Forum: Blogs
Berliner Flughafen-Blamage: Klemmende Türen, trockene Sprinkler, laute Flieger
Getty ImagesParty abgesagt, Umzugsleute abbestellt, Betriebsbeginn verschoben: Einen Tag nach Bekanntwerden der Flughafenpanne von Berlin rückt die Frage nach Ursachen und Verantwortlichen für die Blamage in den Mittelpunkt. Schon beginnen die Beteiligten mit Schuldzuweisungen.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...832316,00.html
- #10 09.05.2012 20:00 von
war das schon alles?
Klemmende Türen? ist ja interessant... vor über 1-2 Monaten hab ich über 3 Ecken von einem Bauleiter erfahren, es würden Risse im Bauwerk des Flughafens entstehen, und diese Teile müssten evtl. neu gegossen werden. Es hieß dann auch, der geplante Eröffnungstermin sei nicht zu halten. Als ich danach in den Nachrichten, nach einer solchen Meldung suchte, fand ich an dem Tag nur die Meldung "BER wird planmäßig eröffnet".
Na mal sehen, wie groß das ganze Ausmaß noch wird. Heute früh war es ja nur eine nicht getestete Entlüftungsanlage für den Brandschutz, kommt endlich raus mit den Schmalzstullen! Wir sind alle gespannt. - #11 09.05.2012 20:01 von
Die Flaschen vom Flughafen BER
Solche Nieten in Nadelstreifenanzug planen auch den Schallschutz hier wo nichts stimmt. Kein Wunder das hier keiner unterschreibt! Denn der Schallschutz steht erst zu 5 Prozent.
Scheint wieder eine Menge Geld in die eigene Tasche geflossen zu sein, daß man später wieder für die ganzen Sexpartys braucht.
"Wir haben die besten Experten für unseren Flughafen". - Ja vielleicht im Geldkassieren. Politiker sind verärgert - die Hohlköpfe sind doch dafür verantwortlich. Wenn andere so ihr Geschäft führen würden wie diesen Flughafen, müssten wie wohl frühzeitig Insolvenz anmelden.
Fam. Wegner, Mahlow. - #12 09.05.2012 20:11 von
optional
Ob Flughafen oder Einfamilienhaus, wer in Deutschland irgendwas bauen will, ist stets der Angeschmierte und kann sich glücklich schätzen, wenn das Ganze nicht in eine Insolvenz mündet. Offenbar war diese jedem Bürger bekannte Tatsache noch nicht in die Berliner Regierungskreise durchgedrungen.
Nun müssen sie mit den Konsequenzen leben.
Nein. ich bin nicht schadenfroh, nur traurig, dass wir trotz aller Errungenschaften , die D ohne Zweifel hat, in diesem Bereich so unendlich arm dastehen.
In Hamburg an der Philharmonie lässt sich ein weiteres Beispiel beobachten.
Gruß - #13 09.05.2012 20:11 von
...
Denke mal, es wird ein deutlich späterer Termin als der gestern angepeilte Zeitraum zwischen Mitte August und Mitte September. Mehdorn (AirBerlin) will lieber erst den November. Ist auch klar... das was da gestern in organisatorischer und finanzieller Hinsicht für Fluglinien, Flughafengeschäfte usw. angerichtet wurde ist schon ein verdammt starkes Stück.
- #14 09.05.2012 20:16 von
Okay, ich halte jede Wette, dass viele dieser Großprojekte chinesischer Bauart in wenigen Jahren Unsummen für Sanierungsarbeiten verschlingen werden. Das passiert eben, wenn man die Arbeit von Fachkräften mit tausenden Tagelöhnern durchziehen will.
Das soll keine Verteidigung des Berlin-"Debakels" sein, aber einen höheren Standard als chinesischer Murks sollte hier schon angelegt werden. - #15 09.05.2012 20:21 von
Bei Kindern
wären Sie mit der Nummer nicht durchgekommen, da hätte auch das Versprechen auf ein Eis nichts geholfen. :-))
Ursache eines solchen Desasters sind oft genug die Architekten, die personell mit so einem Bau völlig überfordert sind und deshalb die Bauunternehmen weder überwacht noch in den Griff bekommen.
Die Elbphilharmonie in Hamburg ist als Vergleich nur bedingt geeignet, da sind es zum Einen Fehler in der Vertragsgestaltung mit den Architekten, die Narrenfreiheit bis zur Idiotie eingeräumt bekommen haben. Z.B. wurde die bereits installierte Lüftungsanlage wieder rausgerissen, weil der Architekt dann doch auf die Idee kam, dass er einen höheren Standard in Sachen Schallschutz als ursprünglich ausgeschrieben haben wollte..... Und keiner konnte ihn hindern.
Dass die Baukosten so explodiert sind, ist nur zum Teil wahr. Das erste Angebot von Hochtief lag deutlich höher als dann der Öffentlichkeit präsentiert, die Kosten wurden im Vorwege runtergerechnet, da die zu erwartenden Kosten politisch nicht durchsetzbar gewesen wären. Man könnte auch sagen, die Öffentlichkeit ist von den Politikern (Herr Beust??) hinters Licht geführt worden.
Das alles gibt es in Berlin soweit ich weiß nicht, da sind es nur Planungs- und Ausführungsfehler, die leider zu spät bemerkt wurden.
Dafür können übrigens die politiker ausnahmsweise wohl mal nichts. - #16 09.05.2012 20:23 von
Befürchte, das da wirklich noch eine ganze Menge anderer Mängel ans Tageslicht kommen werden. Die nächsten Wochen werden bestimmt interessant. Da wartet noch so manche Enthüllung. Die voreilige Ankündigung einer Eröffnung Ende August wird den Verantwortlichen noch im Halse steckenbleiben.......
- #17 09.05.2012 20:24 von
- #18 09.05.2012 20:24 von
Halb so wild...
Man delektiere sich an der Geschichte des Denver International Airport. 16 Monate verspätet, ca. 33.000.000 $ Kosten im Monat - ohne jegliche Einnahmen.
Denver International Airport - Wikipedia, the free encyclopedia
http://home.edvsz.fh-osnabrueck.de/s...P_Teil08_1.pdf
Bis hierhin in Berlin somit alles Peanuts. Das holen die bei den Gebühren wieder rein. Und wenn nicht, gibt es ja weiterhin den Solidaritätszuschlag. Zudem können die ansässigen Finanzbehörden ja auch eine "Aufrunden bitte"- Option bei den Steuererklärungen einfügen. - #19 09.05.2012 20:59 von
Och Leute...
... hier wird ein Milliardenprojekt nicht rechtzeitig fertig. Ärgerlich? Sicher. Peinlich? Schon etwas. Verwunderlich? Mitnichten.
Wer geglaubt hat, dass man einen solchen Bau in Boomzeiten fristgemäß fertig bekommt, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert. Es gibt schlicht und ergreifend nicht genug Fachkräfte. In Ostbrandeburg hat einfach keine einzige Baufirma irgendwelche Kapazitäten, weil nicht nur der Flughafen gebaut wird.
Aber man muss hier schon die Kirche im Dorf lassen. Hier gehts vielleicht sogar um 6 Monat, mein Gott, dann ist es halt so. Das schöne ist, die Flughafengesellschaft wickelt halt dann die Flüge weiterhin in TXL und SXF ab und macht die Umsätze halt dort. Es ist ja nicht so, dass die Welt aufhört sich zu drehen. Ärgerlich ist alles vielleicht für die Gewerbetreibenden, aber da wird sich schon Geld finden, denn in den anderen Standorten bleiben die Geschäfte ja offen und da waren die Mitarbeiter ja schon "gekündigt". Also jammern auf hohem Niveau.
Ich freu mich schlicht und ergreifend, dass es Behörden gibt, die ganz klar sagen: "mir egal, was Eure Beweggründe sind, aber das ist mit uns nicht zu machen." In vielen anderen Ländern, wäre da Geld geflossen und die Genehmigung wäre "unbürokratisch" erteilt worden.
Genauer hinschauen muss man mal im Management. Das diese Leute erst 30 Tage vorm Termin die Problematik erkannt haben, oder erkannt haben wollen, ist beidermaßen geradezu lächerlich und man sollte sich schwer überlegen, ob man hier nicht Regress fordern soll. Der Schaden ist nicht die Verzögerung an sich, sondern eher die späte Mitteilung.
Alles in allem, Mund abputzen, Häme ertragen und dann einen funktionierenden Flughafen eröffnen. Aber ohne allzu überheblichen Blick in Richtung Heathrow oder DUS. Dieser steht hier wohl keinem mehr zu.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

