dapdChristopher Lauer gilt als heimlicher Anführer der Piraten, doch in der Partei ist der Berliner Abgeordnete umstritten. Im Interview spricht er über Kritik an seiner Medienpräsenz - und erklärt, warum man nicht alle Fragen öffentlich diskutieren kann.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824835,00.html
  1. #80

    Faschistisches Potential

    Recht hat er, wenn er sagt, dass Macht im Unternet nur noch unter dem Gesichtspunkt des Machtmissbrauchs gesehen wird. Die Absurdität, die Krankhaftigkeit dieser Weltsicht spürt jetzt auch die Piratenpartei, die ja selbst ein Produkt des "Shitstorms", also des Scheißetsunamis ist. Vielleicht kapiert der ein oder andere sogar das faschistische Potential, das Breivik- oder NSU-Potential, dass in der Haltung steckt, "die da oben" wollten uns alle nur unterdrücken.

    Wir müssen den liebedienerischen Und profitorientierten Medien beibringen, dass sie sich und dem Land keinen Gefallen tun, wenn sie den Scheißetsunami als Ausdruck eines Willens zum Schutz der Bürgerrechte oder als Gesellschaftskritik oder was auch immer halten - das ist absurd.
  2. #81

    Schade

    Zitat von e-ding Beitrag anzeigen
    .....und nein, ich habe sie nicht gewählt.
    Aber kann ja noch kommen.
    Man hat ja eh immer nur die Möglichkeit das kleinere Übel zu wählen. Daß die etablierten Parteien ein großes Übel sind, stellen sie ja tagtäglich unter Beweis. Und daher bleiben ja nur noch die Piraten oder eine ähnlich bislang wenig in Erscheinung getretene Partei.

    Ich bin mir sicher, daß es vielen Wählern im Saarland genau darum ging. Eine Wahl, bei der schon vorher feststeht, daß die CDU mit der SPD regieren wird, ist keine Wahl.
  3. #82

    Müssen die gar nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christopher Lauer gilt als heimlicher Anführer der Piraten, doch in der Partei ist der Berliner Abgeordnete umstritten. Im Interview spricht er über Kritik an seiner Medienpräsenz - und erklärt, warum man nicht alle Fragen öffentlich diskutieren kann.

    Berliner Pirat Lauer: "Totale Transparenz ist eine Illusion" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik


    Es muss nicht jedes Detail öffentlich diskutiert werden, aber alle wesentlichen Punkte und Entscheidungen müssen offen und ehrlich kommuniziert werden.
    Also genau das Gegenteil der Hinterzimmerpolitik die wir heute erleben und die zeigt wie hilflos die Etablierten versuchen, sich mit den erlernten Methoden der Bürgertäuschung weiter durchzumogeln.
    Das Musterbeispiel für Marketing ist Herr Schäuble. Wobei Marketing für mich heute für maximal erreichbare Unwahrheit über einen Sachverhalt oder ein Produkt steht.
  4. #83

    Mündige Bürger müssen mehr tun als Blankovoten bei Wahlen abgeben!

    Zitat von 47/11 Beitrag anzeigen
    ... Leider fehlt noch immer die Erkenntnis, dass in einem korrupten Machtsystem - was nun mal der Parlamentarismus ist - nur ebensolche Parteien und Politiker bestehen können . Ohne einen grundlegenden Systemwechsel - zur Demokratie - wird sich in diesem Lande nichts verändern können !!!
    Im real bei uns existenten Parlamentarismus sorgt man mit seiner Stimmabgabe ausschliesslich dafür, dass die so Gewählten in der Wahlperiode machen können, was sie wollen. Und das ist dann das Ergebnis des Kampfes der Lobbies und Klüngel auf allen Ebenen. Ohne Berücksichtigung dessen, was der Wähler wünscht, sofern er denn überhaupt etwas wünscht!
    Wenn die Piraten hier die Einflussnahme des Wählers und seine Aufsicht über die politischen Vorgänge erstmalig ernsthaft ermöglichen wollen, so bin ich ihnen dankbar, dass sie überhaupt etwas praktisch ausprobieren.
    Wer hätte denn bisher überhaupt schon ein System vorgeschlagen, in das wir hineinwechseln könnten? Wir, einschließlich der staatstragenden Parteien sind ja schon unfähig, entsprechend dem Stande des Wissens/der Technik den Übergangsvorgang von der bisherigen Energieversorgung auf die "grüne" zu bewerkstelligen.
  5. #84

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Es gibt so viele Beispiele:

    PM Piratenfraktion

    mobil.morgenpost.de

    etc.

    Ohne derartige Infos ist eine zielgerichtete Maßnahme gar nicht planbar.

    Und nochmal:
    Keine Partei verbreitet im Grundsatzprogramm Lösungen.
    Lösungen mussen faktenbasiert in der Konkreten Situation erarbeitet werden.

    Für diese sehr detaillierten Themen im kommunalen Bereich sehe ich die Notwendigkeit für mehr Transparenz ein. Vielleicht sollten die Piraten dann einfach nur die Finger von großen Themen lassen wie "Freiheit des Einzelnen" auf der einen Seite und "Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe" auf der anderen Seite (beides von der Politik-Startseite der Piraten). Wenn man diese beiden Themen unter einen Hut bringen will bräuchte man schon sowas wie einen groben Fahrplan.
  6. #85

    Das beste Beispiel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christopher Lauer gilt als heimlicher Anführer der Piraten, doch in der Partei ist der Berliner Abgeordnete umstritten. Im Interview spricht er über Kritik an seiner Medienpräsenz - und erklärt, warum man nicht alle Fragen öffentlich diskutieren kann.

    Berliner Pirat Lauer: "Totale Transparenz ist eine Illusion" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das beste Beispiel wie verlogen sind die Parteien ist was eben Herr Lauer über Wahlrecht ab 16 sagte es gibt eine parlamentarische wie auch gesellschaftlicher Mehrheit dafür und trotzdem geht nicht, die Lösung wäre entweder Parteien Auflösen oder geheime Abstimmungen einfuhren so dass der Abgeordnete wird richtig unabhängig. Aber dass es nicht wider außer Kontrolle wird dann konntee man nach der Legislaturperiode sein Wahl verhalten veröffentlichen dann wissen die Wähler wie s um ihm steht!! Und der Beck soll nicht so tun als ob nicht der war den den mit den sozialen Kahlschlag nichts zu tun hätte. Er ist ein zynischer Heuchler.
  7. #86

    Zitat von yarx Beitrag anzeigen
    Die Piraten werden wohl nichht umhinkommen, sich Menschen zu suchen, die Sie öffentlich vertreten. Wenn die Parteimitglieder sich nicht selbst darum kümmern, wird es die Presse tun. Man sucht sich dann seine Ansprechpartner da wo es Auflage bringen könnte. Ob das im Sinne der Ziele der Piraten ist, wage ich zu bezweifeln.

    Fefe schreibt es ja öfter in seinem Blog ( Fefes Blog ). Eines der größten Probleme der Partei ist zur Zeit die miserable bzw. nicht existente Öffentlichkeitsarbeit. Das fehlende zeitnahe Reagieren auf das Tagesgeschehen z.B. ist ein trauriges Kapitel.

    Aber das wird schon noch. Gut Ding will Weile haben... oder wie das heißt....
    Und genau daran werden die Piraten wahrscheinlich scheitern. Denn was ihnen neben der Einsicht fehlt, dass reale Politik eine gewisse Grundlage an Wissen, Respekt und Personen bedarf, ist die Einsicht, dass sie aufgrund ihrer seltsamen "Auseinandersetzungskultur" (alleine der Umgangston und die sogenannten Shitstorms haben in einer normalen politischen Diskussion nichts zu suchen) kaum funktionierende Strukturen aufbauen können. Die viel beschworene Schwarmintelligenz funktioniert nicht in der Politik, da mit Politik immer auch Verantwortung einhergeht. Und die Neid und Hasstiraden zeigen, dass diese Leute weder an wirklich sachlichen Auseinandersetzungen interssiert sind, noch kapieren, noch irgendeine Form von Respekt gegenüber anderen haben.
  8. #87

    Zitat von maddy4401 Beitrag anzeigen
    Das ist ein gerne gebrauchtes Argument. Wenn ich ohne zu arbeiten geld bekomme wieso soll ich dann überhaupt arbeiten gehen? Zieht aber nicht.Gehen Sie mal nach Afrika und erzählen sie den Menschen dort, was ein deutscher Staatsbürger ohne zu Arbeiten an Hartz IV bekommt und dann stellt man ihnen die gleiche Frage. Warum um gottes willen gehen wir dann noch arbeiten?

    Zum einen vielleicht weil Arbeit nicht nur was mit Kohle ranschaffen zutun hat sondern eventuell auch was mit Selbstverwirklichung.
    Ich erzähl mal ne Geschichte aus einer Sprachschule: Da machte ein junger Guineaner seinen Hauptschulabschluss als Migrant in Deutschland nach und bestand den Abschlusstest mit Bravour. Als er von der betreuenden Sozialpädagogin gefagt wurde, was er denn jetzt mit seinem Leben anfangen wolle, guckte er unverständig. Na ja, sagte die Sozialpädagin, was er denn arbeiten wolle. Darauf fragte der Mann: Wieso arbeiten? Ich dachte, hier in Deutschland muss man für sein Geld nicht arbeiten.

    Jetzt ist es ja so, dass man sich darüber aufregen könnte und sagen könnte: was fällt dem Jungen ein? Wir regen uns darüber auf, weil wir ja schließlich auch alle arbeiten müssen für unsere Kohle. Der junge Mann ist hier allerdings einfach einer interessanten Legendenbildung anheim Gefallen. Die Menschen, die in Deutschland als Migranten Staatszuwendung bekommen (was vollkommen richtig ist m.E.) haben qua Unkenntnis der Gesetzeslage das Gefühl, dass Arbeit eben in Deutschland nicht nötig sei. Und jetzt der Knackpunkt: Diese Männer würden es ohne mit der Wimper zu zucken annehmen.

    Sie (maddy) gehen mit ihrer Argumentation wieder das Wagnis ein, dass vielen Thesen der Piraten zugrunde liegt. Sie halten den Menschen unbedingt für Homo "sapiens". Das ist super und hoch zu loben, leider können sie auf dieser Basis kein Gesetz erlassen, weil Gesetze für alle gelten und es genügend Menschen in Deutschland und auf der Welt gibt, die a) lieber nicht arbeiteten als arbeiten würden und b) denen ein Grundeinkommen von 800 Euro vollauf genug ist. Für 800 Euronen kannste du dir die Miete und PS3 kaufen. Ist doch alles gut. Kenn ich genug Leute, die so sind. Es ist schade dass Gutmenschentum ein fremdenfeindlich konnotierter Begriff ist, hier würde er jetzt denke ich passen. Dass der Mensch ein gutes, einsichtsvolles Wesen ist, ist eine falsche Annahme. Er KANN gut und einsichtsvoll sein, es ist aber immer ein Kampf, den es zu kanalisieren gilt und den ausnahmslos JEDER kämpft. Und darin liegt der Fehler in der Sichtsweise der Piraten. Alles tolle Thesen, aber es wird an der Realität scheitern, denke ich. Wenn die Sicherungssysteme nicht genau so effektiv sind wie das von den alliierten mit Absicht installierte indirekte Wahlrecht, wird es zum Desaster kommen. Mit Sicherheit.
  9. #88

    Zitat von Pool Position Beitrag anzeigen
    Sie könnten sich beispielsweise eine eigene Währung geben, die so konstruiert ist, dass die Gewinne (zumindest temporär) als leistungsloses Grundeinkommen fließen.
    Ich kann mir selbst auch eine eigene Währung erfinden. Nur stehe ich dann blöd da, wenn mein Geld im Supermarkt nicht akzeptiert wird. Ich denke das ist kein gutes Beispiel.
  10. #89

    Macht nichts

    Zitat von Anton T Beitrag anzeigen
    .... Genau so wird es -wieder mal mit Verzögerung- auch in Deutschland kommen. Die ein, zwei berechtigten und durchdachten Anliegen der Piraten werden von den andern aufgegriffen, und das war's dann mit den Nerds, die mit einem Haufen nicht zu Ende gedachten Blödsinn aufwarten. ....
    Das ist Demokratie. Die Piraten hätten so einen Sinn gemacht. Es ist doch unwichtig, welche Partei die Zukunft gestaltet. Es sind die Ideen, die uns voranbringen. Würde die CDU anständige Politik machen, würde ich sie wählen.
    Allein schon die Existenz der Linkspartei hat zu spürbaren Veränderungen geführt. Auch die Erfolge der Piraten führen schon jetzt zu Denkprozessen bei den Mitgliedern der anderen Parteien.
    Das ist wichtiger als das reine Bestehenbleiben einer Partei über Jahrzehnte.


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